Grenzüberschreitende Zahlungen sind Transaktionen zwischen zahlenden Personen und Empfänger/innen in verschiedenen Ländern. Diese Zahlungen ermöglichen es Unternehmen, Waren zu kaufen, Dienstleistungen zu erwerben und Kapital über internationale Grenzen hinweg zu bewegen.
Grenzüberschreitende Zahlungen können langsam und kostspielig sein, da sie über mehrere Vermittler wie Banken und Finanzinstitute abgewickelt werden müssen. Mit jedem neuem Bankensystem kommen eigene Bearbeitungszeiten und Gebühren hinzu. Die Vielzahl der Währungen und internationalen Gesetze und Vereinbarungen, die damit verbunden sind, verkomplizieren den Zahlungsprozess ebenfalls.
Doch mit den jüngsten technologischen Fortschritten sind grenzüberschreitende Zahlungen nun einfacher geworden. Die Blockchain und digitale Zahlungsplattformen machen grenzüberschreitende Zahlungen einfacher, schneller und preiswerter. Diese Technologien erhöhen die Transparenz, verringern die Anzahl der Zwischenstellen und senken die Gebühren.
Prognosen zufolge werden globale Business-to-Business/B2B-Zahlungen bis 2028 124 Billionen USD erreichen, hauptsächlich durch grenzüberschreitende Transaktionen. Allein die grenzüberschreitenden Ausgaben werden voraussichtlich von fast 195 Billionen USD im Jahr 2024 auf 320 Billionen USD im Jahr 2032 ansteigen. Im Folgenden erläutern wir, wie Unternehmen grenzüberschreitende Zahlungen für B2B-Transaktionen verwenden, welche Herausforderungen diese Art von Zahlungen mit sich bringen, welche Markttrends es gibt und wie mit Vorschriften und Steuern umzugehen ist.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Wie funktionieren grenzüberschreitende Zahlungen?
- Wie nutzen Unternehmen grenzüberschreitende Zahlungen für B2B-Transaktionen?
- Herausforderungen bei grenzüberschreitenden B2B-Zahlungen
- Wachstumstrends im Markt für grenzüberschreitende B2B-Zahlungen
- Innovationen bei grenzüberschreitenden B2B-Zahlungen in Echtzeit
- Wie die Cloud-Technologie grenzüberschreitende Zahlungen voranbringt
- Umgang mit Vorschriften und Steuern für globale Transaktionen
- So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Wie funktionieren grenzüberschreitende Zahlungen?
Grenzüberschreitende Zahlungen werden in der Regel über Zahlungsmethoden wie Banküberweisungen, Kreditkarten oder internationale Geldanweisungen abgewickelt. Verschiedene Faktoren können grenzüberschreitende Zahlungen beeinflussen, einschließlich der beteiligten Länder, Vorschriften, Währungen und Zahlungsmethoden. Dies sind die Phasen einer typischen grenzüberschreitenden Zahlung:
Einleitung: Zunächst veranlasst ein Unternehmen eine Zahlung an eine/n internationale/n Empfänger/in per Banküberweisung oder über eine spezielle Zahlungsplattform.
Währungsumrechnung: Da sich Absender und Empfänger in verschiedenen Ländern befinden, muss die Bank oder der Zahlungsdienstleister des Absenders die Gelder zum aktuellen Wechselkurs von der Währung des Absenders in die Währung des Empfängers umrechnen.
Intermediärbanken (falls erforderlich): Die Zahlung läuft gegebenenfalls zuerst über eine Intermediärbank. Diese Banken ermöglichen es, die Zahlung an den vorgesehenen Bestimmungsort zu bringen.
Clearing und Abwicklung von Transaktionen: Die entsprechenden Bankensysteme wickeln die Zahlung ab. Sie verifizieren die Zahlungsdaten, sorgen für ausreichende Deckung und überweisen die Gelder dann auf das Bankkonto der Empfänger/innen.
Wie nutzen Unternehmen grenzüberschreitende Zahlungen für B2B-Transaktionen?
Nachfolgend sind einige häufige Verwendungszwecke von grenzüberschreitenden Zahlungen für B2B-Transaktionen aufgeführt:
Kauf von Waren und Dienstleistungen: Unternehmen kaufen häufig Materialien, Komponenten oder Fertigprodukte von internationalen Lieferanten. Dabei begleichen sie die Rechnungen mit grenzüberschreitenden Zahlungen.
Management von Lieferketten: In komplexen globalen Lieferketten werden Ausgaben für Versand, Logistik und Zölle mit grenzüberschreitenden Zahlungen bezahlt.
