Geteilte Zahlungen entstehen, wenn eine Transaktion auf mehrere Zahlungsmethoden oder unter mehreren Empfänger/innen aufgeteilt wird. Szenarien hierfür wären etwa, wenn zwei Kreditkarten für einen Kauf genutzt werden, eine Bezahlung zum Hälfte mit Bargeld und zur Hälfte mit Karte erfolgt oder im Restaurant die Rechnung unter Freundinnen und Freunden aufgeteilt wird. Im Geschäftsumfeld kommt es auch vor, dass Zahlungsabwickler eine Transaktion auf mehrere Empfänger/innen aufteilen, z. B. durch automatisches Routing von Geldern an verschiedene Verkäufer/innen auf einem Online-Marktplatz.
Im Folgenden behandeln wir die verschiedenen Arten von geteilten Zahlungen, mit denen Unternehmen typischerweise konfrontiert werden. Wir erklären, wie man Prozesse für geteilte Zahlungen einrichtet und wie Stripe Connect Unternehmen dabei helfen kann, häufige Hürden zu überwinden.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Wie werden geteilte Zahlungen in Unternehmen umgesetzt?
- So richten Sie geteilte Zahlungen ein
- Vor- und Nachteile von geteilten Zahlungen
- Wie vereinfacht Stripe Connect geteilte Zahlungen?
- So kann Stripe Connect Sie unterstützen
Wie werden geteilte Zahlungen in Unternehmen umgesetzt?
Unternehmen, die geteilte Zahlungen akzeptieren, haben es möglicherweise mit mehreren Zahlerinnen und Zahlern, mehreren Verkäuferinnen und Verkäufern oder mehreren Zahlungsmethoden von einer einzigen Kundin bzw. einem einzigen Kunden zu tun. Hier sind einige Situationen, in denen Unternehmen mit geteilten Zahlungen konfrontiert sein können:
Mehrere Zahler/innen: Eine Gruppe in einem Restaurant, Mitbewohner/innen, die sich ein Streaming-Abonnement teilen, oder ein Team, das sich einen Software-Plan teilt, beinhalten mehrere Zahler/innen für eine einzige Rechnung.
Mehrere Zahlungsempfänger/innen: Bei Marktplätzen wie Amazon und eBay, Auftragsarbeit über Plattformen wie Uber und DoorDash, Affiliate-Programmen und Buchungsseiten sind immer mehrere Parteien im Spiel, die pro Einzelkauf alle ihren jeweiligen Anteil erhalten.
Mehrere Zahlungen: Einige Kundinnen/Kunden bevorzugen es, Einkäufe in Raten abzuzahlen oder verschiedene Zahlungsmethoden zu verwenden, z. B. einen Gutschein und eine Kreditkarte für den Restbetrag. Auf diese Weise können Unternehmen, die geteilte Zahlungen akzeptieren, mehr Verkäufe abschließen.
So richten Sie geteilte Zahlungen ein
Um geteilte Zahlungen für einen Online-Marktplatz zu implementieren, müssen Sie den Geldfluss zwischen Käuferinnen und Käufern, Verkäuferinnen und Verkäufern und Ihrer Plattform koordinieren. So gehen Sie dabei vor:
Planen Sie den Geldfluss
Sehen Sie sich an, wer wann wie viel Geld erhält. Das umfasst Verkäufer/innen, Ihre Plattform (Ihr Anteil) sowie etwaige Dritte.
Entscheiden Sie sich für eine Zahlungsarchitektur
Hier haben Sie zwei Möglichkeiten:
Sie nutzen einen Zahlungsdienstleister, der geteilte Zahlungen unterstützt. Stripe beispielsweise kann Mehrparteientransaktionen nativ abwickeln.
Sie entwickeln eine eigene Architektur mithilfe eines Standard-Zahlungsabwicklers und verwalten Auszahlungen manuell. Bereiten Sie sich darauf vor, Abgleich, Steuerberichterstattung und mögliche regulatorische Anforderungen selbst zu bewältigen.
Dies sind einige Überlegungen, die Sie entweder über einen Anbieter wie Stripe Connect automatisieren oder manuell handhaben können:
Auszahlung an Dritte (z. B. Verkäufer/innen, Freiberufler/innen oder Dienstleister/innen): Sie müssen ihre Identität verifizieren, Steuerinformationen erfassen und für die Einhaltung lokaler Finanzvorschriften sorgen. Das bedeutet, dass Sie W-9- oder W-8-BEN-Formulare in den USA oder andere relevante Steuerdokumente je nach Standort Ihres Unternehmens und Ihrer Nutzer/innen ausfüllen müssen.
Auszahlungsintervalle einstellen: Manche Unternehmen halten Gelder für einen bestimmten Zeitraum zurück, um Betrug vorzubeugen, Rückerstattungen abzuwickeln oder den Cashflow zu steuern. Andere wiederum bieten sofortige Auszahlungen gegen eine Gebühr an. Ihr Ziel sollte es sein, die Erwartungen der Nutzer/innen mit Ihren eigenen Risiko- und Cashflow-Anforderungen in Einklang zu bringen.
Abzug von Provisionen: Wenn Ihr Unternehmen einen Anteil erhält, müssen Sie die Provision abziehen, bevor Sie die verbleibenden Auszahlungen versenden. Wenn Sie dies manuell handhaben, müssen Sie eine Logik in Ihre Zahlungsabläufe einbauen.
Verwaltung von Rückerstattungen: Wenn eine Kundin/ein Kunde eine Rückerstattung anfordert, müssen Sie die Gelder anteilig von allen Empfänger/innen einziehen.
