Gesetzliche Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien

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  1. Einführung
  2. Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien
    1. Rechnungszahlung innerhalb von 30 Tagen
    2. Rechnungszahlung innerhalb von 60 Tagen
  3. Vorschriften zu Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien
  4. Entschädigungszahlungen bei Überschreitung der gesetzlichen Zahlungsfrist für Rechnungen
  5. Tipps für die pünktliche Begleichung von Rechnungen
    1. Legen Sie Zahlungsbedingungen klar fest
    2. Akzeptieren Sie verschiedene Zahlungsmethoden
    3. Bieten Sie flexible Zahlungsmöglichkeiten an
    4. Erstellen Sie automatische Zahlungserinnerungen
  6. FAQ zu gesetzlichen Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien

Laut der Beobachtungsstelle für Zahlungsverzug des spanischen Verbandes kleiner und mittlerer Unternehmen (CEPYME) betrug die durchschnittliche Zahlungsfrist für Lieferantinnen/Lieferanten in Spanien im ersten Quartal 2025 80,1 Tage. Dies zeigt, dass viele spanische Unternehmen ihre Rechnungen später als innerhalb der vereinbarten Frist begleichen. Die übliche Zahlungsfrist liegt bei 30 oder 60 Tagen.

Obwohl die durchschnittliche Zahlungsfrist (APP) lang ist, hat sie sich in den letzten Jahren allmählich verkürzt. Tatsächlich weist der CEPYME-Bericht einen Rückgang um drei Tage im Vergleich zum Vorjahr aus. Dies lässt darauf schließen, dass die spanischen Vorschriften zu den gesetzlichen Zahlungsfristen für Rechnungen Wirkung gezeigt haben.

In diesem Artikel beschreiben wir die aktuellen Zahlungsfristen für Lieferantenrechnungen in Spanien und die dafür geltenden Vorschriften.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien
  • Vorschriften zu Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien
  • Entschädigung bei Überschreitung der gesetzlichen Zahlungsfrist für Rechnungen
  • Tipps für die pünktliche Begleichung von Rechnungen
  • FAQ zu gesetzlichen Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien

Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien

Die gesetzlich festgelegten Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien gelten nur für Zahlungen im B2B-Bereich und für Transaktionen zwischen Unternehmen und Behörden (B2G). Das Gesetz nimmt B2C-Käufe von diesen Anforderungen aus.

Zahlungsfristen werden stets in Kalendertagen angegeben. Je nach Faktoren wie dem verkauften Produkt und der Art der Kundinnen und Kunden können sie 30 oder 60 Tage betragen. Im Folgenden erläutern wir die Einzelheiten zu jeder dieser Zahlungsfristen.

Rechnungszahlung innerhalb von 30 Tagen

Die Zahlungsfrist von 30 Tagen gilt in den folgenden Fällen:

  • Frische und verderbliche Produkte: Dazu gehört der B2B-Verkauf von Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Milch- und Backwaren.
  • Geschäfte mit Behörden: Hierbei handelt es sich um Rechnungszahlungen, bei denen Behörden die Empfänger sind. Die gesetzliche Zahlungsfrist beginnt mit dem Zahlungsbeleg für den Wareneingang. Erfolgt keine Bestätigung des Zahlungsbelegs, beginnt die 30-tägige Frist an dem Tag, an dem die Waren eingegangen sind oder die Dienstleistungen erbracht wurden.

Rechnungszahlung innerhalb von 60 Tagen

Diese Zahlungsfrist gilt in folgenden Fällen:

  • B2B-Verkäufe von Konsumgütern: Dazu gehören Verkäufe von Artikeln wie Körperpflege- und Reinigungsprodukten.
  • B2B-Verkäufe von nicht verderblichen Lebensmitteln: Dazu gehören Produkte wie Getreide und getrocknete Hülsenfrüchte. Laut der Beobachtungsstelle für Zahlungsverzug hat die Agrar- und Lebensmittel-Branche die kürzeste durchschnittliche Zahlungsfrist gegenüber Lieferantinnen/Lieferanten. Sie überschreitet die gesetzliche Zahlungsfrist für Rechnungen in Spanien um lediglich 8,2 Tage.
  • Alle anderen B2B-Verkäufe: Dazu können Verkäufe von Dienstleistungen oder Betriebsmitteln gehören.