Bezahlung von Mitarbeiter/innen oder Auftragnehmer/innen im Ausland: Unternehmen mit mobilem Personal und Auftragnehmer/innen in verschiedenen Ländern zahlen die Gehälter, Löhne und Gebühren mit grenzüberschreitenden Zahlungen.
Investitionen in ausländische Märkte: Unternehmen, die international expandieren möchten, können in ausländische Unternehmen, Immobilien oder andere Vermögenswerte investieren. Dazu müssen sie Gelder im Rahmen von grenzüberschreitenden Zahlungen überweisen.
Rückführung von Gewinnen: Mit grenzüberschreitenden Zahlungen können Gewinne von internationalen Tochtergesellschaften in ausländischen Märkten an Unternehmen in ihren Heimatländern transferiert werden.
Abwicklung von Finanztransaktionen: Unternehmen können Finanztransaktionen wie Kreditrückzahlungen, Dividendenzahlungen oder Lizenzgebühren über grenzüberschreitende Zahlungen begleichen.
Herausforderungen bei grenzüberschreitenden B2B-Zahlungen
Während grenzüberschreitende Zahlungen für B2B-Unternehmen nützlich sein können, können sie zu betrieblichen und finanziellen Herausforderungen führen.
Langsame Bearbeitungszeiten führen zu Verzögerungen bei Zahlungen
- Der Prozess internationaler Zahlungen kann aufgrund von Faktoren wie unterschiedlichen Bankzeiten, manueller Verarbeitung und erforderlichen Sicherheits- und Compliance-Prüfungen mehrere Tage dauern. In zeitkritischen Branchen wie der Fertigung und bei verderblichen Waren können solche Verzögerungen schädlich sein.
Widersprüchliche globale Vorschriften sind kostspielig
Jedes Land hat seinen eigenen Rechtsrahmen für Finanztransaktionen, einschließlich Anforderungen in den Bereichen Bekämpfung von Geldwäsche (Anti-Money Laundering, AML), Standards zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung (CTF) und Know Your Customer (KYC). Die Einhaltung dieser unterschiedlichen und manchmal widersprüchlichen Vorschriften kann mühsam und kostspielig sein. Die Nichteinhaltung kann zu hohen Strafen und Reputationsschäden führen.
Versteckte Gebühren machen Kosten unvorhersehbar
Die Zahlungskette enthält versteckte Gebühren, einschließlich Korrespondenzbankgebühren, Gebühren für Intermediärbanken und Aufschläge für die Währungsumrechnung. Diese Unvorhersehbarkeit erschwert die Finanzprognose und den Abgleich.
Mehrere Banken erheben zusätzliche Gebühren
An den meisten internationalen Zahlungen sind mehrere Banken beteiligt, darunter die Absenderbank, Intermediärbanken und die Empfängerbank. Jede Bank berechnet möglicherweise ihre eigenen Gebühren, wodurch sich der letztlich empfangene Gesamtbetrag verringern kann. Die Beteiligung mehrerer Banken kann zudem die Nachverfolgung von Zahlungen erschweren.
Währungsschwankungen verursachen ein Wechselkursrisiko
Währungsschwankungen können den Wechselkurs während des Zahlungsvorgangs drastisch verändern und unerwartete Verluste verursachen. Ausgefeilte Finanzinstrumente und Fachwissen können vor Wechselkursrisiken schützen, sind aber möglicherweise nicht für alle Unternehmen verfügbar.
Manuelle Prozesse erhöhen das Fehlerrisiko
Die Abwicklung internationaler Zahlungen über mehrere Systeme erhöht das Risiko von operativen Fehlern wie Fehlleitungen und Dateneingabefehlern. Diese Fehler können Transaktionen verzögern und ihr Behebung verursacht erheblichen Aufwand und Kosten.
Betrugsrisiko ist bei grenzüberschreitenden Transaktionen höher
Grenzüberschreitende Zahlungen sind besonders anfällig für Betrug, da mehrere Parteien und Systeme beteiligt sind. Datenschutzverletzungen, Phishing-Betrug und nicht autorisierte Transaktionen können zu erheblichen finanziellen Verlusten und einer Beeinträchtigung des Kundenvertrauens führen.
Fehlende Echtzeitverfolgung
Da es bei vielen herkömmlichen Systemen an Echtzeittransparenz mangelt, können Unternehmen ihre grenzüberschreitenden Zahlungen nicht ohne Weiteres nachverfolgen. Aufgrund dieser Ungewissheit können Lieferketten unterbrochen, Projektlaufzeiten verzögert und die Beziehungen zu Lieferanten und Partnern belastet werden.
