Was ist eine Delaware Corporation? Das sollten Unternehmen wissen

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  1. Einführung
  2. Was ist eine C-Corporation?
  3. Was ist eine Delaware Corporation?
  4. Vorteile der Unternehmensgründung in Delaware
  5. So gründen Sie eine Delaware C-Corp
  6. Angels und andere Arten von Investorinnen und Investoren – ein Vergleich

Die Wahl des Unternehmenssitzes kann sich erheblich auf die Entwicklung Ihres Unternehmens auswirken. Delaware ist der bevorzugte Standort für mehr als zwei Drittel der Fortune-500-Unternehmen und die Gründung einer Gesellschaft in Delaware ist für Unternehmen jeder Größe attraktiv – von Start-ups bis hin zu multinationalen Konzernen.

Zu den Gründen, warum sich Unternehmen für eine Gründung in Delaware entscheiden, zählen unter anderem die Unternehmensgesetze und das solide Rechtssystem des Bundesstaates, bestimmte Steuervorteile sowie die Bevorzugung durch Investoren. Wenn Sie diese Vorteile, ihre Auswirkungen und die mögliche Übereinstimmung mit Ihren geschäftlichen Zielen verstehen, können Sie fundierte Entscheidungen über Ihre Unternehmensstruktur treffen.

Im Folgenden erläutern wir Ihnen, wie Sie eine Delaware C-Corporation gründen, welche Vorteile eine Gründung und Geschäftstätigkeit in Delaware bietet und welche weiteren wichtigen Faktoren Unternehmen berücksichtigen sollten.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was ist eine C-Corporation?
  • Was ist eine Delaware Corporation?
  • Vorteile der Unternehmensgründung in Delaware
  • So gründen Sie eine Delaware C-Corp
  • So kann Stripe Atlas helfen

Was ist eine C-Corporation?

C-Corporation ist ein rechtlicher Begriff, der sich auf einen bestimmten Steuerstatus bezieht, den das IRS einem Unternehmen gewährt. Eine C-Corporation ist eine eigenständige juristische Person, die von ihren Eigentümerinnen und Eigentümern getrennt ist, wie in Unterkapitel C des Internal Revenue Code definiert. Diese Unterscheidung wirkt sich auf mehrere weitere wesentliche Merkmale von C-Corporations aus:

  • Beschränkte Haftung
    Inhaber/innen, also Aktionärinnen und Aktionäre, sind im Falle von Schulden oder rechtlichen Urteilen gegen die Corporation vor persönlicher Haftung geschützt. Das bedeutet, dass ihre privaten Vermögenswerte – wie Häuser, Autos und persönliche Bankkonten – abgesichert sind. Diese beschränkte Haftung ist einer der Hauptgründe, warum viele Unternehmerinnen und Unternehmer sich für die Gründung einer C-Corporation entscheiden.

  • Flexible Eigentumsverhältnisse
    Das Eigentum einer C-Corporation ist in Aktien aufgeteilt. Dieses System ermöglicht Veränderungen in der Eigentümerstruktur – Aktionärinnen und Aktionäre können Anteile leicht übertragen, verkaufen oder verschenken. Es gibt keine Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Aktionärinnen und Aktionäre, was C-Corporations die Möglichkeit gibt, Investitionen anzuziehen und zu wachsen.

  • Fortbestand des Unternehmens
    C-Corporations können unabhängig von ihren Gründerinnen und Gründern oder aktuellen Aktionärinnen und Aktionären fortbestehen. Das bedeutet, dass die Corporation ihre ursprünglichen Inhaber/innen überdauern kann. Das macht sie zu einer attraktiven Alternative für Gründer/innen, die möchten, dass ihr Unternehmen auch nach ihrem Ausscheiden weitergeführt wird.

  • Doppelbesteuerung
    Diese Unternehmensstruktur hat einen erheblichen Nachteil: die Doppelbesteuerung. Das Unternehmen zahlt Körperschaftssteuer auf seine Gewinne. Wenn eventuelle Gewinne nach Steuern als Dividenden an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet werden, müssen diese die Dividenden nochmals versteuern und Einkommensteuer darauf zahlen. Das kann zu einem höheren effektiven Steuersatz auf Unternehmensgewinne führen.

