Bankzahlungen im E-Commerce: Ein Kurzleitfaden für schnellere und kostengünstigere Online-Transaktionen

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  1. Einführung
  2. Was sind Bankzahlungen im E-Commerce?
  3. Wie funktionieren Bankzahlungen bei Online-Transaktionen?
  4. Welche Arten von Bankzahlungen können E-Commerce-Unternehmen nutzen?
  5. Warum Bankzahlungen anstelle von Karten oder Digital Wallets?
  6. Wie können E-Commerce-Unternehmen Bankzahlungen zu ihrem Bezahlvorgang hinzufügen?
  7. Welche Herausforderungen bringen Bankzahlungen im E-Commerce mit sich?
  8. So kann Stripe Financial Connections Sie unterstützen

Bei direkten Bankzahlungen im E-Commerce handelt es sich um Account-to-Account-Überweisungen (A2A), bei denen Geld von der Bank einer Kundin oder eines Kunden an die eines Unternehmens überwiesen wird. Diese Zahlungen nutzen dieselbe Infrastruktur, über die auch Gehalts-, Miet- und Rechnungszahlungen abgewickelt werden. Sie sind oft schneller und zuverlässiger als herkömmliche Kartenzahlungen und können Transaktionsgebühren und fehlgeschlagene Zahlungen reduzieren. Gleichzeitig sind sie für Kundinnen und Kunden eine vertraute und zuverlässige Zahlungsmethode.

Von ACH-Zahlungen und Banküberweisungen in den USA bis hin zu Echtzeitzahlungsnetzwerken wie UPI in Indien, PIX in Brasilien oder SEPA Instant in Europa nutzen viele Online-Unternehmen diese Zahlungsmethode. Prognosen zufolge werden globale A2A-Zahlungen bis 2029 auf 5,7 Billionen USD ansteigen. Im Folgenden erklären wir, wie Bankzahlungen im E-Commerce funktionieren, was sie wertvoll macht und was Sie wissen sollten, bevor Sie sie zu Ihrem Bezahlvorgang hinzufügen.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was sind Bankzahlungen im E-Commerce?
  • Wie funktionieren Bankzahlungen für Online-Transaktionen?
  • Welche Arten von Bankzahlungen können E-Commerce-Unternehmen nutzen?
  • Warum Bankzahlungen anstelle von Karten oder Digital Wallets?
  • Wie können E-Commerce-Unternehmen Bankzahlungen zu ihrem Bezahlvorgang hinzufügen?
  • Welche Herausforderungen bringen Bankzahlungen im E-Commerce mit sich?
  • So kann Stripe Financial Connections Sie unterstützen

Was sind Bankzahlungen im E-Commerce?

Bankzahlungen im E-Commerce bewegen Geld von den Bankkonten von Käuferinnen und Käufern direkt auf das Bankkonto eines Unternehmens, ohne Karten, Digital Wallets oder vermittelnde Netzwerke zu verwenden. Manchmal werden sie auch als Account-to-Account-Zahlungen (A2A) oder Zahlungen per Banküberweisung bezeichnet.

Diese Zahlungen werden von der eigenen Bank der Kundinnen und Kunden authentifiziert und autorisiert, oft über eine sichere Weiterleitung oder eine Anmeldung bei der Bank. Es müssen keine Kartennummern eingegeben und keine separaten Konten erstellt werden. Es handelt sich um dieselbe grundlegende Überweisung, mit der man Rechnungen oder seine Miete bezahlen kann, nur eben in im Rahmen eines Bezahlvorgangs im E-Commerce.

Wie funktionieren Bankzahlungen bei Online-Transaktionen?

Wenn Kundinnen und Kunden über ihr Bankkonto bezahlen, wird das Geld meist auf eine dieser zwei Arten bewegt: Entweder handelt es sich um eine kundenseitig initiierte Push-Zahlung oder eine vom Unternehmen initiierte Pull-Zahlung.

Bei einer Push-Zahlung veranlassen Kundinnen und Kunden die Überweisung. Beim Bezahlvorgang wählen sie „Bankzahlung“. Dann wählen sie ihre Bank aus und melden sich über eine sichere Weiterleitung oder eine Banking-App an. Die Bank zeigt die Details der Transaktion an, die Kundin oder der Kunde genehmigt sie und die Gelder werden sofort (oder nahezu sofort) überwiesen.

