Registrierung eines US-Unternehmens durch Personen, die nicht in den USA ansässig sind: Ein detaillierter Leitfaden

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  1. Einführung
  2. Die Wahl der richtigen Unternehmensform
    1. LLC
    2. C-Corporation
    3. S-Corporation
    4. Personengesellschaft
    5. Einzelunternehmen
  3. Auswahl eines Bundesstaates für die Unternehmensregistrierung
    1. Beliebte Bundesstaaten für die Unternehmensregistrierung
  4. Registrierung und Compliance
    1. Wahl einer offiziellen Vertreterin oder eines offiziellen Vertreters
    2. Anmeldung des Unternehmens
    3. EIN anfordern
    4. Geschäftslizenzen und Genehmigungen
    5. Jahresbericht und Franchise-Steuer
    6. Steuerliche Verpflichtungen auf nationaler Ebene
    7. Steuerliche Verpflichtungen auf bundesstaatlicher Ebene
    8. Bank- und Finanztransaktionen
  5. Aufbau einer finanziellen Infrastruktur
    1. Eröffnung eines US-Geschäftsbankkontos
    2. Buchführung und Buchhaltung
    3. Steuerliche Verpflichtungen
    4. Zahlungsabwicklungsdienste
    5. Finanzplanung und -verwaltung
    6. Compliance und Berichterstattung
  6. Rechtliche und aufsichtsrechtliche Compliance
    1. Einhaltung von Bundesgesetzen
    2. Bundesstaatliche und lokale Vorschriften
    3. Compliance auf Unternehmensebene
    4. Einhaltung des US-Arbeitsrechts
    5. Gesetze über geistiges Eigentum
    6. Datenschutz und Datensicherheit
  7. Einwanderungs- und Visabestimmungen
    1. Arten von Visa und Green Cards

Im Jahr 2023 wurde in den USA eine Rekordzahl von 5,5 Mio. neuen Gründungsanträgen gestellt – ein unternehmerisches Wachstum, von dem sowohl Nichtansässige als auch US-Bürger/innen profitieren können. Personen, die nicht in den USA ansässig oder Staatsangehörige der Vereinigten Staaten sind, können in den USA eine formelle Geschäftseinheit wie eine Kapitalgesellschaft oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Limited Liability Company, LLC) gründen. Hierfür müssen sie das in diesem Leitfaden beschriebene Verfahren befolgen. Die Einzelheiten dieses Prozesses hängen von dem Bundesstaat ab, in dem das Unternehmen registriert ist. Das Unternehmen muss dabei alle nationalen und bundesstaatlichen Vorschriften einhalten, einschließlich der steuerlichen Verpflichtungen und der ordnungsgemäßen Geschäftsunterlagen. Die Eintragung eines Unternehmens als Ausländer/in bringt zusätzliche Komplexität mit sich, ist aber durchaus realisierbar.

Im Folgenden gehen wir auf die einzelnen Schritte der Registrierung eines US-Unternehmens als nicht ansässige Person ein, einschließlich der Auswahl der richtigen Gesellschaftsform und des Umgangs mit Einwanderungs- und Visabestimmungen.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Die Wahl der richtigen Unternehmensform
  • Auswahl eines Bundesstaates für die Unternehmensregistrierung
  • Registrierung und Compliance
  • Aufbau einer finanziellen Infrastruktur
  • Rechtliche und aufsichtsrechtliche Compliance
  • Einwanderungs- und Visabestimmungen

Die Wahl der richtigen Unternehmensform

Die Wahl der geeigneten Gesellschaftsform ist der erste Schritt bei der Gründung eines Unternehmens, unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Diese Entscheidung hat Einfluss auf die Besteuerung, die bürokratischen Anforderungen, die persönliche Haftung und die Beschaffung von Kapital. Bei der Suche nach einer geeigneten Unternehmensstruktur sollten Nichtansässige die Bedeutung des Schutzes des persönlichen Vermögens, der steuerlichen Verpflichtungen, der Anforderungen an die Buchführung und der Compliance-Standards berücksichtigen. Weitere Faktoren, die bei der Wahl der richtigen Struktur helfen können, sind die Kapitalbeschaffung und Ihre langfristigen Ziele für das Unternehmen.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Gesellschaftsformen in den USA und die wesentlichen Aspekte für Nichtansässige.

