Prepaid-Karten sind eine weit verbreitete Zahlungsmethode. In den USA erreichte der Markt für Prepaid-Karten im Jahr 2024 fast 800 Milliarden USD, während der Markt für chinesische Prepaid-Karten bis 2030 voraussichtlich 648 Milliarden USD überschreiten wird. Im Gegensatz zu Debit- oder Kreditkarten werden Prepaid-Karten im Voraus finanziert, was sich auf die Handhabung von Ausgabenlimits, Risiken und Zugang bei Zahlungen auswirkt.
Im Folgenden erfahren Sie, was eine Prepaid-Karte ist, wie Prepaid-Karten funktionieren und welche Anwendungsszenarien, Gebühren und Einschränkungen damit verbunden sind.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Was ist eine Prepaid-Karte und wie funktioniert sie?
- Wofür werden Prepaid-Karten verwendet?
- Was sind die wichtigsten Arten von Prepaid-Karten?
- Wie unterscheiden sich Prepaid-Karten von Debit- und Kreditkarten?
- Wie werden Prepaid-Karten finanziert und aufgeladen?
- Welche Gebühren und Einschränkungen gelten üblicherweise für Prepaid-Karten?
- So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Was ist eine Prepaid-Karte und wie funktioniert sie?
Eine Prepaid-Karte ist eine Zahlungskarte, mit der Sie nur das Geld ausgeben können, das Sie vorab auf die Karte geladen haben. Prepaid-Karten werden in der Regel von großen Kartennetzwerken ausgestellt. Transaktionen werden daher beim Bezahlvorgang wie Standard-Kartenzahlungen abgewickelt.
Es gibt keine Kreditaufnahme, keine Kreditlinie und in der Regel keine direkte Verknüpfung zu einem persönlichen Bankkonto. Sie fügen erst Gelder hinzu und verwenden die Karte dann, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Sobald das Guthaben der Karte null ist, kann der/die Karteninhaber/in sie nicht mehr verwenden, bis sie wieder aufgeladen wurde. Bei einem Zahlungsversuch überprüft der Aussteller den Status und das verfügbare Guthaben der Karte in Echtzeit.
Wofür werden Prepaid-Karten verwendet?
Prepaid-Karten werden häufig verwendet, wenn es auf Ausgabenkontrolle, Geschwindigkeit oder Vorhersehbarkeit ankommt.
Hier erfahren Sie, wofür sie verwendet werden:
Lohn- und Gehaltszahlungen und Zahlungen an Auftragnehmer/innen: Arbeitgeber können Beschäftigte bezahlen, ohne Gelder auf Bankkonten zu überweisen. Löhne werden direkt auf die Karte geladen.
Geschäftsausgaben: Unternehmen stellen Prepaid-Karten mit vordefinierten Limits für Reisen, Beschaffung oder projektbezogen Ausgaben aus.
Geschenke und Anreize: Geschenkkarten, Rabatte, Aktionen und Prämien sind klassische Prepaid-Anwendungen.
Online- und Abozahlungen: Feste Salden sind hilfreich, um Ausgaben für Abopläne zu begrenzen und das Risiko zu verringern, falls Kartenangaben kompromittiert werden.
Reiseausgaben: Reisende verwenden Prepaid-Karten, um ihr Budgets zu verwalten und weniger Bargeld mitführen zu müssen. Einige Prepaid-Karten unterstützen mehrere Währungen.
Finanzieller Zugriff: Prepaid-Karten bieten Nutzerinnen und Nutzern ohne oder mit eingeschränktem Zugang zu Finanzinstituten eine Möglichkeit, Gelder zu erhalten, digitale Zahlungen zu tätigen und Bargeld abzuheben.
Bereitstellung von Leistungen und Hilfen: Regierungen und gemeinnützige Organisationen nutzen Prepaid-Karten, um Leistungen, Rückerstattungen oder Hilfen schnell bereitstellen zu können.
Zweckgebundene Gelder: Für Stipendien, Zuschüsse, Rückerstattungen oder zeitlich begrenzte Programme können klare Ausgabengrenzen festgelegt werden.
Kurzfristige Programme: Sobald das Guthaben ausgegeben ist, läuft die Karte von selbst ab und es muss kein Konto geschlossen werden.
Was sind die wichtigsten Arten von Prepaid-Karten?
Prepaid-Karte ist ein Oberbegriff, der verschiedene Modelle abdeckt. Die Unterschiede spiegeln wider, wo die Karte verwendet werden kann, ob sie wiederaufgeladen werden kann und welches Problem sie lösen soll.
Hier sind die wichtigsten Arten:
Wiederaufladbare Karten für den allgemeinen Gebrauch: Open-Loop-Karten, die überall dort verwendet werden können, wo das Netzwerk akzeptiert wird. Sie sind für die laufende Verwendung konzipiert.
Geschenkkarten: Diese Karten werden mit einem bestimmten Betrag aufgeladen, können nicht wiederaufgeladen werden und sind entweder auf ein bestimmtes Unternehmen oder markeneigene Karten eines bestimmten Netzwerks.
Lohn- und Gehaltsabrechnungskarten: Karten, die nach einem regelmäßigen Zeitplan aufgeladen werden, um Löhne auszuzahlen. Sie unterstützen alltägliche Ausgaben oder Bargeldabhebungen.
Karten für staatliche oder Sozialleistungen: Karten, die zur Bereitstellung öffentlicher Gelder verwendet werden, oft mit Wiederaufladefunktion.
Karten für Reisen und mehrere Währungen: Karten, die für grenzüberschreitende Ausgaben entwickelt wurden und manchmal mehrere Währungen enthalten.
