Firmengründung in Delaware und anderen Bundesstaaten: Unterschiede und wichtige Überlegungen

Atlas
Atlas

Starten Sie Ihr Unternehmen mit wenigen Klicks und machen Sie sich bereit, Zahlungen von Kundinnen und Kunden zu akzeptieren, Ihr Team einzustellen und Fundraising zu betreiben.

Mehr erfahren 
  1. Einführung
  2. Vorteile einer Firmengründung in Delaware
  3. Nachteile einer Firmengründung in Delaware
  4. Firmengründung in Delaware im Vergleich zu anderen Bundesstaaten
  5. Übersicht: Franchisesteuern in Delaware
  6. Angels und andere Arten von Investorinnen und Investoren – ein Vergleich
    1. Gründung außerhalb von Delaware

Delaware gilt weithin als günstiger Standort für Unternehmensgründungen und ist Sitz zahlreicher nationaler und internationaler Unternehmen. In diesem Leitfaden erfahren Sie, warum Delaware als Standort für Unternehmensgründungen so beliebt ist und wie sich Delaware im Vergleich zu anderen Bundesstaaten in Bezug auf Unternehmensgründung und -registrierung darstellt. Hier finden Sie alles, was Sie wissen sollten.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Vorteile einer Firmengründung in Delaware
  • Nachteile einer Firmengründung in Delaware
  • Firmengründung in Delaware im Vergleich zu anderen Bundesstaaten
  • Übersicht: Franchisesteuern in Delaware
  • So kann Stripe Atlas Sie unterstützen

Vorteile einer Firmengründung in Delaware

Bei der Wahl des US-Bundesstaats für eine Firmengründung in den USA sollten Unternehmen Faktoren wie das Justizsystem, Steuerpflichten, Kosten und Gebühren sowie die geltenden Gesetze und Vorschriften berücksichtigen. Die folgenden Faoktoren machen Delaware zu einem attraktiven Ort für eine Firmengründung.

  • Court of Chancery: Der spezialisierte Court of Chancery in Delaware befasst sich ausschließlich mit Wirtschaftsstreitigkeiten. Diese Schwerpunktsetzung schafft eine besondere Effizienz. Und die umfangreiche Rechtsprechung sorgt für klare Präzedenzfälle und verringert die Unsicherheit für Unternehmen.

  • Flexible Firmenstrukturen: Das General Corporation Law von Delaware ist eines der modernsten und flexibelsten Gesellschaftsrechte in den Vereinigten Staaten. Es bietet maximale Flexibilität bei Firmenstruktur und Governance und ermöglicht es Unternehmen, ihre Geschäfte so zu führen, wie sie es für richtig halten. Dabei sind Direktoren und leitende Angestellte stets umfassend geschützt. So kann ein und dieselbe Person sämtliche Führungspositionen innehaben und alleiniger Direktor sein, was besonders für kleine Unternehmen und Einzelunternehmer vorteilhaft ist.

  • Steuervorteile: Unternehmen in Delaware genießen etliche Steuervorteile. Diese Vorteile können besonders für Unternehmen hilfreich sein, die in Delaware gegründet werden, aber ihre Geschäftstätigkeit andernorts entfalten. So müssen Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit außerhalb des Bundesstaates ausüben, keine staatliche Körperschaftsteuer oder persönliche Einkommensteuer zahlen. Dies kann zu erheblichen Einsparungen führen. Unternehmen sollten dabei aber stets prüfen, was diese Vorteile für ihre allgemeine Steuerstrategie und potenzielle steuerliche Auswirkungen auf Bundes- und Bundesstaatsebene bedeuten.

  • Investoren- und Marktreputation: Viele Investoren und Risikokapitalgeber bewerten einen Sitz in Delaware aufgrund des etablierten Rechtsrahmens und des unternehmensfreundlichen Umfelds als Zeichen für Glaubwürdigkeit und Stabilität.

  • Effiziente Bürokratie: Die Delaware Division of Corporations, die für Firmengründungen und andere Unternehmensbelange zuständig ist, ist effizient und zuverlässig und bietet zudem beschleunigte Verfahren an.

Nachteile einer Firmengründung in Delaware

Trotz der vielen Vorteile einer Firmengründung in Delaware gibt es auch einige potenzielle Nachteile, die man bedenken sollte.

  • Kosten: Eine Firmengründung in Delaware ist im Vergleich zu anderen Bundesstaaten mit höheren Gebühren und Steuern verbunden.