Technologische Inkompatibilitäten
Unterschiede zwischen den Technologieplattformen der Banken können zu Ineffizienzen im Transaktionsprozess führen, die zusätzlichen Abgleich und manuelle Anpassungen erforderlich machen.
Begrenzter Zugang zu Banken in einigen Regionen
In einigen Regionen, insbesondere in Entwicklungsländern, haben die Empfänger/innen möglicherweise nur begrenzten Zugang zu Bankdienstleistungen. Sie müssen möglicherweise weniger sichere und langsamere Alternativen verwenden, um internationale Zahlungen zu empfangen.
Veraltete Systeme sind schwer zu integrieren
Viele Unternehmen nutzen für Zahlungen immer noch veraltete Systeme, die mit modernen grenzüberschreitenden Zahlungslösungen oft nicht kompatibel sind. Die Einbindung von grenzüberschreitenden Zahlungen in diese Systeme kann kostenintensiv, zeitaufwändig und fehleranfällig sein.
Wachstumstrends im Markt für grenzüberschreitende B2B-Zahlungen
Mehrere wichtige Trends treiben das Wachstum und die Transformation im Markt für grenzüberschreitende B2B-Zahlungen voran:
Zahlungen in Echtzeit: Immer mehr Länder führen Echtzeit-Zahlungen ein, die nahezu sofortige grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen. Anfang 2025 hatten bereits mehr als 70 Länder eine Form von Echtzeit-Zahlungen eingeführt.
FinTech-Lösungen: FinTech-Unternehmen stören traditionelle Bankmodelle mit innovativen, nutzerfreundlichen Zahlungslösungen. Diese Unternehmen nutzen Technologien wie Blockchain, APIs und KI, um Prozesse zu vereinfachen, Kosten zu senken und die Transparenz zu erhöhen.
Transparenz und Compliance: Die aufsichtsrechtliche Kontrolle grenzüberschreitender Zahlungen nimmt zu. Um Vorschriften einzuhalten, setzen Unternehmen auf Lösungen, die durchgängige Transparenz, automatische Compliance-Prüfungen und starke Berichtsfunktionen bieten.
Lokalisierte Zahlungserlebnisse: Unternehmen suchen nach Zahlungslösungen, die die spezifischen Anforderungen und Präferenzen verschiedener Märkte unterstützen. Dazu gehören Funktionen wie Zahlungen in lokaler Währung, Unterstützung lokaler Zahlungsmethoden und die Einhaltung lokaler Vorschriften.
Digitale Währungen: Kryptowährungen und digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) entwickeln sich zu potenziellen alternativen Zahlungsmethoden für grenzüberschreitende Zahlungen. Stablecoins, eine Art Kryptowährung mit stabilem Wert, werden zu einer gängigen Methode für grenzüberschreitende Transaktionen. 2025 erreichte das globale Transaktionsvolumen von Stablecoins 27 Billionen USD jährlich. Sie bringen schnellere Zahlungsabwicklungen, niedrigere Transaktionsgebühren und eine höhere Transparenz als herkömmliche Methoden mit sich.
Marktkonsolidierung: Größere Akteure erwerben kleinere Fintechs und herkömmliche Banken gehen Partnerschaften mit Technologieanbietern ein. Diese Konsolidierung hat zu umfassenderen und besser integrierten Zahlungslösungen geführt.
Business-to-Business/B2B-Consumer (B2B2C)-Modelle: Zahlungsdienstleister übernehmen zunehmend B2B2C-Modelle, bei denen sie Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, die diese Dienstleistungen wiederum ihren Kundinnen und Kunden zur Verfügung stellen. Dieses Modell erhöht die Reichweite und Skalierbarkeit im Markt.
Diese Trends deuten auf eine Zukunft hin, in der grenzüberschreitende Zahlungen schneller, preiswerter, transparenter und für Unternehmen jeder Größe leichter zugänglich sind.
Innovationen bei grenzüberschreitende B2B-Zahlungen in Echtzeit
Hier sind einige der wichtigsten Fortschritte im grenzüberschreitenden B2B-Zahlungsverkehr in Echtzeit:
Echtzeit-Zahlungsnetzwerke: Echtzeit-Zahlungsnetzwerke wie FedNow in den USA und Fast Payments im Vereinigten Königreich ermöglichen nahezu sofortige grenzüberschreitende Transaktionen, wodurch die Verzögerungen im Zusammenhang mit traditionellen Korrespondenzbanken verringert werden.
Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie (DLT): Zahlungsplattformen wie RippleNet und IBM Blockchain World Wire nutzen DLT, um sichere, transparente und unveränderliche Zahlungsbücher zu erstellen. Diese Bücher (Ledger) machen Zwischenstellen überflüssig, verkürzen die Abwicklungszeiten und senken die Transaktionskosten.
API-gestützte Plattformen: APIs integrieren verschiedene Zahlungssysteme, Banken und Finanzinstitute und ermöglichen so einen schnelleren und effektiveren Datenaustausch, automatisierten Abgleich und vereinfachte Zahlungsabläufe. API-gestützte Plattformen wie Visa B2B Connect machen grenzüberschreitende Zahlungen in Echtzeit transparenter und kontrollierbarer.
Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML): KI und maschinelles Lernen optimieren das Routing, erkennen Betrug und managen Risiken in Echtzeit. Diese Technologien können riesige Datenmengen analysieren, um Muster und Anomalien zu erkennen, was zu einer schnelleren Entscheidungsfindung und einer geringeren Wahrscheinlichkeit von Fehlern oder Verzögerungen führt.
Embedded Finance: Embedded Finance integriert Finanzdienstleistungen direkt in Geschäftsprozesse und Plattformen. Auf diese Weise können Unternehmen im Rahmen ihrer bestehenden Workflows grenzüberschreitende Zahlungen veranlassen und empfangen. So werden separate Banksysteme überflüssig und der Zahlungsprozess wird reibungsloser gestaltet.
Wallets und Konten mit mehreren Währungen: Digitale Wallets und Konten, die mehrere Währungen unterstützen, vereinfachen grenzüberschreitende Transaktionen. Unternehmen können Gelder in verschiedenen Währungen halten und verwalten. Dadurch wird der Bedarf an häufigen Umrechnungen reduziert und das Wechselkursrisiko minimiert.
Wie die Cloud-Technologie grenzüberschreitende Zahlungen voranbringt
Fortschritte bei der Cloud-Technologie haben grenzüberschreitende Zahlungen schneller, sicherer und leichter zugänglich gemacht. Erfahren Sie, wie die Cloud-Technologie grenzüberschreitende Zahlungen verändert.
Schnellere globale Innovation: Die Cloud schafft ein Umfeld, das Innovation und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen überall auf der Welt fördert. FinTech-Unternehmen und traditionelle Finanzinstitute können schnell neue Lösungen auf Cloud-Plattformen entwickeln und bereitstellen. Von diesem Zugang profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die ihre Märkte international expandieren möchten.
Niedrigere Kosten durch skalierbare On-Demand-Infrastruktur: Cloud-Plattformen können erheblich skaliert werden, sodass Finanzinstitute und Zahlungsabwickler steigende Transaktionsvolumina ohne größere Infrastrukturinvestitionen bewältigen können. Diese Flexibilität ist besonders nützlich für den Umgang mit Spitzen des Transaktionsvolumens während Feiertagen oder anderer Spitzenzeiten. Geringere Kosten für Wartung und physische Infrastruktur bedeuten auch, dass die Gebühren im Allgemeinen niedriger sind.
Integrierte Sicherheit zum Schutz von Transaktionen und Daten: Moderne Cloud-Plattformen bieten starke Maßnahmen zur Sicherheit und Kontinuität des Unternehmens, einschließlich Verschlüsselung, Multifaktor-Authentifizierung und kontinuierlicher Überwachung. Diese Maßnahmen tragen zum Schutz sensibler Finanzdaten vor Sicherheitsverletzungen und Betrug bei und ermöglichen es Unternehmen, Daten im Katastrophenfall schneller wiederherzustellen.
Schnellere Zahlungen durch Echtzeit-Abwicklung: Die Cloud-Technologie verkürzt die Zahlungsabwicklungszeit internationaler Transaktionen durch Hochgeschwindigkeits-Internetverbinden und leistungsstarke Verarbeitungsfunktionen. Dadurch können Unternehmen ihr Geld innerhalb von Minuten statt Tagen grenzüberschreitend überweisen.
Verbesserte Interoperabilität über Grenzen und Systeme hinweg: Cloud-basierte Systeme lassen sich in verschiedene Bankensysteme, Zahlungsnetzwerke und regulatorische Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern integrieren. Durch diese Interoperabilität wird die Abwicklung von Zahlungen über mehrere Banken und Länder hinweg vereinfacht und Fehler und Verzögerungen werden reduziert.
