Um sicherzustellen, dass Kundinnen und Kunden sowohl auf E-Commerce-Websites als auch in stationären Geschäften ein angenehmes Einkaufserlebnis genießen können, müssen Einzelhändler/innen ihre Zahlungsoptionen sorgfältig auswählen. Beispielsweise erweitert das Angebot mehrerer gängiger Online-Zahlungsmethoden auf einer E-Commerce-Website die Auswahlmöglichkeiten für Kundinnen und Kunden, erhöht die Benutzerfreundlichkeit der Website und führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus ist es beim Betrieb eines grenzüberschreitenden E-Commerce, der sich nicht nur an japanische Kundinnen und Kunden, sondern auch an ausländische Märkte richtet, wichtig, auf Zahlungsoptionen zu achten, die im Ausland beliebt sind, und die Einführung von Zahlungsmethoden in Betracht zu ziehen, die für den grenzüberschreitenden E-Commerce geeignet sind.
Unternehmen können beispielsweise durch Ratenzahlungen eine Zahlungsumgebung schaffen, die Kundinnen und Kunden zufriedenstellt. Insbesondere wenn beim Kauf hochpreisiger Artikel keine Ratenzahlung als Zahlungsdienstleistung angeboten wird, könnten potenzielle Käufer/innen das Interesse verlieren oder den Kauf ganz aufgeben, weil die sofortige Zahlung des gesamten Betrags zu schwierig ist. Dadurch gehen möglicherweise Umsatzchancen verloren. Aus diesem Grund wird empfohlen, Ratenzahlungen als Option anzubieten, unabhängig davon, ob Sie Ihr Geschäft online oder offline betreiben.
In diesem Artikel stellen wir Zahlungsdienstleistungen vor, die Ratenzahlungen anbieten, und erläutern die Vorteile ihrer Einführung sowohl für Unternehmen als auch für Kundinnen und Kunden. Außerdem gehen wir auf die Zahlungsabwicklungsgebühren ein und beantworten häufig gestellte Fragen.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Zahlungsdienstleistungen, die Ratenzahlungen anbieten
- Vorteile von Ratenzahlungen für Unternehmen
- Vorteile von Ratenzahlungen für Verbraucher/innen
- Wie werden die Gebühren für Ratenzahlungen festgelegt?
- Vorgehensweise zur Einführung von Ratenzahlungen
- Häufig gestellte Fragen zu Ratenzahlungen mit Kreditkarte
- So unterstützt Stripe Ratenzahlungen
Zahlungsdienstleistungen, die Ratenzahlungen anbieten
Es gibt drei Hauptarten von Zahlungsdienstleistungen, die Ratenzahlungen auf E-Commerce-Websites und in physischen Geschäften ermöglichen:
Kreditkartenzahlungen: Kreditkartenzahlungen basieren auf der Bonität des Kunden oder der Kundin. Der Kaufbetrag wird zunächst von der Kreditkartengesellschaft übernommen und später dem Käufer in Rechnung gestellt.
Jetzt kaufen, später bezahlen (Buy now, pay later, BNPL): Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei BNPL um eine aufgeschobene Zahlungsmethode, bei der Kundinnen und Kunden Waren jetzt kaufen und später bezahlen können.
Einkaufskredite: Hierbei handelt es sich um spezielle Kredite, die für den Kauf bestimmter Produkte oder Dienstleistungen verfügbar sind. Bei typischen Einkaufskrediten wird der Kaufpreis von einem Kreditfinanzierungsunternehmen wie JCB vorfinanziert und der Käufer oder die Käuferin zahlt ihn später in Raten zurück.
Lassen Sie uns jede dieser Optionen genauer betrachten.
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Zahlungsdienstleistung |
Vorteile |
Nachteile |
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Kreditkarte |
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Jetzt kaufen, später bezahlen (Buy now, pay later, BNPL) |
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Einkaufskredit (Banken und Kreditunternehmen) |
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Vorteile von Ratenzahlungen für Unternehmen
Wenn Unternehmen Ratenzahlungen einführen, können sie von folgenden Vorteilen profitieren:
Zugang zu neuen Zielgruppen
Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Ratenzahlungsdienstleistungen, die ohne Kreditkarte genutzt werden können. Dadurch können Unternehmen jüngere Generationen ansprechen, die keine Kreditkarten besitzen. Durch das Angebot von Ratenzahlungen zusätzlich zu Einmalzahlungen können Unternehmen das Kaufinteresse eines breiteren Spektrums von Verbraucherinnen und Verbrauchern wecken, wodurch sie potenziell neue Kundinnen und Kunden gewinnen können.
