Lastschriftverfahren einfach erklärt

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  1. Einführung
  2. Was ist eine Lastschrift?
  3. Wie hat sich das Lastschriftverfahren weiterentwickelt?
  4. Was sind die Vorteile von Lastschriftverfahren?
  5. Was ist der Unterschied zwischen einer Lastschrift und einer Überweisung?
  6. Wie lange kann Kundschaft eine Lastschrift zurückgeben?
  7. Was passiert, wenn eine Lastschrift nicht abgebucht werden kann?

Das Lastschriftverfahren, auch Bankeinzug genannt, ist eine beliebte bargeldlose Zahlungsmethode, die die Zahlungsabwicklung vereinfacht. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland knapp 12 Millionen Transaktionen im bargeldlosen Zahlungsverkehr per Lastschrift durchgeführt, Tendenz steigend. In diesem Artikel erfahren Sie, was das Lastschriftverfahren genau ist, wie es sich weiterentwickelt hat und wie es funktioniert.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was ist eine Lastschrift?
  • Wie hat sich das Lastschriftverfahren weiterentwickelt?
  • Was sind die Vorteile von Lastschriftverfahren?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Lastschrift und einer Überweisung?
  • Wie lange kann Kundschaft eine Lastschrift zurückgeben?
  • Was passiert, wenn eine Lastschrift nicht abgebucht werden kann?

Was ist eine Lastschrift?

Eine Lastschrift ist eine sichere, bargeldlose Zahlungsmethode, die Unternehmen und Händler/innen zur Abwicklung von Zahlungen nutzen können. Im Volksmund benutzt man den Begriff „Lastschrift“ häufig als Abkürzung für die „SEPA-Lastschrift“.

Lastschriften ermöglichen es Unternehmen, Beträge zum Fälligkeitsdatum vom Bankkonto des Kunden/der Kundin abzubuchen. Dazu benötigen diese ein Mandat, auch SEPA-Lastschriftmandat genannt. Es handelt sich um eine schriftliche Einwilligung der Kundschaft, dass die Beträge vom Konto abgebucht werden dürfen. Händler/innen und Unternehmen können mithilfe einer Lastschrift sicherstellen, dass Zahlungen rechtzeitig eingehen und keinerlei Kosten entstehen.

Besonders lohnenswert ist diese Zahlungsmethode bei wiederkehrenden Zahlungen wie Abonnements oder Mitgliedsbeiträgen. Die Automatisierung des Lastschriftverfahrens beschleunigt den Abrechnungsprozess und gestaltet den Ablauf effizienter.

Wie hat sich das Lastschriftverfahren weiterentwickelt?

Vor der Einführung des SEPA-Lastschriftverfahrens 2009 gab es die Lastschrift per Einzugsermächtigung und das Abbuchungsverfahren. Mit dem SEPA-Lastschriftverfahren konnten nun erstmals auch Lastschriften international getätigt werden. Die Einzugsermächtigung und das Abbuchungsverfahren konnten bis Anfang 2014 auch weiterhin genutzt werden. Ab dem 01.02.2014 löste das SEPA-Lastschriftverfahren diese vollständig ab. Im Rahmen dieser Umsetzung wurden aus den vormals schriftlich erteilten Einzugsermächtigungen automatisch SEPA-Lastschriftmandate, welche wie die Einzugsermächtigungen zuvor einem Unternehmen sowie Händlerinnen und Händlern erlauben, Abbuchungen vom Kundenkonto vorzunehmen.

Was sind die Vorteile von Lastschriftverfahren?

Händler/innen und Unternehmen haben viele Möglichkeiten, Zahlungen von Kundschaft entgegenzunehmen. Eine der effektivsten und kostengünstigsten Methoden ist das Lastschriftverfahren. Es spart Zeit und Geld, weil keine separate Zahlungsabwicklung erforderlich ist, denn der /die Händler/in muss sich nicht um das Verbuchen von Zahlungen oder Versenden von Rechnungen kümmern. Es senkt auch das Risiko von verspäteten oder verpassten Zahlungen, da der automatische Abbuchungsvorgang die Rechnung zum fälligen Datum begleicht. So wird auch die zugehörige Buchhaltung vereinfacht, da alle Zahlungsvorgänge übersichtlich dokumentiert sind und keine manuellen Eingabefehler gemacht werden können. Dies bedeutet auch, dass Unternehmen nicht mehr übermäßig viel Zeit mit dem Schreiben von Mahnbescheiden oder dem Versenden von Mahngebühren verbringen müssen.

