Die Abbruchrate beim Online-Shopping liegt bei über 70 %. Eine Vereinfachung des Bezahlvorgangs ist eine Möglichkeit, die Konversionsrate zu steigern. Bei Embedded Payments wird der Zahlungsablauf direkt in Ihre eigene Produktseite eingebunden, anstatt die Nutzer/innen auf eine Seite eines Drittanbieters weiterzuleiten. Sie können das visuelle Design, die Fehlermeldungen, die Formularfelder, die Abfolge der Schritte sowie den Zahlungsablauf individuell anpassen.
Im Folgenden erläutern wir, wie die Anpassung von Embedded Payments funktioniert, welche Risiken damit verbunden sind und wie Sie entscheiden können, welche Anpassungen sich lohnen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Nutzung von Embedded Payments zur Anpassung Ihres Bezahlvorgangs kann Ihren Kundinnen und Kunden ein besseres Zahlungserlebnis bieten.
Durch die individuelle Anpassung der angezeigten Zahlungsmethoden, der Reihenfolge der Elemente im Bezahlvorgang und der jeweiligen Bedingungen lässt sich die Konversionsrate erheblich steigern.
Je mehr Sie anpassen, desto mehr müssen Sie pflegen. Eine umfassende Anpassung ist dann sinnvoll, wenn es konkrete Lücken im standardmäßigen Bezahlvorgang gibt.
So passen Sie den Bezahlvorgang mit Embedded Payments an
Sie können den Bezahlvorgang mit Embedded Payments anpassen, indem Sie das Erscheinungsbild des Formulars, die angezeigten Felder, deren Reihenfolge sowie die Abläufe nach einer fehlgeschlagenen oder erfolgreichen Zahlung ändern. Dadurch wird der Bezahlvorgang für Ihre Kundinnen und Kunden vereinfacht und besser an Ihr Branding insgesamt angepasst.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Anpassung vorzunehmen. Es ist möglich, eine individuelle Lösung von Grund auf neu zu entwickeln, doch dies kann sehr zeitaufwendig sein. Wenn Sie einen etablierten Anbieter wie Stripe nutzen, um Ihre Einstellungen festzulegen, können Sie schnell loslegen.
Was können Sie mit Embedded Payments anpassen?
Mit dem integrierten Ansatz können Sie selbst bestimmen, wie der Bezahlvorgang aussieht, welche Zahlungsmethoden angezeigt werden, welche Felder eingeblendet werden und was nach der Bestätigung einer Zahlung geschieht.
Folgendes können Sie genau kontrollieren:
Visuelle Gestaltung: Sie können Typografie, Farbpalette und vieles mehr festlegen.
Anzeige von Zahlungsmethoden: Mithilfe von Komponenten der Nutzeroberfläche für das Web lassen sich relevante Zahlungsmethoden dynamisch anzeigen, basierend auf Währung, Standort der Kundinnen und Kunden und Transaktionsbetrag.
Formularfelder: Wenn Sie eine Telefonnummer oder benutzerdefinierte Metadaten erfassen möchten, können Sie diese Felder hinzufügen und in das Layout integrieren.
Zahlungsablauf nach der Zahlung: Nach der Bestätigung legen Sie fest, was geschieht. Ihr Zahlungsanbieter kann einen eigenen Erfolgszustand ausgeben, der dem Nutzer/der Nutzerin bestätigt, dass der Vorgang abgeschlossen ist oder Sie können das Bestätigungsereignis abfangen und selbst bearbeiten.
Lokalisierung: Sie können die Spracheinstellung explizit festlegen oder sie vom Browser übernehmen lassen. Feldbezeichnungen, Fehlermeldungen und Beschreibungen der Zahlungsmethoden werden automatisch lokalisiert.
Durch Lösungen wie die Elements Appearance API von Stripe werden Änderungen gleichzeitig auf alle eingebetteten Komponenten übertragen, sodass Sie nicht jedes Element einzeln anpassen müssen.
Was macht ein hervorragendes Zahlungserlebnis aus?
Schnelligkeit und Übersichtlichkeit sind wichtige Faktoren, die einen guten Bezahlvorgang von einem solchen unterscheiden, den Kundinnen und Kunden abbrechen. Jedes zusätzliche Feld oder jeder Seitenwechsel ist ein Punkt, an dem Kundinnen und Kunden ins Zweifeln geraten könnten.
