Im Jahr 2023 wurden in den USA rekordverdächtige 5,5 Millionen neue Unternehmensgründungen angemeldet – und von diesem unternehmerischen Wachstum können sowohl nichtansässige Personen als auch US-Amerikaner/innen profitieren. Personen, die weder in den Vereinigten Staaten ansässig noch Staatsbürger/innen sind, können innerhalb der USA eine formelle Unternehmensform wie eine Corporation oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (LLC) gründen, indem sie das in diesem Leitfaden beschriebene Verfahren befolgen. Die Einzelheiten dieses Verfahrens variieren je nach dem Bundesstaat, in dem das Unternehmen registriert wird und das Unternehmen ist verpflichtet, alle bundesstaatlichen und staatlichen Vorschriften einzuhalten, einschließlich steuerlicher Verpflichtungen und ordnungsgemäßer Geschäftsunterlagen. Die Registrierung eines Unternehmens als nichtansässige Person ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden, aber es ist ein erreichbares Ziel.
Im Folgenden erläutern wir die einzelnen Schritte zur Registrierung eines US-Unternehmens als nichtansässige Person, einschließlich der Wahl der richtigen Unternehmensform und der Klärung von Einwanderungs- und Visabestimmungen.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Die Wahl der richtigen Unternehmensform
- Auswahl eines Bundesstaates für die Unternehmensregistrierung
- Registrierung und Compliance
- Aufbau einer finanziellen Infrastruktur
- Rechtliche und aufsichtsrechtliche Compliance
- Einwanderungs- und Visabestimmungen
- So kann Stripe Atlas Sie unterstützen
Die Wahl der richtigen Unternehmensform
Die Wahl der geeigneten Gesellschaftsform ist der erste Schritt bei der Gründung eines Unternehmens, unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Diese Entscheidung hat Einfluss auf die Besteuerung, die bürokratischen Anforderungen, die persönliche Haftung und die Beschaffung von Kapital. Bei der Suche nach einer geeigneten Unternehmensstruktur sollten Nichtansässige die Bedeutung des Schutzes des persönlichen Vermögens, der steuerlichen Verpflichtungen, der Anforderungen an die Buchführung und der Compliance-Standards berücksichtigen. Weitere Faktoren, die bei der Wahl der richtigen Struktur helfen können, sind die Kapitalbeschaffung und Ihre langfristigen Ziele für das Unternehmen.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Gesellschaftsformen in den USA und die wesentlichen Aspekte für Nichtansässige.
LLC
Eine LLC bietet Schutz vor persönlicher Haftung. Das bedeutet, dass Ihr persönliches Vermögen im Falle von Unternehmensschulden oder Rechtsstreitigkeiten in der Regel geschützt ist. LLCs haben im Vergleich zu Kapitalgesellschaften weniger Meldepflichten.
Besteuerung: Eine LLC ist in der Regel eine steuerliche Durchlaufgesellschaft, d. h. das Unternehmen zahlt keine Steuern, sondern Gewinne und Verluste fließen in die persönlichen Steuererklärungen der Inhaber/innen ein. Nichtansässige sehen sich jedoch mit einer komplexen Steuerlandschaft konfrontiert und müssen u. U. spezifische Formulare einreichen oder sich dafür entscheiden, dass die LLC steuerlich anders behandelt wird.
Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Die Flexibilität und der Schutz einer LLC machen sie zu einer beliebten Wahl für nicht in den USA ansässige Gründer/innen. Es ist nicht erforderlich, dass die Gesellschaftsmitglieder US-Bürger/innen oder Gebietsansässige sind.
C-Corporation
Eine C-Corporation ist eine von ihren Inhaber/innen getrennte juristische Person. Sie bietet den höchsten Schutz vor persönlicher Haftung. Die Gesellschaft kann Kapital durch die Ausgabe von Aktien beschaffen und muss einen Vorstand haben und regelmäßige Versammlungen abhalten.
