Es wird prognostiziert, dass der gesamte Transaktionswert auf dem Markt für digitale Zahlungen im Jahr 2026 37,45 Billionen USD erreichen wird. Für Unternehmen bedeutet dies, dass es noch nie so wichtig war, Kundinnen und Kunden eine Vielzahl digitaler Zahlungsmethoden anzubieten, damit sie problemlos über ihr Mobiltelefon, ihren Laptop oder an physischen Datenterminals bezahlen können, die kontaktlose Karten akzeptieren.
Ein digitales Bezahlsystem wickelt jeden Teil dieser Transaktion ab und stellt sicher, dass das Geld vom Käufer zum Verkäufer fließt. Es ist ein komplexer Prozess, der in Sekundenschnelle abläuft und einen Kernaspekt des Handels prägt.
Unabhängig davon, ob Ihr Unternehmen online oder ein physisches Geschäft ist, sollten Sie verstehen, wie digitale Zahlungen abgewickelt werden und wie sie Ihre täglichen Abläufe prägen. Nachfolgend erklären wir, wie digitale Zahlungssysteme funktionieren, wie sie eingerichtet werden und wie Stripe Unternehmen bei der Abwicklung digitaler Zahlungen unterstützt.
Das Wichtigste auf einen Blick
Digitale Zahlungssysteme übernehmen den elektronischen Geldtransfer zwischen Zahler/in und Zahlungsempfänger/in und ersetzen Bargeld, Schecks und andere physische Zahlungsmethoden.
Es wird prognostiziert, dass der gesamte weltweite Transaktionswert digitaler Zahlungen bis 2030 36 Billionen USD erreichen wird, und im Jahr 2024 nutzten 92 % der Verbraucher/innen in den USA digitale Zahlungen in irgendeiner Form.
Es gibt drei Kategorien von digitalen Zahlungen: teilweise digital (wobei ein Teil des Ablaufs noch aus Bargeld besteht), vorwiegend digital (beginnt elektronisch, endet aber mit Bargeld) oder vollständig digital (durchgehend elektronisch).
Zu den gängigen digitalen Zahlungsmethoden gehören Kredit- und Debitkarten, Digital Wallets (wie Apple Pay, Google Pay, Link), Banküberweisungen (wie ACH, SEPA, elektronische Überweisung), Echtzeit-Zahlungsnetzwerke (wie Pix, UPI, FedNow), P2P-Apps, Zahlungen per QR-Code, „Jetzt kaufen, später bezahlen“, mobiles Geld und Stablecoins.
Stripe unterstützt über 100 Zahlungsmethoden in mehr als 60 Ländern und deckt den gesamten Stack für digitale Zahlungen ab, von der Akzeptanz über die Betrugsprävention bis hin zu weltweiten Auszahlungen.
Was ist ein digitales Bezahlsystem?
Digitale Zahlungssysteme erleichtern digitale Zahlungen, von der Online-Zahlung mit einer Debitkarte bis hin zum Senden von Geld an Freunde über das Mobiltelefon. Diese Systeme haben Zahlungen für Unternehmen sowie Kundinnen und Kunden schneller, einfacher und besser nachverfolgbar gemacht. Im Jahr 2024 tätigten 92 % der Kundinnen und Kunden in den USA im Laufe des vergangenen Jahres irgendeine Form von digitaler Zahlung.
Digitale Zahlungen fallen im Allgemeinen in eine von drei Kategorien, je nachdem, wie viel der Transaktion elektronisch abläuft.
Teilweise digitale Zahlungen kombinieren ein digitales Element mit einem physischen oder manuellen Schritt – beispielsweise das Ausstellen eines Papierschecks, den eine Bank später über ein elektronisches Clearing-System abwickelt, oder die Nutzung einer Zahlungs-App zur Aufteilung einer Rechnung vor der Begleichung mit Bargeld.
Vorwiegend digitale Zahlungen werden elektronisch initiiert und abgewickelt, umfassen jedoch weiterhin eine nicht-digitale Komponente, wie das Durchziehen einer Karte an einem Point of Sale-Datenterminal, wofür eine physische Karte oder eine Unterschrift erforderlich ist.
