Afterpay, im Vereinigten Königreich auch als Clearpay bekannt, ist ein australisches Finanztechnologie-Unternehmen, das sich als wichtiger Akteur im wachsenden Bereich der „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Dienste (Buy now, pay later, BNPL) etabliert hat. Afterpay/Clearpay bedient einen wachsenden Kundenstamm in mehreren Regionen und arbeitet branchenübergreifend mit einem großen Netzwerk bekannter Marken und lokaler Unternehmen zusammen. Durch seinen beträchtlichen Marktanteil in Schlüsselregionen wie Australien und dem Vereinigten Königreich ist es ein führender BNPL-Anbieter.
Der Vorzeigeservice von Afterpay ermöglicht es Kundinnen und Kunden, die Zahlung für einen Kauf in vier gleiche, zinslose Raten aufzuteilen, wobei ein typischer Zahlungsplan Zahlungen alle zwei Wochen vorsieht. Dieses Modell bietet Kundinnen und Kunden eine flexible Möglichkeit, ihre Ausgaben ohne zusätzliche Kosten zu verwalten. Im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern konzentriert sich Afterpay/Clearpay ausschließlich auf kurzfristige Ratenpläne.
Afterpay hat einen weltweiten Kundenstamm in Märkten in Nordamerika, Europa, Asien sowie Australien und Neuseeland und verzeichnet seit seiner Gründung im Jahr 2014 ein kontinuierliches Wachstum. Allein für den US-amerikanischen BNPL-Sektor wird zwischen 2023 und 2030 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 24,3 % erwartet, und Afterpay/Clearpay ist gut positioniert, um seine Marktführerschaft zu behaupten. Das Engagement des Unternehmens für nutzerfreundliche Lösungen und die einfache technische Integration machen es zu einer treibenden Kraft in der Zahlungsbranche.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, was Unternehmen über Afterpay/Clearpay wissen sollten: wie es funktioniert, wer die wichtigsten Nutzer/innen und Märkte sind und wie Sie es als Zahlungsmethode einführen.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Wie funktioniert Afterpay/Clearpay?
- Wo wird Afterpay/Clearpay genutzt?
- Wer nutzt Afterpay/Clearpay?
- Vorteile der Akzeptanz von Afterpay/Clearpay
- Kosten und Gebühren für Afterpay/Clearpay
- Sicherheitsmaßnahmen bei Afterpay/Clearpay
- Die Zusammenarbeit mit Afterpay/Clearpay als Unternehmen
- Alternativen zu Afterpay/Clearpay
- So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Wie funktioniert Afterpay/Clearpay?
Afterpay ist am besten für seinen beliebten Service „Jetzt kaufen, später bezahlen“ bekannt. Afterpay/Clearpay zahlt Unternehmen den vollen Kaufbetrag im Voraus aus und sorgt so für einen ununterbrochenen Cashflow, während es die verbleibenden Ratenzahlungen von den Kundinnen und Kunden einzieht.
Afterpay ist benutzerfreundlich und lässt sich leicht in die bestehenden Zahlungsrahmen eines Unternehmens integrieren, sowohl online als auch in Point of Sale-Systemen. Um Afterpay nutzen zu können, müssen Kundinnen und Kunden mindestens 18 Jahre alt sein und über eine gültige Debit- oder Kreditkarte verfügen. Afterpay legt basierend auf der Kreditwürdigkeit personalisierte Ausgabenlimits für Kundinnen und Kunden fest, um verantwortungsbewusste Ausgabengewohnheiten zu fördern.
So funktioniert das Bezahlen mit Afterpay/Clearpay:
Die Kundin oder der Kunde wählt es als Zahlungsmethode aus: Während dem Bezahlvorgang online oder im Geschäft wählen Kundinnen und Kunden Afterpay/Clearpay als bevorzugte Zahlungsmethode aus. Nachdem sie Afterpay grundlegende Informationen zur Verfügung gestellt haben, erhalten Kundinnen und Kunden sofort eine Entscheidung über ihr Ausgabenlimit. Der Betrag, den eine Kundin oder ein Kunde ausgeben kann, ändert sich im Laufe der Zeit basierend darauf, wie das Konto genutzt wird, sodass Kundinnen und Kunden bei jeder Nutzung des Dienstes ein aktualisiertes Ausgabenlimit erhalten.
