Chipp.ai steigert Umsatz durch Abrechnung für LLM-Token mit Stripe um 20 %

Chipp.ai bietet eine Plattform, mit der es für Unternehmen ein Kinderspiel ist, nutzerdefinierte, markeneigene KI-Agenten für Kundendienst, Leadgenerierung (gezielte Gewinnung von Kontaktdaten potenzieller Kundinnen und Kunden), Vertrieb und mehr zu entwickeln und zu betreiben. 2025 war Chipp eines der ersten Unternehmen, das die nutzungsbasierte Abrechnung für LLM-Token von Stripe integrierte und den Umsatz des Unternehmens mit den Nutzungsmustern der Kundschaft in Einklang brachte.

Lösungen im Einsatz

    Billing
    Connect
    Payments
    Stripe Sigma
    Tax
USA
Start-up

Die Herausforderung

Chipp.ai wurde 2023 mit dem Ziel gegründet, den KI-Zugang „demokratischer“ zu gestalten. Das Start-up mit Sitz in Fargo, North Dakota, wollte kleineren Unternehmen dabei helfen, die Art von nutzerdefinierten, markeneigenen KI-Agenten zu entwickeln, die große Konzerne für ihre Websites entwickelten. Also baute es eine No-Code-Plattform auf, mit der Kundinnen und Kunden ihre eigenen KI-Agenten entwickeln, trainieren und betreiben können. Mit Chipp können Unternehmen wie Hotels, Arztpraxen und Agenturen beliebte LLM-Modelle von Anthropic, OpenAI und Google beliebig miteinander kombinieren – ohne für mehrere Abonnements bezahlen zu müssen.

Zunächst stellte Chipp den Kundinnen und Kunden ein traditionelles SaaS-Abonnement in Rechnung. Doch diese Einrichtung war ein Fass ohne Boden: Die Ausgaben von Chipp konnten schwanken – je nachdem, wie viele LLM-Token jede Kundin/jeder Kunde verbrauchte. Das galt sowohl für die Entwicklungsphase der Nutzeroberfläche als auch für die Zeit nach dem Live-Gang der Agenten. Eine kleine Anzahl von Profi-Nutzerinnen und -Nutzern konnte übergroße Kosten verursachen, welche die Gewinnspannen von Chipp erheblich schmälerten. Ein Beispiel dafür war ein Unternehmen, bei dem Token im stolzen Wert von 4.000 USD aufliefen – und das für einen monatlichen Abopreis von 29 USD. Darüber hinaus musste Chipps Team in vielen Stunden mühsamer Arbeit Rechnungen erstellen und die Zahlungen säumiger Kundinnen und Kunden eintreiben.

„Im Grunde haben wir versucht zu erraten, welches Abonnement wir berechnen sollen, um sicherzustellen, dass wir kein Geld verlieren“, erklärt Scott Meyer, Mitgründer und CEO von Chipp. „Uns wurde klar, dass wir kein Geschäftsmodell möchten, das im Kontrast zum Erfolg unserer Kundinnen und Kunden steht.“

Chipp erwog, ein internes System zur Token-Nachverfolgung und -Abrechnung zu entwickeln, doch das hätte das Entwicklerteam viel Zeit gekostet – Zeit, die doch der Produktverbesserung gewidmet sein sollte. Außerdem hätte es laufende Aktualisierungen erfordert, um den Änderungen der Modelle und Preise gerecht zu werden.

Stattdessen benötigte Chipp eine nutzungsbasierte Abrechnungslösung, die schnell implementiert werden konnte. Diese Lösung sollte klare Einblicke in die LLM-Nutzung der Kundinnen und Kunden liefern, die Gewinnspannen erhalten und die Kundschaft bei der Wahl des richtigen Modells unterstützen.