Vollständig digitale Zahlungen beinhalten keine physischen oder manuellen Schritte: Die gesamte Transaktion, von der Initiierung bis zur Zahlungsabwicklung, erfolgt elektronisch, wie bei einem Transfer über ein Mobile Wallet, einem In-App-Kauf oder einer Online-Banküberweisung. Mit dem technologischen Fortschritt bewegen sich immer mehr Zahlungen in diese Richtung, was Reibungsverluste und Bearbeitungszeiten für Unternehmen und Verbraucher/innen reduziert.
Welche Arten von digitalen Zahlungen gibt es?
Digitale Zahlungen umfassen eine Reihe von Methoden für den elektronischen Geldtransfer. Zu den gängigen Arten gehören:
Überweisungen von Bank zu Bank: Hierbei handelt es sich um direkte Überweisungen zwischen Konten, einschließlich Banküberweisungen und elektronischer Schecks (eChecks), die häufig für größere oder wiederkehrende Transaktionen verwendet werden.
Peer-to-Peer-Zahlungs-Apps: Apps wie Venmo, Zelle und Cash App ermöglichen es Personen, direkt von einem verknüpften Bankkonto oder einer verknüpften Karte Geld aneinander zu senden.
Digital Wallets: Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay speichern Karten- oder Bankdaten auf einem Telefon oder Gerät und lassen Nutzer/innen durch Tippen oder Scannen statt durch Durchziehen einer physischen Karte bezahlen.
Virtuelle und digital ausgestellte Karten: Dies sind Kredit-, Debit- oder Prepaid-Kartennummern, die direkt an ein Digital Wallet oder eine App ausgegeben werden, ohne dass jemals eine physische Karte den Besitzer wechselt.
Kontaktlose Zahlungen: Dies umfasst Tap-to-Pay-Transaktionen mit NFC-fähigen Karten oder Geräten sowie Wallets, die auf Magnetic Secure Transmission (MST) basieren, um mit herkömmlichen Kartenlesern zu funktionieren.
Jetzt kaufen, später bezahlen (BNPL): Dienste wie Klarna und Afterpay ermöglichen es Käufer/innen, einen Kauf an der Kasse in Raten aufzuteilen, oft zinslos, wenn diese pünktlich bezahlt werden.
Kryptowährungszahlungen: Dies sind Transaktionen, die mithilfe von Blockchain oder anderer Distributed-Ledger-Technologie getätigt werden und es zwei Parteien ermöglichen, digitale Währungen ohne eine Bank als Vermittler auszutauschen.
Wie funktionieren digitale Bezahlsysteme?
Der Prozess beginnt, wenn die zahlende Person eine Transaktion initiiert, entweder vor Ort oder online. Sie wählt eine Zahlungsmethode (z. B. Kreditkarte, Digital Wallet) und gibt je nach Methode die erforderlichen Details wie Karteninformationen und ein Passwort ein.
Sobald die Kundin oder der Kunde auf „Bezahlen“ klickt, werden die Informationen an einen Zahlungsabwickler gesendet. Dieser Abwickler ist ein Drittanbieter, der die Daten weiterleitet und sicherstellt, dass sie legitim sind.
Der Zahlungsabwickler leitet die Nachricht an die Bank (oder das Kartennetzwerk) des Kunden weiter, die den Kontostand, das Kreditlimit und alle anderen relevanten Informationen überprüft. Wenn alles in Ordnung ist, schickt die Bank eine Genehmigung zurück. Wenn es ein Problem gibt, sendet die Bank eine Ablehnung.
Die Genehmigung oder Ablehnung wird an das System des Verkäufers zurückgesendet. Wenn die Transaktion genehmigt wird, wird sie in die Warteschlange gestellt. Die Kunden erhalten eine Zahlungsbestätigung und das Unternehmen informiert sie darüber, dass der Kauf getätigt wurde.
Nach einem bestimmten Zeitraum – Minuten, Stunden oder manchmal auch ein paar Tage – wird das Geld vom Bankkonto (oder dem Kartenguthaben) des Kunden auf das Bankkonto des Unternehmens überwiesen. Verschiedene Zahlungsmethoden haben unterschiedliche Abwicklungsfristen.
Was sind die Vorteile digitaler Bezahlsysteme für Unternehmen?