Advanced Analytics und KI unterstützen: Cloud-Plattformen verfügen oft über Advanced Analytics- und KI-Funktionen. Diese Tools können Betrug erkennen, Transaktionsmuster vorhersagen und Einblicke in Zahlungstrends geben. Erweiterte Analysen können auch die Einhaltung regulatorischer Anforderungen verbessern, indem sie die Erkennung verdächtiger Aktivitäten automatisieren.
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Anbieter von Cloud-Diensten verfügen oft über Tools und Frameworks, die Finanzinstitute bei der Einhaltung internationaler Vorschriften unterstützen. Dazu gehören Lösungen für die Datenresidenz, Compliance-Berichte und die sichere Speicherung von Transaktionsdatensätzen.
Transparenteres und nutzerfreundlicheres Kundenerlebnis: Mithilfe der Cloud-Technologie können Zahlungsdienstleister/innen eine nutzerfreundlichere Oberfläche bieten. Funktionen wie Zahlungsverfolgung in Echtzeit, sofortige Benachrichtigungen und einfacher Zugriff auf die Zahlungshistorie verbessern die Transparenz und schaffen Vertrauen bei den Kundinnen und Kunden.
Umgang mit Vorschriften und Steuern für globale Transaktionen
Unternehmen, die international expandieren, können mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, wie z. B. höheren Logistikkosten, zusätzlicher behördlicher Kontrolle und etablierten lokalen Wettbewerbern. Im Folgenden finden Sie einige Tipps für den Umgang mit Vorschriften und Steuern bei grenzüberschreitenden Transaktionen.
Gesetzlicher Rahmen
Machen Sie sich mit Ihren Verpflichtungen vertraut: Jedes Land hat seine eigenen Regeln für Finanztransaktionen. Dazu gehören häufig Sanktionen, Datenschutzgesetze wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU sowie Anti-Geldwäsche-Bestimmungen (Anti-Money Laundering, AML) zur Verhinderung rechtswidriger Aktivitäten wie Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung. Informieren Sie sich über die spezifischen Vorschriften, die für Ihr Unternehmen und die beteiligten Länder gelten.
Arbeiten Sie mit Experten zusammen: Wenden Sie sich an Rechts- und Finanzfachleute, die sich auf internationale Transaktionen spezialisiert haben. Sie können Sie bei Compliance-Fragen unterstützen und Ihnen helfen, Ihre Unternehmensstruktur steuereffizient aufzubauen.
Nutzen Sie Technologie: Viele moderne Zahlungsplattformen und Softwarelösungen verfügen über integrierte Compliance-Funktionen. Diese Tools können Transaktionen automatisch auf potenzielle Probleme untersuchen, Berichte erstellen und Ihnen helfen, den Überblick über alle erforderlichen Unterlagen zu behalten.
Steuern
Machen Sie sich mit Steuerabkommen vertraut: Steuerabkommen sind Vereinbarungen zwischen Ländern, die festlegen, wie grenzüberschreitende Einkünfte besteuert werden. Diese Abkommen können Vorteile wie ermäßigte Steuersätze oder Befreiungen für bestimmte Arten von Einkünften bieten. Informieren Sie sich darüber, wie diese Verträge auf Ihr Unternehmen und Ihre Transaktionen angewendet werden.
Planen Sie im Voraus: Arbeiten Sie mit einem/einer auf internationale Steuern spezialisierten Steuerberater/in zusammen, um Taktiken zu entwickeln, die Ihre Gesamtsteuerlast rechtlich minimieren. Sie können beispielsweise Ihr Unternehmen umstrukturieren, bestimmte Standorte für Ihren Betrieb auswählen oder Transaktionen strategisch planen.
Führen Sie detaillierte Aufzeichnungen: Führen Sie detaillierte Aufzeichnungen über alle Einnahmen, Ausgaben, Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Ihren internationalen Transaktionen. Gut organisierte Aufzeichnungen erleichtern die Einreichung von Steuererklärungen, die Reaktion auf Prüfungen und die Vermeidung von Bußgeldern.
Verrechnungspreise: Wenn Ihr Unternehmen in mehreren Ländern tätig ist, sollten Sie sich über die Regeln für Verrechnungspreise informieren. Diese Regeln bestimmen, wie Sie die Preise für Waren und Dienstleistungen festlegen, die zwischen verschiedenen Bereichen Ihres Unternehmens übertragen werden. Sie verhindern, dass Unternehmen ihre Gewinne künstlich in Niedrigsteuergebiete verlagern.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.