Was sind Distanzzahlungen? Das müssen Unternehmen wissen

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Akzeptieren Sie Zahlungen online, vor Ort und weltweit mit einer Zahlungslösung, die für jede Art von Unternehmen geeignet ist – vom Start-up bis zum globalen Konzern.

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  1. Einführung
  2. Was ist eine CNP-Transaktion (Card-Not-Present)?
  3. Warum stellen CNP-Transaktionen ein Betrugsrisiko dar?
  4. So können Sie CNP-Transaktionen sicher akzeptieren
    1. Online-Zahlungen
    2. Per Telefon
    3. Manuelle und Eingabe vor Ort
  5. Gebühren und Kosten für die Abwicklung von CNP-Transaktionen
  6. So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Eine Transaktion ohne Kartenvorlage (Card-Not-Present, CNP) ist ein Kauf, der aus der Ferne getätigt wird – ohne eine physische Karte über ein Kartenlesegerät oder Datenterminal zu verarbeiten und ohne manuell eine PIN einzugeben. Im Gegensatz zu Transaktionen mit Zahlungskarte (Card-Present, CP) ist bei CNP-Transaktionen kein Point-of-Sale-Equipment (POS) erforderlich. Während bei CP-Transaktionen eine Karte durchgezogen, ein Chip eingesteckt oder eine Karte aufgelegt wird, müssen Kundinnen und Kunden bei CNP-Transaktionen in der Regel ihre Kartennummer manuell beim Bezahlvorgang eingeben. CNP-Transaktionen sind eine immer beliebtere Kaufmethode und machten im Jahr 2025 47 % der Debitausgaben aus – deshalb ist es für Online-Händler/innen wichtig zu wissen, wie sie diese Zahlungen sicher akzeptieren können.

Wir erläutern die verschiedenen Arten von CNP-Transaktionen, warum sie ein Betrugsrisiko darstellen können und wie man sie sicher akzeptiert.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was ist eine CNP-Transaktion?
  • Warum CNP-Transaktionen ein Betrugsrisiko darstellen
  • So akzeptieren Sie CNP-Transaktionen sicher
  • Gebühren und Kosten für die Abwicklung von CNP-Transaktionen
  • So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Was ist eine CNP-Transaktion (Card-Not-Present)?

Bei einer CNP-Transaktion liegt während der Zahlung weder die Kreditkarte vor, noch ist der/die Karteninhaber/in anwesend.

Viele gängige Kaufvorgänge gelten als CNP-Transaktionen, darunter:

  • Online-Shopping: Kundinnen und Kunden tätigen einen Kauf über eine Website oder einen Zahlungslink, indem sie ihre Kartenangaben und Rechnungsadresse angeben. Die Bestellungen können an die von der/vom Kundin/Kunden gewünschte Adresse versandt oder im Geschäft abgeholt werden.

  • Telefonbestellungen: Kundinnen oder Kunden tätigen einen Kauf per Telefon, indem sie ihre Kartenangaben und Abrechnungsinformationen einem Verkäufer oder einer Verkäuferin mitteilen, der/die dann die Zahlung abwickelt. (Bestellungen per Post oder Telefon werden als MOTO-Zahlungen bezeichnet.)

  • Zahlungen mit hinterlegter Karte: Eine Kundin oder ein Kunde zahlt für einen Einkauf mit einer Zahlungsmethode, die sie/er dem Händler oder der Händlerin zuvor mitgeteilt und für die künftige Verwendung genehmigt hat.

  • Postbestellungen: Diese Art der MOTO-Zahlung erfolgt, wenn Kundinnen oder Kunden Waren oder Dienstleistungen auf dem Postweg kaufen, indem sie ihre Abrechnungsinformationen auf einem gedruckten Bestellformular eintragen und dieses an den Händler/die Händlerin senden. Früher gaben Kunden und Kundinnen Postbestellungen über einen Katalog auf.

  • Wiederkehrende Zahlungen: Dabei handelt es sich um automatische Zahlungen, die in vereinbarten Zeitabständen für im Rahmen eines Abonnements erworbene Waren und Dienstleistungen von der Kreditkarte oder dem Bankkonto der/des Kundin/Kunden abgebucht werden. Wenn die/der Kundin/Kunde die erste Zahlung leistet, werden ihre/seine Abrechnungsinformationen im System des Händlers/der Händlerin gespeichert und für jede weitere Zahlung verwendet.

  • Online-Rechnungen: Ein/e Kundin/Kunde nutzt ein Online-Zahlungssystem, um eine Rechnung eines Unternehmens zu bezahlen. Dabei können entweder gespeicherte oder neue Zahlungsmethoden verwendet werden, darunter Kredit- und Debitkarten, Banküberweisungen und Digital Wallets.

Common purchases considered CNP transactions - Six icons outline the types of purchases considered CNP transactions

Warum stellen CNP-Transaktionen ein Betrugsrisiko dar?

