Laut einer 2025 im Auftrag des Digitalverbands durchgeführten repräsentativen Befragung ist rund ein Viertel der Deutschen offen für den Erwerb von Kryptowährungen, 8 % besitzen bereits welche und 4 % planen einen Kauf. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Zahlungsgewohnheiten zunehmend in den digitalen Raum verlagern. Während Kryptowährungen dezentral organisiert sind, verfolgen Staaten eigene Konzepte digitaler, staatlich gestützter Zahlungsmittel. Im Euroraum soll der digitale Euro künftig das Bargeld ergänzen.
In diesem Artikel erfahren Sie, was der digitale Euro ist, wie er funktioniert und welche praktischen Auswirkungen er auf Unternehmen und Verbraucher/innen in Deutschland hat. Zudem räumen wir mit den häufigsten Missverständnissen rund um den digitalen Euro auf.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Was ist der digitale Euro?
- Wie funktioniert der digitale Euro?
- Wie wird der digitale Euro in Deutschland diskutiert?
- Welche praktischen Auswirkungen hat der digitale Euro auf Unternehmen in Deutschland?
- Welche praktischen Auswirkungen hat der digitale Euro auf Verbraucher/innen in Deutschland?
- Häufige Missverständnisse rund um den digitalen Euro
Was ist der digitale Euro?
Der digitale Euro Der digitale Euro ist eine geplante digitale Form des Euro, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgegeben werden soll. Als digitaler Zwilling des Bargelds soll er die Euro-Banknoten und -Münzen ergänzen und als elektronisches Zahlungsmittel sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen kostenlos zur Verfügung stehen.
Die EZB arbeitet seit mehreren Jahren an der Entwicklung der digitalen Währung. Eine im November 2023 eingeleitete Vorbereitungsphase wurde im Oktober 2025 abgeschlossen. Seither setzt die EZB ihre Arbeiten fort, um die technischen Voraussetzungen für die Erstausgabe zu erfüllen und die Gesetzgebungsverfahren zu unterstützen. Im Jahr 2026 sollen entsprechende Rechtsvorschriften in Kraft treten und 2027 ein Pilotprojekt starten. 2029 könnte das Eurosystem für die Ausgabe des digitalen Euros vollständig bereit sein.
Hintergrund der Einführung des digitalen Euro
Die Zahlungsgewohnheiten der Europäer/innen verändern sich. Die EZB-Studie SPACE 2024 zeigt, dass digitale Transaktionen zunehmen, während die Menschen in Europa immer seltener bar zahlen. Obwohl Bargeld im Euroraum weiterhin das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel im stationären Handel ist, nimmt die Nutzung ab. 2024 wurden 52 % der POS-Transaktionen bar abgewickelt, 2019 waren es noch 72 %. Mit diesem Wandel wächst der Bedarf an einem öffentlichen digitalen Zahlungsmittel, das die Vorteile des Euros in die digitale Welt überträgt. Hierzu zählen eine einfache Handhabung, ein hohes Maß an Privatsphäre, die breite Akzeptanz und die Verlässlichkeit im gesamten Euroraum.
Zugleich verfolgt die EZB mit der Einführung des digitalen Euros strategische Ziele. Der digitale Euro soll die geldpolitische Handlungsfähigkeit Europas sichern. Er soll die europäische Währungshoheit stärken und die Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsanbietern reduzieren. Damit trägt er zur wirtschaftlichen Stabilität und Sicherheit bei. Darüber hinaus soll er Innovationen im Zahlungsverkehr fördern. Ein staatlich gestütztes digitales Zahlungsmittel kann den Wettbewerb beleben und neue technische Lösungen ermöglichen. Der europäische Zahlungsverkehrsmarkt könnte dadurch leistungsfähiger, widerstandsfähiger und inklusiver werden.
