Kartenablehnungen können aus verschiedenen Gründen auftreten und zu einem entgangenen Verkauf führen. Um sie zu verhindern, muss man verstehen, wie Kreditkartentransaktionen autorisiert werden und was zu einer Ablehnung führen kann. Zahlungsabwickler stellen Ablehnungscodes bereit, die den Grund für die Ablehnung einer Transaktion angeben. Unternehmen sollten lernen, diese Codes zu erkennen und zu verstehen, um erfolgreich auf eine abgelehnte Transaktion reagieren – und möglicherweise den Verkauf retten – zu können.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Was bedeutet Autorisierung einer Kartenzahlung?
- Was ist ein Ablehnungscode?
- Arten von Kartenablehnungen
- Liste der Kartenablehnungscodes
- Stripe-Ablehnungscodes
- So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Was bedeutet Autorisierung einer Kartenzahlung?
Die Kartenautorisierung ist der Genehmigungsprozess, der überprüft, ob ein/e Karteninhaber/in über ausreichend Deckung verfügt, um den beabsichtigten Kauf zu decken. Sie findet im Hintergrund statt, wenn eine Kartentransaktion abgewickelt wird.
Bei einer persönlich vor Ort stattfindenden Transaktion ziehen, tippen oder stecken Endkundinnen und Endkunden ihre Kredit- oder Debitkarte in ein Kartenlesegerät; bei einem Online-Kauf geben sie ihre Zahlungsinformationen ein, wenn sie dazu aufgefordert werden. Diese Informationen werden an den Acquirer (Händlerbank) des Unternehmens gesendet, der sie durch das richtige Kartennetzwerk leitet, um den Aussteller zu erreichen – das Finanzinstitut, das die Karte an den/die Karteninhaber/in ausgestellt hat.
Der Aussteller prüft das Konto des/der Karteninhaber/in und stellt fest, ob genügend Geld oder ein verfügbarer Kreditrahmen vorhanden ist, um die Transaktion abzuschließen. Der Aussteller genehmigt oder lehnt die Anfrage ab. Bei Genehmigung überweist der Aussteller das Geld an den Acquirer (Händlerbank), der es auf das Konto des Unternehmens einzahlt.
Was ist ein Ablehnungscode?
Ein Ablehnungscode ist in der Regel ein zweistelliger, alphanumerischer Fehlercode, der angibt, warum eine Kartentransaktion abgelehnt wurde. Obwohl der Code aus einer Vielzahl von Quellen stammen kann, kommt er oft von der ausstellenden Bank, dem Zahlungsabwickler oder Kreditnetzwerken.
Zu verstehen, woher eine abgelehnte Zahlung stammt, kann Unternehmen helfen, das Problem zu diagnostizieren und die nächsten Schritte festzulegen.
Typische Gründe, warum der Aussteller (die Bank des Endkunden/der Endkundin) eine Transaktion ablehnen könnte
- Unzureichende Deckung oder Kreditlimit überschritten
- Verdacht auf Betrug oder ungewöhnliche Aktivitäten
- Falsche Kartenangaben eingegeben (z. B. falscher CVV oder Ablaufdatum)
- Die Karte wurde als verloren oder gestohlen gemeldet
- Das Konto wurde eingefroren oder geschlossen
Typische Gründe, warum der Acquirer (Händlerbank) eine Transaktion ablehnen könnte
- Das Konto des Händlers/der Händlerin ist nicht für die Akzeptanz dieses Kredit- oder Debitkartentyps eingerichtet
- Die Transaktion überschreitet die Verarbeitungslimits des Händlers/der Händlerin
- Das Konto des Händlers/der Händlerin wurde gesperrt oder wegen eines Risikos markiert
Unternehmen sehen nicht immer den genauen Code. Wenn sie einen Zahlungsabwickler wie Stripe verwenden, sehen sie möglicherweise andere eindeutige Ablehnungscodes oder Zahlungsgateway-Antwortcodes, die angeben, warum die Transaktion fehlgeschlagen ist, und Hinweise zur Lösung des Problems und zum Abschluss der Transaktion liefern.
Die Arten der Kartenablehnung
Es gibt viele verschiedene Arten von abgelehnten Kartenzahlungen. Der häufigste Grund dafür, dass eine Debitkarte oder Kreditkarte abgelehnt wird, ist unzureichende Deckung oder ein unzureichender Kreditrahmen, was laut einer Ethoca-Studie 44 % der Ablehnungen ausmacht. Unternehmen können in diesen Fällen nicht viel tun, da das Problem von dem/der Karteninhaber/in ausgeht. Das Anbieten von „Jetzt kaufen, später bezahlen“-Optionen, die Stripe unterstützt, kann helfen, Ablehnungen aufgrund unzureichender Deckung zu minimieren. Darüber hinaus muss der/die Karteninhaber/in möglicherweise Geld von einem anderen Konto auf das unzureichend gedeckte Konto überweisen, um die Transaktion abzuschließen.
Ein weiterer häufiger Grund für abgelehnte Zahlungen mit Debit- oder Kreditkarten sind falsche Daten. Dieses Problem tritt häufiger bei Online-Transaktionen auf, bei denen Karteninhaberinnen und Karteninhaber ihre Kartennummer sowie den CVV und das Ablaufdatum („Gültig bis“) der Karte eingeben müssen. Jede fünfte Ablehnung tritt laut derselben Ethoca-Studie auf, wenn ein/e Endkunde/Endkundin einen Fehler macht und falsche Informationen eingibt. Dies lässt sich leicht beheben, wenn der/die Karteninhaber/in die Informationen erneut korrekt eingibt.
