Grundlegendes zu Zahlungsgateways: Was sie sind und welche Rolle sie bei der Zahlungsabwicklung spielen

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  1. Einführung
  2. Was sind Zahlungsgateways?
  3. Was macht ein Zahlungsgateway?
  4. Was ist der Unterschied zwischen einem Zahlungsgateway und einem Zahlungsterminal?
    1. Transaktionsumgebung
    2. Zahlungsabwicklung
    3. Sicherheitsmaßnahmen
    4. Integration
  5. Was ist der Unterschied zwischen einem Zahlungsgateway und einem Zahlungsabwickler?
    1. Zahlungsgateway
    2. Zahlungsabwickler
  6. Wie funktioniert ein Zahlungsgateway?

Der Marktwert der weltweiten E-Commerce-Verkäufe wird Prognosen zufolge bis 2027 auf 6,35 Billionen USD steigen. Da immer mehr Kundinnen und Kunden digitale Transaktionen bevorzugen, gehen Unternehmen, die sich nicht entsprechend anpassen, das Risiko ein, potenzielle Kundschaft sowie Umsatz an Wettbewerber zu verlieren.

Online-Zahlungserfahrungen können beeinflussen, wie viele Transaktionen erfolgreich von Kundinnen und Kunden abgeschlossen werden. Laut einer Umfrage unter Online-Käuferinnen und -Käufern waren 18 % der Kaufabbrüche auf einen ineffizienten oder mühsamen Bezahlvorgang zurückzuführen. Während E-Commerce weiter wächst, nimmt auch die Cyberkriminalität im Zusammenhang mit Online-Zahlungen zu. Unternehmen müssen diese beiden Probleme durch eine einfache, effiziente Online-Zahlungserfahrung für Kundinnen und Kunden angehen, die zudem sicher ist und sich stets weiterentwickelnde Betrugsversuche verhindert.

Für das Erreichen dieses komplexen und wichtigen Ziels spielen Zahlungsgateways eine wesentliche Rolle. Im Folgenden erfahren Sie, was Unternehmen über Zahlungsgateways wissen müssen: Was sie sind, wie sie funktionieren, welche wichtige Rolle sie beim E-Commerce spielen und welche Funktion sie in einem umfassenderen Zahlungsabwicklungssystem einnehmen.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was sind Zahlungsgateways?
  • Was macht ein Zahlungsgateway?
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Zahlungsgateway und einem Zahlungsterminal?
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Zahlungsgateway und einem Zahlungsabwickler?
  • Wie funktioniert ein Zahlungsgateway?

Was sind Zahlungsgateways?

Ein Zahlungsgateway ist eine Technologieplattform, die als Vermittlungsstelle bei elektronischen Finanztransaktionen fungiert. Damit können physische und Online-Unternehmen verschiedene Zahlungsmethoden – wie Kreditkarten, Debitkarten und Digital Wallets – auf sichere und effiziente Weise akzeptieren, abwickeln und verwalten. Das Zahlungsgateway überbrückt die Lücke zwischen der Kundin oder dem Kunden, dem Unternehmen und ihren jeweiligen Finanzinstituten auf einer Plattform und erhebt in der Regel bei jeder Transaktion eine Gebühr.

Was macht ein Zahlungsgateway?

Ein Zahlungsgateway führt mehrere wichtige Funktionen aus, um für sichere, effiziente und korrekte Zahlungen zu sorgen:

  • Verschlüsselung
    Wenn Kundinnen und Kunden ihre Zahlungsdaten beim Online-Bezahlvorgang weiterleiten, werden diese vom Zahlungsgateway verschlüsselt. So werden sie vor unautorisiertem Zugriff oder Diebstahl geschützt, während sie zwischen dem Kundengerät, dem Server des Unternehmens und den Finanzinstituten übertragen werden.

  • Herstellung der Verbindung zum Zahlungsabwickler
    Das Zahlungsgateway verbindet den Bezahlvorgang eines Unternehmens mit dem Zahlungsabwickler.