Da CNP-Transaktionen abgewickelt werden, ohne dass der Kunde/die Kundin anwesend ist oder die Kreditkarte zur Verifizierung vorliegt, entsteht ein Betrugsrisiko. Viele CNP-Transaktionen verlaufen problemlos, aber die Art ihrer Verarbeitung birgt ein gewisses inhärentes Risiko, das ein sorgfältiges Vorgehen rechtfertigt. Bis 2030 wird die Schadenssumme durch CNP-Betrug weltweit voraussichtlich 49 Milliarden US-Dollar erreichen. CNP-Betrug tritt auf, wenn die Abrechnungsinformationen eines Karteninhabers/einer Karteninhaberin kompromittiert und von einer unbefugten Einzelperson erlangt werden, die diese für Einkäufe nutzt. Die Person, die den Betrug begeht, stiehlt die Zahlungsdaten des Karteninhabers/der Karteninhaberin – wie Kartennummer, CVC/CVV-Code und Ablaufdatum – und nutzt diese Informationen, um Einkäufe zu tätigen.

CNP-Betrug schadet Kundinnen und Kunden und führt dazu, dass das Unternehmen Umsatz verliert, da betrügerische Abbuchungen häufig zu Rückbuchungen führen. Bei vielen CNP-Betrügen haftet der Händler/die Händlerin – und nicht der/die Verbraucher/in – und trägt auch den durch betrügerische CNP-Transaktionen und Rückbuchungen entstandenen finanziellen Schaden.

Wenn eine Kundin/ein Kunde eine betrügerische Transaktion auf ihrer/seiner Karte bemerkt, kann sie/er die Zahlung bei der ausstellenden Bank anfechten und eine Rückerstattung beantragen. Das bedeutet, dass das Unternehmen den Wert des Verkaufs verloren hat und dem Betrüger/der Betrügerin ein Produkt oder eine Dienstleistung kostenlos überlassen hat. Der Händler/die Händlerin muss möglicherweise auch eine Gebühr zahlen, wenn zu viele Rückbuchungen anfallen. Für Unternehmen mit einem höheren Risiko für Kartenbetrug bietet Stripe zusätzlichen Rückbuchungsschutz.

So können Sie CNP-Transaktionen sicher akzeptieren

Aufgrund der vielen Probleme, die durch CNP-Betrug entstehen, brauchen Unternehmen unbedingt einen möglichst sicheren Zahlungsprozess.

Hier sind einige Best Practices zur CNP-Betrugsprävention, die Sie für verschiedene Zahlungsmethoden beachten sollten:

Online-Zahlungen

Erfassen Sie auf der Seite Ihres Online-Bezahlvorgangs möglichst viele genaue Kundeninformationen, z. B. Kartentyp, Kontonummer, Ablaufdatum und CVC. Das Abfragen zusätzlicher Informationen hilft sicherzustellen, dass die physische Karte tatsächlich der Kundin/dem Kunden gehört. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den rechtmäßigen Karteninhaber/die rechtmäßige Karteninhaberin handelt. Es empfiehlt sich außerdem, ein Adressbestätigungssystem (AVS) einzurichten, das Kunden und Kundinnen auffordert, während einer Transaktion ihre Rechnungsadresse und Postleitzahl zu bestätigen, da die meisten Betrüger/innen keinen Zugang zu diesen Informationen haben.

Ein weiteres nützliches Tool beim Bezahlvorgang ist 3D Secure, ein Authentifizierungsprotokoll, das CNP-Transaktionen um eine zusätzliche Verifizierungsstufe ergänzt. Bei einer CNP-Transaktion mit 3D Secure sendet der Server Ihres Unternehmens eine Anfrage an den Kartenaussteller, um den Verbraucher/die Verbraucherin zu authentifizieren. Der Aussteller fordert den/die Verbraucher/in dann auf, zusätzliche Informationen anzugeben, z. B. eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, ein Passwort oder eine biometrische Verifizierung. Antwortet der Kunde oder die Kundin korrekt, bestätigt der Aussteller dem Händler/der Händlerin, dass der Kunde/die Kundin verifiziert ist, und die Transaktion kann fortgesetzt werden.

Radar for Fraud Teams ist eine in Stripe integrierte Tools-Suite. Sie ist eine leistungsstarke Option, die Geschäftsinhaber/innen bei der Betrugsprävention unterstützt. Das maschinelle Lernsystem der Plattform analysiert umfangreiche Datensätze von Kundentransaktionen, wie z. B. IP-Adressen und Geolocation und Zeit des Bezahlvorgangs, um Erkenntnisse über potenziell betrügerische Aktivitäten zu gewinnen. Sie können eine Liste von Kriterien festlegen, die auf einer Kombination aus Ihren eigenen Daten zu Betrugsversuchen und den Verhaltensinformationen von Stripe beruhen, um verdächtige Transaktionen zu blockieren und manuelle Prüfungen durchzuführen. Wenn Sie diese gefilterten Transaktionen selbst genehmigen, können Sie betrügerische Aktivitäten besser erkennen und unterbinden.