Darüber hinaus bietet das Lastschriftverfahren dem Unternehmen die Möglichkeit, seinen Cashflow zu optimieren, weil es die Zahlungen zeitnah erhält. Es hat außerdem den Vorteil, dass es mit allen gängigen Kredit- und Debitkarten sowie mit Online-Banking-Diensten kompatibel ist.

Auch der Kundschaft bringt das Lastschriftverfahren viele Vorteile: Sie muss sich keine Gedanken über die Fälligkeiten von Überweisungen machen und kann sofort bezahlen. Außerdem muss sie Daten zur Überweisung von wiederkehrenden Zahlungen nicht jedes Mal neu eingeben oder auf verschiedene Weise speichern. Darüber hinaus bietet das Lastschriftverfahren der Kundschaft zusätzlichen Schutz vor unbefugten Abbuchungen oder Betrugsfällen, da alle Transaktionen genau dokumentiert werden. Ein weiterer Vorteil für Kundinnen und Kunden ist, dass die Datenübertragung verschlüsselt erfolgt und eine Rückbuchung einfach möglich ist, wenn es zu Problemen kommt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Lastschrift und einer Überweisung?

Der größte Unterschied zwischen einer Überweisung und einer Lastschrift besteht darin, dass bei der Überweisung der/die Zahlungspflichtige selbst aktiv werden muss. Er/Sie muss die Überweisung initiieren, indem er/sie die Zahlungsdaten in sein/ihr Online-Banking-System eingibt und zusätzlich den Betrag manuell übermitteln muss. Im Gegensatz dazu ist es beim Lastschriftverfahren nicht erforderlich, dass der/die Zahlungspflichtige selbst aktiv wird. Stattdessen kann er/sie dem/der Händler/in die nötige schriftliche Erlaubnis, das sogenannte Mandat, erteilen, damit diese/r das Geld direkt von seinem/ihrem Konto abbuchen kann.

Wie lange kann Kundschaft eine Lastschrift zurückgeben?

Bei einer Lastschrift zwischen einer Privatperson und einem Unternehmen, einer sogenannten Basislastschrift, gilt eine Frist von acht Wochen nach dem Abbuchungsdatum. Danach kann eine Lastschrift nicht mehr zurückgegeben werden. Diese Frist kann jedoch auf bis zu 13 Monate verlängert werden, wenn der Kunde/die Kundin keine Information zum Einzug der Lastschrift erhalten hat, die Kontodaten falsch waren oder der Kunde/die Kundin Betrug vermutet.

Bei einer Lastschrift zwischen Unternehmen oder Selbstständigen hingegen, einer sogenannten Firmenlastschrift, hat der/die Kunde keinen Anspruch auf Widerruf, sofern das Mandat zum Einzug der Zahlung noch gültig war. Doch auch hier gilt: Vermutet der Kunde/die Kundin eine nicht legitime Abbuchung, hat er/sie 13 Monate Zeit, diese zurückbuchen zu lassen.

Um Problemen vorzubeugen, sollten Händler/innen bei jeder Abbuchung sicherstellen, dass alle Informationen korrekt sind und dass sie der Kundschaft eine Vorankündigung zukommen lassen. So kann vermieden werden, dass Kundschaft eine Lastschrift ungerechtfertigt zurückgibt. Denn bei Rücklastschriften entstehen Unternehmen sowie Händlerinnen und Händlern nicht unerhebliche Kosten. Neben diesen finanziellen Auswirkungen können Rücklastschriften auch den Ruf des Unternehmens beeinträchtigen.

Was passiert, wenn eine Lastschrift nicht abgebucht werden kann?

Wenn eine Lastschrift nicht erfolgreich war, kann das verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel könnte das Kundenkonto nicht gedeckt sein, es Fehler bei der Übertragung gegeben haben oder die Bank des Kunden/der Kunden lehnt die Lastschrift aus anderen Gründen ab. Händler/innen sollten in einem solchen Fall schnell handeln und die Kundschaft kontaktieren, um das Problem zu lösen. Eventuell kann auch eine Zahlung per Überweisung oder eine andere Zahlungsmethode vereinbart werden.

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