LLC

Eine LLC bietet Schutz vor persönlicher Haftung. Das bedeutet, dass Ihr persönliches Vermögen im Falle von Unternehmensschulden oder Rechtsstreitigkeiten in der Regel geschützt ist. LLCs haben im Vergleich zu Kapitalgesellschaften weniger Meldepflichten.

  • Besteuerung: Eine LLC ist in der Regel eine steuerliche Durchlaufgesellschaft, d. h. das Unternehmen zahlt keine Steuern, sondern Gewinne und Verluste fließen in die persönlichen Steuererklärungen der Inhaber/innen ein. Nichtansässige sehen sich jedoch mit einer komplexen Steuerlandschaft konfrontiert und müssen u. U. spezifische Formulare einreichen oder sich dafür entscheiden, dass die LLC steuerlich anders behandelt wird.

  • Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Die Flexibilität und der Schutz einer LLC machen sie zu einer beliebten Wahl für nicht in den USA ansässige Gründer/innen. Es ist nicht erforderlich, dass die Gesellschaftsmitglieder US-Bürger/innen oder Gebietsansässige sind.

C-Corporation

Eine C-Corporation ist eine von ihren Inhaber/innen getrennte juristische Person. Sie bietet den höchsten Schutz vor persönlicher Haftung. Die Gesellschaft kann Kapital durch die Ausgabe von Aktien beschaffen und muss einen Vorstand haben und regelmäßige Versammlungen abhalten.

  • Besteuerung: C-Corporations unterliegen der Körperschaftsteuer. Gewinne, die als Dividenden ausgeschüttet werden, werden wiederum auf der Ebene der Aktionärinnen und Aktionäre besteuert, was zu einer Doppelbesteuerung führt. Für Nichtansässige ist die Doppelbesteuerung jedoch u. U. kein Problem, wenn sie auf Dividenden verzichten und die Gewinne in das Unternehmen reinvestieren.

  • Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Nichtansässige können eine C- Corporation besitzen. Es bestehen keine Aufenthaltsanforderungen für den Vorstand oder für Führungskräfte. Es handelt sich hierbei um eine günstige Option, wenn Sie planen, Gewinne zu reinvestieren oder Risikokapital zu beschaffen.

S-Corporation

Eine S-Corporation ist, wie die LLC, eine Durchgangsgesellschaft und hat ähnliche Strukturanforderungen wie eine C-Corporation.

  • Besteuerung: Das Einkommen wird in den persönlichen Steuererklärungen der Aktionärinnen und Aktionäre erfasst. Es unterliegt nicht der Doppelbesteuerung.

  • Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Nichtansässige dürfen nicht Aktionärinnen oder Aktionäre einer S-Corporation sein. Diese Option kommt daher für nichtansässige Unternehmer/innen in der Regel nicht infrage.

Personengesellschaft

Bei einer Personengesellschaft teilen sich zwei oder mehr Personen das Eigentum. Es gibt verschiedene Arten von Personengesellschaften, darunter General Partnerships (GP) und Limited Partnerships (LP).

  • Besteuerung: Als Durchlaufgesellschaft laufen die Gewinne und Verluste in die persönlichen Steuererklärungen der Partner/innen ein.

  • Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: Auch wenn nicht ansässige Personen Gesellschafter/innen sein können, sind die steuerlichen Auswirkungen oftmals sehr komplex. Dies gilt insbesondere für die offene Handelsgesellschaft, bei der die Gesellschafter/innen persönlich für die Schulden des Unternehmens haften.

Einzelunternehmen

Hierbei handelt es sich um die einfachste Unternehmensform, die von einer einzigen Person ohne Unterscheidung zwischen Inhaber/in und Unternehmen betrieben wird.

