Bei der Entscheidung, ob ein Kleinunternehmen verkauft werden soll, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden: die Marktbedingungen, der persönliche Zeitplan der Inhaber/innen und der Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen seinen höchsten Wert erreichen könnte. Der Wert von Übernahmen kleiner Unternehmen stieg in den Vereinigten Staaten im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 9 %, wobei mehr als 2.300 Unternehmen zu einem Gesamtwert von 2 Milliarden US-Dollar verkauft wurden.
Im Folgenden werden wir den Verkauf eines Kleinunternehmens vom Anfang bis zum Ende erklären und dabei auch auf die Komplexitäten und Implikationen eingehen. Nachstehend erfahren Sie, was Inhaber/innen von Kleinunternehmen wissen müssen.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Gründe für den Verkauf eines Kleinunternehmens
- Was Sie vor dem Verkauf eines Kleinunternehmens beachten sollten
- Schritte zum Verkauf eines Kleinunternehmens
- Fehler, die Sie beim Verkauf eines Kleinunternehmens vermeiden sollten
- So kann Stripe Atlas Sie unterstützen
Gründe für den Verkauf eines Kleinunternehmens
Die Entscheidung, ein Unternehmen zu verkaufen, ist ein wichtiger Schritt, der von verschiedenen persönlichen und beruflichen Faktoren beeinflusst wird.
Marktbedingungen: Ein Verkauf in Zeiten, in denen die Branche floriert, kann den Verkaufspreis maximieren.
Persönliches Timing: Inhaber/innen sind möglicherweise bereit für den Ruhestand, ein neues Projekt oder eine Veränderung ihres Lebensstils.
Höchstwert: Der Zeitpunkt für den Ausstieg ist gekommen, wenn das Unternehmen ein beständiges Wachstum aufweist und ein/e starke/r neue/r Inhaber/in das Zukunftspotenzial erkennt.
Finanzielle Ziele: Ausrichtung des Verkaufs auf langfristige Ziele wie die Altersvorsorge oder den Abbau persönlicher Verbindlichkeiten.
Was Sie vor dem Verkauf eines Kleinunternehmens beachten sollten
Beim Verkauf eines Kleinunternehmens ist eine gründliche Vorbereitung entscheidend, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und den gewünschten Verkaufspreis zu erzielen. Um sich in die bestmögliche Ausgangsposition zu bringen, sollten Sie diese Vorbereitungen abschließen, bevor Sie Gespräche mit potenziellen Käuferinnen/Käufern aufnehmen.
So sollten Sie bei der sorgfältigen Vorbereitung des Verkaufs Ihres Kleinunternehmens vorgehen:
Ermitteln Sie den Wert Ihres Unternehmens
Zur Ermittlung des Unternehmenswertes gibt es mehrere gängige Ansätze:
Vermögensbasierter Ansatz: Bei dieser Methode wird der Nettovermögenswert Ihres Unternehmens berechnet, indem alle Vermögenswerte addiert und die Verbindlichkeiten abgezogen werden. Dieser Ansatz eignet sich besonders für Unternehmen mit umfangreichen Sachanlagen.
Gewinnmultiplikator oder ertragsorientierter Ansatz: Diese Methode konzentriert sich auf das Ertragspotenzial Ihres Unternehmens. Der aktuelle Gewinn wird um verschiedene Faktoren wie den Kundenstamm und Wachstumschancen bereinigt und anschließend mit einem Faktor multipliziert, der den Standard der Branche oder das wirtschaftliche Umfeld widerspiegelt.
Marktwertansatz: Diese Methode vergleicht Ihr Unternehmen mit ähnlichen Unternehmen, die kürzlich verkauft wurden. Sie ist nützlich, um zu erkennen, was der Markt für ein Unternehmen wie Ihres zu zahlen bereit ist.
Ertragswertverfahren (Discounted-Cash-Flow(DCF)-Analyse): Dieses Verfahren prognostiziert Cashflows und diskontiert sie auf den Barwert. Diese Methode ist vorausschauend und berücksichtigt das Wachstumspotenzial und Risiken.
Entscheidung über den richtigen Verkaufszeitpunkt
Bei der Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf Ihres Unternehmens sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
Analyse der Marktbedingungen
Branchentrends und Wirtschaftsklima: Den aktuellen Zustand und die Prognosen für Ihre Branche zu beurteilen, ist von zentraler Bedeutung. Ein blühender Markt kann den Wert Ihres Unternehmens steigern, wogegen ein Abschwung die Überlegung nahelegt, auf günstigere Zeiten zu warten.