Vorschriften zu Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien

In Spanien ist die durchschnittliche Zahlungsdauer (APP) von Unternehmen gegenüber ihren Lieferantinnen/Lieferanten in der Regel lang. So verzeichnen beispielsweise kleine Unternehmen – die ihre Zahlungen am schnellsten leisten – eine durchschnittliche Zahlungsdauer von 76,4 Tagen. Angesichts dieser Situation wurden gesetzliche Maßnahmen ergriffen, um die Zahlungsfristen zu verkürzen. Dazu gehören die folgenden Vorschriften, die Zahlungsfristen für Rechnungen bei B2B-Transaktionen festlegen:

  • Gesetz zur Regelung des Einzelhandels
    Das Gesetz 7/1996 legt die gesetzliche Zahlungsfrist für Rechnungen von Lieferanten im Einzelhandel fest (d. h. von Lieferantinnen/Lieferanten, die Unternehmen beliefern, welche Waren direkt an Privatpersonen verkaufen). Es verpflichtet Lieferantinnen/Lieferanten zudem, das Fälligkeitsdatum auf der Rechnung anzugeben und sieht vor, dass gewerbliche Kundinnen und Kunden, die verspätet zahlen, auch Zinsen entrichten müssen, die automatisch anfallen.
  • Gesetze gegen Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr
    Das Gesetz 3/2004 zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr und dessen spätere Änderung durch das Gesetz 15/2010 legen die allgemeine Zahlungsfrist für Lieferanten auf 60 Tage fest. Diese Gesetze verbieten zudem ausdrücklich die Aufnahme von Vertragsbedingungen, die eine Verlängerung der Zahlungsfristen vorsehen. Dies umfasst auch Klauseln, die übermäßige Bedingungen auferlegen, durch die Kundinnen und Kunden ihre Geschäftstätigkeit auf Kosten der Lieferantinnen/Lieferanten finanzieren, indem sie Zahlungen zurückhalten.

Entschädigungszahlungen bei Überschreitung der gesetzlichen Zahlungsfrist für Rechnungen

Überschreitet ein Unternehmen in Spanien die gesetzliche Zahlungsfrist für Rechnungen, muss es eine Entschädigung sowie Verzugszinsen zahlen. Das Sanktionssystem unterscheidet sich je nach Art des Unternehmens. So unterliegt beispielsweise ein Bekleidungsgeschäft dem Gesetz über den Einzelhandel, während ein Kurierdienst dem Gesetz über den Landverkehr unterliegt. Die folgenden Aspekte gelten jedoch in allen Fällen:

  • Pauschalentschädigung und Forderungseinzugskosten
    Das Gesetz 15/2010 erlaubt es Lieferantinnen und Lieferanten, für die Bearbeitung von Forderungen im Zusammenhang mit verspäteten Rechnungszahlungen Aufschläge von mindestens 40 € zu erheben. Dieser Pauschalbetrag wird zu den nachgewiesenen Kosten hinzugerechnet, die der Lieferantin/dem Lieferanten beim Einzug der Forderung entstanden sind.
  • Verzugszinsen
    Zusätzlich zu Pauschalentschädigung und Forderungseinzugskosten müssen Geschäftskundinnen und -kunden, die ihre Zahlungen an Lieferantinnen/Lieferanten verspätet leisten, auch Verzugszinsen zahlen. Die Zinsen beginnen automatisch zu laufen, sobald die gesetzliche Zahlungsfrist abgelaufen ist. Der aktuelle Zinssatz beträgt 10,15 %, was sich aus der Addition der gesetzlich festgelegten 8 % zu den aktuellen Zinssätzen der Europäischen Zentralbank ergibt. Daher kann die Höhe der Entschädigung für Unternehmen, die ihre Lieferanten regelmäßig verspätet bezahlen, beträchtlich sein. So weisen beispielsweise die Branchen für Strom, Gas und Wasser in Spanien laut der Beobachtungsstelle für Zahlungsverzug eine durchschnittliche Zahlungsfrist (APP) von 184,1 Tagen auf.
  • Verweigerung staatlicher Fördermittel
    Bei der Beantragung von Fördermitteln müssen Unternehmen gegenüber der Regierung nachweisen, dass sie die gesetzlichen Zahlungsfristen für Rechnungen einhalten. Unternehmen, bei denen nachweislich Zahlungsrückstände vorliegen, können gemäß Artikel 11 des Gesetzes zur Unternehmensgründung und Wachstum (Crea y Crece) keine staatlichen Fördermittel in Höhe von mehr als 30.000 € erhalten.