  • Besteuerung: Das Einkommen wird in der persönlichen Steuererklärung der Inhaberin oder des Inhabers erfasst.

  • Wichtiger Aspekt für Nichtansässige: In der Regel können Nichtansässige in den USA kein Einzelunternehmen gründen. Grund dafür ist, dass die Inhaberin oder der Inhaber im Unternehmen arbeiten muss, was mit den Bestimmungen für Visa und Arbeitserlaubnis kollidiert.

Auswahl eines Bundesstaates für die Unternehmensregistrierung

Die Wahl des Bundesstaates, in dem Sie Ihr Unternehmen anmelden möchten, ist ein weiterer wichtiger Schritt. Gesetze, Steuern und geschäftliche Anforderungen unterscheiden sich erheblich je nach Bundesstaat. Im Folgenden finden Sie die Faktoren, die Nichtansässige bei der Wahl des Bundesstaates für die Unternehmensregistrierung berücksichtigen sollten:

  • Besteuerung: Bestimmte Bundesstaaten wie Wyoming, Nevada und South Dakota sind für ihre günstige Steuerpolitik bekannt. Dazu gehören z. B. niedrigere Unternehmenssteuern oder keine bundesstaatliche Einkommensteuer.

  • Rechtssystem: Informieren Sie sich darüber, wie unternehmensfreundlich das Rechtssystem des jeweiligen Bundesstaates ist. Delaware beispielsweise ist dafür bekannt, dass es unternehmensfreundlich ist und über ein etabliertes Gesellschaftsrecht verfügt.

  • Registrierungsgebühren: Die Gebühren für die erstmalige Registrierung und den Jahresbericht unterscheiden sich je nach Bundesstaat.

  • Franchise-Steuern: Manche Bundesstaaten erheben eine Franchise-Steuer für Unternehmen, die je nach Größe und Ertrag Ihres Unternehmens ein wichtiger Faktor sein kann.

  • Physische Präsenz oder Nexus: Unabhängig davon, in welchem Bundesstaat Ihr Unternehmen registriert ist, kann eine physische Präsenz in einem beliebigen Bundesstaat zur Verpflichtung führen, Nexus-Steuer zu bezahlen. Wenn Ihr Unternehmen einen physischen Standort benötigt oder Sie vorhaben, Arbeitskräfte in den USA zu beschäftigen, sollten Sie die Logistik und die Kosten für diese Tätigkeiten in den verschiedenen Bundesstaaten berücksichtigen.

  • Datenschutz: In einigen Bundesstaaten ist der Datenschutz für Inhaber/innen von Unternehmen besser gewährleistet als in anderen. In Wyoming und Nevada ist beispielsweise die Offenlegung von Aktionärinnen und Aktionären oder Vorstandsmitgliedern nicht erforderlich.

  • Marktzugang: Wenn Ihr Unternehmen auf einen bestimmten geografischen Markt abzielt, sollten Sie sich in diesem Ort oder in der Nähe dieses Ortes registrieren lassen, um einen besseren Zugang und bessere Vernetzungsmöglichkeiten zu erhalten.

  • Professionelle Unterstützung: Die Verfügbarkeit von professionellen Dienstleistungen wie Rechtsberatung und Buchhaltung, insbesondere von solchen, die mit internationalen Inhaberinnen und Inhabern vertraut sind, kann ebenfalls ein wichtiger Faktor sein.

Beliebte Bundesstaaten für die Unternehmensregistrierung

  • Delaware: Delaware ist für seine unternehmensfreundlichen Gesetze bekannt und daher eine beliebte Wahl für in- und ausländische Unternehmen. Der Court of Chancery in Delaware ist auf das Wirtschaftsrecht spezialisiert und bietet Transparenz und Berechenbarkeit bei juristischen Auseinandersetzungen.

  • Nevada und Wyoming: Diese Staaten sind aufgrund ihrer günstigen Steuerpolitik und des unternehmensfreundlichen Datenschutzes attraktiv.