    • Hinterlegungsgebühren: Delaware erhebt höhere Hinterlegungsgebühren als einige andere Bundesstaaten.
    • Franchisesteuern: Delaware berechnet Unternehmen eine jährliche Franchisesteuer, die anhand der Anzahl genehmigter Anteile oder des Gesellschaftskapitals berechnet wird.
  • Registrierte Vertretung: Unternehmen in Delaware benötigen einen registrierten Vertreter mit einer physischen Adresse im Bundesstaat. Dies kann zusätzliche Kosten verursachen, wenn Ihr Unternehmen dort nicht physisch vertreten ist.

  • Komplexität: Bei kleinen Unternehmen, die weder Risikokapital einwerben noch an die Börse gehen wollen, kann eine Gründung im Heimatstaat einfacher und kostengünstiger sein.

  • Öffentliche Wahrnehmung: Während viele das Gesellschaftsrecht von Delaware als Vorteil betrachten, argumentieren andere, dass eine Gründung in Delaware für mangelnde Transparenz und Rechenschaftspflicht stehe – insbesondere mit Blick auf Unternehmensführung und Unternehmensethik.

Firmengründung in Delaware im Vergleich zu anderen Bundesstaaten

Neben Delaware sind auch einige andere Bundesstaaten aufgrund von Steuerfreiheit, strengeren Datenschutzgesetzen und unternehmensfreundlichen Rechtsstrukturen eine beliebte Wahl für eine Firmengründung.

  • Wyoming: In Wyoming gibt es keine staatliche Körperschaftsteuer, Franchisesteuer oder persönliche Einkommensteuer. Der Bundesstaat bietet außerdem umfassenden Datenschutz für LLC-Inhaber und Manager und verlangt kein Mindestkapital. Diese Vorteile greifen jedoch möglicherweise nicht, wenn Sie nicht in Wyoming ansässig sind oder außerhalb des Bundesstaates tätig sind.

  • Nevada: Nevada bietet einen starken Datenschutz, strenge Gesetze zum Schutz von Vermögenswerten und erhebt keine Körperschaft-, Franchise- oder Einkommensteuer. Für kleine Unternehmen können die Gebühren für die Einreichung von Jahresberichten allerdings zu hoch sein.

  • South Dakota: South Dakota verlangt nur geringe Meldepflichten, schützt persönliches Einkommen und Vermögen vor Unternehmensschulden und -verbindlichkeiten und erhebt keine Körperschaft- oder Einkommensteuern. Nicht alle dieser Vorteile gelten aber für Unternehmen, die in South Dakota nicht physisch ansässig sind.

  • Florida: Florida erhebt keine staatliche Einkommensteuer und befreit S-Corporations, die keine Bundeseinkommensteuer zahlen, von der staatlichen Körperschaftsteuer. Der Bundesstaat ist zudem für seine hervorragende Online-Infrastruktur für Unternehmen bekannt. Softwareunternehmen genießen eine Steuerbefreiung beim Verkauf von Software-as-a-Service (SaaS.

  • Alaska, New Hampshire und Montana: In Alaska, New Hampshire und Montana gibt es keine Umsatzsteuer. Alaska und New Hampshire erheben zudem keine persönliche Einkommensteuer. Montana bietet einige Steueranreize für Unternehmen.

Wenn Sie eine Gründung in diesen Bundesstaaten in Betracht ziehen, sollten Sie diese Vorteile mit möglichen Nachteilen wie zusätzlichen Gebühren und einer obligatorischen Registrierung als ausländisches Unternehmen abwägen. Diese Grafik zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen beliebten Bundesstaaten.

Delaware
Wyoming
Nevada
South Dakota
Florida
Alaska
New Hampshire
Montana
Staatliche Körperschaftsteuer
Nein (für Unternehmen aus anderen Staaten) Nein Nein Nein Nein (für die meisten S Corporations) Ja Ja Ja
Franchise-Steuer
Ja Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein
Persönliche Einkommensteuer
Nein (für Nichtansässige) Nein Nein Nein Nein Nein Nein Ja
Verkaufssteuer
Nein Ja Ja Ja Ja Nein Nein Nein
Unternehmensfreundliche Gesetzgebung
Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Datenschutz
Hoch Hoch Hoch Moderat Moderat Moderat Moderat Moderat
Mindestkapitalanforderung
Nein Nein Nein Ja Nein Nein Nein Nein
Anmeldegebühren
Hoch Hoch Hoch Hoch Moderat Hoch Hoch Moderat
Geeignet für
Start-ups, Unternehmen mit nationaler und internationaler Reichweite Datenschutzorientierte Unternehmen Gastgewerbe, Unterhaltung Kapitalschutz Software-Unternehmen Unternehmen mit geringer Verkaufssteuerbelastung Unternehmen ohne Verkaufssteuerbelastung Unternehmen mit diversen Steuerabzügen

