Closed-Loop- vs. Open-Loop-Zahlungen: Was Unternehmen wissen sollten

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  1. Einführung
  2. Das Wichtigste auf einen Blick
  3. Was sind Open-Loop-Zahlungen?
  4. Was sind Closed-Loop-Zahlungen?
  5. Was ist der Unterschied zwischen Closed-Loop- und Open-Loop-Zahlungen?
    1. Funktionsweise
    2. Kontrolle
    3. Sichtbarkeit der Daten
  6. Wann sollten Sie Open-Loop- statt Closed-Loop-Zahlungen verwenden?
  7. Wo können Closed-Loop-Karten verwendet werden?
  8. So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Open-Loop-Zahlungen laufen über gemeinsame Netzwerke (z. B. Visa, Mastercard) und verbinden Banken und Unternehmen, die keine direkte Beziehung zueinander haben. Closed-Loop-Zahlungen funktionieren genau umgekehrt: Ein einziger Aussteller kontrolliert das Netzwerk. Das kann eine Fahrkarte sein, die nur in der U-Bahn funktioniert, oder eine Geschenkkarte, die nur bei einem einzigen Einzelhändler eingelöst werden kann. Der Unterschied liegt darin, wem das Akzeptanznetzwerk gehört und wie viele Parteien daran beteiligt sind, Geld von einem Konto auf ein anderes zu überweisen.

Im Folgenden erklären wir, wie Closed-Loop- und Open-Loop-Zahlungen funktionieren, wie sie sich vergleichen lassen und wann es sinnvoll ist, sie jeweils einzusetzen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Open-Loop-Zahlungen laufen über gemeinsame Kartennetzwerke und Bankzahlungsnetzwerke. Sie werden allgemein akzeptiert und sind nicht auf eine bestimmte Bank oder ein bestimmtes Unternehmen beschränkt.

  • Closed-Loop-Zahlungen bleiben im Netzwerk eines Ausstellers. Diese tauschen breite Akzeptanz gegen volle Kontrolle über Treueprogramme ein.

  • Viele Unternehmen nutzen beide Systeme: Sie akzeptieren Open-Loop-Karten beim Bezahlvorgang und betreiben Closed-Loop-Geschenkkarten- oder Treueprogramme.

Was sind Open-Loop-Zahlungen?

Open-Loop-Zahlungen laufen über gemeinsame Netzwerke, die Banken und Unternehmen ohne direkte Beziehung miteinander verbinden. An diesen Transaktionen sind in der Regel eine Karteninhaberin oder ein Karteninhaber, eine ausstellende Bank, eine Acquirer-Bank, die die Transaktion für das Unternehmen abwickelt, ein Kartennetzwerk, das die Nachricht zwischen ihnen weiterleitet, und oft ein Zahlungsdienstleister beteiligt, der die einzelnen Teile miteinander verbindet. Im Jahr 2024 wickelten globale Marken-Kartennetzwerke (z. B. Visa, Mastercard) 776 Milliarden Transaktionen ab; das jährliche Volumen wird bis 2029 voraussichtlich 1 Billion überschreiten.

Was sind Closed-Loop-Zahlungen?

Closed-Loop-Zahlungen funktionieren innerhalb eines einzigen Netzwerks, das von einem Aussteller kontrolliert wird; es sind keine externen Banken oder Kartennetzwerke beteiligt. Ein Starbucks-App-Guthaben, eine Target-Geschenkkarte und ein Universitätsausweis, mit dem man für die Wäsche und das Essen in der Mensa bezahlt, sind Beispiele dafür. Das Unternehmen, das die Karte ausgestellt hat, besitzt das Akzeptanznetzwerk.

Was ist der Unterschied zwischen Closed-Loop- und Open-Loop-Zahlungen?

Der Hauptunterschied zwischen Closed-Loop- und Open-Loop-Zahlungen besteht darin, wo sie akzeptiert werden. Open-Loop-Karten funktionieren überall dort, wo das Netzwerk akzeptiert wird, während Closed-Loop-Karten nur im Netzwerk des ausstellenden Unternehmens funktionieren.

Hier sind weitere Unterschiede:

Funktionsweise

Open-Loop-Zahlungen stützen sich auf mehrere Banken und Zahlungsabwickler, die über gemeinsame Zahlungsnetzwerke verbunden sind, während Closed-Loop-Zahlungen von einem einzigen Aussteller abhängen, ohne dass externe Banken beteiligt sind. Diese mechanischen Unterschiede wirken sich auf Gebührenstrukturen und Datensichtbarkeit aus: Bei Open-Loop-Transaktionen fallen Interchange-Gebühren und Netzwerkgebühren an, bei Closed-Loop-Transaktionen hingegen nicht.