Besteuerung: C-Corporations unterliegen der Körperschaftsteuer. Gewinne, die als Dividenden ausgeschüttet werden, werden wiederum auf der Ebene der Aktionärinnen und Aktionäre besteuert, was zu einer Doppelbesteuerung führt. Für Nichtansässige ist die Doppelbesteuerung jedoch u. U. kein Problem, wenn sie auf Dividenden verzichten und die Gewinne in das Unternehmen reinvestieren.
Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Nichtansässige können eine C- Corporation besitzen. Es bestehen keine Aufenthaltsanforderungen für den Vorstand oder für Führungskräfte. Es handelt sich hierbei um eine günstige Option, wenn Sie planen, Gewinne zu reinvestieren oder Risikokapital zu beschaffen.
S-Corporation
Eine S-Corporation ist, wie die LLC, eine Durchgangsgesellschaft und hat ähnliche Strukturanforderungen wie eine C-Corporation.
Besteuerung: Das Einkommen wird in den persönlichen Steuererklärungen der Aktionärinnen und Aktionäre erfasst. Es unterliegt nicht der Doppelbesteuerung.
Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Nichtansässige dürfen nicht Aktionärinnen oder Aktionäre einer S-Corporation sein. Diese Option kommt daher für nichtansässige Unternehmer/innen in der Regel nicht infrage.
Personengesellschaft
Bei einer Personengesellschaft teilen sich zwei oder mehr Personen das Eigentum. Es gibt verschiedene Arten von Personengesellschaften, darunter General Partnerships (GP) und Limited Partnerships (LP).
Besteuerung: Als Durchlaufgesellschaft laufen die Gewinne und Verluste in die persönlichen Steuererklärungen der Partner/innen ein.
Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Auch wenn nicht ansässige Personen Gesellschafter/innen sein können, sind die steuerlichen Auswirkungen oftmals sehr komplex. Dies gilt insbesondere für die offene Handelsgesellschaft, bei der die Gesellschafter/innen persönlich für die Schulden des Unternehmens haften.
Einzelunternehmen
Hierbei handelt es sich um die einfachste Unternehmensform, die von einer einzigen Person ohne Unterscheidung zwischen Inhaber/in und Unternehmen betrieben wird.
Besteuerung: Das Einkommen wird in der persönlichen Steuererklärung der Inhaberin oder des Inhabers erfasst.
Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: In der Regel können Nichtansässige in den USA kein Einzelunternehmen gründen. Grund dafür ist, dass die Inhaberin oder der Inhaber im Unternehmen arbeiten muss, was mit den Bestimmungen für Visa und Arbeitserlaubnis kollidiert.
Auswahl eines Bundesstaates für die Unternehmensregistrierung
Die Wahl des Bundesstaates, in dem Sie Ihr Unternehmen anmelden möchten, ist ein weiterer wichtiger Schritt. Gesetze, Steuern und geschäftliche Anforderungen unterscheiden sich erheblich je nach Bundesstaat. Im Folgenden finden Sie die Faktoren, die Nichtansässige bei der Wahl des Bundesstaates für die Unternehmensregistrierung berücksichtigen sollten:
Besteuerung: Bestimmte Bundesstaaten wie Wyoming, Nevada und South Dakota sind für ihre günstige Steuerpolitik bekannt. Dazu gehören z. B. niedrigere Unternehmenssteuern oder keine bundesstaatliche Einkommensteuer.
Rechtssystem: Informieren Sie sich darüber, wie unternehmensfreundlich das Rechtssystem des jeweiligen Bundesstaates ist. Delaware beispielsweise ist dafür bekannt, dass es unternehmensfreundlich ist und über ein etabliertes Gesellschaftsrecht verfügt.
Registrierungsgebühren: Die Gebühren für die erstmalige Registrierung und den Jahresbericht unterscheiden sich je nach Bundesstaat.
Franchise-Steuern: Manche Bundesstaaten erheben eine Franchise-Steuer für Unternehmen, die je nach Größe und Ertrag Ihres Unternehmens ein wichtiger Faktor sein kann.
