Zahlungen wurden früher extern abgewickelt. Ein Softwareunternehmen entwickelte das Produkt, und eine Bank oder ein Zahlungsdienstleister kümmerte sich um den Geldverkehr. Heute betten viele Softwareplattformen Zahlungen direkt in ihre Produkte ein und erzielen Umsatz aus jeder Transaktion, die ihre Nutzer/innen abwickeln. Welches Umsatzmodell am besten zu Ihrer Plattform passt, hängt von Ihrem Zahlungsvolumen, der Größe dieser Transaktionen und Ihrer Risikobereitschaft ab.
Der globale Markt für Embedded Payments wurde im Jahr 2024 auf knapp 24 Milliarden USD geschätzt und soll bis 2032 auf fast 193 Milliarden USD anwachsen. Im Folgenden erläutern wir die wichtigsten Umsatzmodelle für Embedded Payments, worin sie sich unterscheiden und wie Sie das Modell auswählen, das am besten zu Ihrem Unternehmen passt.
Highlights
Gängige Umsatzmodelle für Embedded Payments reichen von pauschalen Gebühren pro Transaktion bis hin zu Finanzprodukten mit Mehrwert.
Das richtige Umsatzmodell hängt vom Transaktionsvolumen Ihrer Plattform, der Nutzerbasis und der Kapazität zur Handhabung von Compliance und Risikoevaluation ab.
Plattformen beginnen oft mit einem Modell und fügen weitere Umsatzquellen hinzu, wenn sie skalieren.
Welche Umsatzmodelle gibt es für Embedded Payments?
Embedded Payments sind direkt in eine Softwareplattform integriert, sodass das Zahlungserlebnis mit derselben Nutzeroberfläche, demselben Login und demselben Workflow innerhalb des Produkts stattfindet. Plattformen, die Embedded Payments nutzen, können diese Funktion auf verschiedene Arten monetarisieren. Ausgereifte Plattformen nutzen in der Regel mehr als ein Umsatzmodell.
Dies sind die wichtigsten Arten von Umsatzmodellen für Embedded Payments.
Transaktionsgebühren pro Zahlung
Die Plattform berechnet ihren Nutzerinnen und Nutzern einen Tarif pro Transaktion, der höher ist als ihre eigenen Abwicklungskosten, und behält die Differenz. Wenn der Abwickler der Plattform 2,5 % pro Transaktion berechnet und die Plattform ihren Nutzerinnen und Nutzern 3,2 % in Rechnung stellt, ist die Differenz (0,7 %) die Marge der Plattform bei jeder abgewickelten Zahlung. Selbst eine moderate Marge summiert sich im Laufe der Zeit zu erheblichen Umsätzen. Potenzielle Nutzer/innen, die Preise vergleichen, werden es jedoch bemerken, wenn Ihr Tarif nicht wettbewerbsfähig ist. Das Modell funktioniert daher am besten, wenn die Plattform ausreichend Mehrwert bietet, um diese Zahlungspreise zu rechtfertigen.
Abonnements mit Zahlungen
Einige Plattformen nehmen den Zahlungszugriff als Bundle in ihre Abonnementstufen auf, anstatt Gebühren pro Transaktion zu berechnen. Ein höherer Plan kann niedrigere Abwicklungsgebühren ermöglichen, und die Plattform setzt auf Abonnementumsätze, um die Kosten pro Transaktion zu decken. Dieses Modell eignet sich für Plattformen, bei denen das Zahlungsvolumen pro Nutzer/in vorhersehbar und relativ moderat ist.
Pauschalgebühr pro Transaktion
Die Plattform berechnet unabhängig von der Transaktionsgröße einen festen Betrag pro Transaktion anstelle eines prozentualen Anteils. Diese Struktur eignet sich gut für Plattformen, die Unternehmen mit großen durchschnittlichen Bestellwerten bedienen, bei denen eine prozentuale Gebühr zu hoch wäre. Eine Plattform, die B2B-Rechnungszahlungen abwickelt, kann etwa feststellen, dass ihre Nutzer/innen deutlich eher bereit sind, 5 USD pro Transaktion zu zahlen als 1,5 % auf eine Rechnung über 10.000 USD.
Umsatzbeteiligung
Bei Partner- oder Empfehlungsvereinbarungen empfiehlt die Plattform Nutzerinnen und Nutzern einen Zahlungsdienstleister und erhält einen Anteil am Umsatz, den der entsprechende Dienstleister mit diesen Nutzerinnen und Nutzern erzielt. Die Plattform lagert das Risiko aus, verdient aber weniger pro Transaktion als bei einem Transaktionsgebührenmodell. Dies ist oft für Plattformen in der Frühphase attraktiv, bei denen der Compliance-Aufwand einer vollständigen Implementierung noch nicht finanziell tragbar ist.
Finanzprodukte mit Mehrwert
Wenn eine Plattform den Zahlungsablauf kontrolliert, hat sie Zugang zu Transaktionsdaten und Cashflow-Mustern, die zusätzliche Finanzprodukte ermöglichen. Plattformen können Arbeitskapitalvorschüsse, Zugriff auf sofortige Auszahlungen oder eine Kartenausstellung anbieten. Diese Produkte bieten tendenziell höhere Margen als die reine Zahlungsabwicklung.
Wie unterscheiden sich die Umsatzmodelle für Embedded Payments?