  • Autorisierung
    Das Zahlungsgateway leitet die verschlüsselten Transaktionsdaten an die Händlerbank des Unternehmens weiter, die die Informationen dann an die ausstellende Bank der Kundin oder des Kunden oder den relevanten Zahlungsabwickler sendet. Die ausstellende Bank oder der Zahlungsabwickler verifiziert die Transaktionsdetails, einschließlich Kontostand der Kundin oder des Kunden und Gültigkeit der Zahlungsmethode, und genehmigt die Transaktion dann oder lehnt sie ab. Das Zahlungsgateway erhält die Antwort und sendet sie an das Unternehmen zurück.

  • Erhebung von Daten und Berichterstattung
    Zahlungsgateways liefern Unternehmen oft wertvolle Daten, anhand derer diese ihre Transaktionen analysieren und verwalten können. Dazu können die Transaktionshistorie, das Rückerstattungsmanagement und andere Datenpunkte gehören, anhand derer Unternehmen Trends identifizieren und ihre Zahlungsabläufe verbessern können.

  • Betrugserkennung und -prävention
    Um das Risiko betrügerischer Transaktionen zu minimieren, nutzen Zahlungsgateways fortgeschrittene Sicherheitsmaßnahmen wie Betrugserkennungsalgorithmen, Adressbestätigungssysteme (AVS) und Prüfungen von Kartenprüfnummern (CVV). So können sie potenziell betrügerische Transaktionen ermitteln und blockieren, bevor sie abgewickelt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Zahlungsgateway und einem Zahlungsterminal?

Zahlungsgateways und Zahlungsterminals dienen beide der Zahlungsabwicklung, sind aber für unterschiedliche Umgebungen und Transaktionsmethoden gedacht. Hauptsächlich unterscheiden sie sich in folgenden Punkten voneinander:

Transaktionsumgebung

  • Zahlungsgateway: Ein Zahlungsgateway ist in erster Linie für Online-Transaktionen vorgesehen (E-Commerce-Websites, mobile Apps und andere digitale Plattformen).

  • Zahlungsterminal: Zahlungsterminals werden auch als Point-of-Sale(POS)-Terminals oder Kreditkartenterminals bezeichnet. Sie sind physische Geräte, die in Ladengeschäften, Restaurants und anderen physischen Einzelhandelsumgebungen eingesetzt werden. Damit können Kundinnen und Kunden Zahlungen mit Kreditkarten, Debitkarten oder kontaktlosen Zahlungsmethoden wie Smartphones mit NFC-Technologie (Near-Field Communication, Nahfeldkommunikation) tätigen.

Zahlungsgateways werden zwar in der Regel für Online-Transaktionen genutzt, können aber auch in physische Transaktionssysteme integriert werden, je nach Anbieter und verfügbaren Funktionen. In diesen Fällen erleichtern Zahlungsgateways potenziell elektronische Transaktionen in physischen Einzelhandelsumgebungen.

Zahlungsabwicklung

  • Zahlungsgateway: Das Zahlungsgateway dient bei einer Online-Transaktion als Vermittlungsstelle zwischen der Kundschaft, dem Unternehmen und den jeweiligen Finanzinstituten. Es verschlüsselt sensible Daten, erleichtert die Transaktionsautorisierung und optimiert die Zahlungsabwicklung.

  • Zahlungsterminal: Ein Zahlungsterminal führt größtenteils die gleichen Funktionen wie ein Zahlungsgateway durch, allerdings für persönliche und nicht für Online-Transaktionen. Es liest die Zahlungskarte oder das Gerät für die kontaktlose Zahlung, kommuniziert im Zuge der Transaktionsautorisierung mit den jeweiligen Finanzinstituten und druckt Belege aus. Es stellt telefonisch, über das Internet oder über ein Mobilfunknetz eine Verbindung zur Händlerbank oder zum Zahlungsabwickler des Unternehmens her.

Sicherheitsmaßnahmen

  • Zahlungsgateway: Um die Sicherheit von Online-Transaktionen zu gewährleisten, nutzen Zahlungsgateways Verschlüsselungsprotokolle wie Secure Sockets Layer (SSL) oder Transport Layer Security (TLS), Betrugserkennungsalgorithmen, AVS und CVV-Prüfungen.