Tipps für die pünktliche Begleichung von Rechnungen

Im ersten Quartal 2025 wurden 32,4 % der Rechnungen in Spanien innerhalb der gesetzlichen Zahlungsfrist beglichen. Dies war der neunte Anstieg in Folge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die folgenden Tipps können Ihrem Unternehmen helfen, Rechnungen pünktlich beglichen zu bekommen.

Legen Sie Zahlungsbedingungen klar fest

Manchmal sind Zahlungsfristen in Vereinbarungen zwischen Unternehmen und Lieferanten nicht festgelegt. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, ist es wichtig, Fälligkeitstermine in Verträgen und Rechnungen klar anzugeben. Dazu gehören die Frist für die Begleichung des geschuldeten Betrags sowie alle anderen geltenden Zahlungsbedingungen.

Akzeptieren Sie verschiedene Zahlungsmethoden

Um Kundinnen und Kunden die Zahlung zu erleichtern, listen Sie die verfügbaren Zahlungsmethoden für Rechnungen auf. Unternehmen bieten oft nur eine Zahlungsoption an. Beispielsweise geben viele Unternehmen ihre Internationale Bankkontonummer (IBAN) auf Rechnungen an, was Kundinnen und Kunden dazu zwingt, manuelle Überweisungen vorzunehmen.

Für ein einfacheres und komfortableres Zahlungserlebnis können Sie eine Plattform nutzen, die verschiedene Zahlungsmethoden für Rechnungen unterstützt. Mit Stripe Payments können Sie beispielsweise mehr als 100 Zahlungsmethoden anbieten, darunter die beliebtesten Methoden im B2B-Bereich. Dazu gehören Banküberweisungen und SEPA-Lastschriften (Single Euro Payments Area), die bei Transaktionen mit hohem Wert erhebliche Einsparungen ermöglichen, da sie kostengünstiger sind als Kartenzahlungen. Dank dieser Zahlungsoptionen werden 87 % der Rechnungen, die einen Zahlungslink von Stripe enthalten, innerhalb von 24 Stunden beglichen.

Bieten Sie flexible Zahlungsmöglichkeiten an

Die Anpassung der Zahlungsfristen an die individuellen Bedürfnisse jeder Kundin bzw. jedes Kunden kann den Zahlungseingang beschleunigen. So ist es beispielsweise bei spanischen Unternehmen üblich, Skonti für vorzeitige Zahlungen zu gewähren, sofern diese im Voraus vereinbart wurden und auf der Rechnung ausgewiesen sind. Auch Ratenzahlungen sind weit verbreitet. Diese Option ermöglicht es Kundinnen und Kunden, den Kaufbetrag in mehrere Raten aufzuteilen.

Erstellen Sie automatische Zahlungserinnerungen

Die Automatisierung von Zahlungserinnerungen kann dazu beitragen, dass Kundinnen und Kunden nicht vergessen, die fälligen Beträge innerhalb der gesetzlichen Frist zu begleichen. Im Stripe App Marketplace finden Sie Lösungen, die auf die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens zugeschnitten sind. Dazu gehört Billit, eine Plattform für elektronische Rechnungsstellung, die automatische Zahlungserinnerungen versendet, wenn sich das Fälligkeitsdatum einer Rechnung nähert.

Darüber hinaus ist Invopop eine in Spanien entwickelte Lösung, die speziell den spanischen Vorschriften entspricht, wie beispielsweise dem System zur Ausstellung überprüfbarer Rechnungen (VERIFACTU). Mit Invopop können Sie Erinnerungs-E-Mails über Workflows automatisieren, die mit anderen Anwendungen verknüpft sind, die Sie täglich nutzen.

FAQ zu gesetzlichen Zahlungsfristen für Rechnungen in Spanien

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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