Vor- und Nachteile von geteilten Zahlungen
Die Umsetzung von geteilten Zahlungen ist mit technischen und betrieblichen Hürden verbunden. Unternehmen, die diese anbieten, müssen Folgendes im Blick behalten:
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Aspekt |
Pro |
Nachteil |
|---|---|---|
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Compliance |
Etablierte Abwickler erfüllen viele regulatorische Anforderungen automatisch. |
Überweisungen zwischen mehreren Parteien unterliegen Zahlungsgesetzen, Steuern und Finanzberichterstattungspflichten. Fehler können Bußgelder, eingefrorene Konten und rechtliche Probleme bedeuten. |
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Transaktionsgebühren |
Die Konsolidierung Ihrer Zahlungen bei einem zentralen Abwickler kann Gebührenstrukturen vereinfachen. |
Jeder Abwickler nimmt einen Anteil. Beim Aufteilen von Transaktionen können mehrere Gebühren anfallen, die schnell die Margen aufzehren. |
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Timing |
Einige Methoden (z. B. Banküberweisungen) funktionieren nahezu in Echtzeit. |
Zahlungen per Kreditkarte, Lastschrift oder Digital Wallet können mehrere Tage dauern. Das macht das Cashflow-Management zu einem Balanceakt. |
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Rückerstattungen und Zahlungsanfechtungen |
Klare, im Voraus festgelegte Richtlinien können den Lösungsprozess beschleunigen. |
Bei angefochtenen Transaktionen, die an mehrere Empfänger/innen ausgezahlt wurden, muss ermittelt werden, wer die Rückbuchungsgebühr zu tragen hat und wie das Geld zurückgefordert wird. |
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Technologie |
Moderne Zahlungs-APIs bieten robuste Tools für Routing-Logik und Sonderfälle. |
Geld an mehrere Empfänger/innen zu schicken erfordert komplexe Logik, etwa für die Aufteilung, etwaige Fehler, Teilzahlungen und unerwartete Rückbuchungen. |
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Kundenerfahrung |
Mehr Zahlungsoptionen können für einen reibungsloseren Bezahlvorgang sorgen und die Konversion steigern. |
Viele Zahlungsmethoden anzubieten kann den Support überlasten, wenn Probleme auftreten, und das wiederum führt zu frustrierten Kundinnen und Kunden. |
Wie vereinfacht Stripe Connect geteilte Zahlungen?
Stripe Connect beseitigt die üblichen Herausforderungen der Handhabung von geteilten Zahlungen mit einer strukturierten, API-gesteuerten Methode zum Übertragen von Geldern zwischen mehreren Parteien. Stripe Connect hat bereits mehr als 1 Mrd. $ auf 95 verschiedenen Plattformen verarbeitet. Und so funktioniert es:
Native Mehrparteienzahlungen: Einige Zahlungsabwickler gehen davon aus, dass Gelder in einer geraden Linie von der Käuferin/vom Käufer zum Unternehmen fließen. Stripe Connect wurde für komplexere Abläufe entwickelt, wie beispielsweise das Aufteilen einer Transaktion zwischen Verkäuferinnen/Verkäufern, Plattformen oder Dienstleisterinnen/Dienstleistern in Echtzeit. Unternehmen können die automatische Umsatzaufteilung beim Bezahlvorgang einrichten, anstatt den Vorgang später manuell durchzuführen.
Keine Registrierung erforderlich: Unternehmen, die Geld zwischen Dritten transferieren, müssen sich häufig als Zahlungsdienstleister registrieren, was einen erheblichen Rechts- und Compliance-Aufwand bedeutet. Mit Stripe Connect ist Stripe die finanzielle Einheit, die die Überweisungen abwickelt, sodass Unternehmen geteilte Zahlungen abwickeln können, ohne diesen regulatorischen Aufwand zu übernehmen.
Integrierte Rückerstattungen und Rückbuchungen: Wenn Kundinnen und Kunden Rückerstattungen anfordern oder eine Zahlung anfechten, müssen Unternehmen im Allgemeinen einzelne Verkäufer/innen oder Dienstleister/innen kontaktieren, um ihren Anteil an den Geldern zurückzuzahlen. Stripe Connect zieht automatisch die korrekten Beträge von jeder Partei ein.
So kann Stripe Connect Sie unterstützen
Stripe Connect orchestriert Geldbewegungen unter mehreren Parteien für Softwareplattformen und Marktplätze. Es bietet schnelles Onboarding, integrierte Komponenten, globale Auszahlungen und mehr.
Mit Connect können Sie Folgendes umsetzen:
Markteinführung innerhalb weniger Wochen: Nutzen Sie von Stripe gehostete oder integrierte Funktionalität, um schneller live zu gehen. Vermeiden Sie die Vorlaufkosten und die Entwicklungszeit, die normalerweise für Zahlungsvermittlungen erforderlich sind.
Skalierende Zahlungsverwaltung: Nutzen Sie Tools und Services von Stripe, damit Sie keine zusätzlichen Ressourcen für Margin-Reporting, Steuerformulare, Risiken, globale Zahlungsmethoden oder Onboarding-Compliance aufwenden müssen.
Weltweites Wachstum: Helfen Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern, mehr Kundinnen und Kunden weltweit zu erreichen – mit lokalen Zahlungsmethoden und der Möglichkeit, Umsatzsteuer, Verkaufssteuer und GST einfach zu berechnen.
Schaffung neuer Umsatzquellen: Optimieren Sie den Zahlungsumsatz, indem Sie Gebühren für jede Transaktion einziehen. Monetarisieren Sie die Funktionen von Stripe, indem Sie Vor-Ort-Zahlungen, sofortige Auszahlungen, Verkaufssteuereinzug, Finanzierung, Firmenkreditkarten und mehr auf Ihrer Plattform ermöglichen.
Erfahren Sie mehr über Stripe Connect oder starten Sie noch heute.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.