Kundinnen und Kunden zahlen 25 %: Kundinnen und Kunden können ihren Kauf mit Afterpay abschließen, indem sie nur 25 % der Gesamtsumme zahlen. Die restlichen 75 % werden in drei gleiche Raten aufgeteilt, die in zweiwöchigen Abständen fällig werden. Bei verspäteten Zahlungen kann eine Gebühr anfallen. Unternehmen erhalten den vollen Kaufbetrag von Afterpay/Clearpay im Voraus.
Rückgaberichtlinien variieren: Jedes Unternehmen legt seine eigenen Rückgaberichtlinien für Käufe fest, die mit Afterpay/Clearpay getätigt werden.
Mögliche Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit: Kundinnen und Kunden sollten sich bewusst sein, dass Afterpay/Clearpay die Zahlungshistorie an Kreditauskunfteien meldet, was sich auf die Kreditwürdigkeit auswirken kann.
Hier sind einige weitere häufig gestellte Fragen zu Afterpay:
Können Sie eine Zahlung bei Afterpay vorzeitig abwickeln?
Ja. Sie können jede Rate vorzeitig über den Tab „My Afterpay“ in der App bezahlen. Sie können die nächste geplante Zahlung, einen benutzerdefinierten Betrag oder den gesamten Restbetrag auf einmal bezahlen.Was passiert, wenn Afterpay abgelehnt wird?
Wenn Sie abgelehnt werden, liegt das in der Regel an unzureichendem Guthaben auf Ihrer verknüpften Karte, der Überschreitung Ihres geschätzten Ausgabenlimits oder an überfälligen Zahlungen bei anderen Bestellungen. Für neue Nutzerinnen und Nutzer begrenzt Afterpay häufig die Anzahl der offenen Bestellungen.Was passiert, wenn ich eine Afterpay-Zahlung verpasse?
Ihr Konto wird sofort pausiert und Ihnen kann eine Verspätungsgebühr in Rechnung gestellt werden. Die Gebühren sind auf 25 % des Bestellwerts oder 68 $ begrenzt, je nachdem, welcher Wert niedriger ist. Regelmäßig verpasste Zahlungen senken zudem Ihr zukünftiges Ausgabenlimit.Kann ich mein Afterpay-Zahlungsdatum ändern?
Sie können eine Zahlung direkt in der App um bis zu eine Woche und bis zu 3 Mal pro Jahr verschieben. Sie können jedoch kein Datum ändern, wenn die Zahlung innerhalb von 24 Stunden fällig ist oder es sich um die erste oder letzte Rate handelt.Gibt es versteckte Gebühren im Zusammenhang mit Afterpay?
Es gibt keine versteckten Gebühren oder Zinsen für den Standardplan „Pay in 4“, wenn Sie pünktlich zahlen. Es fallen jedoch Verspätungsgebühren für verpasste Zahlungen, Zinsen für langfristige monatliche Finanzierungspläne und eine monatliche Gebühr von 9,99 $ an, wenn Sie Afterpay Plus abonnieren.Afterpay vs. Kreditkarte: Wie ist der Vergleich?
Afterpay ist zinsfrei, erfordert für die meisten Nutzerinnen und Nutzer keine strenge Bonitätsprüfung und hat feste Zahlungspläne. Kreditkarten berechnen Zinsen auf revolvierende Salden und erfordern Bonitätsprüfungen, bieten jedoch Prämien oder Cashback und höheren Verbraucherschutz.Was ist das maximale Ausgabenlimit bei Afterpay?
Während Transaktionslimits für etablierte Nutzerinnen und Nutzer bis zu 4.000 $ betragen können, weisen die meisten individuellen Konten einen niedrigeren Betrag bei „Available to Spend“ auf, der im Laufe der Zeit basierend auf der Historie pünktlicher Zahlungen wächst.Wie verdient Afterpay Geld?
Afterpay erzielt den Umsatz in erster Linie durch Händlergebühren von 3 % bis 6 % pro Transaktion sowie durch Verspätungsgebühren, die von Kundinnen und Kunden eingezogen werden, die Zahlungen verpassen.
Wo wird Afterpay/Clearpay genutzt?
Afterpay/Clearpay hat im BNPL-Sektor beachtliche Fortschritte gemacht und seine Reichweite auf neue Regionen ausgeweitet, indem es das lokale Kundenverhalten nutzte, strategische Partnerschaften aufbaute und seine Abläufe an verschiedene regulatorische Standards anpasste. Die Nutzung von Afterpay in Nordamerika, Europa, Asien, Australien und Neuseeland wird im Folgenden beschrieben.