Geringeres Risiko von Warenkorbabbrüchen
Warenkorbabbrüche, also das Phänomen, dass Kundinnen und Kunden eine Website verlassen, ohne die in ihren Warenkorb gelegten Artikel zu kaufen, sind ein besonders ernstes Problem für E-Commerce-Unternehmen. Selbst in stationären Geschäften gibt es Fälle, in denen Kundinnen und Kunden einen Kauf nicht abschließen, weil keine Ratenzahlungen möglich sind, obwohl das Produkt exklusiv in diesem Geschäft erhältlich ist.
Ein Grund, warum Verbraucher/innen ihre Einkäufe abbrechen, ähnlich wie beim Warenkorbabbruch auf E-Commerce-Websites, ist das Fehlen der gewünschten Zahlungsmethoden. Daher kann die Einführung von Ratenzahlungen neben mehreren E-Commerce-Zahlungsoptionen dazu beitragen, die Kundenabwanderung zu reduzieren und die Konversionsraten zu verbessern.
Wenn stationäre Geschäfte wie Einzelhändler/innen Ratenzahlungen einführen und den Kundinnen und Kunden die Höhe jeder Ratenzahlung anzeigen, können sie außerdem die Kaufbarriere senken und die Kaufwahrscheinlichkeit der Kundinnen und Kunden erhöhen.
Steigerung der durchschnittlichen Ausgaben pro Kunde bzw. Kundin
Die positive Erfahrung, gewünschte Artikel ohne finanzielle Belastung per Ratenzahlung erwerben zu können, kann zu einer höheren Kundenzufriedenheit führen. Ein positives Einkaufserlebnis für Kundinnen und Kunden kann zu einer Zunahme hochwertiger Käufe führen und letztendlich zu einer Steigerung der durchschnittlichen Kundenausgaben.
Vorteile von Ratenzahlungen für Verbraucher/innen
Betrachten wir als Nächstes die Vorteile für Kundinnen und Kunden, die in Raten zahlen.
Geringere finanzielle und psychische Belastung
Im Vergleich zu Einmalzahlungen haben Ratenzahlungen, bei denen nicht der gesamte Betrag auf einmal gezahlt werden muss, den großen Vorteil, dass sie den psychischen Druck verringern und verhindern, dass die finanzielle Belastung auf einmal spürbar wird. Bei Produkten und Dienstleistungen, die in der Regel teuer sind, wie Möbel, Haushaltsgeräte, Luxusmarkenkleidung und Auslandsreisen, kann eine einmalige Zahlung eine übermäßige Belastung darstellen. Für Kundinnen und Kunden, die diese Belastung empfinden, können Ratenzahlungen eine hilfreiche Option sein.
Solide Haushaltsführung
Selbst wenn eine Anschaffung unbedingt getätigt werden muss, verhindern Ratenzahlungen eine unnötige Belastung des Haushaltsbudgets und ermöglichen es den Kundinnen und Kunden, ihre Finanzen planmäßig und fundiert zu verwalten. Durch die Vermeidung großer Einmalzahlungen können Sie das Risiko einer finanziellen Belastung vermeiden. Die Zahlung in Raten ermöglicht es dem Kunden oder der Kundin nicht nur, Dinge zu erwerben, die er mit einer Einmalzahlung nicht bekommen würde, sondern hilft ihm auch, einen soliden Finanzplan aufrechtzuerhalten.
Einfaches und nahtloses Einkaufserlebnis
Zahlungsdienstleistungen, die Ratenzahlungen ermöglichen, sind einfach zu bedienen. Dies ist für Verbraucherinnen und Verbraucher ein großer Vorteil.
Beispielsweise müssen Nutzer/innen bei den meisten Zahlungsdienstleistungen, die Ratenzahlungen über eine App anbieten, die erforderlichen Informationen wie Kreditkartendaten nur bei der ersten Zahlung eingeben. Nach der Registrierung können nachfolgende Käufe einfach und schnell ohne erneute Eingabe dieser Informationen abgeschlossen werden.
Daher werden Ratenzahlungsdienstleistungen, die gut in den In-App-Kaufvorgang integriert sind, von vielen Nutzerinnen und Nutzern von E-Commerce-Websites bevorzugt. Je nach Zahlungsdienstleistung können für den Kauf keine Zinsen anfallen. Dies trägt zur Senkung der Ausgaben bei.
Wie werden die Gebühren für Ratenzahlungen festgelegt?