  • Kalifornien und New York: Diese Bundesstaaten sind zwar steuerlich nicht die vorteilhaftesten, können aber aufgrund ihrer großen Märkte und ihres leichten Zugangs zu Geschäftsnetzwerken eine interessante Wahl sein, vor allem, wenn Ihre Geschäftsaktivitäten dort angesiedelt sind.

Registrierung und Compliance

Für Nichtansässige umfasst die Registrierung eines Unternehmens in den USA mehrere Schritte zur Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über den Prozess.

Wahl einer offiziellen Vertreterin oder eines offiziellen Vertreters

Unternehmen in den USA sind verpflichtet, eine offizielle Vertretung zu haben. Die Vertreterin oder der Vertreter nimmt im Namen Ihres Unternehmens juristische Dokumente und Behördenkorrespondenz entgegen und muss eine physische Adresse in dem Bundesstaat haben, in dem Ihr Unternehmen registriert ist.

Anmeldung des Unternehmens

Je nach Gesellschaftsform müssen Sie verschiedene Dokumente einreichen, um Ihr Unternehmen bei der zuständigen Behörde des Bundesstaates zu registrieren. Zu diesen Dokumenten gehören die Satzung für eine Kapitalgesellschaft oder die Gründungsurkunde für eine LLC.

EIN anfordern

Eine Arbeitgeberidentifikationsnummer (Employer Identification Number, EIN) ist für Steuerzwecke, für die Einstellung von Arbeitskräften und für die Eröffnung eines Geschäftskontos erforderlich. Nichtansässige können eine EIN mit dem IRS-Formular SS-4 beantragen und müssen sich eventuell telefonisch an die US-amerikanische Steuerbehörde IRS wenden, um den Vorgang abzuschließen.

Geschäftslizenzen und Genehmigungen

Je nach Art des Unternehmens und seines Standorts müssen Sie u. U. bestimmte Lizenzen und Genehmigungen einholen, um in den USA legal tätig zu sein.

Jahresbericht und Franchise-Steuer

In den meisten Bundesstaaten müssen Unternehmen Jahresberichte einreichen und Franchise-Steuern zahlen. Die Anforderungen variieren je nach Bundesstaat und Gesellschaftsform.

Steuerliche Verpflichtungen auf nationaler Ebene

Inhaber/innen von Unternehmen, die nicht in den USA ansässig sind, müssen die Steuergesetze auf Landesebene einhalten. Welche Steuerpflichten Sie haben, hängt von der Art Ihrer Geschäftstätigkeit in den USA ab. Ein weiterer Einflussfaktor kann das Steuerabkommen zwischen dem Heimatland und den USA sein.

Steuerliche Verpflichtungen auf bundesstaatlicher Ebene

Je nach dem Bundesstaat, in dem Ihr Unternehmen registriert ist, und der Art Ihrer Geschäftstätigkeit unterliegen Sie ggf. der bundesstaatlichen Einkommensteuer, der Verkaufssteuer und anderen bundesstaatsspezifischen Steuern. Wenn Ihr Unternehmen eine erhebliche Präsenz in einem Bundesstaat hat, müssen Sie dort u. U. Steuern zahlen, auch wenn Sie dort nicht registriert sind. Die Definition einer erheblichen Präsenz kann je nach Bundesstaat variieren.

Bank- und Finanztransaktionen

Die Eröffnung eines US-Bankkontos kann für Nichtansässige eine Herausforderung sein, da viele Banken eine physische Präsenz vor Ort verlangen. Bei einigen Banken können Sie ein Konto auch aus der Ferne eröffnen, aber dafür sind häufig zusätzliche Unterlagen und Nachweise erforderlich. Beachten Sie die Bank- und Finanzvorschriften, die für Ihr Unternehmen gelten, einschließlich des Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) und der Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche (Anti-Money Laundering, AML).