Bei einer Pull-Zahlung belastet das Unternehmen das Konto der Kundin oder des Kunden nach einer entsprechenden Erlaubnis. Eine Kundin oder ein Kunde autorisiert das Unternehmen zum Einzug von Geldern und der Zahlungsabwickler des Unternehmens veranlasst die Abbuchung über ein Netzwerk wie ACH in den USA oder SEPA in Europa. Die Zahlungsabwicklung kann einige Tage dauern. Sobald sie abgeschlossen ist, gehen die Gelder auf dem Konto des Unternehmens ein. Eine Art der Pull-Zahlung ist das Lastschriftverfahren.

Bei Push- und Pull-Zahlungen kümmern sich Banken direkt um Authentifizierung und Sicherheit, in der Regel durch eine starke Kundenverifizierung wie Biometrie oder Multifaktor-Anmeldung.

Welche Arten von Bankzahlungen können E-Commerce-Unternehmen nutzen?

E-Commerce-Unternehmen haben mehrere Möglichkeiten, Zahlungen direkt von den Bankkonten ihrer Kundschaft zu akzeptieren. Welche Methode am besten geeignet ist, hängt von Ihrem Geschäftsmodell, der Zahlungshäufigkeit und dem Standort der Banken Ihrer Kundinnen und Kunden ab.

Nachfolgend sind einige Optionen aufgeführt:

  • Lastschriftverfahren: In diesem Szenario zieht ein Unternehmen Gelder vom Bankkonto einer Kundin oder eines Kunden ein, nachdem kundenseitig die Erlaubnis dazu erteilt wurde. Diese Art der Bankzahlung ist bei Abos und wiederkehrenden Rechnungen üblich, da Zahlungen nach erfolgter Autorisierung automatisch ausgeführt werden können. Solche Zahlungen lassen sich einfach und bequem einrichten, die Zahlungsabwicklung dauert jedoch in der Regel einige Tage. Es gibt keine Probleme mit abgelaufenen Karten oder verpassten Verlängerungen.

  • Banküberweisungen und Wire Transfers: Hierbei handelt es sich um klassische Bank-zu-Bank-Zahlungen, die häufig für Großbestellungen oder B2B-Transaktionen verwendet werden. Kundinnen und Kunden können den Betrag manuell überweisen oder die Überweisung über den Bezahlvorgang automatisch abschließen. Inlandsüberweisungen werden in der Regel am selben Tag abgewickelt. Internationale Überweisungen dauern länger und können mit höheren Gebühren einhergehen.

  • ACH-Zahlungen: ACH-Lastschriften werden in der Regel für wiederkehrende Abrechnungen verwendet, ACH-Gutschriften dagegen für Auszahlungen. Sie sind langsamer, aber kostengünstiger als Kartenzahlungen und kosten oft nur Centbeträge pro Transaktion. ACH-Optionen für Zahlungsabwicklung am selben Tag machen diese Zahlungen jetzt schneller und vorhersehbarer.

  • Echtzeitzahlungen: Systeme wie RTP und FedNow in den USA, Faster Payments im Vereinigten Königreich, SEPA Instant in Europa, PIX in Brasilien und UPI in Indien bewegen Gelder sofort und zu jeder Tageszeit. Kundinnen und Kunden genehmigen die Zahlung in ihrer Banking-App und Unternehmen sehen innerhalb von Sekunden verrechnete Gelder.

Warum Bankzahlungen anstelle von Karten oder Digital Wallets?

Bankzahlungen zeichnen sich durch eine Kombination aus Kosteneinsparungen und Sicherheit aus, die sie für den E-Commerce wertvoll macht.

Im Folgenden sehen wir uns ihre Vorteile genauer an:

  • Niedrigere Transaktionskosten: Die Kartenverarbeitung kann 2–3 % pro Transaktion kosten, während bei ACH-Überweisungen oder lokalen Banküberweisungen in der Regel eine kleine pauschale Transaktionsgebühr oder ein Bruchteil eines Prozents zu zahlen ist. Auf lange Sicht können diese Einsparungen erheblich sein, insbesondere bei Einkäufen mit hohem Wert oder für Unternehmen mit geringer Marge.

  • Höhere Sicherheit: Jede Transaktion wird mittels Multifaktor- oder biometrischer Verifizierung direkt von der Bank der Kundin oder des Kunden authentifiziert. Das reduziert Betrug und Diebstähle von Anmeldedaten, da keine Kartennummern offengelegt oder wiederverwendet werden.

