Die Ansprache von Investor/innen beginnt mit einem konkreten Anliegen, einem prägnanten Pitch und einer gezielten Kontaktaufnahme. Wenn Sie eine Kaltakquise-E-Mail (d. h. eine Nachricht an eine Person, zu der Sie bisher keine Beziehung haben) senden, erhalten Sie vielleicht eine schnelle Antwort, aber eine persönliche Vorstellung (d. h. die Vorstellung durch einen gemeinsamen Kontakt) ist wahrscheinlich erfolgreicher. Eine Follow-up-E-Mail funktioniert am besten, wenn sie neue Informationen enthält, anstatt das ursprüngliche Anliegen zu wiederholen.
Die Ansprache von Investor/innen erfordert weder ein großes Netzwerk noch eine makellose Erfolgsbilanz. Sie müssen lediglich wissen, welche Investor/innen zur Phase und Marktkategorie Ihres Start-ups passen, und sie auf eine Weise kontaktieren, die respektiert, wie wenig Zeit sie haben, um die E-Mail einer unbekannten Person zu bewerten. Mehr als 20 % der Unternehmen in den USA scheitern im ersten Jahr, daher ist es wichtig, dass Ihre Investitionsstrategie von Anfang an stimmt.
Im Folgenden besprechen wir, was Sie vorbereiten sollten, bevor Sie Nachrichten senden, wie Sie auf Investor/innen zugehen und in welchem Rhythmus Sie nachfassen können, um im Gespräch zu bleiben, ohne aufdringlich zu wirken.
Das Wichtigste auf einen Blick
Ein spezifisches, gut recherchiertes Anliegen konvertiert besser als ein allgemeiner oder vager Pitch, der an eine lange Liste von Investor/innen gesendet wird.
Persönliche Vorstellungen erzielen höhere Konversionsraten als Kaltakquise, da sie das Vertrauen transportieren, das die vermittelnde Person bereits aufgebaut hat.
Das Nachfassen mit neuen Informationen anstelle einer wiederholten Anfrage hält ein Gespräch am Laufen, ohne aufdringlich zu wirken.
Was sollten Sie tun, bevor Sie Investorinnen und Investoren kontaktieren?
Bevor Sie auf Investor/innen zugehen, ist es wichtig, im Voraus zu planen. Versuchen Sie, Ihren Pitch auf zwei Minuten ohne Notizen zu kürzen, und üben Sie ihn mit Personen außerhalb Ihres Unternehmens, bis er nicht mehr einstudiert klingt. Gründer/innen verbringen manchmal zu viel Zeit mit der Technologie und zu wenig mit dem Problem. Aber Investor/innen stellen eher Schecks für Probleme aus, die es wert sind, gelöst zu werden, als für eine clevere Architektur.
Es ist auch ratsam, das Unternehmen rechtlich zu gründen, bevor Sie Kapital beschaffen. Wenn Investor/innen aus den USA eine Delaware C Corp erwarten, kann es den Prozess verzögern, wenn Sie ein Term Sheet aushandeln, während Sie noch eine Limited Liability Company (LLC) sind.
Wie schreiben Sie eine effektive Kaltakquise-E-Mail an Investor/innen?
Wenn Sie Kaltakquise-E-Mails an Investor/innen senden, müssen Einleitungssatz, Traction-Punkte und Timing stimmen. Die Aufgabe einer Kaltakquise-E-Mail besteht darin, eine Antwort zu erhalten, nicht den Deal abzuschließen.
Folgendes kann Ihnen helfen, eine Antwort zu erhalten:
Betreffzeile: Beginnen Sie mit etwas Spezifischem wie Ihrer Traction, Ihrer Kategorie oder einem gemeinsamen Bezugspunkt. „40 % Wachstum im Monatsvergleich bei Gehaltsabrechnungssoftware für Restaurants“ wird eher geöffnet als „Kurze Vorstellung“.