  • Managementstruktur
    C-Corporations müssen eine formelle Führungsstruktur aufweisen. Ein von den Aktionärinnen und Aktionären gewählter Vorstand ist für wesentliche Unternehmensentscheidungen zuständig und gibt die Richtung des Unternehmens vor. Die Führungsriege des Unternehmens (CEO, CFO usw.) leitet das tägliche Geschäft.

  • Mittelbeschaffung und Investitionen
    C-Corporations sind für Investoren besonders attraktiv. Diese Unternehmensform kann Kapital durch den Verkauf verschiedener Arten von Eigenkapital aufnehmen und komplexe Kapitalstrukturen abbilden. Viele Risikokapitalgeber bevorzugen die C-Corp-Struktur.

Alle US-Unternehmen werden standardmäßig zunächst als C-Corporations eingestuft, es sei denn, sie ergreifen eine der beiden folgenden Maßnahmen:

  • Einreichen des Formulars 2553 beim IRS, um den Status einer S-Corporation zu wählen. Dieser Status ermöglicht eine Durchlaufbesteuerung und begrenzt die Anzahl der Aktionärinnen und Aktionäre.
  • Mit Antrag 501(c) bei der IRS den Status der Gemeinnützigkeit beantragen, was die Befreiung von der nationalen Einkommensteuer zur Folge hat.

Was ist eine Delaware Corporation?

Eine Delaware Corporation, also eine Delaware C-Corporation, ist eine Unternehmensform, die sich nach den Gesetzen des Bundesstaates Delaware gründet und nach Unterkapitel C des Internal Revenue Code besteuert wird. Delaware ist ein beliebter Standort für Unternehmensgründungen aufgrund seiner flexiblen, unternehmensfreundlichen Gesetze und des gut etablierten Rechtssystems mit umfangreicher Präzedenzfall-Rechtsprechung.

Vorteile der Unternehmensgründung in Delaware

Ähnlich wie andere C-Corporations bieten auch Delaware C-Corporations den Schutz der beschränkten Haftung. Die Aktionärinnen und Aktionäre einer Delaware C-Corporation sind vor persönlicher Haftung für Verpflichtungen und Schulden des Unternehmens geschützt. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Vorteile von Delaware C-Corporations:

  • Fortschrittliche, flexible Unternehmensgesetze: Das Delaware General Corporation Law (DGCL) ist hochentwickelt und anpassungsfähig und wird kontinuierlich aktualisiert, um sich ändernden Geschäftspraktiken und rechtlichen Auslegungen Rechnung zu tragen.

  • Unternehmensfreundliches Rechtssystem: Das Court of Chancery in Delaware ist auf Unternehmensstreitigkeiten spezialisiert. Das Gericht arbeitet ohne Jury; stattdessen treffen erfahrene Richterinnen und Richter Entscheidungen, was schnellere und besser vorhersehbare Ergebnisse für Unternehmen in Delaware ermöglicht.

  • Präzedenzfälle schaffende Rechtsprechung: Delaware hat eine umfassende Tradition im Beilegen Unternehmen betreffender Rechtssachen und verfügt über eine sehr umfangreiche Rechtsprechung, die bei Gerichtsverfahren für Vorhersehbarkeit und Beständigkeit sorgt.

  • Datenschutzaspekte: Da in den Gründungsdokumenten keine Namen von leitenden Angestellten oder Direktoren angegeben werden müssen, bietet Delaware Unternehmen ein Maß an Datenschutz, das in vielen anderen Bundesstaaten nicht gegeben ist.

  • Präferenz von Investorinnen und Investoren: Viele Investoren, insbesondere Risikokapitalgeber, bevorzugen Delaware-Unternehmen aufgrund des gut verstandenen und unternehmensfreundlichen rechtlichen Umfelds des Bundesstaates.

  • Managementfreundliche Richtlinien: Das Gesellschaftsrecht von Delaware wird häufig als managementfreundlich betrachtet. Beispielsweise erlaubt es Einpersonengesellschaften, in denen eine Person als alleiniges Vorstandsmitglied fungieren und sämtliche Führungspositionen innehaben kann.