Physische Präsenz oder Nexus: Unabhängig davon, in welchem Bundesstaat Ihr Unternehmen registriert ist, kann eine physische Präsenz in einem beliebigen Bundesstaat zur Verpflichtung führen, Nexus-Steuer zu bezahlen. Wenn Ihr Unternehmen einen physischen Standort benötigt oder Sie vorhaben, Arbeitskräfte in den USA zu beschäftigen, sollten Sie die Logistik und die Kosten für diese Tätigkeiten in den verschiedenen Bundesstaaten berücksichtigen.
Datenschutz: In einigen Bundesstaaten ist der Datenschutz für Inhaber/innen von Unternehmen besser gewährleistet als in anderen. In Wyoming und Nevada ist beispielsweise die Offenlegung von Aktionärinnen und Aktionären oder Vorstandsmitgliedern nicht erforderlich.
Marktzugang: Wenn Ihr Unternehmen auf einen bestimmten geografischen Markt abzielt, sollten Sie sich in diesem Ort oder in der Nähe dieses Ortes registrieren lassen, um einen besseren Zugang und bessere Vernetzungsmöglichkeiten zu erhalten.
Professionelle Unterstützung: Die Verfügbarkeit von professionellen Dienstleistungen wie Rechtsberatung und Buchhaltung, insbesondere von solchen, die mit internationalen Inhaberinnen und Inhabern vertraut sind, kann ebenfalls ein wichtiger Faktor sein.
Beliebte Bundesstaaten für die Unternehmensregistrierung
Delaware: Delaware ist für seine unternehmensfreundlichen Gesetze bekannt und daher eine beliebte Wahl für in- und ausländische Unternehmen. Der Court of Chancery in Delaware ist auf das Wirtschaftsrecht spezialisiert und bietet Transparenz und Berechenbarkeit bei juristischen Auseinandersetzungen.
Nevada und Wyoming: Diese Staaten sind aufgrund ihrer günstigen Steuerpolitik und des unternehmensfreundlichen Datenschutzes attraktiv.
Kalifornien und New York: Diese Bundesstaaten sind zwar steuerlich nicht die vorteilhaftesten, können aber aufgrund ihrer großen Märkte und ihres leichten Zugangs zu Geschäftsnetzwerken eine interessante Wahl sein, vor allem, wenn Ihre Geschäftsaktivitäten dort angesiedelt sind.
Registrierung und Compliance
Für Nichtansässige umfasst die Registrierung eines Unternehmens in den USA mehrere Schritte zur Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über den Prozess.
Wahl einer offiziellen Vertreterin oder eines offiziellen Vertreters
Unternehmen in den USA sind verpflichtet, eine offizielle Vertretung zu haben. Die Vertreterin oder der Vertreter nimmt im Namen Ihres Unternehmens juristische Dokumente und Behördenkorrespondenz entgegen und muss eine physische Adresse in dem Bundesstaat haben, in dem Ihr Unternehmen registriert ist.
Anmeldung des Unternehmens
Je nach Gesellschaftsform müssen Sie verschiedene Dokumente einreichen, um Ihr Unternehmen bei der zuständigen Behörde des Bundesstaates zu registrieren. Zu diesen Dokumenten gehören die Satzung für eine Kapitalgesellschaft oder die Gründungsurkunde für eine LLC.
EIN anfordern
Eine Arbeitgeberidentifikationsnummer (Employer Identification Number, EIN) ist für Steuerzwecke, für die Einstellung von Arbeitskräften und für die Eröffnung eines Geschäftskontos erforderlich. Nichtansässige können eine EIN mit dem IRS-Formular SS-4 beantragen und müssen sich eventuell telefonisch an die US-amerikanische Steuerbehörde IRS wenden, um den Vorgang abzuschließen.