Firmenkarten: Von Unternehmen ausgestellte Karten zur Kontrolle von Ausgaben nach Betrag, Kategorie oder Zeitraum.
Virtuelle Prepaid-Karten: Rein digitale Karten für Online-Zahlungen.
Wie unterscheiden sich Prepaid-Karten von Debit- und Kreditkarten?
Prepaid-Karten unterscheiden sich von Debit- und Kreditkarten im Hinblick auf Risiko, Zugang und Art der Geldbewegung vor und nach einem Kauf.
Diese Unterschiede zeigen sich folgendermaßen:
Quelle der Gelder: Prepaid-Karten verwenden Geld, mit dem sie im Voraus aufgeladen werden. Debitkarten rufen Gelder von einem Bankkonto ab. Kreditkarten nutzen eine Kreditlinie.
Ausgabenlimits: Prepaid-Karten enden bei null. Debitkarten sind abhängig von Kontoguthaben und Überziehungsregeln. Kreditkarten sind durch ein Kreditlimit begrenzt.
Zugangsvoraussetzungen: Prepaid-Karten erfordern in der Regel kein Bankkonto und keine Bonitätsprüfung. Debit- und Kreditkarten dagegen schon.
Schulden und Zinsen: Prepaid- und Debitkarten verursachen keine Schulden. Kreditkarten können Schulden verursachen und unbezahlte Salden werden verzinst.
Auswirkungen auf die Bonität: Prepaid- und Debitkarten haben keinen Einfluss auf die Kredithistorie. Kreditkarten schon.
Akzeptanz durch Unternehmen: Einige Unternehmen, wie Hotels und Autovermietungen, verlangen Kreditkarten für Anzahlungen oder Nebenkosten. Prepaid-Karten werden in diesen Fällen oft abgelehnt, da sie keine zusätzlichen Gelder garantieren können.
Risikoexposition: Bei Prepaid-Karten sind Verluste auf das aufgeladene Guthaben beschränkt. Bei Debitkarten erstreckt sich das Risiko auf Bankguthaben, bei Kreditkarten auf eine Kreditlinie.
Verbraucherschutz: Kreditkarten bieten den stärksten Schutz. Prepaid-Karten bieten manchmal ähnliche Absicherungen, das Schutzniveau variiert jedoch je nach Programm.
Wie werden Prepaid-Karten finanziert und aufgeladen?
Die Finanzierung bestimmt, wie flexibel und skalierbar ein Prepaid-Kartenprogramm sein kann. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Karte zu finanzieren und wiederaufzuladen.
Erstaufladung bei der Ausstellung: Karten werden finanziert, wenn sie erworben oder ausgestellt werden.
Direkteinzahlung: Arbeitgeber oder Agenturen laden das Guthaben wiederholt auf.
Banküberweisungen: Geld wird elektronisch von Bankkonten auf die Karte transferiert.
Bargeldaufladungen: Einige Karten können in teilnehmenden Einzelhandelsgeschäften per Barzahlung aufgeladen werden.
Überweisungen von Karten oder Wallets: Gelder können von einer anderen Prepaid-Karte oder einem Digital Wallet überwiesen werden.
Mobile und Online-Tools: Apps oder Online-Dashboards unterstützen das Wiederaufladen, Saldenprüfungen und Transaktionsnachverfolgung.
Aussteller legen für das Wiederaufladen in der Regel Grenzen pro Transaktion, pro Tag oder für das Gesamtguthaben fest, um das Betrugsrisiko zu steuern und die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Einige Prepaid-Karten akzeptieren nur Gelder aus genehmigten Quellen, während andere das Aufladen über mehrere Methoden zulassen.
Welche Gebühren und Einschränkungen gelten üblicherweise für Prepaid-Karten?
Unterschiedliche Prepaid-Kartenaussteller und -programme sind mit unterschiedlichen Gebühren und Einschränkungen verbunden. Die jeweiligen Abstriche zu kennen, ist wichtig.
Beachten Sie bei der Auswahl einer Prepaid-Karte die folgenden Faktoren:
Aktivierungs- oder Kaufgebühren: Solche Gebühren sind bei Verbraucherkarten üblich, die im Einzelhandelsgeschäften verkauft werden.
Monatliche Kontoführungsgebühren: Diese Gebühren werden manchmal erhoben, um die Karte aktiv zu halten, und bei Direkteinzahlung oder regelmäßiger Nutzung oft erlassen.
Aufladegebühren: Das Aufladen der Karte per Barzahlung kann teuer sein als das Aufladen auf elektronischem Weg.
Gebühren für Abhebungen an Geldautomaten: Der Kartenaussteller, der Betreiber des Geldautomaten oder beide können Gebühren erheben.
Gebühren für Auslandstransaktionen: Bei grenzüberschreitender Nutzung können Gebühren für die Währungsumrechnung anfallen, es sei denn, die Karte ist für Reisen konzipiert.
Inaktivitätsgebühren: Bei einigen Karten wird nach längerer Inaktivität eine Gebühr erhoben.
Es gibt auch Nachteile, die auf alle Arten von Prepaid-Karten zutreffen. Diese Karten funktionieren in der Regel nicht, wenn Guthaben oder Reservierungen erforderlich sind. Außerdem tragen Prepaid-Karten nicht zur Kredithistorie bei. Oft sind auch der gespeicherte Wert oder Aufladebeträge begrenzt. Bedenken Sie das bei der Entscheidung, ob Sie eine Prepaid-Karte anstelle einer anderen Zahlungsform verwenden möchten.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.