Aktivitäten von Wettbewerbern: Das Handeln von Wettbewerbern zu beobachten – wie Fusionen, Übernahmen oder Exits – kann Erkenntnisse über Marktdynamiken und die optimale Zeitplanung liefern.
Käuferinteresse: Eine Zeit mit hohem Käuferinteresse an Unternehmen, die mit Ihrem vergleichbar sind, könnte auf eine gute Zeit für den Verkauf hinweisen.
Einschätzung Ihrer persönlichen Bereitschaft
Bereitschaft für den Übergang: Entscheiden Sie, ob Sie bereit sind, sich von Ihrem Unternehmen zu trennen. Dabei sollten Sie Ihre emotionale Bindung, Ihre Pläne für das Leben nach dem Verkauf sowie Ihre Rolle während einer eventuellen Übergangsphase berücksichtigen.
Finanzielle Ziele: Stimmen Sie den Verkauf zeitlich auf Ihre finanziellen Ziele ab. Unabhängig davon, ob es um die Ruhestandsplanung, Investitionen in neue Unternehmungen oder andere persönliche Ziele geht, stellen Sie sicher, dass der Verkauf Ihren finanziellen Bedarf deckt.
Steuerliche Auswirkungen: Berücksichtigen Sie die steuerlichen Folgen eines Verkaufs Ihres Unternehmens. Die Wahl des richtigen Zeitpunkts für den Verkauf zur Minimierung der Steuerlast kann sich auf Ihren Nettoerlös auswirken.
Bewerten Sie die Attraktivität Ihres Unternehmens
Um die Attraktivität Ihres Unternehmens zu bewerten, müssen Sie folgende Schritte unternehmen:
Verbessern Sie die finanzielle Lage
Umsatzwachstum und Diversifizierung: Zu den Strategien zur Umsatzsteigerung gehören unter anderem die Erweiterung Ihres Kundenstamms, die Einführung neuer Produkte oder Dienstleistungen sowie die Erschließung neuer Märkte. Durch die Diversifizierung Ihrer Umsatzquellen wird Ihr Unternehmen weniger abhängig von einer einzelnen Einnahmequelle und dadurch stabiler.
Kostensenkung und -effizienz: Wenn Sie Ihre Ausgaben analysieren und unnötige Ausgaben senken, steigert das die Rentabilität. Das kann sich auf das Neuverhandeln von Verträgen, das Optimieren von Lieferketten und den Einsatz von Technologie zur Kosteneinsparung erstrecken.
Schuldenmanagement: Wenn Schulden effektiv verwaltet und gesenkt werden, steigert das die finanzielle Attraktivität Ihres Unternehmens. Eine starke Bilanz mit einem tragbaren Schuldenstand ist für Käufer/innen attraktiv.
Optimierte Abläufe
Prozessoptimierung: Die Überprüfung und Verfeinerung von Geschäftsprozessen zur Steigerung der Effizienz macht den Unterschied. Dies kann die Automatisierung sich wiederholender Aufgaben, die Verbesserung von Arbeitsabläufen oder die Einführung von Lean-Management-Prinzipien umfassen.
Technologieintegration: Das Einführen von Tools für die Bestandsverwaltung, Kundenbeziehungen oder Datenanalysen kann die betriebliche Effizienz erheblich verbessern.
Klären Sie rechtliche Fragen
Aufsichtsrechtliche Compliance: Stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen alle relevanten Gesetze und Bestimmungen einhält. Das umfasst das Einholen erforderlicher Lizenzen und Genehmigungen, das Einhalten von Branchenstandards und das Befolgen der arbeitsrechtlichen Bestimmungen.
Beilegen von Rechtsstreitigkeiten: Kümmern Sie sich um alle eventuell vorhandenen Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren und legen Sie sie bei. Ein Unternehmen ohne rechtliche Probleme ist für potenzielle Käufer/innen attraktiver.
Schutz geistiger Eigentumsrechte: Wenn Sie Ihre geistigen Eigentumsrechte, wie beispielsweise Marken oder Patente, sichern und schützen, steigert das den Wert Ihres Unternehmens.