Für Unternehmen eröffnet der digitale Euro zusätzliche Optionen. Er kann digitale Bezahlprozesse vereinfachen und Transaktionen effizienter machen. Besonders im E-Commerce und bei automatisierten Zahlungsabläufen entstehen neue Einsatzmöglichkeiten. Auch im grenzüberschreitenden Handel innerhalb des Euroraums kann er Abläufe beschleunigen. Darüber hinaus können Zahlungen künftig direkter abgewickelt werden, wodurch Transaktionsgebühren potenziell sinken.
Abgrenzung zu anderen Geldformen
Der digitale Euro ist eine direkte Verbindlichkeit der Zentralbank und wird von dieser abgesichert. Seine Kaufkraft ist eins zu eins an den Euro gekoppelt. Damit unterscheidet sich die digitale Währung des Euroraums deutlich von anderen Geldformen wie Bankeinlagen, Kryptowährungen oder Stablecoins.
Bankeinlagen sind Verbindlichkeiten von Geschäftsbanken. Zahlungen mit Bankguthaben laufen in der Regel über Konten bei Banken oder Zahlungsdienstleistern. Anders als beim digitalen Euro basiert Bankguthaben nicht direkt auf Zentralbankgeld, sondern auf dem Giralgeld, das Banken schaffen.
Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind dezentral organisiert, unterliegen keinen staatlichen Regulierungen und weisen eine starke Preisvolatilität auf. Sie sind keine gesetzlichen Zahlungsmittel und werden nicht von einer Zentralbank garantiert. Der digitale Euro wird hingegen zentral gesteuert, ist stabil in seinem Wert und gesetzlich anerkannt.
Stablecoins sind digitale Vermögenswerte privater Anbieter, die ihren Wert meist an traditionelle Währungen koppeln. Sie können schnellen grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr ermöglichen, unterliegen aber regulatorischen und Liquiditätsrisiken. Der digitale Euro soll diese Risiken reduzieren, weil er staatlich abgesichert ist und in ein reguliertes Finanzsystem eingebettet wird.
Wie funktioniert der digitale Euro?
Der digitale Euro soll Privatpersonen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im Euroraum offenstehen. Voraussetzung ist ein Wohn- oder Geschäftssitz in einem EU-Mitgliedstaat oder ein vorübergehender Aufenthalt. Auch Akteure außerhalb des Euroraums könnten unter bestimmten Bedingungen Zugang erhalten. Dies setzt jedoch vertragliche Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und dem jeweiligen Drittstaat sowie entsprechende Abkommen der beteiligten Zentralbanken voraus
Einrichtung einer Digital Wallet
Der digitale Euro wird nicht direkt über Konten bei der Zentralbank geführt. Stattdessen können Nutzer/innen eine Digital Wallet bei beaufsichtigten Intermediären wie Geschäftsbanken oder anderen regulierten Zahlungsdienstleistern einrichten. Diese Anbieter stehen unter Aufsicht der zuständigen Behörden und handeln im Rahmen eines einheitlichen Regelwerks des Eurosystems. Unternehmen können den digitalen Euro in bestehende Bankbeziehungen und Bezahlprozesse integrieren. Das Eurosystem definiert dafür gemeinsame Standards, sodass im gesamten Euroraum ein einheitliches Leistungsniveau gewährleistet wird.
Aufladung der Wallet und Zahlungsinitiierung
Um mit dem digitalen Euro zu zahlen, laden Nutzer/innen Guthaben auf ihre Wallet. Dies erfolgt über ein verknüpftes Referenzkonto oder durch die Einzahlung von Bargeld. Anschließend steht ihnen das Guthaben sofort zur Verfügung.
Die Zahlung wird digital initiiert, zum Beispiel per Smartphone oder Karte. Transaktionen werden unmittelbar ausgeführt. Zahlungen sollen im stationären Handel, im Online-Handel und zwischen Privatpersonen in Echtzeit möglich sein. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Land des Euroraums sich die Beteiligten befinden oder welchen Zahlungsdienstleister sie nutzen.
Online- und Offline-Funktion
Die digitale Währung der EZB soll sowohl online als auch offline einsetzbar sein. Bei Online-Zahlungen wird die Transaktion wie bei anderen elektronischen Zahlverfahren über eine Verbindung zum System verarbeitet.