Folgende Faktoren tragen zu einem positiven Zahlungserlebnis für die Kundinnen und Kunden bei:
Feldbezeichnungen: Diese sollten beschreiben, was erwartet wird und nicht nur den Namen des Feldes nennen. „Kartennummer“ ist in Ordnung, aber „Geben Sie die 16-stellige Nummer auf der Vorderseite Ihrer Karte ein“ funktioniert besser in Situationen, in denen Ihre Kundinnen und Kunden nicht regelmäßig online einkaufen.
Fehlermeldungen: Diese müssen das Problem benennen und eine Lösung vorschlagen. „Ungültige Kartennummer“ ist weniger hilfreich als „Bitte überprüfen Sie, ob Sie alle 16 Ziffern eingegeben haben.“
Darstellung der Zahlungsmethoden: Diese muss auf Ihren Kundenstamm abgestimmt sein. Wenn sich die meisten Ihrer Nutzer/innen in Deutschland befinden, sollte das SEPA-Lastschriftverfahren (Single Euro Payments Area) besonders hervorgehoben werden; wenn sie in Brasilien ansässig sind, ist Pix von Bedeutung. Einer Nutzerin bzw. einem Nutzer, der nur eine einzige Zahlungsmethode erkennt, eine überwältigende Anzahl an Zahlungsoptionen anzuzeigen, kann zu Reibungsverlusten führen.
Bestätigungsmeldungen: Diese müssen eindeutig sein. Die Nutzer/innen müssen wissen, dass die Zahlung erfolgreich war, bevor sie Ihre Website verlassen.
Warum ist es sinnvoll, den Bezahlvorgang mit Embedded Payments anzupassen?
Der Bezahlvorgang ist Teil Ihres Produkts, und Ihr Produkt hat einen spezifischen Kontext, den ein generischer Bezahlvorgang nicht berücksichtigen kann. Durch die Anpassung des Bezahlvorgangs können Sie das Vertrauen Ihrer Kundinnen und Kunden stärken und das Erlebnis an deren Erwartungen anpassen.
So funktioniert das in der Praxis:
Konversionsabläufe bei Software-as-a-Service (SaaS): Wenn Sie einen 14-tägigen Testzeitraum anbieten, ist der Moment, in dem sich eine Kundin oder ein Kunde zum Kauf entschließt, der Höhepunkt einer zweiwöchigen Interaktion. Ein abrupter visueller Wechsel zu einer generischen Checkout-Seite in diesem Moment stellt einen Rückschritt in der Nutzererfahrung (UX) dar.
Vertrauenssignale: Kundinnen und Kunden, die sich bereits eine Weile in Ihrer Nutzeroberfläche aufhalten, haben ihre Erwartungen an Ihre Designsprache angepasst. Ein Bestellvorgang, der so aussieht, als gehöre er zu einem anderen Produkt, könnte Kundinnen und Kunden dazu veranlassen, sich zu fragen, ob sie versehentlich an einer Stelle gelandet sind, an der sie eigentlich gar nicht sein wollten.
Einheitliches Branding: Ein einheitliches Branding während des gesamten Kaufprozesses dient nicht nur der Ästhetik um ihrer selbst willen. Es ist ein Zeichen dafür, dass nichts Unerwartetes geschieht.
Segmentspezifische Konfiguration: Eine B2B-Plattform, die Rechnungen von Enterprise-Kunden erfasst, benötigt andere Felder und andere Zahlungsmethoden als ein Verbraucherprodukt. Bei eingebetteten Komponenten ist dies eine Frage der Konfiguration.
Welche Risiken und Kompromisse birgt ein stark individualisierter Bezahlvorgang?
Eine Individualisierung erfordert Wartungsaufwand, was wiederum Risiken mit sich bringen kann. Bevor Sie beginnen, Standardeinstellungen zu überschreiben, sollten Sie wissen, wo es häufig zu Problemen kommt.
Achten Sie auf:
Komponenten-Updates: Design-Überschreibungen und Verhaltenskonfigurationen können fehlschlagen, wenn Sie ein Komponenten-Update veröffentlichen oder sich Ihr Designsystem ändert. Anbieter können dies abmildern, indem sie Überschreibungen auf Variablenebene vornehmen; benutzerdefinierte Regeln, die auf bestimmte Komponentenzustände abzielen, müssen jedoch weiterhin getestet werden, sobald die Komponentenstruktur aktualisiert wird.
Ausblenden von Zahlungsmethoden: Das Zurückstellen bestimmter Zahlungsmethoden, um den Bezahlvorgang übersichtlich zu halten, kann die Konversionsrate bei Nutzerinnen und Nutzern verringern, die diese Methoden bevorzugen. Stellen Sie sicher, dass Sie über die entsprechenden Daten verfügen, um das Ausblenden von Zahlungsmethoden zu rechtfertigen.