Bei der Nutzung einer Ratenzahlungsdienstleistung basieren die Zahlungsgebühren für Unternehmen in erster Linie auf den folgenden Faktoren:
- Geschäftstätigkeiten (Branche)
- Umsatz (Transaktion)
- Anzahl der Zahlungen
- Unternehmensgröße
- Kreditwürdigkeit
Die tatsächliche Höhe der Gebühr hängt jedoch von der Art des Vertrags mit der Zahlungsdienstleistung, dem vertraglich vereinbarten Kreditkartenunternehmen oder der Kreditfinanzierungsgesellschaft und dem Zahlungsdienstleister ab und kann daher nicht allgemein definiert werden. Da Kartenunternehmen und Konsumfinanzierungsunternehmen ihre Händlergebühren in der Regel nicht offenlegen, ist es außerdem wichtig, vorab einen detaillierten Kostenvoranschlag einzuholen, in dem die Implementierungskosten (z. B. für die speziellen Zahlungsterminals, die für die Kreditkartenabwicklung in stationären Geschäften erforderlich sind) und die laufenden Betriebskosten aufgeführt sind.
Bevor Sie einen Vertrag für Zahlungsdienstleistungen abschließen, sollten Sie unbedingt die Zahlungsgebühren überprüfen und die Kosteneffizienz sorgfältig abwägen. Wenn Sie beispielsweise einen Zahlungsdienstleister beauftragen, um Ratenzahlungen in Ihrem E-Commerce-Shop oder stationären Geschäft einzuführen, ist es wichtig, die Gebühren des Zahlungsdienstleisters und dessen Unterstützung für Ratenzahlungspläne zu kennen.
Vorgehensweise zur Einführung von Ratenzahlungen
Die Vorgehensweise zur Implementierung und Bereitstellung von Ratenzahlungen variiert je nach Zahlungsdienstleistung geringfügig, folgt jedoch im Allgemeinen diesen Schritten:
- Zahlungsdienstleistungen beantragen.
- Das von der Kreditkarten- oder Kreditfinanzierungsgesellschaft erhaltene Antragsformular für Händler/innen ausfüllen und einreichen.
- Die Kreditkarten- oder Kreditfinanzierungsgesellschaft führt eine Bonitätsprüfung durch.
- Benachrichtigung über das Ergebnis der Bonitätsprüfung erhalten.
- Für stationäre Geschäfte (einschließlich mobiler Verkaufsstellen wie Pop-up-Shops in der Nähe von Bahnhöfen) liefert die Kreditkarten- oder Kreditfinanzierungsgesellschaft ein spezielles Zahlungsterminal.
- Mit der Annahme von Ratenzahlungen beginnen.
Bitte beachten Sie, dass Sie in Bezug auf den fünften Punkt oben (für stationäre Geschäfte) möglicherweise Ihr Zahlungsterminal durch ein Datenterminal ersetzen müssen, das Ratenzahlungen unterstützt, wenn Sie bereits über einen Vertrag für Kreditkartenzahlungen verfügen und nun Ratenzahlungen einführen möchten.
Häufig gestellte Fragen zu Ratenzahlungen mit Kreditkarte
Wenn Sie in Japan mit Kreditkarte einkaufen, können Sie in der Regel zum Zeitpunkt des Kaufs zwischen einer vollständigen Zahlung und einer Ratenzahlung wählen. Im Folgenden finden Sie einige häufig gestellte Fragen zur Einführung von Ratenzahlungen mit Kreditkarte.
Was geschieht, wenn ein/e Kreditkartennutzer/in einen Kauf mit Ratenzahlung tätigt, aber den in Rechnung gestellten Betrag nicht bezahlt?
Da der Kartenaussteller den Betrag bereits autorisiert hat, erhält das Unternehmen den in Rechnung gestellten Betrag.
Wie wird das Kreditlimit für Ratenzahlungen mit einer Kreditkarte gehandhabt?
Der Höchstbetrag, der mit einer Kreditkarte ausgegeben werden kann, wird als „Kreditlimit” bezeichnet. Innerhalb des Kreditlimits wird das Kartenlimit ohne Bargeldbezüge als „Einkaufslimit” bezeichnet. Das Nutzungslimit für Ratenzahlungen, Bonuszahlungen und revolvierende Zahlungen, das im Einkaufslimit enthalten ist, wird als „Ratenlimit” bezeichnet.