Für Offline-Zahlungen ist vorgesehen, dass Beträge direkt zwischen zwei Geräten übertragen werden können. Dies ermöglicht Zahlungen auch bei fehlender oder instabiler Internetverbindung. Die Transaktionsdaten solcher Offline-Zahlungen sollen nur den unmittelbar Beteiligten zugänglich sein. Der Schutz persönlicher Zahlungsinformationen käme damit dem Charakter von Bargeld nahe.
Integration in bestehende Systeme
Der digitale Euro soll sich in die bestehende europäische Zahlungsinfrastruktur einfügen. Eine Anbindung an etablierte SEPA-Verfahren ist vorgesehen. Unternehmen könnten ihn daher in vorhandene Kassen-, ERP- und E-Commerce-Systeme integrieren.
Das Eurosystem legt durch ein gemeinsames Regelwerk Standards und technische Vorgaben fest. Dies schafft Planungssicherheit für Anbieter und gewährleistet, dass grundlegende Funktionen in allen Euro-Ländern identisch ausgestaltet sind.
Datenschutz und Geldwäscheprävention
Beim digitalen Euro treffen zwei Anforderungen aufeinander: der Schutz der Privatsphäre und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben. Das System soll personenbezogene Daten auf das notwendige Maß begrenzen. Die Zentralbank soll keine Einblicke in individuelle Zahlungsprofile erhalten.
Gleichzeitig gelten die bestehenden Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Zahlungsdienstleister müssen daher Identitätsprüfungen durchführen und verdächtige Transaktionen melden. Der digitale Euro verbindet somit datensparsame Technik mit regulatorischer Kontrolle.
Wie wird der digitale Euro in Deutschland diskutiert?
In Deutschland trifft der digitale Euro auf ein besonderes Marktumfeld. Verbraucher/innen legen traditionell großen Wert auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung. Gleichzeitig spielt die Girocard im stationären Handel eine dominante Rolle. Die Einführung von Wero 2024, einer europaweiten Digital Wallet mit Zahlungssystem, ist jedoch Ausdruck eines sich verändernden Zahlungsverkehrs, der stärker digital, paneuropäisch und wettbewerbsorientiert ausgerichtet ist. Der digitale Euro würde sich in dieses bestehende System einfügen und es perspektivisch ergänzen.
Nutzungsabsicht und Bekanntheit
Der Kauf auf Rechnung, die Lastschrift sowie Kredit- und Debitkarten sind in Deutschland laut der EHI-Studie Online-Payment 2025 besonders beliebt. Im stationären Handel werden knapp zwei Drittel der Umsätze mit Kartenzahlungen erzielt, ein Drittel mit Barzahlungen. Dennoch stehen viele Menschen in Deutschland dem digitalen Euro grundsätzlich offen gegenüber. Eine repräsentative Befragung im Auftrag der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2024 ergab, dass sich rund die Hälfte der Befragten vorstellen kann, den digitalen Euro als zusätzliche Zahlungsoption zu nutzen. Allerdings hatten zum Zeitpunkt der Befragung auch nur 41 % der Befragten etwas vom digitalen Euro gehört.
Ansprüche an den Datenschutz
Sehr wichtig beziehungsweise wichtig ist den Deutschen der Schutz ihrer Privatsphäre – dies gaben mehr als drei Viertel der Befragten an. 59 % sprechen sich daher auch für die geplante Offline-Version der digitalen Währung aus, die einen ähnlichen Datenschutz bieten soll wie Bargeld. Laut EZB wird der digitale Euro so konzipiert, dass er ein Höchstmaß an Sicherheit und Schutz der Privatsphäre garantiert. Er soll im Einklang mit den strikten Standards der Europäischen Union stehen, die für besonders strenge Sicherheits- und Datenschutzgesetze bekannt ist. Einzelpersonen sollen nicht anhand ihrer Zahlungen identifiziert werden.