Geschäftslizenzen und Genehmigungen
Je nach Art des Unternehmens und seines Standorts müssen Sie u. U. bestimmte Lizenzen und Genehmigungen einholen, um in den USA legal tätig zu sein.
Jahresbericht und Franchise-Steuer
In den meisten Bundesstaaten müssen Unternehmen Jahresberichte einreichen und Franchise-Steuern zahlen. Die Anforderungen variieren je nach Bundesstaat und Gesellschaftsform.
Steuerliche Verpflichtungen auf nationaler Ebene
Inhaber/innen von Unternehmen, die nicht in den USA ansässig sind, müssen die Steuergesetze auf Landesebene einhalten. Welche Steuerpflichten Sie haben, hängt von der Art Ihrer Geschäftstätigkeit in den USA ab. Ein weiterer Einflussfaktor kann das Steuerabkommen zwischen dem Heimatland und den USA sein.
Steuerliche Verpflichtungen auf bundesstaatlicher Ebene
Je nach dem Bundesstaat, in dem Ihr Unternehmen registriert ist, und der Art Ihrer Geschäftstätigkeit unterliegen Sie ggf. der bundesstaatlichen Einkommensteuer, der Verkaufssteuer und anderen bundesstaatsspezifischen Steuern. Wenn Ihr Unternehmen eine erhebliche Präsenz in einem Bundesstaat hat, müssen Sie dort u. U. Steuern zahlen, auch wenn Sie dort nicht registriert sind. Die Definition einer erheblichen Präsenz kann je nach Bundesstaat variieren.
Bank- und Finanztransaktionen
Die Eröffnung eines US-Bankkontos kann für Nichtansässige eine Herausforderung sein, da viele Banken eine physische Präsenz vor Ort verlangen. Bei einigen Banken können Sie ein Konto auch aus der Ferne eröffnen, aber dafür sind häufig zusätzliche Unterlagen und Nachweise erforderlich. Beachten Sie die Bank- und Finanzvorschriften, die für Ihr Unternehmen gelten, einschließlich des Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) und der Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche (Anti-Money Laundering, AML).
Aufbau einer finanziellen Infrastruktur
Die Einrichtung der finanziellen Infrastruktur für ein in den USA ansässiges Unternehmen umfasst mehrere Schlüsselkomponenten für einen reibungslosen Finanzbetrieb und die Einhaltung der US-Vorschriften.
Eröffnung eines US-Geschäftsbankkontos
Um ein Geschäftskonto zu eröffnen, benötigen Sie in der Regel Ihren Reisepass, einen Nachweis über die Registrierung Ihres Unternehmens (z. B. Satzung oder Gründungsurkunde), eine EIN und in manchen Fällen eine US-Adresse. Manche Banken verlangen zusätzliche Unterlagen. Achten Sie bei der Auswahl einer Bank darauf, dass das Institut Erfahrung im Umgang mit internationaler Kundschaft hat und Sie bei der Einrichtung Ihres Kontos aus der Ferne unterstützen kann, wenn Sie nicht in die USA reisen können.
Buchführung und Buchhaltung
Eine ordnungsgemäße Buchführung ist für die Einhaltung von Steuervorschriften und die Finanzverwaltung von Bedeutung. Verwenden Sie Buchhaltungssoftware, um Ihre Finanzen zu verwalten, Einnahmen und Ausgaben zu erfassen und sich auf die Steuererklärung vorzubereiten. Optionen wie QuickBooks, Xero oder FreshBooks sind bei kleinen Unternehmen sehr beliebt. Führen Sie sorgfältig Buch über alle finanziellen Transaktionen, einschließlich Rechnungen, Quittungen und Kontoauszüge.