  • Zahlungsterminal: Wie Zahlungsgateways auch verwenden Terminals Sicherheitsmaßnahmen wie die Verschlüsselung von Kartendaten und Einhaltung von Anforderungen des Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS). Gleichzeitig unterstützen sie Sicherheitsmaßnahmen für Card-Present-Transaktionen wie EMV-Chiptechnologie.

Integration

  • Zahlungsgateway: Um ein Zahlungsgateway in eine E-Commerce-Plattform, -Website oder -App zu integrieren, sind in der Regel technische Fachkenntnisse sowie APIs oder vordefinierte Plugins erforderlich.

  • Zahlungsterminal: Die Einrichtung eines Zahlungsterminals ist für gewöhnlich einfacher und beinhaltet die physische Installation des Geräts sowie die Verbindung mit dem POS-System des Unternehmens, dem Internet oder einer Telefonleitung.

Was ist der Unterschied zwischen einem Zahlungsgateway und einem Zahlungsabwickler?

Zahlungsgateways und Zahlungsabwickler sind zwei wesentliche Komponenten elektronischer Finanztransaktionen, insbesondere beim E-Commerce. Sie erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Im Folgenden werden die Unterschiede genauer erläutert:

Zahlungsgateway

  • Rolle: Ein Zahlungsgateway fungiert bei einer Online-Transaktion als Vermittlungsstelle zwischen der Kundschaft, dem Unternehmen und den jeweiligen Finanzinstituten. Es überträgt sensible Zahlungsdaten auf sichere Weise und erleichtert die Transaktionsautorisierung.

  • Hauptfunktionen: Das Zahlungsgateway verschlüsselt Transaktionsdaten, leitet diese an die Händlerbank oder den Zahlungsabwickler des Unternehmens weiter, erhält die Antwort zur Transaktionsgenehmigung oder -ablehnung und kommuniziert den Transaktionsstatus an die Website oder App des Unternehmens.

  • Sicherheit: Zahlungsgateways setzen Sicherheitsmaßnahmen ein, um betrügerische Transaktionen zu verhindern und Zahlungsdaten beim Eintritt in das Zahlungssystem des Unternehmens zu schützen. Dazu verwenden Zahlungsgateways Methoden wie Verschlüsselungsprotokolle (SSL oder TLS), Betrugserkennungsalgorithmen, AVS und CVV-Prüfungen.

  • Integration: Zahlungsgateways werden in der Regel mit APIs oder vordefinierten Plugins in E-Commerce-Plattformen, Websites oder mobile Apps integriert.

Zahlungsabwickler

  • Rolle: Ein Zahlungsabwickler, manchmal auch als Händlerdienstanbieter bezeichnet, ist ein Unternehmen, das die Abwicklung der Transaktion übernimmt. Dazu gehören die Autorisierung und Zahlungsabwicklung zwischen der ausstellenden Bank der Kundin oder des Kunden, der Händlerbank des Unternehmens und den jeweiligen Zahlungsnetzwerken (z. B. Visa, Mastercard).

  • Hauptfunktionen: Der Zahlungsabwickler verifiziert die Transaktionsdetails, prüft den Kontostand der Kundin oder des Kunden und die Gültigkeit der Zahlungsmethode, genehmigt die Transaktion oder lehnt sie ab und erleichtert die Übertragung der Gelder zwischen dem Konto der Kundin bzw. des Kunden und dem Konto des Unternehmens während der Zahlungsabwicklung.

  • Sicherheit: Während Zahlungsgateways eher dafür zuständig sind, Transaktionen am Point of Sale zu verifizieren und Zahlungsbetrug zu verhindern, nutzen Zahlungsabwickler Sicherheitsmaßnahmen, um die höchsten Standards zum Schutz von Zahlungsdaten durchzusetzen. Zahlungsabwickler müssen PCI DSS-Anforderungen für die sichere Nutzung und Speicherung von Karteninhaberdaten einhalten.