  • Mehr Vertrauen und Vertrautheit: Die Kundinnen und Kunden sind bereits mit dem Anmeldeprozess ihrer Bank vertraut. Die direkte Zahlung über ihre Bank erleben sie als sicher und unkompliziert. Das gilt insbesondere für Käufer/innen, die Kartenangaben nicht online speichern möchten oder keine Kreditkarte besitzen.

  • Weniger fehlgeschlagene Zahlungen: Kartentransaktionen können aufgrund von Limits, abgelaufenen Karten oder Betrugsprüfungen fehlschlagen. Bei Bankzahlungen wird Geld direkt vom verfügbaren Guthaben übertragen, was Ablehnungen und Zahlungsabbrüche reduziert.

  • Weniger Rückbuchungen und Zahlungsanfechtungen: Sobald Banküberweisungen genehmigt sind, lassen sie sich nur schwer stornieren. Diese Stabilität schützt Unternehmen vor Rückbuchungsmissbrauch und hält den Umsatz vorhersehbar.

  • Sofortige Bestätigung: Über 70 Länder weltweit verfügen über Sofortüberweisungssysteme, was bedeutet, dass Zahlungen innerhalb von Sekunden erfolgen. Das macht das Verfahren sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für Unternehmen einfacher.

  • Globale Abdeckung: Viele Märkte weltweit bevorzugen lokale Bankzahlungssysteme. Wenn Sie diese Methoden unterstützen, können Sie Ihren Kundinnen und Kunden die Zahlungsoptionen anbieten, die sie bereits nutzen.

Wie können E-Commerce-Unternehmen Bankzahlungen zu ihrem Bezahlvorgang hinzufügen?

Mit dem richtigen Anbieter und einer starken Nutzererfahrung (UX) können Unternehmen Bankzahlungen mit wenig Entwicklungszeit zu ihrem Bezahlvorgang hinzufügen. Schaffen Sie eine einfache, kostengünstigere Zahlungserfahrung, indem Sie diese Grundsätze befolgen:

  • Wählen Sie einen Zahlungsdienstleister, der Bankzahlungen unterstützt: Nutzen Sie einen Anbieter, der Lastschriftverfahren oder lokale Echtzeitzahlungen über eine einzige Integration anbietet. Ein Anbieter wie Stripe handhabt diese Methoden weltweit, sodass Sie keine direkten Verbindungen zu einzelnen Banken aufbauen müssen.

  • Erfüllen Sie die Anforderungen bezüglich Compliance und Autorisierung: Einige Banknetzwerke verlangen Kundenmandate oder die Verifizierung von Unternehmen, bevor Sie Zahlungen abwickeln können. Beispielsweise ist für SEPA-Lastschriften eine elektronische Autorisierung der Kundinnen und Kunden erforderlich, während ACH eigene Einwilligungsregeln hat. Ein guter Anbieter automatisiert die meisten dieser Arbeiten, um sicherzustellen, dass Sie die lokalen Standards erfüllen.

  • integrieren Sie die Option in den Bezahlvorgang: Fügen Sie dort, wo Kundinnen und Kunden es erwarten, neben Karten und Wallets eine Schaltfläche „Bankzahlung“ oder „Banküberweisung“ hinzu. Der Ablauf sollte einfach sein: eine Bankanmeldung oder die Eingabe einer Kontonummer, Bestätigung und Rückkehr zum Bezahlvorgang. Testen Sie den Ablauf unbedingt auf Mobilgeräten, wo Kundinnen und Kunden zum Genehmigen von Zahlungen häufig ihre Banking-App verwenden.

  • Kommunizieren Sie transparent: Sagen Sie Ihren Kundinnen und Kunden, was bei den einzelnen Schritten passiert. Versichern Sie ihnen außerdem, dass ihre Anmeldedaten bei ihrer Bank und nicht beim Unternehmen bleiben. Verwenden Sie eine klare, vertrauensbildende Sprache (z. B. „Sie werden sicher an Ihre Bank weitergeleitet, um die Zahlung zu bestätigen“) und legen Sie Zeitvorgaben für langsamere Netzwerke wie ACH fest.