Steuerliche Verpflichtungen
Auf das Einkommen Ihres US-Unternehmens müssen Sie Bundessteuern zahlen. Welche Verpflichtungen Sie im Einzelnen haben, hängt von Ihrer Unternehmensstruktur und Ihren Aktivitäten ab. Informieren Sie sich über die bundesstaatlichen und lokalen Steueranforderungen, die je nach Standort und Tätigkeit Ihres Unternehmens Einkommenssteuer, Verkaufssteuer und andere anwendbare Steuern umfassen können. Auch das Steuerabkommen zwischen den USA und Ihrem Heimatland kann sich auf Ihre Steuerpflichten auswirken. Wenden Sie sich an eine Steuerfachkraft, die sich auf internationale Geschäfte spezialisiert hat.
Zahlungsabwicklungsdienste
Achten Sie bei der Auswahl eines Zahlungsabwicklers auf dessen Gebühren, die einfache Integration des Dienstes in Ihre Website oder Verkaufsplattform und seine Kapazität zur Abwicklung internationaler Transaktionen. Mit Stripe, beispielsweise, können Unternehmen Transaktionen online und persönlich abwickeln. Stripe ist eine gute Wahl für Unternehmen, die nicht in Deutschland ansässig sind, weil sie damit Zahlungen von Kundinnen und Kunden aus aller Welt akzeptieren können und kein eigenes Händlerkonto benötigen.
Finanzplanung und -verwaltung
Erstellen Sie ein Budget, in dem die erwarteten Einnahmen und Ausgaben aufgeführt sind, um die finanzielle Gesundheit Ihres Unternehmens zu fördern. Prüfen Sie regelmäßig die Jahresabschlüsse, um die finanzielle Leistung Ihres Unternehmens zu evaluieren und fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen. Planen Sie Rücklagen ein, um unerwartete Ausgaben oder Schwankungen in der Liquidität zu decken.
Compliance und Berichterstattung
Ihre Finanzpraktiken unterliegen den US-amerikanischen Gesetzen und Vorschriften, einschließlich der Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche und des FATCA. Gegebenenfalls müssen Sie den US-Behörden bestimmte Finanzaktivitäten melden, insbesondere wenn Sie größere Geldsummen grenzüberschreitend transferieren.
Rechtliche und aufsichtsrechtliche Compliance
Alle Unternehmen, die in den USA tätig sind, müssen die gesetzlichen Bestimmungen auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene einhalten. Dazu gehören Steuerverpflichtungen, Arbeitsgesetze und Standards für unternehmerische Verantwortung, Umweltschutz und geistiges Eigentum. Es empfiehlt sich, Ihre Geschäftsabläufe regelmäßig auf die Einhaltung aller relevanten Anforderungen zu überprüfen: Dazu können Selbstprüfungen oder die Beauftragung von Beratungsunternehmen gehören. Die rechtlichen und regulatorischen Verpflichtungen für US-Unternehmen sind im Folgenden aufgeführt.
Einhaltung von Bundesgesetzen
Steuerkonformität: Halten Sie sich über die bundesstaatlichen Steuerverpflichtungen auf dem Laufenden, einschließlich der Einkommenssteuer und der Lohnsteuer. Reichen Sie jährliche Steuererklärungen ein und leisten Sie ggf. Vorauszahlungen.
SEC-Compliance (Securities and Exchange Commission): Wenn Ihr Geschäft den Handel mit oder die Ausgabe von Wertpapieren beinhaltet, unterliegen Sie den Vorschriften der amerikanischen Börsenaufsicht SEC.
Branchenspezifische Vorschriften: Je nach Geschäftszweig müssen Sie ggf. branchenspezifische Bundesvorschriften einhalten (z. B. Vorschriften im Gesundheitswesen, im Finanzwesen oder in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie). Wenn Ihr Unternehmen in der Herstellung von oder im Umgang mit Gefahrstoffen tätig ist, müssen Sie die Standards der Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) einhalten.
Bundesstaatliche und lokale Vorschriften
Jahresberichte: In den meisten Bundesstaaten müssen Unternehmen Jahresberichte einreichen und eine Registrierungsgebühr zahlen. Mit diesen Berichten halten Sie Ihre meldepflichtigen Geschäftsinformationen auf dem neuesten Stand.