Auf der Seite des Bezahlvorgangs von Stripe können Sie alle erforderlichen Abrechnungsinformationen bei einer Transaktion erfassen. Dank intelligenter Funktionen wie Adresssuche, Kartenvalidierung in Echtzeit und Erkennung des Kreditkartenausstellers wird der Bezahlvorgang für Kundinnen und Kunden erheblich beschleunigt und vereinfacht.

Regeln ist eine weitere Funktion von Radar, die Ihnen die Betrugsbekämpfung erleichtern kann. Sie können damit Filter mit Ihren eigenen Kriterien einrichten, sodass Zahlungen, die bestimmte Risikokriterien erfüllen (z. B. wenn die Zahlung aus einem geografischen Gebiet stammt, in dem betrügerische Abbuchungen häufig vorkommen), automatisch gesperrt werden können.

Per Telefon

Wenn Sie Bestellungen per Telefon entgegennehmen, sollten Sie die Angaben, die Sie von Kundinnen und Kunden erhalten, gemäß den PCI-Anforderungen schützen. Wenn Sie Stripe-Kundin/Kunde sind, können Sie bei telefonisch erhaltenen Informationen über das Dashboard manuell eine Zahlung eingeben.

Manuelle und Eingabe vor Ort

Bei Transaktionen vor Ort können Unternehmen zusätzliche Identitätsprüfungen vornehmen, um das Betrugsrisiko zu verringern, z. B. indem sie einen Lichtbildausweis verlangen. Geschäftsinhaber/innen sollten auch Verschlüsselungsdienste nutzen, um alle gespeicherten Kartendaten zu schützen.

Gebühren und Kosten für die Abwicklung von CNP-Transaktionen

Händler und Händlerinnen müssen zwar für jede erfolgreiche Kreditkartentransaktion eine Gebühr zahlen, doch sind die Verarbeitungsgebühren bei CNP-Transaktionen normalerweise höher als bei Transaktionen mit physischen Karten, da sie mit zusätzlichen Risiken verbunden sind. Die Transaktionsgebühren hängen von der Branche und dem Aufschlag des Zahlungsabwicklers ab. Im Allgemeinen werden die Gebühren und Kosten nach der folgenden Formel berechnet:

Prozentsatz der Transaktion + Festkosten pro Transaktion

Für Stripe-Kunden und -Kundinnen mit Sitz in den USA: Lesen Sie unseren Preisleitfaden, um mehr über die Gebühren und enthaltenen Funktionen in Ihrem Markt zu erfahren.

So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Mit Stripe Payments können Unternehmen mehr als 125 Zahlungsmethoden einrichten und akzeptieren, einschließlich ACH-Überweisungen. Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von skalierenden Start-ups bis hin zu globalen Unternehmen – online, vor Ort und weltweit Zahlungen akzeptieren kann.

Stripe Payments ermöglicht Ihnen Folgendes:

  • Zahlungen automatisch abgleichen: Mit einer automatischen Abgleichs-Engine, die virtuelle Bankkonten für alle Kunden und Kundinnen sowie Tools zur Fehlerbehebung verwendet, können Sie ACH-Überweisungen ganz einfach mit einer bestimmten Zahlung oder Rechnung abgleichen.

  • Rückerstattungen vereinfachen: Nehmen Sie Rückerstattungen vor oder senden Sie zu viel gezahlte Gelder an den Kunden oder die Kundin zurück.

  • Ihren Bezahlvorgang optimieren: Schaffen Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis und sparen Sie Tausende von Entwicklungsstunden mit vorgefertigten Zahlungs-Nutzeroberflächen und Link, einer von Stripe entwickelten Digital Wallet.

  • Neue Märkte schneller erschließen: Erreichen Sie Kundinnen und Kunden weltweit und reduzieren Sie die Komplexität und Kosten der Verwaltung mehrerer Währungen mit grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen, die in 195 Ländern und über 135 Währungen verfügbar sind.

  • Online- und Vor-Ort-Zahlungen vereinheitlichen: Schaffen Sie Unified Commerce übergreifend über Online- und Vor-Ort-Kanäle, um Interaktionen zu personalisieren, Treue zu belohnen und Ihren Umsatz zu steigern.

  • Zahlungs-Performance verbessern: Steigern Sie Ihren Umsatz mit einer Reihe anpassbarer, einfach zu konfigurierender Zahlungstools, darunter No-Code-Betrugsvorbeugung und erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Autorisierungsquoten.

  • Schnelleres Wachstum dank einer flexiblen, zuverlässigen Plattform: Bauen Sie auf einer Plattform auf, die mit Ihnen mitwächst, mit einer sensationellen Erreichbarkeit von 99,999 % und branchenführender Zuverlässigkeit.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Stripe Payments Sie bei Online- und Vor-Ort-Zahlungen unterstützen kann oder starten Sie noch heute.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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