  • Überwachen und optimieren Sie Ihre Vorgänge: Verfolgen Sie Akzeptanz, Abbruchraten und Zahlungsabwicklungszeiten. Passen Sie das Design oder die Botschaften ausgehend von den Elementen an, auf die ihre Kundschaft am besten reagiert.

Welche Herausforderungen bringen Bankzahlungen im E-Commerce mit sich?

Bankzahlungen können kostengünstig und sicher sein, sind aber nicht perfekt.

Mit einigen Herausforderungen müssen Unternehmen bei der Einführung rechnen:

  • Dauer der Zahlungsabwicklung: Bei einigen Methoden handelt es sich nicht um Sofortzahlungen. ACH-Standardzahlungen in den USA und SEPA-Lastschriften in Europa benötigen in der Regel ein bis drei Werktage, können aber bis zu fünf Tage in Anspruch nehmen. Echtzeitsysteme entwickeln sich schnell – das globale Echtzeit-Zahlungsvolumen stieg 2024 um 42 % –, aber noch nicht alle Banken oder Regionen unterstützen die Zahlungsabwicklung rund um die Uhr.

  • Komplexe grenzüberschreitende Zahlungen: Bankzahlungen funktionieren am besten innerhalb lokaler Netzwerke. Bei internationalen Überweisungen kann es zu Verzögerungen, Währungsumrechnungskosten oder Compliance-Hürden kommen. Während Bemühungen laufen, einige dieser Probleme zu beseitigen, sind für globales Skalieren mehrere lokale Integrationen oder ein All-in-One-Zahlungsdienstleister erforderlich.

  • Fehlgeschlagene Zahlungen und Rückgaben: Auf Pull-Methoden basierende Zahlungen wie ACH- und SEPA-Lastschriftverfahren können bei unzureichender Deckung eines Kontos fehlschlagen. Sofortige Saldenverifizierung oder garantierte Zahlungen können dieses Risiko verringern.

  • Annahme durch Kundinnen und Kunden: Auch wenn der Bekanntheitsgrad zunimmt, tendieren Käufer/innen in einigen Regionen immer noch dazu, standardmäßig mit Karten zu zahlen. Im Jahr 2024 hatten nur etwa 11 % der Erwachsenen in den USA im vergangenen Jahr eine Bankzahlungsmethode genutzt. Klares Design und Kundenaufklärung sind unerlässlich, um die Akzeptanz zu steigern.

  • Betriebliche Abwicklung: Aktionen wie Rückerstattungen und Stornos funktionieren anders als bei Kartenzahlungen. Unternehmen müssen die Buchhaltung anpassen und Workflows für bankgestützte Zahlungsabwicklung unterstützen.

So kann Stripe Financial Connections Sie unterstützen

Stripe Financial Connections umfasst mehrere APIs, mit denen Sie eine sichere Verbindung zu den Bankkonten Ihrer Kundinnen und Kunden herstellen und deren Finanzdaten abrufen können. Das hilft Ihnen dabei, innovative Finanzprodukte und -dienstleistungen zu entwickeln.

Mit Financial Connections können Sie unter anderem Folgendes umsetzen:

  • Vereinfachtes Onboarding: Bieten Sie einen nahtlosen, sofortigen Verifizierungsprozess für Bankkonten, der keine manuelle Identitäts- und Kontoverifizierung erfordert.

  • Zugriff auf umfangreiche Finanzdaten: Rufen Sie umfassende Informationen über die Bankkonten und Kundinnen und Kunden ab, einschließlich Kontostände, Transaktionen und Kontodetails.

  • Automatisierung wiederkehrender Zahlungen: Ermöglichen Sie Ihren Kundinnen und Kunden, ihre Bankkonten für wiederkehrende Zahlungen sicher zu verknüpfen und die Erfolgsquote von Zahlungen zu verbessern.

  • Verbessertes Risikomanagement: Analysieren Sie die Finanzdaten Ihrer Kundinnen und Kunden, um fundiertere Entscheidungen über Kredite, Darlehen und andere Finanzprodukte zu treffen.

  • Rechtskonformität: Financial Connections hilft Ihnen, die rechtlichen Vorgaben bezüglich Kundenprüfung (Know Your Customer, KYC) und Geldwäschebekämpfung (Anti-Money Laundering, AML) zu erfüllen.

  • Zuverlässige Innovation: Entwickeln Sie neue Finanzprodukte und -dienste auf der sicheren und zuverlässigen Infrastruktur von Financial Connections.

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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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