Bundesstaatliche Steuern: Befolgen Sie die bundesstaatlichen Vorschriften zur Einkommens-, Verkaufs- und Lohnsteuer. Dazu gehören u. a. vierteljährliche oder jährliche Meldungen und Zahlungen.
Lizenzen und Genehmigungen: Erneuern Sie alle bundesstaatlichen oder lokalen Lizenzen und Genehmigungen, damit Ihr Unternehmen stets legal arbeiten kann.
Bundesstaatliche Gesetze: Informieren Sie sich über alle bundesstaatlichen Gesetze, die sich auf Ihr Unternehmen auswirken könnten, z. B. Verbraucherschutzgesetze, Arbeitsgesetze und Umweltvorschriften.
Compliance auf Unternehmensebene
Corporate Governance: Pflegen Sie eine ordnungsgemäße Unternehmensführung, wie z. B. die Abhaltung von Jahresversammlungen, das Führen von Protokollen und die Einhaltung der Satzung oder der Betriebsvereinbarung Ihres Unternehmens.
Buchführung: Führen Sie detaillierte Aufzeichnungen über alle Geschäftsaktivitäten, Finanztransaktionen, Compliance-Maßnahmen und Entscheidungen der Unternehmensführung.
Einhaltung des US-Arbeitsrechts
Arbeitsgesetze: Wenn Sie Angestellte in den USA haben, halten Sie die nationalen und bundesstaatlichen Arbeitsgesetze in Bezug auf Löhne, Arbeitsbedingungen, Nichtdiskriminierung und Sozialleistungen ein.
Einwanderungsgesetze: Vergewissern Sie sich, dass alle ausländischen Arbeitskräfte über die entsprechenden Visa und Arbeitsgenehmigungen verfügen.
Gesetze über geistiges Eigentum
- Registrierung von geistigem Eigentum: Lassen Sie Ihre Marken, Urheberrechte und Patente in den USA registrieren, um Ihr geistiges Eigentum zu schützen. Überwachen Sie regelmäßig Ihre Rechte an geistigem Eigentum und sorgen Sie für deren Durchsetzung, um Rechtsverletzungen zu verhindern.
Datenschutz und Datensicherheit
Datenschutz: Beachten Sie die US-Datenschutzgesetze wie den California Consumer Privacy Act (CCPA) und den Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA), je nach Art und Standort Ihres Unternehmens.
Cybersicherheit: Führen Sie strenge Cybersicherheitsmaßnahmen ein, um Ihre Geschäfts- und Kundendaten zu schützen.
Einwanderungs- und Visabestimmungen
Nichtansässige, die ihr Unternehmen in den USA aktiv leiten oder dort arbeiten möchten, müssen das US-Einwanderungssystem durchlaufen. Im Folgenden finden Sie einige wichtige Überlegungen zum Thema Einwanderung und Visa:
Visumsantragsverfahren: Das Antragsverfahren kann sehr komplex sein und hängt von der Art des Visums ab. In der Regel müssen Sie einen Antrag stellen, ein Gespräch in einer US-Botschaft oder einem Konsulat führen und umfangreiche Unterlagen über Ihr Unternehmen und Ihre Investitionen vorlegen.
Steuerpflichten: Inhaber/innen eines Visums unterliegen den US-Steuergesetzen und können je nach der in den USA verbrachten Zeit als steuerlich ansässig betrachtet werden. Informieren Sie sich über Ihre steuerlichen Pflichten als Visuminhaber/in, um rechtliche Probleme zu vermeiden.
Aufrechterhaltung des Visumstatus: Unterschiedliche Visumskategorien ermöglichen unterschiedliche Aktivitäten. Ein Verstoß gegen die Bedingungen Ihres Visums kann zum Verlust des Status oder zur Ausweisung führen.
Der Weg zur Daueraufenthaltsgenehmigung: Einige Visa, wie das EB-5-Visum, bieten einen direkten Weg zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung. Andere, wie das E-2-Visum, führen nicht automatisch zu einer Green Card, sondern bieten ggf. andere Möglichkeiten, wie z. B. eine Änderung des Status oder das Sponsoring durch den Arbeitgeber.