Einleitungssatz: Geben Sie im ersten Satz an, wer Sie sind und was Sie aufbauen. Sie benötigen keine Vorrede.
Traction-Punkte: Sprechen Sie ein oder zwei Kennzahlen an, die für diese/n spezifische/n Investor/in wichtig sind. Ein Pre-Seed-Fonds interessiert sich wahrscheinlich mehr für Anmeldungen und Kundenbindung, während sich ein Series-A-Fonds eher für Umsatz und Unit Economics interessiert.
Das Anliegen: Machen Sie es einfach, Ja zu sagen. „Haben Sie diese Woche 20 Minuten Zeit?“ ist besser als „Lassen Sie mich wissen, ob Sie interessiert sind“, was ihnen die Arbeit aufhalst, die nächsten Schritte herauszufinden.
Die dargelegte These der Investor/innen: Beziehen Sie sich direkt darauf, wenn diese auf der Website eines Fonds oder in einer Biografie veröffentlicht wurde. Wenn Sie einen FinTech-Pitch an einen Fonds senden, der „kein FinTech“ angibt, werden Sie möglicherweise aussortiert, bevor jemand über die erste Zeile hinausliest.
Timing: Senden Sie E-Mails nach Möglichkeit zwischen Dienstagmorgen und Donnerstagmorgen. E-Mails am Wochenende und am späten Freitag landen möglicherweise ganz unten in einem Posteingang, der von niemandem aktiv abgearbeitet wird.
Was Sie bei E-Mails zur Kontaktaufnahme vermeiden sollten
Abgelehnte Kaltakquise-E-Mails können aus mehreren Gründen scheitern.
Auf Folgendes sollten Sie achten:
Länge: Versuchen Sie, unter 150 Wörtern zu bleiben. Investorinnen und Investoren lesen jede Woche Dutzende davon. Die Nachrichten, die die Zeit der Investorinnen und Investoren respektieren, werden zuerst gelesen.
Vage Bitten: „Würde mich freuen, mich mal zu unterhalten“ gibt der Investorin oder dem Investor keinen konkreten Handlungsansatz. Formulieren Sie eine spezifische Bitte, nennen Sie einen Betrag oder schlagen Sie einen nächsten Schritt vor.
Ignorieren der Investment-These: Das Pitchen einer Verbraucher-App bei einem Fonds, der nur Schecks für Enterprise-Software-as-a-Service (SaaS) ausstellt, signalisiert, dass Sie nicht richtig recherchiert haben, was einen schlechten ersten Eindruck hinterlässt.
Allgemeine Vorlagen: Eine E-Mail, die an beliebige Investorinnen und Investoren bei jedem Fonds gesendet werden könnte, liest sich auch so. Nehmen Sie Bezug auf etwas Spezifisches aus deren Portfolio oder auf ein Unternehmen, das diese unterstützt haben.
Verstecken der Bitte: Bauen Sie diese nicht erst über drei Absätze hinweg auf. Beginnen Sie mit Ihrer Anfrage oder platzieren Sie diese deutlich am Ende, damit die Investorin oder der Investor nicht danach suchen muss.
Wie können Sie persönliche Vorstellungen effektiv nutzen?
Persönliche Vorstellungen bringen bereits eine bestehende Beziehung mit sich.
Hier sind einige Strategien, wie Sie diese am besten nutzen können:
Analysieren Sie zuerst Ihr Netzwerk: Suchen Sie auf LinkedIn nach gemeinsamen Kontakten, fragen Sie Berater/innen und bestehende Investor/innen, wen sie kennen, und übersehen Sie keine zufriedenen Kundinnen und Kunden; wenn jemand von ihnen Partner/innen eines Fonds kennt, kann dies eine sehr gute Quelle für eine Vorstellung sein.