Ein digitales Bezahlsystem hat viele Vorteile für Verkäufer, egal ob es sich um große Online-Marktplätze oder kleine lokale Händler handelt, die in den Online-Verkauf einsteigen möchten. Konsistente, planbare Zahlungsvorgänge bieten Sicherheit, können die Umsatznachverfolgung erleichtern und schaffen die Grundlage für Wachstum.
So können digitale Zahlungssysteme Unternehmen zugutekommen:
Schnellere Transaktionen: Sie müssen nicht darauf warten, dass ein Scheck per Post eintrifft oder bei der Bank abgerechnet wird. Digitale Zahlungen überweisen Geld in einem kürzeren Zeitrahmen, was für die Cashflow-Planung besser ist.
Einfachere Buchführung: Die Speicherung von Daten in einem digitalen Format sorgt für saubere Transaktionshistorien. Alles ist in einem Dashboard organisiert, was den Abgleich von Zahlungen mit Bestellungen, die Bearbeitung von Rückerstattungen oder die Nachverfolgung von Trends vereinfacht.
Größere Kundenreichweite: Käufer/innen können mit ihren bevorzugten digitalen Zahlungsmethoden bezahlen, von gängigen Kreditkarten bis hin zu Digital Wallets. Die Akzeptanz digitaler Zahlungen kann Ihr Unternehmen für ein breiteres Publikum öffnen.
Besseres Kundenerlebnis: Ein gutes Zahlungssystem macht den Bezahlvorgang für Online-Käufer/innen einfacher und schneller. Dies kann Warenkorbabbrüche reduzieren und zu Wiederholungskäufen führen.
Sicherheit: Tools wie Verschlüsselung und Tokenisierung helfen dabei, unbefugten Zugriff auf sensible Zahlungsinformationen zu stoppen.
Automatisierungspotenzial: Unternehmen können Zahlungstools mit Rechnungs- oder Buchhaltungssoftware verknüpfen. Dies bedeutet weniger Zeitaufwand für die manuelle Dateneingabe und weniger Fehler durch menschliches Versagen.
Expansionsmöglichkeiten: Online-Transaktionen ermöglichen es Ihnen, Kundinnen und Kunden an vielen verschiedenen Standorten, sogar international, zu bedienen, ohne zusätzliche physische Geschäfte eröffnen zu müssen.
Wie richten Sie ein digitales Bezahlsystem für Ihr Unternehmen ein?
Unterschiedliche Unternehmen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Einige Unternehmen wählen eine All-in-one-Lösung, bei der Hosting, Warenkorb-Funktionalität und Zahlungsakzeptanz vom selben Anbieter angeboten werden. Andere Unternehmen nutzen verschiedene Dienste zusammen, mit einem Anbieter für das Website-Hosting und einem anderen für Zahlungen. Das beste System hängt davon ab, wie Sie agieren (z. B. online, vor Ort, abonnementbasiert) und welches spezifische Budget, welche gewünschten Funktionen und welches Maß an technischem Fachwissen Sie haben.
Folgendes sollten Sie beachten, wenn Sie ein digitales Bezahlsystem einrichten:
Primäre Vertriebskanäle: Verkaufen Sie hauptsächlich über eine Website, eine mobile App oder ein Ladengeschäft? Eine Online-Boutique benötigt möglicherweise eine Seite für den Bezahlvorgang, die mehrere Kartenmarken und Digital Wallets abwickelt, während ein kleiner Laden um die Ecke ein Point of Sale-Datenterminal verwenden könnte, das kontaktloses Bezahlen akzeptiert.
Technische Anforderungen: Einige Unternehmen beschäftigen Webentwickler, die eine maßgeschneiderte Lösung erstellen können. Andere bevorzugen einen Plug-and-play-Ansatz, bei dem sie vorgefertigte Zahlungs-Buttons auf ihren Websites einbetten. Wenn Sie technisch nicht versiert sind, wünschen Sie sich möglicherweise eine Plattform mit benutzerfreundlichen Dashboards, minimalem Programmieraufwand und ausführlicher Dokumentation.
Gewünschte Zahlungsoptionen: Achten Sie auf spezifische Zahlungsfunktionen, die für Ihr Geschäftsmodell sinnvoll sind. Wünschen Sie einen 1-Klick-Bezahlvorgang oder eine Abonnementabrechnung? Benötigen Sie Unterstützung für mehrere Standorte oder Fremdwährungen?