Der wesentliche Unterschied zwischen den Umsatzmodellen für Embedded Payments liegt im Verhältnis von Marge zu Komplexität. Transaktionsgebühren pro Zahlung und Produkte mit Mehrwert generieren den höchsten Umsatz pro abgewickeltem Dollar, erfordern jedoch mehr Infrastruktur, Compliance-Aufwand und Disziplin bei der Risikoevaluation. Umsatzbeteiligung generiert weniger Einkommen, erfordert aber weniger Aufwand. Wo Ihre Plattform auf diesem Spektrum liegt, hängt von Ihren Fähigkeiten ab.
Beachten Sie den folgenden Vergleich der Umsatzmodelle für Embedded Payments.
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Umsatzmodell
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So verdient die Plattform
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Geeignet für
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|---|---|---|
| Transaktionsgebühren pro Zahlung | Differenz zwischen Zahlungsabwicklungskosten und berechnetem Tarif | Plattformen mit hohem Volumen |
| Abonnement mit Zahlungen | Feste monatliche oder jährliche Gebühren für die Nutzung der Plattform | Plattformen mit vorhersehbarem, moderatem Nutzervolumen |
| Pauschalgebühr pro Transaktion | Feste Gebühr pro abgewickelter Zahlung | B2B-Plattformen mit hohen durchschnittlichen Transaktionsvolumen |
| Umsatzbeteiligung | Provision aus Empfehlungen an den Zahlungsdienstleister | Plattformen in der Frühphase oder Empfehlungsmodelle |
| Finanzprodukte mit Mehrwert | Gebühren auf Kapital, Auszahlungen und Karten | Ausgereifte Plattformen mit umfangreichen Transaktionsdaten |
Welche Risiken wirken sich auf Umsatzmodelle für Embedded Payments aus?
Jedes Umsatzmodell für Embedded Payments ist mit Einschränkungen verbunden. Wenn Sie diese ignorieren, riskieren Sie, dass Ihnen Verluste entstehen, die Sie nicht einkalkuliert haben.
Berücksichtigen Sie folgende Aspekte bei der Auswahl Ihres Umsatzmodells:
Compliance-Risiko: Plattformen, die Gelder transferieren, übernehmen in manchen Zuständigkeitsbereichen Verpflichtungen im Bereich der Geldüberweisung. Lösungen wie Stripe Connect kümmern sich um den Großteil der KYC-Anforderungen (Know Your Customer), doch die Plattform kann dennoch Überwachungs- und Betrugsbekämpfungspflichten unterliegen.
Rückbuchungs- und Betrugshaftung: Bei einem Transaktionsgebührenmodell trägt die Plattform häufig einen Teil der Betrugsverluste. Ein/e untergeordnete/r Händler/in mit einer hohen Quote angefochtener Zahlungen kann einen erheblichen Teil der Marge aufzehren, die die Plattform durch die Abwicklung erzielt.
Preissensibilität der Nutzer/innen: Plattformen, die überdurchschnittliche Preise verlangen, müssen diese Kosten durch den Produktwert rechtfertigen. Wenn Nutzer/innen groß genug werden, um direkt mit Acquirern (Händlerbanken) zu verhandeln, werden einige dies möglicherweise versuchen.
Risiko der Umsatzkonzentration: Plattformen, die auf Zahlungsumsätze von wenigen Nutzerinnen und Nutzern mit hohem Volumen angewiesen sind, tragen ein erhebliches Risiko. Wenn eine/r die Plattform verlässt oder neu verhandelt, können die Auswirkungen auf den Zahlungsumsatz gravierend sein.
Cashflow-Timing: Je nachdem, wie die Gelder fließen, halten Plattformen diese möglicherweise während der Zahlungsabwicklungszeiträume im Auftrag von untergeordneten Händlerinnen und Händlern. Dies ist eine Liquiditätserwägung und in manchen rechtlichen Zuständigkeitsbereichen auch eine regulatorische.
So kann Stripe Connect Sie unterstützen
Stripe Connect orchestriert Geldbewegungen unter mehreren Parteien für Softwareplattformen und Marktplätze. Es bietet schnelles Onboarding, integrierte Komponenten, globale Auszahlungen und mehr.
Mit Connect können Sie Folgendes umsetzen:
Markteinführung innerhalb weniger Wochen: Nutzen Sie von Stripe gehostete oder integrierte Funktionalität, um schneller live zu gehen. Vermeiden Sie die Vorlaufkosten und die Entwicklungszeit, die normalerweise für Zahlungsvermittlungen erforderlich sind.
Skalierende Zahlungsverwaltung: Nutzen Sie Tools und Services von Stripe, damit Sie keine zusätzlichen Ressourcen für Margin-Reporting, Steuerformulare, Risiken, globale Zahlungsmethoden oder Onboarding-Compliance aufwenden müssen.
Weltweit wachsen: Helfen Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern, mehr Kundinnen und Kunden mit lokalen Zahlungsmethoden weltweit zu erreichen und der Möglichkeit, Verkaufssteuer, Umsatzsteuer (USt.) und GST einfach zu berechnen.
Schaffung neuer Umsatzquellen: Optimieren Sie den Zahlungsumsatz, indem Sie Gebühren für jede Transaktion einziehen. Monetarisieren Sie die Funktionen von Stripe, indem Sie Vor-Ort-Zahlungen, sofortige Auszahlungen, Verkaufssteuereinzug, Finanzierung, Firmenkreditkarten und mehr auf Ihrer Plattform ermöglichen.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.