Nordamerika
Afterpay hat einen beträchtlichen Marktanteil in Nordamerika, wo der BNPL-Sektor im Jahr 2026 auf fast 128 Milliarden USD geschätzt wurde. Afterpay hat strategische Partnerschaften mit beliebten Plattformen und Zahlungsmethoden in Nordamerika geschlossen, darunter große E-Commerce-Plattformen wie Shopify und WooCommerce, Digital Wallets wie Apple Pay und Google Pay sowie Einzelhändler wie Walmart, Amazon und CVS. Afterpay hat sich bemüht, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in dieser Region aufzubauen, und arbeitet in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) in den USA.
Europa
Unter den BNPL-Apps hat Clearpay den zweithöchsten Marktanteil in Europa nach Klarna. Clearpay passte seine Angebote an spezifische europäische Märkte an, indem es beliebte lokale Zahlungsmethoden wie iDEAL | Wero und Sofort integrierte und konforme Praktiken mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU einführte.
Asien
Afterpay ist auf asiatischen Märkten präsent und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich eine größere Funktion spielen. Der asiatisch-pazifische BNPL-Markt soll von 198 Milliarden USD im Jahr 2023 auf 374 Milliarden USD bis 2028 wachsen. Um seine Funktion auf asiatischen Märkten auszubauen, hat Afterpay Partnerschaften mit großen Digital Wallets wie WeChat Pay und Alipay geschlossen und sich auf seine Mobile-First-Angebote konzentriert, um die Zahlungspräferenzen der Region zu unterstützen.
Australien und Neuseeland
Afterpay verfügt über eine umfassende Präsenz in seinem Heimatmarkt Australien – wo bis 2025 36 % der Millennials BNPL-Dienste nutzten – und in Neuseeland. In diesen Ländern nutzt Afterpay seine Markenbekanntheit und Kundenaffinität und arbeitet mit großen Einzelhändlern zusammen.
Seit seiner Gründung arbeitet Afterpay in Übereinstimmung mit lokalen Finanzbehörden wie der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) in Australien und der Financial Markets Authority (FMA) in Neuseeland.
Wer nutzt Afterpay/Clearpay?
Afterpay/Clearpay hat sich eine beachtliche Nische im globalen Zahlungs-Ökosystem geschaffen. Es ist beliebt bei jüngeren Kundinnen und Kunden, Besserverdienenden sowie Stadtbewohnern und wurde von Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen eingeführt.
Große Einzelhändler aus den Bereichen Bekleidung, Elektronik und Möbel bieten Afterpay als Zahlungsmethode an. Auch Fluggesellschaften und Reisebuchungsplattformen, Gesundheitsdienstleister und Apotheken sowie Streaming-Dienste und Unterhaltungsangebote nutzen das System.
Ein Bericht von Clearpay und Accenture aus dem Jahr 2021 ergab, dass 47 % der Kundinnen und Kunden von Clearpay angaben, sie hätten nach einem anderen Geschäft gesucht oder eine frühere Bestellung nicht getätigt, wenn Clearpay nicht verfügbar gewesen wäre. Dies ist ein starker Anreiz für Unternehmen, diese Zahlungsmethode einzuführen.
Unter den Kundinnen und Kunden ist Afterpay aufgrund seiner einfachen Bedienung und Zuverlässigkeit eine beliebte BNPL-Option. Sie können Afterpay/Clearpay sowohl für Einkäufe vor Ort als auch für Online-Käufe wählen. Die folgenden Kundensegmente nutzen den Dienst am wahrscheinlichsten:
Jüngere Kundinnen und Kunden: Laut dem Bericht von Clearpay und Accenture machen die Generation Z und Millennials etwa 80 % des Kundenstamms von Clearpay aus. Jüngere Kundinnen und Kunden, die typischerweise aufgeschlossener gegenüber neuen Technologien und Finanzinstrumenten sind, haben sich zunehmend digitalen Zahlungslösungen zugewandt und so zum Erfolg von Unternehmen wie Afterpay/Clearpay beigetragen.
Besserverdienende: Die Plattform ist auch bei Gutverdienern beliebt. Der Bericht von Clearpay und Accenture zeigt, dass Clearpay mehr Kundinnen und Kunden in den oberen Einkommensschichten hat als die britische Gesamtbevölkerung. Dieser Trend könnte auf die höhere Kaufkraft zurückzuführen sein, gepaart mit der Neigung von Besserverdienenden zum Online-Shopping.