Europäische Souveränität
Darüber hinaus spielt für viele Menschen in Deutschland die europäische Souveränität eine zentrale Rolle. Knapp drei Viertel der Befragten befürworten, dass der digitale Euro auf einer europäischen Infrastruktur beruht und damit unabhängig von außereuropäischen Anbietern funktioniert. Der digitale Euro wird als staatlich garantiertes, europäisches Zahlungsmittel wahrgenommen. Diese Eigenschaft stärkt das Vertrauen in dessen Stabilität und Verlässlichkeit.
Welche praktischen Auswirkungen hat der digitale Euro auf Unternehmen in Deutschland?
Die Einführung des digitalen Euros wird den Zahlungsverkehr in Deutschland und im Euroraum strukturell erweitern. Für Unternehmen stellt sich damit nicht die Frage nach einem Ersatz bestehender Verfahren, sondern nach der Integration einer zusätzlichen Zahlungsoption. Diese beinhaltet sowohl technische Prozesse als auch strategische Entscheidungen.
Akzeptanz am POS und im Online-Handel
Deutsche Unternehmen sollen den digitalen Euro sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce akzeptieren können. Am Point-of-Sale erfolgt die Annahme voraussichtlich über bestehende Kartenterminals. In vielen Fällen dürften Software-Updates ausreichen, um Zahlungen in digitalen Euro zu verarbeiten. Neue Hardware wird nach aktuellem Stand nur erforderlich sein, wenn ältere Geräte technische Anforderungen nicht erfüllen.
Im Online-Handel können Unternehmen in Deutschland die digitale Währung in bestehende Checkout-Prozesse integrieren. Kundinnen und Kunden wählen ihn dann wie andere Zahlungsarten aus. Die Zahlungsabwicklung erfolgt in Echtzeit und Händler/innen erhalten eine unmittelbare Zahlungsbestätigung.
Technische Integration und Interoperabilität
Der digitale Euro soll mit bestehenden Zahlungssystemen interoperabel sein. Er wird in die europäische SEPA-Infrastruktur eingebunden. Unternehmen können ihn daher in vorhandene Kassen-, ERP- und Buchhaltungssysteme integrieren.
Stripe Payments ermöglicht es Händlerinnen und Händlern, neue Zahlungsmethoden ohne grundlegende Systemumstellungen einzubinden. Payments unterstützt derzeit über 125 Zahlungsmethoden sowie grenzüberschreitende Zahlungsoptionen in 195 Ländern und mehr als 135 Währungen. Sobald der digitale Euro verfügbar ist, kann er in die bestehende Infrastruktur von Payments eingebunden werden, sodass Unternehmen ihn wie andere digitale Zahlungsmittel akzeptieren können.
Abrechnung und Liquidität
Transaktionen in digitalen Euro sollen in Echtzeit abgewickelt werden können. Dies verkürzt die Zahlungsabwicklungszyklen und sorgt für einen zeitnahen Eingang der Zahlungen, was Unternehmen in Deutschland die Liquiditätsplanung erleichtert. Wie die Abrechnungsprozesse in der Praxis aussehen werden, hängt von der endgültigen technischen Architektur ab. Möglich erscheinen jedoch tägliche oder sogar sofortige Gutschriften.
Buchhalterische Behandlung
Aus bilanzieller Sicht entspricht der digitale Euro regulärem Zentralbankgeld. Unternehmen in Deutschland verbuchen Zahlungseingänge daher wie andere Euro-Zahlungen. Anpassungen können jedoch bei internen Prozessen erforderlich sein. Finanzabteilungen müssen klären, wie Wallet-Bestände ausgewiesen und kontrolliert werden. Zudem sind interne Richtlinien zur Zugriffsverwaltung und Compliance zu definieren.
Kostenstruktur und Wettbewerb
Ein zentrales Ziel des digitalen Euro ist es, den Wettbewerb im Zahlungsverkehr zu stärken. Für Händler/innen könnten sich dadurch langfristig Kostenvorteile ergeben. Wenn Zahlungen direkter abgewickelt werden und weniger Intermediäre beteiligt sind, sinken potenziell Transaktionsgebühren.