Kartenzahlungen können auch aufgrund vermuteter betrügerischer Aktivitäten abgelehnt werden. Die Auslöser dafür sind unter anderem oft größere Käufe oder ein hohes Transaktionsvolumen innerhalb kurzer Zeit. Karteninhaber/innen können dieses Problem beheben, indem sie mit der ausstellenden Bank sprechen und ihre Identität bestätigen, sodass die Abbuchungen genehmigt werden.
Manchmal werden Karten abgelehnt, weil die Karte noch nicht aktiviert wurde. Dies kann behoben werden, wenn der/die Karteninhaber/in den angegebenen Aktivierungsprozess abschließt. Ebenso wird eine Karte abgelehnt, deren Ablaufdatum („Gültig bis“) überschritten ist, und Karteninhaberinnen und Karteninhaber müssen eine andere Zahlungsoption verwenden. Eine Beschädigung des Chips oder Magnetstreifens einer Karte kann ebenfalls zu einer Ablehnung führen, wenn das Datenterminal die Karte nicht lesen kann. Andere Optionen in diesem Fall sind die manuelle Eingabe von Kartendaten oder die kontaktlose Zahlung, falls verfügbar.
Eine Debitkarte oder Kreditkarte wird auch abgelehnt, wenn das Datenterminal nicht mit dem der Karte zugeordneten Kartennetzwerk kompatibel ist. Wenn die Karte beispielsweise das American Express-Kartennetzwerk verwendet und das Datenterminal nicht mit American Express kommuniziert, kann die Transaktion nicht abgewickelt werden. Lösungen wie Stripe funktionieren mit den meisten großen Kartennetzwerken, sowohl in den USA als auch weltweit, was hilft, Ablehnungen im Zusammenhang mit einem nicht unterstützten Kartennetzwerk zu vermeiden.
Liste der Codes für abgelehnte Karten
Im Folgenden finden Sie eine Liste der Kartenablehnungscodes, die angezeigt werden können, wenn ein Zahlungsabwickler feststellt, dass eine Transaktion nicht abgewickelt werden kann. (Beachten Sie, dass die Antwortcodes des Zahlungsgateways von den von Banken ausgegebenen Ablehnungscodes abweichen können.) Jeder Code gibt einen anderen Grund an, warum eine Zahlung abgelehnt wurde.
- 01: Verweis auf Aussteller
- 02: Verweis auf Aussteller (Sonderkondition)
- 03: Ungültiger Händler
- 04: Karte einbehalten (kein Betrug)
- 05: Nicht honorieren
- 06: Fehler
- 07: Karte einbehalten (Betrug)
- 10: Teilweise Genehmigung
- 12: Ungültige Transaktion
- 13: Ungültiger Betrag
- 14: Ungültige Kontonummer
- 15: Kein solcher Aussteller
- 19: Transaktion erneut eingeben
- 21: Keine Maßnahme ergriffen
- 25: Datensatz in Datei nicht gefunden
- 28: Datei vorübergehend nicht verfügbar
- 41: Karte verloren, Karte einbehalten
- 43: Karte gestohlen, Karte einbehalten
- 51: Keine ausreichende Deckung
- 52: Kein Girokonto
- 53: Kein Sparkonto
- 54: Abgelaufene Karte
- 55: Falsche PIN
- 57: Transaktion nicht zulässig – Karte
- 58: Transaktion nicht zulässig – Datenterminal
- 59: Verdacht auf Betrug
- 61: Überschreitet Höchstbetragslimit
- 62: Ungültiger/Eingeschränkter Servicecode
- 63: Sicherheitsverstoß
- 64: Transaktion erfüllt nicht die AML-Anforderung
- 65: Überschreitet Abhebungslimit
- 70: PIN-Daten erforderlich
- 75: Zulässige Anzahl von PIN-Eingabeversuchen überschritten
- 76: Unaufgefordertes Storno
- 78: Gesperrt, erstmalige Verwendung
- 79: Bereits storniert
- 82: Negative Ergebnisse für CAM, dCVV, iCVV oder CVV
- 85: Kein Grund für Ablehnung
- 86: PIN-Verifizierung nicht möglich
- 91: Aussteller nicht verfügbar
- 92: Weiterleitung der Transaktion nicht möglich
- 93: Transaktion kann nicht abgeschlossen werden –Gesetzesverstoß
- 96: Systemfehler
- 97: Ungültige Prüfnummer (CVV)
- 9G: Von Karteninhaber/in blockiert / Karteninhaber/in kontaktieren
- 1A: Zusätzliche Kundenauthentifizierung erforderlich
- R0: Wiederkehrende Abbuchung auf Kundenanfrage gestoppt
- R1: Wiederkehrende Abbuchung auf Kundenanfrage gestoppt
Stripe verwendet eigene Ablehnungscodes, die viele der gleichen potenziellen Gründe wie die herkömmlichen Ablehnungscodes abdecken, das Problem jedoch klarer darstellen. Die Stripe-Ablehnungscodes sind wie folgt:
Stripe-Ablehnungscodes
Stripe verwendet eigene Ablehnungscodes. Diese Zahlungsgateway-Antwortcodes decken viele der gleichen potenziellen Gründe ab wie traditionelle Ablehnungscodes, erklären das Problem jedoch klarer. Die Stripe-Ablehnungscodes lauten wie folgt:
So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.