Vorteile der Akzeptanz von Afterpay/Clearpay
Unternehmen, die Afterpay/Clearpay akzeptieren, können von den folgenden Vorteilen profitieren:
Höhere Umsätze und weniger Kaufabbrüche: Unternehmen, die Jetzt kaufen, später bezahlen-Optionen wie Afterpay/Clearpay akzeptieren, verzeichnen oft einen Anstieg der Umsätze – bei vielen Einzelhändlern im Vereinigten Königreich stieg die Kaufwahrscheinlichkeit um 9 % und der Warenkorbwert um etwa 10 %.
Zugang zum Kundenstamm von Afterpay/Clearpay: Unternehmen können sich an die Zielgruppe der Generation Z und Millennials richten, die über 80 % der Nutzer/innen von Clearpay ausmachen, sowie an Personen mit hohem Einkommen. Dieser Komfort erhöht die Kundenbindung und -treue, was für den Umsatz entscheidend ist, da Studien zeigen, dass wiederkehrende Kundinnen und Kunden im Durchschnitt 67 % mehr ausgeben als neue. Darüber hinaus bedeutet das erwartete zukünftige Wachstum von Afterpay in Afrika und Asien, dass Unternehmen, die diese Zahlungsmethode anbieten, ihre Reichweite auch in diesen Märkten ausbauen können.
Sofortiger Cashflow und weniger Haftung: Im Gegensatz zu traditionellen Ratenzahlungs- oder Kreditsystemen bezahlt Afterpay/Clearpay Unternehmen vollständig. Diese sofortige Zahlung kann den Cashflow drastisch verbessern, was insbesondere für Kleinunternehmen ein Schlüsselfaktor sein kann. Außerdem verlagert sich das Kreditrisiko auf Afterpay, wodurch sich die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens verringern.
Wettbewerbsvorteil und Markteinblick: Das Angebot hochmoderner Zahlungslösungen zeichnet eine Marke in wettbewerbsintensiven Märkten als kundenorientiert und innovativ aus. Darüber hinaus liefert die Partnerschaft differenzierte Datenanalysen und Trends, die als Grundlage für Bestandsentscheidungen, Marketingstrategien und die Produktentwicklung dienen können.
Kosten und Gebühren von Afterpay/Clearpay
Das Anbieten von Afterpay/Clearpay als Zahlungsmethode kann zwar eine Fülle von Vorteilen mit sich bringen, aber Unternehmen müssen auch die Kosten sorgfältig prüfen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Gebühren von Afterpay für die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen:
Standard-Transaktionsgebühren: Afterpay berechnet Unternehmen eine standardmäßige Transaktionsgebühr zwischen 4 % und 6 % des Transaktionswerts plus eine Pauschalgebühr von rund 0,30 $. Diese Gebühr gilt für alle Online- und In-Store-Transaktionen, die über Afterpay/Clearpay abgewickelt werden, obwohl für Unternehmen, die ein bestimmtes monatliches Transaktionsvolumen überschreiten, eine niedrigere Transaktionsgebühr ausgehandelt werden kann.
Internationale Transaktionsgebühren: Bei Transaktionen, die andere Währungen als die registrierte Währung des Unternehmens beinhalten, fällt eine geringe grenzüberschreitende Gebühr an.
Verspätungsgebühren: Kundinnen und Kunden, die eine geplante Zahlung verpassen, werden Verspätungsgebühren berechnet, deren genauer Wert je nach Zuständigkeitsbereich variiert. In den USA können diese bis zu 8 $, jedoch nicht mehr als 25 % des Bestellwerts betragen. Auch Unternehmen werden für verspätete Kundenzahlungen belastet, um Afterpay/Clearpay für die Verwaltungskosten zu entschädigen, die mit dem Einzug verspäteter Zahlungen verbunden sind.
Rückbuchungsgebühren: Afterpay/Clearpay berechnet Unternehmen einen nicht offengelegten Betrag für jede Rückbuchung, die sie abwickeln.
Marktplatz-Gebühren: Unternehmen, die Afterpay/Clearpay innerhalb von Online-Marktplätzen nutzen, können eine zusätzliche monatliche Plattformgebühr sehen.
Sicherheitsmaßnahmen von Afterpay/Clearpay
Afterpay/Clearpay ergreift mehrere Sicherheitsmaßnahmen, um vor finanziellen und datenbezogenen Risiken zu schützen.