Übersicht: Franchisesteuern in Delaware

Die Delaware Franchise Tax ist jährlich von in Delaware registrierten Unternehmen zu zahlen, um ihren rechtlichen Status im Bundesstaat beizubehalten. Sie steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit, dem Umsatz oder dem Gewinn des Unternehmens, sondern wird vielmehr für den Firmensitz in Delaware gezahlt. Unternehmen sollten diese Steuer bei der Planung ihres Jahresbudgets einkalkulieren.

  • Franchisesteuern in Delaware: Berechnung
    Es gibt zwei Möglichkeiten, die Franchise Tax in Delaware zu berechnen: nach genehmigten Anteilen und nach angenommenem Wert. Unternehmen können die Methode wählen, die für sie günstiger ist. Bei der Berechnung nach genehmigten Anteilen richtet sich der Steuerbetrag nach der Anzahl der Anteile, zu deren Ausgabe die Gesellschaft berechtigt ist. Bei der Berechnung nach angenommenem Wert wird die Steuer auf Grundlage des Bruttovermögens und der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft berechnet.

  • Mindeststeuer
    Die Franchisesteuer beträgt mindestens 175 USD. Unternehmen, die nach angenommenem Wert besteuert werden, zahlen mindestens 400 USD.

  • Stichtage
    Die Franchisesteuer ist jährlich zum 1. März fällig. Unternehmen müssen diese Frist einhalten, um Bußgelder und Strafzinsen zu vermeiden.

  • Ausnahmen und Steuerrabatte für kleinere Unternehmen
    Delaware gewährt kleineren Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen niedrigere Mindeststeuerbeträge und weitere Ausnahmen.

  • Onlinezahlung
    In Delaware können Unternehmen ihre Franchisesteuern online erklären und entrichten.

  • Folgen bei Pflichtverletzungen
    Die Nichtzahlung der Franchisesteuer kann zu Bußgeldern, Strafzinsen und Rufschädigungen führen, die weitreichende Folgen für das betroffene Unternehmen haben können.

Angels und andere Arten von Investorinnen und Investoren – ein Vergleich

Bevor Sie sich um eine Finanzierung durch Angels bemühen, sollten Sie sich mit anderen Arten von Start-up-Investorinnen und -Investoren vertraut machen. Hier finden Sie einen Überblick über die Investitionsmöglichkeiten:

  • Venture Capitalists (VCs): VCs sind Unternehmen oder Einzelpersonen, die in Start-ups mit starkem Wachstumspotenzial investieren, in der Regel im Austausch gegen Anteile. Im Gegensatz zu Angel-Investorinnen und -Investoren investieren sie in der Regel in den späteren Phasen der Entwicklung eines Start-ups, nachdem das Unternehmen eine gewisse Markttraktion gezeigt hat. VCs investieren größere Geldsummen als Angel-Investorinnen und -Investoren und beeinflussen die Ausrichtung des Unternehmens normalerweise stärker. Sie streben erhebliche Renditen an und verfolgen in der Regel einen aggressiveren Ansatz, um das Geschäft zu skalieren und innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einen Ausstieg zu erreichen.

  • Seed-Fonds: Dabei handelt es sich um spezialisierte VC-Fonds, die sich auf Frühphaseninvestitionen konzentrieren, oft vor Angel-Investitionen und größeren VC-Runden. Sie investieren in Start-ups, die das Konzeptstadium hinter sich gelassen haben und ein Minimum Viable Product (MVP) oder eine gewisse anfängliche Traktion aufweisen.

  • Inkubatoren und Accelerators: Diese Programme unterstützen junge Unternehmen durch Schulungen, Mentoring und Finanzierung. Inkubatoren konzentrieren sich meist auf die anfängliche Entwicklungsphase und helfen Gründerinnen und Gründern dabei, Ideen in ein tragfähiges Unternehmen zu verwandeln. Accelerators hingegen zielen darauf ab, das Wachstum bestehender Unternehmen über einen kurzen Zeitraum schnell zu steigern.