Jedes Kreditkartenunternehmen legt Ratenlimits fest, um zu verhindern, dass Kundinnen und Kunden Ratenzahlungen übernehmen, die ihre Rückzahlungsfähigkeit übersteigen. Wenn Zahlungen über mehr als zwei Monate erfolgen, wird daher ein Kreditkartenausgabelimit (geschätzte Zahlungsfähigkeit) festgelegt und eine Ratenkreditlinie bestimmt. Diese Linie soll Ratenzahlungen oder revolvierende Kredite ermöglichen, die auf die Rückzahlungsfähigkeit jedes Kunden oder jeder Kundin zugeschnitten sind. Es ist wichtig zu beachten, dass Ratenzahlungen nicht für Beträge verwendet werden können, die dieses Ratenkreditlimit überschreiten.
Wenn Ihre Kreditkarte beispielsweise ein Einkaufslimit von 700.000 Yen und ein Ratenzahlungslimit von 500.000 Yen hat, bedeutet dies, dass bis zu 500.000 Yen des Einkaufslimits von 700.000 Yen für Ratenzahlungen, revolvierende Zahlungen oder Bonuszahlungen verwendet werden können.
Was geschieht, wenn während eines Ratenzahlungsplans mit Kreditkarte eine vollständige oder teilweise Rückerstattung erfolgt?
Im Falle einer vollständigen Rückerstattung wird der bereits gezahlte Betrag (Produktkosten zuzüglich Ratengebühren) in einer Summe an den Karteninhaber oder die Karteninhaberin zurückerstattet, und es fallen keine weiteren Gebühren an.
Wenn bereits ein Teil des Betrags bezahlt wurde, wird nach der Rückerstattung ein neuer Zahlungsplan erstellt. Nehmen wir beispielsweise an, dass für einen Einkauf im Wert von insgesamt 1.000.000 Yen ursprünglich ein Zahlungsplan mit 10 Raten (100.000 Yen pro Monat) vereinbart wurde. Obwohl bereits fünf Monatsraten (500.000 Yen) bezahlt wurden, beträgt der angepasste Rechnungsbetrag 600.000 Yen (1.000.000 Yen – 400.000 Yen), wenn aus irgendeinem Grund 400.000 Yen als Rückerstattung vom ursprünglich in Rechnung gestellten Gesamtbetrag behandelt werden sollen. Da bereits 500.000 Yen bezahlt wurden, beträgt der verbleibende Rechnungsbetrag 100.000 Yen (600.000 Yen – 500.000 Yen). Anschließend wird ein neuer Zahlungsplan mit 10 monatlichen Raten à 10.000 Yen aufgestellt.
Das oben genannte Beispiel ist jedoch nur ein Beispiel, und die Handhabung kann je nach Kartenaussteller variieren. Es ist daher wichtig, sich direkt an den Kartenaussteller zu wenden, um dies zu bestätigen.
So unterstützt Stripe Ratenzahlungen
In Japan werden etwa 70 % der Einkäufe von Waren und Dienstleistungen auf E-Commerce-Websites mit Kreditkarten bezahlt. Die Verwendung von Stripe ist eine Möglichkeit, Ratenzahlungen für häufig genutzte Kreditkartentransaktionen einzuführen. Bei Stripe fallen keine zusätzlichen Gebühren für Ratenzahlungen an; es gilt nur die standardmäßige Zahlungsabwicklungsgebühr von 3,6 %, die auch für Einmalzahlungen gilt. (Je nach Ratenzahlungsplan müssen Kreditkartennutzer/innen möglicherweise Zinsen oder andere Gebühren an ihren Kartenaussteller zahlen.
Bitte beachten Sie jedoch, dass derzeit Ratenzahlungsdienstleistungen über Stripe nur für in Japan ausgestellte Kreditkarten verfügbar sind und die Zahlungswährung Japanischer Yen (JPY) sein muss..
Mit Stripe können Sie Ihren Kundinnen und Kunden äußerst flexible Kaufpläne anbieten, mit bis zu 60 Ratenzahlungen für Visa und Mastercard und bis zu 24 Raten für JCB. Jede dieser Marken unterstützt auch revolvierende Zahlungen und Bonuszahlungen. Darüber hinaus werden Ratenzahlungen zwar in einer Summe an das Unternehmen gezahlt, jedoch bietet Stripe den Vorteil eines kurzen Zahlungszyklus, da der gesamte Rechnungsbetrag innerhalb von vier Werktagen eingeht. Damit ist Stripe eine attraktive Option für Unternehmen, die ihren Cashflow verbessern und ihren Umsatz steigern möchten.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.