Datenschutz und Verschlüsselung: Afterpay/Clearpay sichert Daten sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand mithilfe von fortschrittlicher Verschlüsselung (AES-256) und Tokenisierung, wodurch sensible Kartenangaben durch eindeutige Identifikatoren ersetzt werden. Diese Maßnahmen in Kombination mit sicheren APIs für die Unternehmensintegrationen und strengen Richtlinien, die den Datenzugriff auf autorisiertes Personal beschränken, reduzieren das Risiko von Datenschutzverletzungen erheblich.
Compliance und regelmäßige Prüfungen: Die Plattform hält sich an globale Vorschriften, einschließlich PCI DSS und DSGVO, die strenge Kontrollen für die Datenverarbeitung und den Datenschutz der Kundinnen und Kunden festlegen. Um eine sichere Umgebung aufrechtzuerhalten, wird Afterpay regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen und Penetrationstests unterzogen und nutzt Tools zur Verhinderung von Datenverlusten (DLP), um vor internen und externen Lecks zu schützen.
Identitäts- und Transaktionsauthentifizierung: Um unbefugten Kontozugriff zu verhindern, implementiert Afterpay die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und die starke Kundenauthentifizierung (SCA). Diese Protokolle erfordern mehrere Verifizierungsebenen – wie Passwörter, Mobilgeräte oder biometrische Daten – neben Methoden zur Identitätsprüfung wie die 3D Secure-Authentifizierung.
Proaktives Risikomanagement: Die Plattform setzt Transaktionsüberwachung in Echtzeit und Geschwindigkeitsbeschränkungen ein, um ungewöhnliche Aktivitäten zu erkennen und darauf zu reagieren. Fortschrittliches Betrugs-Scoring und Technologien für maschinelles Lernen entwickeln sich kontinuierlich basierend auf neuen Daten weiter und verbessern deren Wirksamkeit bei der Identifizierung und Blockierung von betrügerischen Transaktionen.
Nutzung von Afterpay/Clearpay als Unternehmen
Um Afterpay/Clearpay als Zahlungsmethode akzeptieren zu können, müssen Unternehmen bestimmte technische und rechtliche Anforderungen sowie behördliche Auflagen erfüllen. Zu den grundlegenden Anforderungen gehören die Registrierung und der Besitz entsprechender Lizenzen in allen Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist, sowie die Einhaltung aller geltenden steuerlichen Gesetze und Vorschriften wie Verfahren zur Bekämpfung von Geldwäsche und „Know Your Customer“-Richtlinien sowie Datenschutzgesetze.
Technische Anforderungen
Unternehmen müssen die folgenden technischen Anforderungen erfüllen, um mit Afterpay zusammenarbeiten zu können:
Kompatibilität der E-Commerce-Plattform: Unternehmen, die Afterpay akzeptieren möchten, benötigen einen kompatiblen Online-Shop. Afterpay/Clearpay verfügt über Plugins und APIs zur Integration in gängige E-Commerce-Plattformen wie Shopify, WooCommerce und Magento, die das Zahlungsgateway von Afterpay mit dem Online-Bezahlvorgang des Unternehmens verbinden.
Stabile Internetverbindung: Eine zuverlässige Internetverbindung ist für eine reibungslose Transaktionsabwicklung mit Afterpay/Clearpay erforderlich.
PCI-DSS-Compliance: Unternehmen müssen zur sicheren Handhabung von Karteninformationen den PCI DSS sowie andere lokale Gesetze und Vorschriften einhalten.
So richten Sie Afterpay/Clearpay ein
Erfüllen Unternehmen diese technischen Anforderungen, so können sie die Einrichtung als Afterpay/Clearpay-Händler wie folgt durchführen:
Online-Anmeldung: Unternehmen müssen grundlegende Unternehmensinformationen und finanzielle Details über ein sicheres Online-Anmeldeformular bei Afterpay/Clearpay einreichen. Zusätzlich müssen Identität und Eigentumsverhältnisse des Unternehmens zu Verifizierungszwecken nachgewiesen werden. Das Team von Afterpay prüft den Antrag und trifft innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens eine Entscheidung.
Einrichtung Ihres Kontos: Wenn der Antrag genehmigt wird, müssen sich Unternehmen anschließend bei Afterpay/Clearpay registrieren, um ein Händlerkonto zu erstellen. Die finanzielle Stabilität und Kreditwürdigkeit des Unternehmens werden in diesem Prozess möglicherweise bewertet. Nach der Registrierung müssen Unternehmen das Konto aktivieren, um Zahlungen einzurichten.