  • Unternehmensinvestoren: Einige Unternehmen investieren in Start-ups, um Zugang zu innovativen Technologien zu erhalten, neue Märkte zu erschließen oder strategische Partnerschaften zu pflegen. Diese Investoren können wichtige Ressourcen bieten, streben aber möglicherweise mehr als nur finanzielle Rendite an, wie z. B. eine Beteiligung an der Technologie oder die Kontrolle über die Ausrichtung des Unternehmens.

  • Crowdfunding: Dabei werden kleine Geldbeträge von einer großen Anzahl von Personen gesammelt, in der Regel über Online-Plattformen. Crowdfunding kann eine gute Option für Start-ups sein, die ihr Produkt einem breiten Publikum vorstellen, mit potenziellen Kundinnen und Kunden in Kontakt treten und Geld beschaffen möchten, ohne Anteile aufzugeben oder Schulden aufzunehmen.

  • Staatliche Fördermittel und Subventionen: In einigen Branchen – insbesondere im Zusammenhang mit wissenschaftlicher Forschung, sauberen Technologien oder sozialen Auswirkungen – können staatliche Fördermittel und Subventionen erhebliche Finanzmittel liefern, ohne das Eigenkapital zu verwässern.

  • Peer-to-Peer-Kredite und Fremdfinanzierung: Die Fremdfinanzierung umfasst Kredite von Finanzinstituten oder Peer-to-Peer-Kreditplattformen. Diese Art der Finanzierung ist für Start-ups in der Frühphase in der Regel schwieriger zu sichern. Außerdem muss ein Start-up den Kredit dabei mit Zinsen zurückzahlen, allerdings ohne Verwässerung der Eigentumsverhältnisse.

  • Family Offices: Vermögende Familien haben oft private Vermögensverwaltungsberatungen, so genannte Family Offices, die direkt in Start-ups investieren. Diese Investoren können erhebliche Finanzmittel bereitstellen und sind im Vergleich zu traditionellen VCs möglicherweise an längerfristigen Investitionen interessiert.

  • Angel-Gruppen und Syndikate: Im Gegensatz zu einzelnen Angel-Investorinnen und -Investoren bündeln Angel-Gruppen oder Syndikate Ressourcen, um in Start-ups zu investieren. Diese Gruppen können größere Kapitalsummen bereitstellen und das Know-how und die Netzwerke mehrerer Investorinnen und Investoren kombinieren.

Jeder Investorentyp bringt unterschiedliche Vorteile, Erwartungen und Beteiligungsgrade mit sich. Start-ups sollten ihr Entwicklungsstadium, ihre Branche, ihren Finanzierungsbedarf und die Art der strategischen Beziehungen, die sie pflegen möchten, sorgfältig abwägen, bevor sie sich entscheiden, welchen Investorentyp sie ansprechen möchten.

Gründung außerhalb von Delaware

Da Atlas auf Unternehmensgründungen in Delaware spezialisiert ist, arbeiten wir bei der Gründung von LLCs außerhalb von Delaware mit doola zusammen. doola ist eine umfassende Backoffice-Plattform, die Gründerinnen und Gründern dabei hilft, LLCs zu gründen und die laufenden Aufgaben nach der Unternehmensgründung zu bewältigen. Von der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften über die Buchhaltung bis hin zur Steuerabwicklung und der Erfüllung staatlicher und bundesstaatlicher Anforderungen – doola bündelt alle wesentlichen Aufgaben nach der Gründung an einem Ort. Entdecken Sie doola noch heute, um die betrieblichen Abläufe Ihres Unternehmens zu vereinfachen.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

Weitere Artikel

  • Etwas ist schiefgegangen. Bitte versuchen Sie es noch einmal oder kontaktieren Sie den Support.

Startklar?

Erstellen Sie direkt ein Konto und beginnen Sie mit dem Akzeptieren von Zahlungen. Unser Sales-Team berät Sie gerne und gestaltet für Sie ein individuelles Angebot, das ganz auf Ihr Unternehmen abgestimmt ist.
Atlas

Atlas

Starten Sie Ihr Unternehmen mit wenigen Klicks und machen Sie sich bereit, Zahlungen von Kundinnen und Kunden zu akzeptieren, Ihr Team einzustellen und Fundraising zu betreiben.

Dokumentation zu Atlas

Gründen Sie mit Stripe Atlas von überall auf der Welt ein US-Unternehmen.