Aufbau einer finanziellen Infrastruktur

Die Einrichtung der finanziellen Infrastruktur für ein in den USA ansässiges Unternehmen umfasst mehrere Schlüsselkomponenten für einen reibungslosen Finanzbetrieb und die Einhaltung der US-Vorschriften.

Eröffnung eines US-Geschäftsbankkontos

Um ein Geschäftskonto zu eröffnen, benötigen Sie in der Regel Ihren Reisepass, einen Nachweis über die Registrierung Ihres Unternehmens (z. B. Satzung oder Gründungsurkunde), eine EIN und in manchen Fällen eine US-Adresse. Manche Banken verlangen zusätzliche Unterlagen. Achten Sie bei der Auswahl einer Bank darauf, dass das Institut Erfahrung im Umgang mit internationaler Kundschaft hat und Sie bei der Einrichtung Ihres Kontos aus der Ferne unterstützen kann, wenn Sie nicht in die USA reisen können.

Buchführung und Buchhaltung

Eine ordnungsgemäße Buchführung ist für die Einhaltung von Steuervorschriften und die Finanzverwaltung von Bedeutung. Verwenden Sie Buchhaltungssoftware, um Ihre Finanzen zu verwalten, Einnahmen und Ausgaben zu erfassen und sich auf die Steuererklärung vorzubereiten. Optionen wie QuickBooks, Xero oder FreshBooks sind bei kleinen Unternehmen sehr beliebt. Führen Sie sorgfältig Buch über alle finanziellen Transaktionen, einschließlich Rechnungen, Quittungen und Kontoauszüge.

Steuerliche Verpflichtungen

Auf das Einkommen Ihres US-Unternehmens müssen Sie Bundessteuern zahlen. Welche Verpflichtungen Sie im Einzelnen haben, hängt von Ihrer Unternehmensstruktur und Ihren Aktivitäten ab. Informieren Sie sich über die bundesstaatlichen und lokalen Steueranforderungen, die je nach Standort und Tätigkeit Ihres Unternehmens Einkommenssteuer, Verkaufssteuer und andere anwendbare Steuern umfassen können. Auch das Steuerabkommen zwischen den USA und Ihrem Heimatland kann sich auf Ihre Steuerpflichten auswirken. Wenden Sie sich an eine Steuerfachkraft, die sich auf internationale Geschäfte spezialisiert hat.

Zahlungsabwicklungsdienste

Achten Sie bei der Auswahl eines Zahlungsabwicklers auf dessen Gebühren, die einfache Integration des Dienstes in Ihre Website oder Verkaufsplattform und seine Kapazität zur Abwicklung internationaler Transaktionen. Mit Stripe, beispielsweise, können Unternehmen Transaktionen online und persönlich abwickeln. Stripe ist eine gute Wahl für Unternehmen, die nicht in Deutschland ansässig sind, weil sie damit Zahlungen von Kundinnen und Kunden aus aller Welt akzeptieren können und kein eigenes Händlerkonto benötigen.

Finanzplanung und -verwaltung

Erstellen Sie ein Budget, in dem die erwarteten Einnahmen und Ausgaben aufgeführt sind, um die finanzielle Gesundheit Ihres Unternehmens zu fördern. Prüfen Sie regelmäßig die Jahresabschlüsse, um die finanzielle Leistung Ihres Unternehmens zu evaluieren und fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen. Planen Sie Rücklagen ein, um unerwartete Ausgaben oder Schwankungen in der Liquidität zu decken.

Compliance und Berichterstattung

Ihre Finanzpraktiken unterliegen den US-amerikanischen Gesetzen und Vorschriften, einschließlich der Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche und des FATCA. Gegebenenfalls müssen Sie den US-Behörden bestimmte Finanzaktivitäten melden, insbesondere wenn Sie größere Geldsummen grenzüberschreitend transferieren.

