Moderne Kundinnen und Kunden möchten schnell und ohne Einschränkungen Käufe tätigen. Nach Angaben der Federation of E-commerce and Distance Selling (FEVAD) werden durchschnittlich 70 % der E-Commerce-Warenkörbe vor dem Bezahlvorgang abgebrochen. Darüber hinaus entscheiden sich 26 % der Kundinnen und Kunden dafür, Käufe nicht abzuschließen, wenn Unternehmen vor der Zahlung die Erstellung von Konten verlangen. Angesichts dieser Statistiken ist es wichtig, die Zahlung zu vereinfachen und unnötige Schritte aus dem Kaufprozess in Online-Shops zu entfernen.
Eine der effektivsten Möglichkeiten, Warenkorbabbrüche zu reduzieren und die Konversion zu steigern, ist das Anbieten eines Gast-Bezahlvorgangs. In diesem Artikel erklären wir den Gast-Bezahlvorgang, einschließlich seiner Vor- und Nachteile, der Prozesse und der Integration in Websites.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Gast-Bezahlvorgang ermöglicht es Kundinnen und Kunden, Käufe zu tätigen, ohne sich anzumelden oder Konten zu erstellen.
- Zu den Vorteilen eines Gast-Bezahlvorgangs gehören höhere Umsätze, weniger abgebrochene Warenkörbe und mehr Kundinnen und Kunden.
- Ein Gast-Bezahlvorgang verringert jedoch die Möglichkeit des Unternehmens, persönliche Daten zu erfassen, die für das Marketing nützlich sind.
- Unternehmen können den Gast-Bezahlvorgang ganz einfach aktivieren, indem sie die Einstellungen ihrer E-Commerce-Website ändern oder sich an ihren Zahlungsdienstleister wenden.
Was ist ein Gast-Bezahlvorgang?
Ein Gast-Bezahlvorgang ist ein Prozess, der es Kundinnen und Kunden ermöglicht, Bestellungen aufzugeben und Käufe zu tätigen, ohne Konten zu erstellen oder persönliche Daten preiszugeben. Die einzigen Daten, die Kundinnen und Kunden mit Unternehmen teilen, sind die Informationen, die für Transaktionen und Lieferungen erforderlich sind (z. B. Name der Kundin/des Kunden, E-Mail-Adresse, Versandadresse und Zahlungsdetails).
Ein Gast-Bezahlvorgang vereinfacht und beschleunigt den Kaufprozess, indem die mühsame Aufgabe der Erstellung eines Kontos entfällt. Diese Funktion ist besonders für neue Kundinnen und Kunden attraktiv sowie für diejenigen, die es eilig haben oder besorgt um ihre Privatsphäre sind.
Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) empfiehlt, dass Kundinnen und Kunden nicht verpflichtet sein sollten, Konten zu erstellen, es sei denn, dies ist für das Produkt oder die Dienstleistung (z. B. Abonnements) wirklich notwendig. Wenn Kundinnen und Kunden als Gäste den Kauf abschließen können, entspricht dies den Empfehlungen des EDSA und den europäischen Grundsätzen für den Online-Datenschutz.
Vorteile eines Gast-Bezahlvorgangs
Ein Gast-Bezahlvorgang hilft Unternehmen bei Folgendem:
- Den Verkaufsprozess vereinfachen und ihn schnell, einfach und zugänglich machen
- Die Nachfrage von Kundinnen und Kunden erfüllen
- Ihren Kundenstamm erweitern und das Vertrauen von Kundinnen und Kunden gewinnen, die zögern, persönliche Daten preiszugeben
- Zahlungen schneller einziehen und zusätzliche Käufe (z. B. Spontankäufe) fördern
- Die Kundenbindung stärken
- Abgebrochene Warenkörbe reduzieren, Konversionsraten erhöhen und Umsätze steigern
- Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllen, indem die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer respektiert wird
Nachteile eines Gast-Bezahlvorgangs
Ein Gast-Bezahlvorgang verringert die Möglichkeit von Unternehmen, wertvolle Daten über das Kundenverhalten zu erfassen. Wenn diese Daten richtig analysiert werden, können sie Unternehmen dabei helfen, ihr Marketing auszurichten, Kundinnen und Kunden präziser anzusprechen und deren Gewohnheiten zu verstehen. Ohne Kundenkonten wird es schwieriger, Kaufhistorien einzusehen und personalisierte Empfehlungen anzubieten.