  • Steuervorteile: Delaware bietet bestimmte steuerliche Vorteile. Beispielsweise fällt eine Franchise-Steuer an, jedoch keine staatliche Körperschaftssteuer für Unternehmen, die in Delaware gegründet wurden, dort aber keine Geschäfte tätigen.

  • Einfache Gründung: Der Bundesstaat Delaware verfügt über einen effizienten und zielführenden Gründungsprozess.

So gründen Sie eine Delaware C-Corp

Die Gründung einer Delaware C-Corporation umfasst mehrere Schritte:

  • Wählen Sie einen Namen für Ihre Corporation: Der Name Ihres Unternehmens muss einzigartig sein und darf nicht bereits von einem anderen Unternehmen in Delaware verwendet werden. Sie können die Verfügbarkeit des Namens auf der Website der Delaware Division of Corporations prüfen.

  • Bestellung einer registrierte Vertreterin/eines registrierten Vertreters: Delaware verlangt, dass alle Corporations eine registrierte Vertreterin/einen registrierten Vertreter mit einer physischen Adresse in Delaware haben. Diese/r Vertreter/in ist verantwortlich für den Empfang offizieller Dokumente und rechtlicher Schreiben im Namen der Corporation.

  • Gründungsurkunde einreichen: Sie müssen dieses Dokument beim Secretary of State von Delaware einreichen. Darin sind die wesentlichen Angaben zu Ihrem Unternehmen wie der Name, die Adresse der registrierten Vertreterin bzw. des registrierten Vertreters sowie die Anzahl und der Wert der genehmigten Aktien enthalten.

  • Unternehmenssatzung erstellen: Dieses interne Regelwerk steuert Ihr Unternehmen. Es behandelt Themen wie die Unternehmensstruktur, die Rechte von Aktionärinnen und Aktionären und die Durchführung von Versammlungen.

  • Vorstand und Führungskräfte einsetzen: Der Vorstand überwacht die wichtigsten Entscheidungen des Unternehmens, während die Führungskräfte den täglichen Betrieb leiten.

  • Aktien ausgeben: Dieser Schritt beinhaltet die Ausgabe von Aktien an die ursprünglichen Inhaber/innen des Unternehmens.

  • Arbeitgeber-Identifikationsnummer (EIN) beantragen: Diese von der IRS vergebene eindeutige Nummer wird für steuerliche Zwecke verwendet. Eine EIN können Sie auf der Website der IRS beantragen.

  • Sonstige steuerliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllen: Je nach Art Ihres Unternehmens und Ort Ihrer Geschäftstätigkeit müssen Sie sich eventuell für bundesstaatliche und kommunale Steuern registrieren, Unternehmenslizenzen und Genehmigungen einholen oder andere aufsichtsrechtliche Anforderungen erfüllen.

  • Einen Jahresbericht erstellen: Delaware verlangt von Unternehmen das Erstellen eines Jahresberichts und die jährliche Zahlung von Franchise-Steuern.

Obwohl die Gründung einer Delaware C-Corporation viele Vorteile bietet – darunter ein solides rechtliches Umfeld, günstige Steuerstrukturen und die Bevorzugung durch Investoren – umfasst der Prozess auch wichtige rechtliche, steuerliche und geschäftliche Überlegungen. Ziehen Sie während dieses Prozesses rechtliche und steuerliche Fachberatung hinzu, um die Unternehmensstruktur mit Ihren geschäftlichen Zielen in Einklang zu bringen.

Angels und andere Arten von Investorinnen und Investoren – ein Vergleich

Bevor Sie sich um eine Finanzierung durch Angels bemühen, sollten Sie sich mit anderen Arten von Start-up-Investorinnen und -Investoren vertraut machen. Hier finden Sie einen Überblick über die Investitionsmöglichkeiten:

  • Venture Capitalists (VCs): VCs sind Unternehmen oder Einzelpersonen, die in Start-ups mit starkem Wachstumspotenzial investieren, in der Regel im Austausch gegen Anteile. Im Gegensatz zu Angel-Investorinnen und -Investoren investieren sie in der Regel in den späteren Phasen der Entwicklung eines Start-ups, nachdem das Unternehmen eine gewisse Markttraktion gezeigt hat. VCs investieren größere Geldsummen als Angel-Investorinnen und -Investoren und beeinflussen die Ausrichtung des Unternehmens normalerweise stärker. Sie streben erhebliche Renditen an und verfolgen in der Regel einen aggressiveren Ansatz, um das Geschäft zu skalieren und innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einen Ausstieg zu erreichen.