Rechtliche und aufsichtsrechtliche Compliance

Alle Unternehmen, die in den USA tätig sind, müssen die gesetzlichen Bestimmungen auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene einhalten. Dazu gehören Steuerverpflichtungen, Arbeitsgesetze und Standards für unternehmerische Verantwortung, Umweltschutz und geistiges Eigentum. Es empfiehlt sich, Ihre Geschäftsabläufe regelmäßig auf die Einhaltung aller relevanten Anforderungen zu überprüfen: Dazu können Selbstprüfungen oder die Beauftragung von Beratungsunternehmen gehören. Die rechtlichen und regulatorischen Verpflichtungen für US-Unternehmen sind im Folgenden aufgeführt.

Einhaltung von Bundesgesetzen

  • Steuerkonformität: Halten Sie sich über die bundesstaatlichen Steuerverpflichtungen auf dem Laufenden, einschließlich der Einkommenssteuer und der Lohnsteuer. Reichen Sie jährliche Steuererklärungen ein und leisten Sie ggf. Vorauszahlungen.

  • SEC-Compliance (Securities and Exchange Commission): Wenn Ihr Geschäft den Handel mit oder die Ausgabe von Wertpapieren beinhaltet, unterliegen Sie den Vorschriften der amerikanischen Börsenaufsicht SEC.

  • Branchenspezifische Vorschriften: Je nach Geschäftszweig müssen Sie ggf. branchenspezifische Bundesvorschriften einhalten (z. B. Vorschriften im Gesundheitswesen, im Finanzwesen oder in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie). Wenn Ihr Unternehmen in der Herstellung von oder im Umgang mit Gefahrstoffen tätig ist, müssen Sie die Standards der Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) einhalten.

Bundesstaatliche und lokale Vorschriften

  • Jahresberichte: In den meisten Bundesstaaten müssen Unternehmen Jahresberichte einreichen und eine Registrierungsgebühr zahlen. Mit diesen Berichten halten Sie Ihre meldepflichtigen Geschäftsinformationen auf dem neuesten Stand.

  • Bundesstaatliche Steuern: Befolgen Sie die bundesstaatlichen Vorschriften zur Einkommens-, Verkaufs- und Lohnsteuer. Dazu gehören u. a. vierteljährliche oder jährliche Meldungen und Zahlungen.

  • Lizenzen und Genehmigungen: Erneuern Sie alle bundesstaatlichen oder lokalen Lizenzen und Genehmigungen, damit Ihr Unternehmen stets legal arbeiten kann.

  • Bundesstaatliche Gesetze: Informieren Sie sich über alle bundesstaatlichen Gesetze, die sich auf Ihr Unternehmen auswirken könnten, z. B. Verbraucherschutzgesetze, Arbeitsgesetze und Umweltvorschriften.

Compliance auf Unternehmensebene

  • Corporate Governance: Pflegen Sie eine ordnungsgemäße Unternehmensführung, wie z. B. die Abhaltung von Jahresversammlungen, das Führen von Protokollen und die Einhaltung der Satzung oder der Betriebsvereinbarung Ihres Unternehmens.

  • Buchführung: Führen Sie detaillierte Aufzeichnungen über alle Geschäftsaktivitäten, Finanztransaktionen, Compliance-Maßnahmen und Entscheidungen der Unternehmensführung.

Einhaltung des US-Arbeitsrechts

  • Arbeitsgesetze: Wenn Sie Angestellte in den USA haben, halten Sie die nationalen und bundesstaatlichen Arbeitsgesetze in Bezug auf Löhne, Arbeitsbedingungen, Nichtdiskriminierung und Sozialleistungen ein.

  • Einwanderungsgesetze: Vergewissern Sie sich, dass alle ausländischen Arbeitskräfte über die entsprechenden Visa und Arbeitsgenehmigungen verfügen.

Gesetze über geistiges Eigentum

  • Registrierung von geistigem Eigentum: Lassen Sie Ihre Marken, Urheberrechte und Patente in den USA registrieren, um Ihr geistiges Eigentum zu schützen. Überwachen Sie regelmäßig Ihre Rechte an geistigem Eigentum und sorgen Sie für deren Durchsetzung, um Rechtsverletzungen zu verhindern.