Die Lösung

Chipp nutzte bereits Stripe und hatte Stripe Billing, Stripe Payments und Stripe Tax integriert, um vom ersten Tag an weltweit tätig zu sein. Das Unternehmen hatte auch Stripe Connect implementiert, damit Agenturen und Berater KI-Agenten für ihre Kundinnen und Kunden entwickeln und die Kosten für die Nutzung der Chipp-Plattform weitergeben konnten. Im Dezember 2025 aktualisierte Chipp seine Stripe-Integration, um als eines der ersten Unternehmen die nutzungsbasierte Abrechnung von Stripe für LLM-Token zu nutzen.

Die Einrichtung des neuen Systems war denkbar einfach: Da die Stripe-Dokumentation für LLMs formatiert ist, konfigurierte der Mitgründer und Chief Product and Technology Officer Hunter Hodnett mithilfe des agentengestützten KI-Tools von Anthropic „Claude Code“ das Billing-Konto des Unternehmens für die Abrechnung von LLM-Token. Diese nutzungsbasierte Schicht erfasst LLM-Anfragen und leitet sie über das KI-Gateway von Stripe weiter, um die für jedes Modell verbrauchten Token zu erfassen. Außerdem fasst sie die Nutzung zusammen und verknüpft sie mit der eindeutigen Stripe-ID der Kundin/des Kunden. Stripe verfolgt auch Änderungen der Token-Kosten und aktualisiert die Chipp-Abrechnung entsprechend.

Nachdem die Funktionen zur Nachverfolgung von Token aktiviert waren, aktualisierte Chipp seine Abo-Preise mit einer einfachen, transparenten Formel: Unternehmen auf Chipp erhalten ein Drittel ihrer monatlichen Abonnementgebühr in Token und zahlen dann für zusätzliche Token, die über dieses Limit hinausgehen. Für diese erhebt Chipp einen Aufschlag von 30 % zur Deckung seiner Geschäftskosten. Agenturunternehmen können Chipps Produkt erwerben und unter dem eigenen Markennamen anbieten („Whitelabel“). So können sie ihren Kundinnen und Kunden das gleiche Preismodell anbieten und Zahlungen für die Nutzung von Token über Connect einziehen.

Auch für das Problem, dass sich bei Kundinnen und Kunden unbemerkt Rechnungen anhäufen könnten, fand sich eine Lösung. Hodnett verwendete die Billing Alerts API von Stripe, um einen Webhook einzurichten, der Kundinnen und Kunden automatisch benachrichtigt, wenn ihre Token aufgebraucht sind, und sie auffordert, zusätzliche Token zu erwerben. Wenn die Kundinnen und Kunden ihr Limit erreichen, sperrt das System ihren LLM-Zugriff, bis sie ihre Token aufstocken.

Chipp hat auch Stripe Sigma eingeführt, um die integrierte Berichterstattung zur nutzungsbasierten Abrechnung zu erweitern und die Analyse mehrerer Bereiche seines Unternehmens zu unterstützen. Stripe Sigma ermöglicht es Unternehmen, Daten zu analysieren, indem nutzerdefinierte Berichte, SQL-Aufforderungen und Abfragen in natürlicher Sprache erstellt werden. Chipp nutzt Stripe Sigma, um tiefere Einblicke in die Auswirkungen von Preisänderungen und Zusatzangeboten wie kostenpflichtigen Kursen zu gewinnen.

Die Ergebnisse

Zwei Tage für die Implementierung der Token-basierten Abrechnung

Dank der LLM-freundlichen Dokumentation und des kollaborativen Supports von Stripe implementierte Chipp in nur zwei Tagen die Token-basierte Abrechnung.

„Die Token-basierte Abrechnung hat unser Unternehmen gerettet. Hätten wir dieses System von Grund auf selbst aufbauen müssen, hätte das mehrere Monate gedauert. Und diese Zeit hatten wir nicht“, so Hodnett.

Durch die nutzungsbasierte Abrechnung mussten die Preise im Falle von Änderungen an Modellen und Token-Preisen nicht mehr manuell aktualisiert werden, was ein erheblicher Zeitaufwand gewesen wäre.