Angehörige: Informieren Sie sich über die Visumsoptionen für Ihre Angehörigen (d. h. Ehepartner/in und Kinder). Einige Visa erlauben es Ihren Angehörigen, Sie in die USA zu begleiten. In einigen Fällen kann Ihr/e Ehepartner/in eine Arbeitsgenehmigung erhalten.
Arten von Visa und Green Cards
B-1-Visum für temporäre Geschäftsreisende: Das B-1-Visum ist in erster Linie für Geschäftsreisende gedacht, die an Tagungen oder Konferenzen teilnehmen oder Verträge aushandeln. Das Visum erlaubt es nicht, aktiv ein Unternehmen zu führen oder in den USA beschäftigt zu sein, ist aber für kurze Geschäftsbesuche geeignet.
E-2-Visum für Investor/innen (Handelsabkommen): Mit dem E-2-Visum können Sie in den USA für ein Unternehmen arbeiten, in das Sie einen erheblichen Kapitalbetrag investiert haben. Es besteht keine Mindestinvestition, aber der Betrag sollte im Verhältnis zu den Gesamtkosten für den Kauf oder die Gründung des Unternehmens erheblich sein. Diese Art von Visum steht Personen aus Ländern zur Verfügung, mit denen die USA ein Handels- und Schifffahrtsabkommen geschlossen haben.
L-1-Visum für unternehmensinterne Versetzungen: Mit dem L-1 Visum können Führungskräfte, leitende Angestellte oder Fachkräfte in die US-Niederlassung eines Unternehmens versetzt werden, das in den USA und im Ausland tätig ist. Das L-1A-Visum ist eigens für Führungskräfte und leitende Angestellte gedacht, während das L-1B-Visum für Fachkräfte mit Spezialkenntnissen gilt.
EB-5-Visum für Investor/innen: Das EB-5-Visum gewährt Investorinnen und Investoren das Recht, sich dauerhaft in den USA niederzulassen, wenn sie 1,8 Mio. USD (oder 900.000 USD in einem bestimmten Beschäftigungsgebiet) in ein neues Unternehmen investieren, das mindestens 10 Vollzeitarbeitsplätze für US-Arbeitnehmer/innen schafft.
Angels und andere Arten von Investorinnen und Investoren – ein Vergleich
Bevor Sie sich um eine Finanzierung durch Angels bemühen, sollten Sie sich mit anderen Arten von Start-up-Investorinnen und -Investoren vertraut machen. Hier finden Sie einen Überblick über die Investitionsmöglichkeiten:
Venture Capitalists (VCs): VCs sind Unternehmen oder Einzelpersonen, die in Start-ups mit starkem Wachstumspotenzial investieren, in der Regel im Austausch gegen Anteile. Im Gegensatz zu Angel-Investorinnen und -Investoren investieren sie in der Regel in den späteren Phasen der Entwicklung eines Start-ups, nachdem das Unternehmen eine gewisse Markttraktion gezeigt hat. VCs investieren größere Geldsummen als Angel-Investorinnen und -Investoren und beeinflussen die Ausrichtung des Unternehmens normalerweise stärker. Sie streben erhebliche Renditen an und verfolgen in der Regel einen aggressiveren Ansatz, um das Geschäft zu skalieren und innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einen Ausstieg zu erreichen.
Seed-Fonds: Dabei handelt es sich um spezialisierte VC-Fonds, die sich auf Frühphaseninvestitionen konzentrieren, oft vor Angel-Investitionen und größeren VC-Runden. Sie investieren in Start-ups, die das Konzeptstadium hinter sich gelassen haben und ein Minimum Viable Product (MVP) oder eine gewisse anfängliche Traktion aufweisen.