  • Seed-Fonds: Dabei handelt es sich um spezialisierte VC-Fonds, die sich auf Frühphaseninvestitionen konzentrieren, oft vor Angel-Investitionen und größeren VC-Runden. Sie investieren in Start-ups, die das Konzeptstadium hinter sich gelassen haben und ein Minimum Viable Product (MVP) oder eine gewisse anfängliche Traktion aufweisen.

  • Inkubatoren und Accelerators: Diese Programme unterstützen junge Unternehmen durch Schulungen, Mentoring und Finanzierung. Inkubatoren konzentrieren sich meist auf die anfängliche Entwicklungsphase und helfen Gründerinnen und Gründern dabei, Ideen in ein tragfähiges Unternehmen zu verwandeln. Accelerators hingegen zielen darauf ab, das Wachstum bestehender Unternehmen über einen kurzen Zeitraum schnell zu steigern.

  • Unternehmensinvestoren: Einige Unternehmen investieren in Start-ups, um Zugang zu innovativen Technologien zu erhalten, neue Märkte zu erschließen oder strategische Partnerschaften zu pflegen. Diese Investoren können wichtige Ressourcen bieten, streben aber möglicherweise mehr als nur finanzielle Rendite an, wie z. B. eine Beteiligung an der Technologie oder die Kontrolle über die Ausrichtung des Unternehmens.

  • Crowdfunding: Dabei werden kleine Geldbeträge von einer großen Anzahl von Personen gesammelt, in der Regel über Online-Plattformen. Crowdfunding kann eine gute Option für Start-ups sein, die ihr Produkt einem breiten Publikum vorstellen, mit potenziellen Kundinnen und Kunden in Kontakt treten und Geld beschaffen möchten, ohne Anteile aufzugeben oder Schulden aufzunehmen.

  • Staatliche Fördermittel und Subventionen: In einigen Branchen – insbesondere im Zusammenhang mit wissenschaftlicher Forschung, sauberen Technologien oder sozialen Auswirkungen – können staatliche Fördermittel und Subventionen erhebliche Finanzmittel liefern, ohne das Eigenkapital zu verwässern.

  • Peer-to-Peer-Kredite und Fremdfinanzierung: Die Fremdfinanzierung umfasst Kredite von Finanzinstituten oder Peer-to-Peer-Kreditplattformen. Diese Art der Finanzierung ist für Start-ups in der Frühphase in der Regel schwieriger zu sichern. Außerdem muss ein Start-up den Kredit dabei mit Zinsen zurückzahlen, allerdings ohne Verwässerung der Eigentumsverhältnisse.

  • Family Offices: Vermögende Familien haben oft private Vermögensverwaltungsberatungen, so genannte Family Offices, die direkt in Start-ups investieren. Diese Investoren können erhebliche Finanzmittel bereitstellen und sind im Vergleich zu traditionellen VCs möglicherweise an längerfristigen Investitionen interessiert.

  • Angel-Gruppen und Syndikate: Im Gegensatz zu einzelnen Angel-Investorinnen und -Investoren bündeln Angel-Gruppen oder Syndikate Ressourcen, um in Start-ups zu investieren. Diese Gruppen können größere Kapitalsummen bereitstellen und das Know-how und die Netzwerke mehrerer Investorinnen und Investoren kombinieren.

Jeder Investorentyp bringt unterschiedliche Vorteile, Erwartungen und Beteiligungsgrade mit sich. Start-ups sollten ihr Entwicklungsstadium, ihre Branche, ihren Finanzierungsbedarf und die Art der strategischen Beziehungen, die sie pflegen möchten, sorgfältig abwägen, bevor sie sich entscheiden, welchen Investorentyp sie ansprechen möchten.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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