  • Beziehung zum Unternehmen: Zahlungsabwickler haben oft eine direkte vertragliche Beziehung zum Unternehmen und stellen dabei ein Händlerkonto bereit. Über diese Art von Bankkonto können Unternehmen elektronische Zahlungen akzeptieren und abwickeln.

Ein Zahlungsgateway ist ein Tool, das Online-Transaktionen sicher weiterleitet und ihre Autorisierung erleichtert, während ein Zahlungsabwickler ein Unternehmen ist, das die Abwicklung, einschließlich Autorisierung und Zahlungsabwicklung zwischen den beteiligten Parteien für Händler/innen übernimmt. PayPal ist zum Beispiel ein Zahlungsabwickler, aber kein Zahlungsgateway. Gemeinsam sorgen diese beiden Komponenten für reibungslose, sichere und effiziente elektronische Finanztransaktionen.

Wie funktioniert ein Zahlungsgateway?

Im Folgenden wird die Funktion eines Zahlungsgateways bei einer Online-Transaktion Schritt für Schritt erläutert:

1. Einleitung einer Transaktion
Kundinnen und Kunden wählen die gewünschten Produkte oder Dienstleistungen auf der Website oder in der App des Unternehmens aus und gehen weiter zur Bezahlseite. Sie geben ihre Zahlungsdaten ein, wie Kreditkartenangaben oder Digital-Wallet-Anmeldedaten.

2. Zahlungsdatenverschlüsselung
Wenn Kundinnen und Kunden ihre Zahlungsdaten weiterleiten, werden diese vom Zahlungsgateway mit SSL- oder TLS-Protokollen verschlüsselt. Durch diese Verschlüsselung wird sichergestellt, dass sensible Daten während der Übertragung vor unautorisiertem Zugriff oder Diebstahl geschützt sind.

3. Übertragung der Daten an den Server des Unternehmens
Anschließend werden die verschlüsselten Zahlungsdaten an den Server des Unternehmens gesendet. Dort werden sie sicher gespeichert und zur weiteren Verarbeitung an das Zahlungsgateway weitergeleitet.

4. Weiterleitung der Transaktionsdetails
Das Zahlungsgateway empfängt die verschlüsselten Transaktionsdaten vom Server des Unternehmens und leitet sie an den Zahlungsabwickler und die Händlerbank des Unternehmens weiter. Dabei handelt es sich um das Finanzinstitut, das die Zahlung im Auftrag des Unternehmens abwickelt.

5. Transaktionsverifizierung
Die Händlerbank leitet die Transaktionsdaten zur Autorisierung an die ausstellende Bank der Kundin oder des Kunden oder an den jeweiligen Zahlungsabwickler weiter. Die ausstellende Bank oder der Zahlungsabwickler verifiziert die Transaktionsdetails, einschließlich Kontostand der Kundin oder des Kunden und Gültigkeit der Zahlungsmethode.

6. Transaktionsgenehmigung oder -ablehnung
Basierend auf der Verifizierung genehmigt die ausstellende Bank oder der Zahlungsabwickler die Transaktion oder lehnt sie ab. Die entsprechende Antwort wird über die Händlerbank und das Zahlungsgateway wieder an den Server des Unternehmens gesendet.

7. Kommunikation des Transaktionsstatus
Das Zahlungsgateway sendet den Transaktionsstatus (genehmigt oder abgelehnt) an die Website oder App des Unternehmens, die der Kundin oder dem Kunden dann die entsprechende Meldung anzeigt. Wenn die Transaktion genehmigt wurde, kann das Unternehmen die Bestellung ausführen. Wenn sie abgelehnt wurde, wird die Kundin oder der Kunde darüber informiert und möglicherweise aufgefordert, es mit einer anderen Zahlungsmethode zu versuchen.

Zahlungsgateways erleichtern und sichern den Online-Transaktionsprozess, indem sie Daten verschlüsseln, die Transaktionsautorisierung einholen, die Zahlung abwickeln und Analyse- und Reporting-Werkzeuge für das Unternehmen bereitstellen.

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