Integration eines Gast-Bezahlvorgangs in Websites
Unternehmen können die Funktion für den Gast-Bezahlvorgang mit nur wenigen Klicks über die Einstellungen in ihren E-Commerce-Plattformen (z. B. Shopify, WooCommerce, Wix) aktivieren oder sich an ihre Zahlungsverarbeiter – wie Stripe – wenden, welche die Option für den Gast-Bezahlvorgang automatisch integrieren.
Tatsächlich aktiviert Stripe Checkout die Option für den Gast-Bezahlvorgang standardmäßig. Kundinnen und Kunden müssen lediglich ihre Kontaktinformationen und Daten ihrer Bankkarte eingeben, um Käufe zu tätigen. Stripe fasst Transaktionen unter Gastkundenprofilen zusammen, damit Unternehmen Bestellungen und Rückerstattungen verfolgen können.
Tipps zum Bezahlvorgang für Online-Shops
Es ist wichtig, Kundinnen und Kunden bei der Bestellung die Wahl zwischen einem Gast-Bezahlvorgang und der Erstellung eines Kontos zu lassen. Unternehmen können auch die Option anbieten, nach Abschluss von Käufen Konten zu erstellen.
Während des Bezahlvorgangs ist es hilfreich, mehrere Zahlungsmethoden und eine an alle Bildschirmtypen angepasste Benutzeroberfläche anzubieten. Die Anzeige einer vollständigen Zusammenfassung der Kaufinformationen auf der Zahlungsseite und die Einbeziehung robuster Sicherheitsmaßnahmen können ebenfalls das Kundenerlebnis verbessern.
Beispiele für Unternehmen, die einen Gast-Bezahlvorgang anbieten
Viele Partner von Stripe, darunter Shopify, Wix, La Redoute, Accor und Planity, bieten auf ihren E-Commerce-Websites einen Gast-Bezahlvorgang an, um den Zahlungsprozess zu vereinfachen. Indem die Notwendigkeit zur Erstellung von Konten entfällt, steigern sie ihre Umsätze und Konversionsraten. Außerdem nutzen sie eine robuste, sichere Zahlungsinfrastruktur, und ihre Daten werden gemäß dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) verarbeitet.
So kann Sie Stripe Checkout unterstützen
Stripe Checkout ist ein vollständig anpassbares, vorgefertigtes Bezahlformular, mit dem Sie ganz einfach Zahlungen auf Ihrer Website oder in Ihrer App akzeptieren können.
Checkout kann Sie bei folgenden Zielen unterstützen:
Steigerung der Konversionsraten: Dank des für Mobilgeräte optimierten Designs und des Ein-Klick-Bezahlvorgangs können Kundinnen und Kunden ihre Zahlungsinformationen einfach eingeben und wiederverwenden.
Reduzierung der Entwicklungszeit: Mit wenigen Codezeilen können Sie Checkout direkt in Ihre Website einbetten oder Kundinnen und Kunden auf eine von Stripe gehostete Seite weiterleiten.
Verbesserung der Sicherheit: Checkout verarbeitet sensible Kartendaten und vereinfacht so die PCI-Konformität.
Globale Expansion: Lokale Anpassung der Preisgestaltung in über 100 Währungen mit Adaptive Pricing, das über 30 Sprachen unterstützt und dynamisch die Zahlungsmethoden anzeigt, die am ehesten zu einer Verbesserung der Konversionsrate führen.
Nutzung erweiterter Funktionen: Integrieren Sie Checkout in andere Stripe-Produkte, wie z. B. Billing für Abos, Radar zur Betrugsprävention und vieles mehr.
Kontrolle behalten: Passen Sie den Bezahlvorgang vollständig an, einschließlich der Speicherung von Zahlungsmethoden und der Einrichtung von Aktionen nach dem Kauf.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.