Kontrolle

Das Unternehmen, das die Closed-Loop-Zahlung anbietet, hat mehr Kontrolle über das Zahlungssystem. Es kann Regeln für die Einlösung und Rückerstattungen festlegen, obwohl der Ablauf von Geschenkkarten oft gesetzlich eingeschränkt ist. Open-Loop-Zahlungen müssen sich an Netzwerkregeln halten, die Anfechtungen, Chargebacks und die Berechtigung regeln.

Sichtbarkeit der Daten

Bei einer Open-Loop-Transaktion erhält das Unternehmen den Umsatz, aber nicht viele Daten. Die ausstellende Bank kennt die Karteninhaberin oder den Karteninhaber und das Netzwerk weiß, dass die Transaktion stattgefunden hat, während das Unternehmen eine Autorisierung und Zahlungsabwicklung sieht. Bei einer Closed-Loop-Transaktion besitzt das ausstellende Unternehmen den vollständigen Datensatz. Das ist ein Grund, warum Geschenkkarten- und Treueprogramme für Einzelhändler so attraktiv sind – sie erhalten direkten Einblick in das Ausgabeverhalten.

Wann sollten Sie Open-Loop- statt Closed-Loop-Zahlungen verwenden?

Das richtige Modell hängt davon ab, ob für Ihr Unternehmen Reichweite oder Kontrolle wichtiger ist. Wenn Sie an Kundinnen und Kunden verkaufen, die erwarten, so bezahlen zu können, wie sie möchten, ist die Open-Loop-Akzeptanz die Grundlage. Ein Zahlungsdienstleister wie Stripe kann einem Unternehmen helfen, Visa, Mastercard und andere Netzwerkkarten neben Banküberweisungen und Digital Wallets zu akzeptieren, ohne dass das Unternehmen direkte Beziehungen zu jeder beteiligten ausstellenden Bank aufbauen muss.

Closed-Loop-Zahlungen eignen sich, wenn ein Unternehmen anstelle universeller Akzeptanz die genaue Kontrolle über einen spezifischen Use Case haben möchte. Sie geben dem Unternehmen volle Datensichtbarkeit und Kontrolle über seine Regeln, aber es muss diese Infrastruktur selbst aufbauen und pflegen.

Unternehmen könnten diese Closed-Loop-Systeme aufbauen:

  • Geschenkkarten: Ein Programm, das nur in den Geschäften oder auf der Website des Unternehmens funktionieren muss, ohne dass ein externes Netzwerk beteiligt ist

  • Treueguthaben: Prämien, die an die Regeln des Unternehmens für das Sammeln, die Einlösung und den Ablauf gebunden bleiben

  • Plattformspezifisches Guthaben: Shopguthaben oder Rückerstattungssalden, die nur auf dieser Plattform nutzbar sein sollen

Viele Unternehmen nutzen beides. Ein Einzelhändler akzeptiert möglicherweise beim Bezahlvorgang Visa und Mastercard, während er über ein separates Closed-Loop-System Geschenkkarten und Treueguthaben ausgibt. Die beiden konkurrieren nicht miteinander: Das Open-Loop-System wickelt die Transaktion mit der Außenwelt ab und das Closed-Loop-System die Beziehung, die das Unternehmen kontrollieren möchte.

Wo können Closed-Loop-Karten verwendet werden?

Closed-Loop-Karten funktionieren nur in dem spezifischen Netzwerk, das sie ausgestellt hat. Das macht ihre Use Cases enger, aber sie sind oft tief in den Alltag integriert.

Gängige Beispiele:

  • Nahverkehrssysteme: One Metro New York (OMNY) in New York City, Transport for London (TfL) in London und ähnliche stadtbezogene Zahlungssysteme funktionieren nur im Nahverkehrsnetzwerk dieser Stadt und können in der Regel für nichts außerhalb dieses Netzwerks verwendet werden.

  • Geschenkkarten für den Einzelhandel: Eine Karte von einem bestimmten Einzelhändler kann nur in den Geschäften oder auf der Website dieses Einzelhändlers eingelöst werden.

  • Prepaid-Mensa- und Campus-Karten: Universitätsausweise fungieren oft auch als Closed-Loop-Zahlungskonten, die in Mensen, Buchhandlungen und an Verkaufsautomaten auf dem Campus funktionieren.

  • App-basiertes Shopguthaben: Wenn Sie Geld in die App einer Kaffeekette (z. B. die Starbucks-App) laden, erhalten Sie ein Guthaben, das nur an den Standorten dieser Kette und über deren App oder Datenterminal im Geschäft funktioniert.

  • Arbeitgeber- oder Incentive-Programme: Einige Unternehmen geben Closed-Loop-Guthaben für die interne Nutzung aus, wie z. B. Kantinenguthaben und Prämien für Wellness-Programme, die nur über das System des sponsernden Unternehmens eingelöst werden können.

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Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann.

Mit Stripe Payments können Sie Folgendes umsetzen:

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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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