Überschreibungen bei der Lokalisierung: Wenn Sie eine feste Sprachumgebung festlegen, weil diese Ihrem Hauptmarkt entspricht, werden Kundinnen und Kunden in anderen Regionen Beschriftungen und Fehlermeldungen in der falschen Sprache angezeigt. Das Standardverhalten ist in der Regel die richtige Entscheidung, es sei denn, Sie haben einen bestimmten Grund, davon abzuweichen.
Plattformweite Einheitlichkeit: Wenn Sie eine Plattform betreiben, auf der mehrere Unternehmen ihre Kaufabwicklung über Ihr Produkt abwickeln, gilt jede Entscheidung zur Anpassung für alle diese Unternehmen. Ein Design, das für einen Geschäftstyp geeignet ist, kann für einen anderen zu einer schlechteren Nutzererfahrung führen. Konfigurationsoptionen sollten den einzelnen Unternehmen auf Ihrer Plattform angeboten werden, anstatt für jedes Unternehmen fest vorgegeben zu sein.
Lohnt es sich, den Bezahlvorgang mit Embedded Payments anzupassen?
Ob sich die Individualisierung von Embedded Payments lohnt, hängt davon ab, was Sie anpassen und warum.
Berücksichtigen Sie Folgendes:
Anpassung an Ihr Designsystem: Dies lohnt sich oft. Die Implementierungskosten sind dank der „Elements Appearance API“ von Stripe gering, der Wartungsaufwand ist überschaubar und der Gewinn für die Nutzererfahrung ist erheblich.
Anpassung der Zahlungsmethoden an Ihren Kundenstamm: Dies lohnt sich in der Regel, wenn Sie über entsprechende Daten verfügen. Wenn beispielsweise 80 % Ihrer Kundinnen und Kunden in Märkten tätig sind, in denen bestimmte Zahlungsmethoden vorherrschen, dürfte eine entsprechende Anpassung Ihres Bezahlvorgangs die Konversionsrate verbessern und die kognitive Belastung verringern.
Ausblenden von Feldern zur Verkürzung des Formulars: Dies lohnt sich in der Regel, wenn diese Felder tatsächlich überflüssig sind. Wenn Ihre Plattform die Rechnungsadresse bereits zu einem früheren Zeitpunkt im Ablauf erfasst, ist es von Vorteil, sie aus dem Bezahlvorgang zu entfernen. Wenn Sie sie entfernen, um das Formular zu verkürzen, ohne sie zuvor erfasst zu haben, entsteht eine Datenlücke.
Umfassend angepasste Abläufe: Dies lohnt sich in der Regel, wenn Ihr Produkt einen ausreichend spezifischen Kontext aufweist, um die Komplexität zu rechtfertigen. Ein Marktplatz mit hohem Volumen oder eine Plattform für Kundinnen und Kunden könnte davon profitieren. Ein einfaches Abonnementprodukt möglicherweise nicht.
So kann Stripe Connect Sie unterstützen
Stripe Connect orchestriert Geldbewegungen unter mehreren Parteien für Softwareplattformen und Marktplätze. Es bietet schnelles Onboarding, integrierte Komponenten, globale Auszahlungen und mehr.
Mit Connect können Sie Folgendes umsetzen:
Markteinführung innerhalb weniger Wochen: Nutzen Sie von Stripe gehostete oder integrierte Funktionalität, um schneller live zu gehen. Vermeiden Sie die Vorlaufkosten und die Entwicklungszeit, die normalerweise für Zahlungsvermittlungen erforderlich sind.
Skalierende Zahlungsverwaltung: Nutzen Sie Tools und Services von Stripe, damit Sie keine zusätzlichen Ressourcen für Margin-Reporting, Steuerformulare, Risiken, globale Zahlungsmethoden oder Onboarding-Compliance aufwenden müssen.
Weltweit wachsen: Helfen Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern, mehr Kundinnen und Kunden mit lokalen Zahlungsmethoden weltweit zu erreichen und der Möglichkeit, Verkaufssteuer, Umsatzsteuer (USt.) und GST einfach zu berechnen.
Schaffung neuer Umsatzquellen: Optimieren Sie den Zahlungsumsatz, indem Sie Gebühren für jede Transaktion einziehen. Monetarisieren Sie die Funktionen von Stripe, indem Sie Vor-Ort-Zahlungen, sofortige Auszahlungen, Verkaufssteuereinzug, Finanzierung, Firmenkreditkarten und mehr auf Ihrer Plattform ermöglichen.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.