Sicherheitsmaßnahmen: Der von Ihnen gewählte Anbieter sollte strenge Sicherheitsmaßnahmen integrieren, um die Finanzdaten der Kundinnen und Kunden zu schützen. Tokenisierung und die Zwei-Faktor-Authentifizierung sind zwei gängige Optionen, die zur Betrugsprävention beitragen können.
Sobald Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, führen Sie einige Testtransaktionen durch, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert. Achten Sie auf das Feedback der Nutzererfahrung: Fällt der Bezahlvorgang den Kunden leicht oder brechen sie ihren Einkaufswagen ab? Im stationären Handel sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter umfassend geschult sind und wissen, wie sie Zahlungen annehmen und Rückerstattungen persönlich bearbeiten. Im Online-Handel sollten Sie und Ihr Team wissen, wie Sie mit dem Backend-Dashboard Rückerstattungen ausstellen, Bestellungen verwalten und Rückbuchungen abwickeln.
Welche Gebühren sind mit digitalen Bezahlsystemen verbunden?
Verschiedene Anbieter berechnen unterschiedliche Arten von Gebühren für digitale Zahlungen. Diese können Folgendes umfassen:
Transaktions- oder Bearbeitungsgebühren: In der Regel handelt es sich um einen kleinen Prozentsatz der Transaktion zuzüglich einer Pauschalgebühr.
Monatliche Gebühren: Dies sind Gebühren für den monatlichen Zugang zu Zahlungsdiensten. Sie sind besonders häufig, wenn der Anbieter Dienste mit erweiterten Funktionen wie Analyse- und Rechnungsstellungstools bündelt.
Rückbuchungsgebühren: Einige Anbieter berechnen Ihnen jedes Mal eine Gebühr, wenn eine Kundin oder ein Kunde eine Transaktion anficht, selbst wenn Sie den Streitfall erfolgreich abwehren.
Währungsumrechnungsgebühren: Dies sind zusätzliche Gebühren für Währungsumrechnungsdienste, die im Angebot von Zahlungsabwicklern enthalten sind.
Achten Sie beim Anbietervergleich nicht nur auf die Kosten. Einige Anbieter verlangen zwar etwas mehr, bieten aber einen besseren Schutz vor Betrug, flexiblere Benutzeroberflächen und APIs oder ausführlichere Reporting-Funktionen. Stellen Sie sicher, dass Sie sich über Ihr Volumen, Ihr durchschnittliches Transaktionsvolumen und die Länder, in die Sie verkaufen werden, im Klaren sind, und überlegen Sie dann, welche Gebührenstruktur für Ihr Geschäftsmodell am sinnvollsten ist.
So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann.
Mit Stripe Payments können Sie Folgendes umsetzen:
- Bezahlvorgang optimieren: Schaffen Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis und sparen Sie Tausende von Entwicklungsstunden mit vorgefertigten Zahlungs-Nutzeroberflächen, Zugang zu über 125 Zahlungsmethoden und Link, einer von Stripe entwickelten Wallet.
- Neue Märkte schneller erschließen: Erreichen Sie Kundinnen und Kunden weltweit und reduzieren Sie die Komplexität und Kosten der Verwaltung mehrerer Währungen mit grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen, die in 195 Ländern und über 135 Währungen verfügbar sind.
- Online- und Vor-Ort-Zahlungen vereinheitlichen: Schaffen Sie Unified Commerce übergreifend über Online- und Vor-Ort-Kanäle, um Interaktionen zu personalisieren, Treue zu belohnen und Ihren Umsatz zu steigern.
- Zahlungs-Performance verbessern: Steigern Sie Ihren Umsatz mit einer Reihe anpassbarer, einfach zu konfigurierender Zahlungstools, darunter No-Code-Betrugsvorbeugung und erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Autorisierungsquoten.
- Schnelleres Wachstum dank einer flexiblen, zuverlässigen Plattform: Bauen Sie auf einer Plattform auf, die mit Ihnen mitwächst, mit einer sensationellen Erreichbarkeit von 99,999 % und branchenführender Zuverlässigkeit.
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Häufig gestellte Fragen zu digitalen Zahlungssystemen
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.