Entscheiden Sie sich für eine Verkaufsmethode
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über gängige Methoden zur Übertragung des Eigentums an einem Kleinunternehmen:
|
Methode |
Ideal für… |
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|---|---|
|
Direktverkauf |
Inhaber/innen mit einer bekannten Käuferin bzw. einem bekannten Käufer (lokale Branchenkollegin bzw. lokaler Branchenkollege oder Mitarbeiter/in) und ausgeprägten Verhandlungsfähigkeiten. |
Maximaler Gewinn: Keine Maklerprovisionen und vollständige Kontrolle darüber, wer das Unternehmen erwirbt. |
Zeitaufwand: Sie sind Verkäufer/in, Anwältin/Anwalt und Verwaltungsmitarbeiter/in in einer Person. |
|
Unternehmensmakler/in |
Komplexe Unternehmen oder Inhaber/innen, denen die Zeit fehlt, einen Verkauf abzuwickeln. |
Kompetenz: Professionelle Wertermittlung und Zugang zu einem riesigen „verborgenen“ Käufernetzwerk. |
Kosten: Makler/innen verlangen in der Regel eine erhebliche Provision (oft 10 % oder mehr) des Endpreises. |
|
Online-Marktplätze |
Technikaffine Inhaber/innen von überschaubaren mittelständischen Unternehmen. |
Effizienz: Enorme Reichweite bei Käuferinnen und Käufern weltweit bei relativ geringen Angebotsgebühren. |
Arbeitsintensiver Überprüfungsprozess: Sie müssen wahrscheinlich viele ungeeignete Interessenten aussortieren. |
|
Auktionen |
Nischenunternehmen oder Inhaber/innen, die einen garantierten, schnellen Abschlusstermin benötigen. |
Dringlichkeit: Durch ein Bieterwettstreit kann der Preis sehr schnell über den Marktwert steigen. |
Risiko: Es gibt keine Mindestpreisgarantie; das endgültige Angebot könnte niedriger ausfallen als erwartet. |
Schritte zum Verkauf eines Kleinunternehmens
Wenn Sie Ihr Unternehmen vorbereitet, über den Zeitplan entschieden und eine Verkaufsmethode gewählt haben, können Sie den Verkaufsprozess folgendermaßen abwickeln:
Vermarkten Sie Ihr Unternehmen zum Verkauf
- Identifizieren Sie die wesentlichen Verkaufsargumente für Ihr Unternehmen, mit denen Sie potenzielle Käufer/innen anziehen können. Dazu könnten Ihre Kundenbasis, die Rentabilität, die Marktposition oder eventuell vorhandene unternehmenseigene Technologien oder Verfahren gehören.
- Ermitteln Sie, welche Plattformen zum Vermarkten Ihres Unternehmens am besten geeignet sind. Dabei könnte es sich um branchenspezifische Websites, auf Unternehmen spezialisierte Maklerfirmen oder lokale Unternehmensnetzwerke handeln.
- Entwickeln Sie Marketingmaterialien, die die Stärken Ihres Unternehmens hervorheben, ohne sensible Informationen preiszugeben. Diese Materialien könnten ein zusammenfassendes Dokument oder ein Verzeichnis von Informationen umfassen, das eine Übersicht bietet, ohne vertrauliche Details offenzulegen.
Erstellen Sie eine überzeugende Verkaufspräsentation
- Konzentrieren Sie sich auf das, was Ihr Unternehmen attraktiv und gewinnbringend macht. Heben Sie Aspekte wie einen stabilen Umsatz, Wachstumspotenzial, eine treue Kundenbasis und eventuelle Wettbewerbsvorteile hervor.
- Stellen Sie sich darauf ein, die Gründe für den Verkauf zu erklären, da potenzielle Käufer/innen danach häufig fragen. Eine logische Erklärung kann den Prozess reibungsloser machen.
- Personalisieren Sie Ihre Kundenansprache den Interessen und Bedenken potenzieller Käufer/innen entsprechend. Bringen Sie in Erfahrung, wonach sie suchen und wie Ihr Unternehmen ihren Bedarf decken oder ihre Ziele verwirklichen kann.
Wahren Sie die Vertraulichkeit
- Die Vertraulichkeit Ihrer Verkaufsabsicht zu wahren, ist wichtig, um eventuelle Auswirkungen auf Ihr Personal, Ihre Kundschaft und Ihre Lieferanten zu vermeiden.