Die Token-basierte Abrechnung steigert den Umsatz um 20 %

Dank Umstellung auf ein nutzungsbasiertes Modell konnte das Geschäftsmodell von Chipp am Erfolg seiner Kundschaft ausgerichtet werden. Es generierte mehr Umsatz, je mehr seine Kundinnen und Kunden das Produkt nutzten. Chipp verzeichnete im ersten Monat nach Einführung des neuen Abrechnungsmodells eine Umsatzsteigerung von 20 % und innerhalb der ersten zwei Monate wurden über 5,9 Milliarden Token abgerechnet.

Durch die automatisierte Abrechnung entfällt der Zeitaufwand für manuelle Rechnungsstellung

Dank des mit der Billing Alerts API erstellten Warnsystems bei geringer Tokenzahl kann Chipp vollkommen auf manuelle Abrechnungen und Rechnungsstellung verzichten. Diese nahmen früher etwa 25 % der Arbeitszeit des Teams in Anspruch. Anstelle umständlicher manueller Abläufe verfolgt Chipp jetzt automatisch die Nutzung von Token über Stripe und fordert Kundinnen und Kunden auf, ihr Guthaben auf seiner Plattform aufzustocken. Endlich kann sich das Team ganz der Entwicklungsarbeit widmen.

„Diese verlorene Zeit hat mir bei der Innovation unseres Produkts gefehlt. Jetzt, da ich mich nicht mehr um die Rechnungsstellung kümmern muss, kommt die Arbeit am Produkt wieder richtig in Schwung und ich sende mehr Funktionen in die Produktion“, sagt Hodnett.

Verbesserte Sichtbarkeit des Kundenengagements und des anstehenden Umsatzes

Da die Nutzungsdaten über Stripe fließen, gewinnt Chipp jetzt einen besseren Einblick in das Kundenengagement über aktive Sitzungen hinaus. Meyer kann sich im Stripe-Dashboard anmelden, um die Token-Nutzung und Modelltrends zu verfolgen und zu schauen, wie aktiv die Kundschaft das Produkt verwendet. Mit einer vorhersehbaren Gewinnspanne von 30 % kann Chipp diese Daten nutzen, um den Umsatz präzise zu prognostizieren.

„Wir möchten uns ein Bild davon machen, wie aktiv die Menschen unser Produkt nutzen. Wenn Sie Agenten einsetzen, ist die Token-Nutzung eine aussagekräftigere Kennzahl als die bloße Anmeldung. Dank der nutzungsbasierten Abrechnung erhalten wir in Echtzeit Einblicke in die Anzahl der verbrauchten Token. Dies ist unser einziges Diagramm, mehr brauchen wir nicht“, sagt Meyer.

Mit der nutzerdefinierten Berichterstellung von Stripe Sigma kann das Team von Chipp auch Kennzahlen wie Umsatz, Transaktionen und Abwanderung tiefgehender untersuchen. So können schnellere, datengestützte Entscheidungen getroffen werden.

Mehr Transparenz und Mehrwert für die Kundschaft

Chipps Token-basiertes Abrechnungsmodell gibt der Kundschaft die Möglichkeit, die jeweils besten Modelle für ihre Anforderungen zu wählen. Außerdem hat die Kundin oder der Kunde einen viel besseren Überblick darüber, für was sie oder er bezahlt. Beispielsweise können Kundinnen und Kunden ein schnelleres, günstigeres Modell für ihre FAQ-Chatbots und ein leistungsfähigeres Modell für Finanzprognosen wählen. Sie können jede Abfrage, jedes Modell und alle Kosten in Chipp einsehen und so fundierte Entscheidungen treffen.

„Dank der Token-basierten Abrechnung haben alle Zugang zu den besten Tools. Wir können tatsächlich alle dieselbe KI nutzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie für ein großes Technologie-Unternehmen oder für eine lokale Zahnarztpraxis arbeiten“, so Meyer.

Bei der Preisgestaltung von KI-Produkten sind die Agenturkundinnen und -kunden von Chipp nicht länger mit Preisunsicherheiten konfrontiert. Sie können die Token-Nutzung ihrer Kundinnen und Kunden automatisch nachverfolgen und mit einem vorhersehbaren Aufschlag in Rechnung stellen.

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