Datenschutz und Datensicherheit

Einwanderungs- und Visabestimmungen

Nichtansässige, die ihr Unternehmen in den USA aktiv leiten oder dort arbeiten möchten, müssen das US-Einwanderungssystem durchlaufen. Im Folgenden finden Sie einige wichtige Überlegungen zum Thema Einwanderung und Visa:

  • Visumsantragsverfahren: Das Antragsverfahren kann sehr komplex sein und hängt von der Art des Visums ab. In der Regel müssen Sie einen Antrag stellen, ein Gespräch in einer US-Botschaft oder einem Konsulat führen und umfangreiche Unterlagen über Ihr Unternehmen und Ihre Investitionen vorlegen.

  • Steuerpflichten: Inhaber/innen eines Visums unterliegen den US-Steuergesetzen und können je nach der in den USA verbrachten Zeit als steuerlich ansässig betrachtet werden. Informieren Sie sich über Ihre steuerlichen Pflichten als Visuminhaber/in, um rechtliche Probleme zu vermeiden.

  • Aufrechterhaltung des Visumstatus: Unterschiedliche Visumskategorien ermöglichen unterschiedliche Aktivitäten. Ein Verstoß gegen die Bedingungen Ihres Visums kann zum Verlust des Status oder zur Ausweisung führen.

  • Der Weg zur Daueraufenthaltsgenehmigung: Einige Visa, wie das EB-5-Visum, bieten einen direkten Weg zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung. Andere, wie das E-2-Visum, führen nicht automatisch zu einer Green Card, sondern bieten ggf. andere Möglichkeiten, wie z. B. eine Änderung des Status oder das Sponsoring durch den Arbeitgeber.

  • Angehörige: Informieren Sie sich über die Visumsoptionen für Ihre Angehörigen (d. h. Ehepartner/in und Kinder). Einige Visa erlauben es Ihren Angehörigen, Sie in die USA zu begleiten. In einigen Fällen kann Ihr/e Ehepartner/in eine Arbeitsgenehmigung erhalten.

Arten von Visa und Green Cards

  • B-1-Visum für temporäre Geschäftsreisende: Das B-1-Visum ist in erster Linie für Geschäftsreisende gedacht, die an Tagungen oder Konferenzen teilnehmen oder Verträge aushandeln. Das Visum erlaubt es nicht, aktiv ein Unternehmen zu führen oder in den USA beschäftigt zu sein, ist aber für kurze Geschäftsbesuche geeignet.

  • E-2-Visum für Investor/innen (Handelsabkommen): Mit dem E-2-Visum können Sie in den USA für ein Unternehmen arbeiten, in das Sie einen erheblichen Kapitalbetrag investiert haben. Es besteht keine Mindestinvestition, aber der Betrag sollte im Verhältnis zu den Gesamtkosten für den Kauf oder die Gründung des Unternehmens erheblich sein. Diese Art von Visum steht Personen aus Ländern zur Verfügung, mit denen die USA ein Handels- und Schifffahrtsabkommen geschlossen haben.

  • L-1-Visum für unternehmensinterne Versetzungen: Mit dem L-1 Visum können Führungskräfte, leitende Angestellte oder Fachkräfte in die US-Niederlassung eines Unternehmens versetzt werden, das in den USA und im Ausland tätig ist. Das L-1A-Visum ist eigens für Führungskräfte und leitende Angestellte gedacht, während das L-1B-Visum für Fachkräfte mit Spezialkenntnissen gilt.

  • EB-5-Visum für Investor/innen: Das EB-5-Visum gewährt Investorinnen und Investoren das Recht, sich dauerhaft in den USA niederzulassen, wenn sie 1,8 Mio. USD (oder 900.000 USD in einem bestimmten Beschäftigungsgebiet) in ein neues Unternehmen investieren, das mindestens 10 Vollzeitarbeitsplätze für US-Arbeitnehmer/innen schafft.

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