Inkubatoren und Accelerators: Diese Programme unterstützen junge Unternehmen durch Schulungen, Mentoring und Finanzierung. Inkubatoren konzentrieren sich meist auf die anfängliche Entwicklungsphase und helfen Gründerinnen und Gründern dabei, Ideen in ein tragfähiges Unternehmen zu verwandeln. Accelerators hingegen zielen darauf ab, das Wachstum bestehender Unternehmen über einen kurzen Zeitraum schnell zu steigern.
Unternehmensinvestoren: Einige Unternehmen investieren in Start-ups, um Zugang zu innovativen Technologien zu erhalten, neue Märkte zu erschließen oder strategische Partnerschaften zu pflegen. Diese Investoren können wichtige Ressourcen bieten, streben aber möglicherweise mehr als nur finanzielle Rendite an, wie z. B. eine Beteiligung an der Technologie oder die Kontrolle über die Ausrichtung des Unternehmens.
Crowdfunding: Dabei werden kleine Geldbeträge von einer großen Anzahl von Personen gesammelt, in der Regel über Online-Plattformen. Crowdfunding kann eine gute Option für Start-ups sein, die ihr Produkt einem breiten Publikum vorstellen, mit potenziellen Kundinnen und Kunden in Kontakt treten und Geld beschaffen möchten, ohne Anteile aufzugeben oder Schulden aufzunehmen.
Staatliche Fördermittel und Subventionen: In einigen Branchen – insbesondere im Zusammenhang mit wissenschaftlicher Forschung, sauberen Technologien oder sozialen Auswirkungen – können staatliche Fördermittel und Subventionen erhebliche Finanzmittel liefern, ohne das Eigenkapital zu verwässern.
Peer-to-Peer-Kredite und Fremdfinanzierung: Die Fremdfinanzierung umfasst Kredite von Finanzinstituten oder Peer-to-Peer-Kreditplattformen. Diese Art der Finanzierung ist für Start-ups in der Frühphase in der Regel schwieriger zu sichern. Außerdem muss ein Start-up den Kredit dabei mit Zinsen zurückzahlen, allerdings ohne Verwässerung der Eigentumsverhältnisse.
Family Offices: Vermögende Familien haben oft private Vermögensverwaltungsberatungen, so genannte Family Offices, die direkt in Start-ups investieren. Diese Investoren können erhebliche Finanzmittel bereitstellen und sind im Vergleich zu traditionellen VCs möglicherweise an längerfristigen Investitionen interessiert.
Angel-Gruppen und Syndikate: Im Gegensatz zu einzelnen Angel-Investorinnen und -Investoren bündeln Angel-Gruppen oder Syndikate Ressourcen, um in Start-ups zu investieren. Diese Gruppen können größere Kapitalsummen bereitstellen und das Know-how und die Netzwerke mehrerer Investorinnen und Investoren kombinieren.
Jeder Investorentyp bringt unterschiedliche Vorteile, Erwartungen und Beteiligungsgrade mit sich. Start-ups sollten ihr Entwicklungsstadium, ihre Branche, ihren Finanzierungsbedarf und die Art der strategischen Beziehungen, die sie pflegen möchten, sorgfältig abwägen, bevor sie sich entscheiden, welchen Investorentyp sie ansprechen möchten.
Gründung außerhalb von Delaware
Da Atlas auf Unternehmensgründungen in Delaware spezialisiert ist, arbeiten wir bei der Gründung von LLCs außerhalb von Delaware mit doola zusammen. doola ist eine umfassende Backoffice-Plattform, die Gründerinnen und Gründern dabei hilft, LLCs zu gründen und die laufenden Aufgaben nach der Unternehmensgründung zu bewältigen. Von der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften über die Buchhaltung bis hin zur Steuerabwicklung und der Erfüllung staatlicher und bundesstaatlicher Anforderungen – doola bündelt alle wesentlichen Aufgaben nach der Gründung an einem Ort. Entdecken Sie doola noch heute, um die betrieblichen Abläufe Ihres Unternehmens zu vereinfachen.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.