Gleichzeitig entsteht zusätzlicher Wettbewerb zwischen Zahlungsdienstleistern. Anbieter wie Stripe können den digitalen Euro mit zusätzlichen Services kombinieren, zum Beispiel für die Betrugsprävention oder automatisierte Abrechnungen. Unternehmen profitieren so von einer größeren Auswahl an Zahlungsoptionen bei gleichzeitig standardisierter Infrastruktur.
Welche praktischen Auswirkungen hat der digitale Euro auf Verbraucher/innen in Deutschland?
Der digitale Euro hat auch auf die privaten Nutzer/innen direkte Auswirkungen. Die wichtigsten finden Sie nachfolgend im Überblick.
Vielfältige Nutzung
Verbraucher/innen können digitale Euro in einer Wallet halten, die sie bei Banken oder regulierten Zahlungsdienstleistern eröffnen. Das Guthaben ist jederzeit verfügbar und an den Euro gekoppelt. Nutzer/innen können damit Zahlungen online, im Geschäft oder direkt mit anderen Privatpersonen tätigen.
Sofortiger Geldeingang
Im Vergleich zu traditionellen Banküberweisungen, die sich je nach Bank und Wochentag verzögern können, erhalten Empfänger/innen von digitalen Euro-Zahlungen ihr Geld sofort. Private Nutzer/innen der neuen digitalen Währung profitieren folglich von schnellerer Zahlungsabwicklung und besserer Kontrolle über ihr Geld.
Sicherheitsaspekte und Limits
Der digitale Euro ist nach dem Entwurf der EZB besonders sicher gestaltet. Wallets unterliegen strengen regulatorischen Vorgaben, und Identitätsprüfungen dienen der Prävention von Geldwäsche und Betrug. Für Zahlungen können voraussichtlich Limits festgelegt werden, um die Sicherheit zu erhöhen. Nutzer/innen behalten dabei die volle Kontrolle über ihr Guthaben.
Absicherung bei Bankinsolvenz
Da digitale Euro-Guthaben direkte Verbindlichkeiten der Zentralbank darstellen, sind sie unabhängig von der Zahlungsdienstleisterbank geschützt. Fällt eine Bank aus, bleibt das Guthaben der Nutzer/innen sicher verfügbar. Damit unterscheidet sich der digitale Euro in seiner rechtlichen Struktur von herkömmlichen Bankeinlagen.
Häufige Missverständnisse rund um den digitalen Euro
Die Einführung des digitalen Euros eröffnet neue Möglichkeiten im Zahlungsverkehr, ist jedoch weiterhin mit offenen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Wir räumen mit den häufigsten Missverständnissen auf.
Bargeld wird nicht ersetzt
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass der digitale Euro das Bargeld ablösen soll. Tatsächlich betonen sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Deutsche Bundesbank, dass digitales Zentralbankgeld und Bargeld weiterhin parallel bestehen werden. „Bargeld ist ein Kernprodukt der Bundesbank und der anderen Zentralbanken im Eurosystem“, erklärte beispielsweise Burkhard Balz, Vorstand der Bundesbank. „Wir werden Bargeld nicht abschaffen.“
Der digitale Euro ist keine Kryptowährung
Anders als klassische Kryptowährungen wird der digitale Euro zentral von der EZB gesteuert und ist gesetzlich anerkannt. Er weist eine stabile Kaufkraft auf, ist staatlich abgesichert und unterliegt den gleichen regulatorischen Vorgaben wie herkömmliches Zentralbankgeld.
Händler/innen müssen den digitalen Euro nicht akzeptieren
Nach aktuellem Entwurf sollen Händler/innen nicht verpflichtet werden, den digitalen Euro als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Sie können ihn als zusätzliche Zahlungsoption anbieten, müssen dafür aber auch keine bestehenden Zahlungsformen ersetzen. Die Integration erfolgt freiwillig und kann, ähnlich wie bei anderen Zahlungsdiensten, über bewährte Infrastruktur wie Stripe Payments unkompliziert umgesetzt werden.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.