Senden Sie einen weiterleitbaren Kurztext: Stellen Sie Ihrer Kontaktperson zwei oder drei Sätze darüber zur Verfügung, was Sie entwickeln und warum diese/r spezielle Investor/in gut passen könnte, damit der Text mit minimalem Aufwand weitergeleitet werden kann.
Rechnen Sie mit einem Double-Opt-in: In der Regel fragt Ihre Kontaktperson zunächst die Investor/innen, ob sie für ein Treffen offen sind, und nimmt die Vorstellung erst vor, wenn beide Seiten zustimmen. Dies respektiert die Zeit der Investor/innen und bewahrt Ihre Kontaktperson vor einer unangenehmen Situation, falls es nicht gut passen sollte.
Halten Sie den Aufwand durchgehend gering: Je weniger Arbeit Sie der Kontaktperson bei jedem Schritt überlassen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Vorstellung tatsächlich stattfindet.
Wie fassen Sie nach, ohne aufdringlich zu wirken?
Schweigen nach einer E-Mail bedeutet nicht immer Nein. Investor/innen priorisieren Pitches neben Vorstandssitzungen, Portfolio-Gesprächen und ihrem eigenen Fundraising. Ein Nachfassen ist oft eher notwendig als aufdringlich.
Nachfolgend finden Sie einige Best Practices:
Erstes Nachfassen: Senden Sie es fünf bis sieben Werktage nach Ihrer ursprünglichen E-Mail, wenn Sie keine Antwort erhalten haben.
Zweites Nachfassen: Warten Sie ein bis zwei weitere Wochen. Ab diesem Zeitpunkt könnten weitere Follow-ups ohne neue Informationen eher als Druck denn als Beharrlichkeit aufgefasst werden.
Fügen Sie jedes Mal etwas Neues hinzu: Neue Erfolge seit Ihrer letzten E-Mail, eine relevante Erwähnung in der Presse oder andere Gründer/innen in ihrem Portfolio, die bereit sind, sich für Sie zu verbürgen, können den Investor/innen einen neuen Grund geben, zu antworten. Wenn Sie etwas wie „Ich wollte dies nur noch einmal in Erinnerung rufen“ schreiben, haben sie nichts, worauf sie reagieren können.
Erkennen Sie, wann es Zeit ist, das Vorhaben aufzugeben: Zwei Follow-ups ohne Antwort bedeuten in der Regel, dass es Zeit ist, sich anderen Optionen zuzuwenden. Das Senden weiterer E-Mails ändert das Ergebnis selten und kann Ihre Beziehung zu einem Fonds beschädigen, den Sie in Zukunft vielleicht erneut kontaktieren möchten.
Wie sieht die Struktur einer beispielhaften Kaltakquise-E-Mail aus?
Die Struktur einer Kaltakquise-E-Mail kann einfach sein. Sie werden mehr Zeit mit der Recherche verbringen als mit dem Verfassen der eigentlichen E-Mail.
Hier sehen Sie, wie die einzelnen Teile in einer echten E-Mail zusammenkommen – von der Betreffzeile bis zum Anliegen:
Betreffzeile: Beginnen Sie mit einer spezifischen Kennzahl sowie dem, was Sie aufbauen.
- Beispiel: „40.000 $ MRR, 25 % Wachstum im Monatsvergleich – [Unternehmen] für die Gehaltsabrechnung in Restaurants.“
- Beispiel: „40.000 $ MRR, 25 % Wachstum im Monatsvergleich – [Unternehmen] für die Gehaltsabrechnung in Restaurants.“
Einleitung: Geben Sie an, wer Sie sind und was Sie aufbauen. Versuchen Sie, sich auf zwei Sätze zu beschränken.