Integration von Afterpay in Ihre Zahlungssysteme: Als Nächstes müssen Unternehmen Afterpay/Clearpay in ihre Zahlungssysteme integrieren. Unternehmen können aus verschiedenen API-basierten Integrationsoptionen wählen oder vorgefertigte Plugins für beliebte E-Commerce-Plattformen wie Shopify nutzen. Durch die Integration von Afterpay können Unternehmen diese Zahlungsmethode sowohl in den Geschäften als auch online in ihre Bezahlvorgänge aufnehmen.
Durchführung von Prelaunch-Tests: Unternehmen sollten vor dem Akzeptieren von Zahlungen gründliche Tests durchführen. Unternehmen sollten vor der Integration dieser Zahlungsmethode auch überprüfen, ob Afterpay/Clearpay ihre benötigten Währungen und Länder unterstützt.
Nutzung von Afterpay/Clearpay mit Stripe
Unternehmen, die Stripe als Zahlungsabwickler nutzen, können Afterpay/Clearpay auch über Stripe einrichten. Dazu müssen sie die folgenden Schritte ausführen:
Überprüfung eines bestehenden aktiven Stripe-Kontos: Unternehmen sollten überprüfen, ob ihre Plattform sowohl Stripe- als auch Afterpay/Clearpay-Integrationen unterstützt. Sie müssen die API von Stripe in ihre Plattform integrieren, falls sie dies noch nicht getan haben.
Aktivierung von Afterpay/Clearpay als Zahlungsmethode: Unternehmen müssen Afterpay in ihrem Stripe-Konto aktivieren. Dies kann eine zusätzliche Verifizierung erfordern.
Testen der Funktionalität: Unternehmen können die Funktionalität der Zahlungsmethode in der Testumgebung von Stripe testen.
Regelmäßige Überwachung der Transaktionen: Nach der Einführung sollten Unternehmen routinemäßig auf Probleme oder ungewöhnliche Muster prüfen.
Alternativen zu Afterpay/Clearpay
Jeder der Hauptmärkte von Afterpay verfügt über mehrere konkurrierende Zahlungsalternativen. In Australien und Neuseeland ist Afterpay der „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Marktführer. Das Unternehmen steht jedoch in starkem Wettbewerb zu Zip, Humm und Laybuy. In Nordamerika sind Klarna und Affirm die Hauptkonkurrenten auf dem „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Markt. Afterpay/Clearpay hat einen relativ kleinen Marktanteil auf dem europäischen BNPL-Markt – wo Klarna dominiert –, ist jedoch im Vereinigten Königreich ein wichtiger Akteur, wo die Konkurrenten Klarna und Laybuy sind.
Im Folgenden werden die wichtigsten Konkurrenten von Afterpay/Clearpay beschrieben:
|
Alternative |
Typ |
Hauptmarkt |
Schlüsselfunktionen |
|---|---|---|---|
|
Klarna |
BNPL-Anbieter |
EU, Nordamerika |
In 4 Raten zahlen, in 30 Tagen zahlen; Marktführer in Europa |
|
Zip |
Anbieter für Jetzt kaufen, später bezahlen |
Australien, Neuseeland, USA |
Zinslose Raten (wöchentlich/14-tägig/monatlich in AU); Zahlung in 4 Raten anderswo |
|
Sezzle |
BNPL-Anbieter |
USA, Kanada |
In 2 Raten zahlen, in 4 Raten zahlen, monatlich zahlen |
|
Affirm |
BNPL-Anbieter |
USA |
Längerfristige Finanzierung für größere Anschaffungen; Partnerschaften mit großen Einzelhändlern (z. B. Peloton, Wayfair) |
|
Laybuy |
BNPL-Anbieter |
Neuseeland, Australien, Vereinigtes Königreich |
Zahlungsplan mit 6 Raten |
|
Kreditkarte |
Traditionelle Zahlungsmethode |
Global |
Flexible Zahlungen; andere Zinssätze und Konditionen als bei BNPL |
|
Debitkarten und Banküberweisungen |
Traditionelle/bankbasierte Zahlungen |
Global |
Einige Banken bieten Funktionen im Stil von „Jetzt kaufen, später bezahlen“ an, die mit Konten oder Karten verknüpft sind |
|
Point of Sale-Finanzierung |
Finanzierung durch den Einzelhändler |
Variiert je nach Einzelhändler/Region |
Ratenpläne, die direkt von Händlern beim Bezahlvorgang angeboten werden |
So kann Stripe Payments Sie unterstützen
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.