- Beispiel: „Ich bin [Name], Founder von [Unternehmen]. Wir helfen unabhängigen Restaurants, ihre Gehaltsabrechnungen und Trinkgelder ohne die manuelle Arbeit mit Tabellenkalkulationen abzuwickeln, auf die die meisten von ihnen noch angewiesen sind.“
- Beispiel: „Ich bin [Name], Founder von [Unternehmen]. Wir helfen unabhängigen Restaurants, ihre Gehaltsabrechnungen und Trinkgelder ohne die manuelle Arbeit mit Tabellenkalkulationen abzuwickeln, auf die die meisten von ihnen noch angewiesen sind.“
Traction: Fügen Sie ein oder zwei konkrete Datenpunkte hinzu, die für die Phase der jeweiligen Investor/innen relevant sind.
- Beispiel: „Wir sind in vier Monaten von 12 auf 60 zahlende Restaurants gewachsen, und der monatliche Umsatz ist in den letzten drei Monaten jeweils um 25 % gestiegen.“
- Beispiel: „Wir sind in vier Monaten von 12 auf 60 zahlende Restaurants gewachsen, und der monatliche Umsatz ist in den letzten drei Monaten jeweils um 25 % gestiegen.“
Das Anliegen: Schließen Sie mit einem spezifischen, wenig aufwendigen nächsten Schritt ab.
- Beispiel: „Wir starten eine Pre-Seed-Runde über 1,2 Mio. $, und ich würde mir diese Woche gerne 20 Minuten Zeit nehmen, um Sie darüber zu informieren. Würde es am Dienstag- oder Mittwochnachmittag passen?“
- Beispiel: „Wir starten eine Pre-Seed-Runde über 1,2 Mio. $, und ich würde mir diese Woche gerne 20 Minuten Zeit nehmen, um Sie darüber zu informieren. Würde es am Dienstag- oder Mittwochnachmittag passen?“
Idealerweise dauert das Lesen der gesamten E-Mail weniger als 30 Sekunden. Wenn Sie feststellen, dass Sie im dritten Absatz die Marktchancen erklären, streichen Sie dies; das ist normalerweise ein Thema für das Telefonat.
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Mit Stripe Atlas lassen sich die rechtlichen Grundlagen für Ihr Unternehmen schaffen, sodass Sie innerhalb von zwei Werktagen von überall auf der Welt aus Fundraising durchführen, ein Bankkonto eröffnen und Zahlungen akzeptieren können.
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Atlas reicht Ihre EIN-Anmeldung nach der Gründung automatisch ein. Sie müssen nicht warten – Atlas ermöglicht Zahlungen und Bankgeschäfte vor der Vergabe der EIN, sodass Sie sofort Zahlungen akzeptieren und Transaktionen durchführen können. Gründerinnen und Gründer aus den USA mit einer Sozialversicherungsnummer haben in der Regel Anspruch auf eine beschleunigte Bearbeitung durch den Internal Revenue Service (IRS).
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Gründer/innen können das 83(b)-Steuerformular einreichen, um ihre persönliche Einkommensteuerlast zu senken. Atlas übernimmt die Einreichung für Sie – unabhängig davon, ob Sie in den USA oder im Ausland ansässig sind – per USPS Certified Mail mit Sendungsverfolgung. Das unterschriebene 83(b)-Formular und den Nachweis der Einreichung erhalten Sie direkt in Ihrem Stripe-Dashboard.
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Atlas arbeitet mit erstklassigen Partnern zusammen, um Gründerinnen und Gründern exklusive Rabatte und Gutschriften zu gewähren. Dazu gehören Rabatte auf wichtige Tools für Engineering, Steuern, Finanzen, Compliance und Betrieb von Branchenführern wie AWS, Carta und Perplexity. Außerdem stellen wir Ihnen in Ihrem ersten Jahr die erforderliche offizielle Vertretung in Delaware kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten Sie als Atlas-Nutzer/in Zugang zu zusätzlichen Stripe-Vorteilen, darunter bis zu einem Jahr kostenlose Zahlungsabwicklung für Zahlungen bis zu 100.000 USD.
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Häufig gestellte Fragen zur Kontaktaufnahme mit Investorinnen und Investoren für Ihr Start-up
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.