- Gehen Sie Geheimhaltungsvereinbarungen (Nondisclosure Agreements, NDAs) mit potenziellen Käuferinnen und Käufern ein, um sicherzustellen, dass die während des Verkaufsprozesses weitergegebenen Informationen vertraulich behandelt werden.
- Beschränken Sie die Menge der offengelegten Informationen, bis potenzielle Käufer/innen ein ernsthaftes Interesse gezeigt und eine NDA unterschrieben haben.
Verhandeln Sie den Verkauf
- Stellen Sie sich darauf ein, dass Verhandlungen Zeit in Anspruch nehmen können und einen intensiven Austausch erfordern. Kommunizieren Sie klar und zeitnah und gehen Sie offen mit möglichen Problemen oder Bedenken um.
- Definieren Sie Ihre Preisvorstellungen und die Bedingungen, die Sie akzeptieren oder verhandeln möchten, aber konzentrieren Sie sich darauf, eine Situation zu schaffen, in der sowohl Sie als auch die Käuferin bzw. der Käufer mit dem Geschäft zufrieden sind.
- Nutzen Sie die Dienste von Fachleuten, beispielsweise einer Unternehmensmaklerin oder eines Unternehmensmaklers, einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts oder einer Buchhalterin oder eines Buchhalters, um Sie bei den Verhandlungen zu unterstützen und Ihre Interessen zu schützen.
Verstehen Sie die Perspektive der Käuferin bzw. des Käufers
- Versuchen Sie, die Motivation, die Bedenken und die Ziele der Käuferin oder des Käufers zu begreifen. Das kann Ihnen dabei helfen, Ihre Herangehensweise individuell anzupassen und Fragen anzusprechen, die für die Käuferin oder den Käufer wichtig sind.
- Bereiten Sie sich darauf vor, detaillierte Informationen zu liefern und Fragen über den Betrieb, die Finanzen und die Marktposition Ihres Unternehmens zu beantworten.
Klären Sie rechtliche und finanzielle Fragen
- Stellen Sie sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind und dass alle erforderlichen Lizenzen, Genehmigungen und Zustimmungen auf die neue Inhaberin bzw. den neuen Inhaber übertragen werden.
- Beauftragen Sie Rechts- oder Finanzberater/innen damit, alle Dokumente und Vereinbarungen zu prüfen, um sicherzustellen, dass sie Ihrem besten Interesse entsprechen und Ihre Rechte schützen.
- Prüfen Sie rechtliche Dokumente, wie zum Beispiel:
- Übereignungsvertrag: Dieses Dokument überträgt die Vermögenswerte des Unternehmens auf die Käuferin oder den Käufer.
- Vertrag über den Kauf von Vermögenswerten: Enthält die Einzelheiten der Konditionen und Bedingungen des Verkaufs, darunter auch, welche Vermögenswerte verkauft werden.
- Wettbewerbsverbotsvereinbarung: Könnte gefordert werden, um Sie daran zu hindern, innerhalb eines bestimmten Zeitraums und eines bestimmten geografischen Gebiets ein konkurrierendes Unternehmen zu gründen.
- Übereignungsvertrag: Dieses Dokument überträgt die Vermögenswerte des Unternehmens auf die Käuferin oder den Käufer.
Berücksichtigen Sie die steuerlichen Auswirkungen des Verkaufs
- Informieren Sie sich, wie der Verkauf besteuert wird, einschließlich Kapitalertragssteuer, und planen Sie entsprechend.
- Wenden Sie sich an eine/n Steuerberater/in, um Strategien zur Minimierung der Steuerlast, zur Compliance mit den Steuergesetzen und zur effektiven Verwaltung der Erlöse zu erörtern.
Schließen Sie den Deal ab
- Legen Sie alle erforderlichen Unterlagen vor, wie beispielsweise Finanzunterlagen, Kundenlisten und rechtliche Verträge. Transparenz schafft Vertrauen und beugt Problemen in letzter Minute vor.
- Falls die/der Käufer/in Finanzierung benötigt, werden in dieser Phase Darlehen oder Investitionsquellen finalisiert. Als Verkäufer/in kann Ihnen ein Verständnis der finanziellen Situation der Käuferseite Sicherheit geben, dass der Kauf erfolgreich abgeschlossen werden kann.
- Selbst bei einer vorläufigen Vereinbarung müssen einige Bedingungen möglicherweise noch präzisiert werden. Dazu können der endgültige Verkaufspreis, die Zahlungsbedingungen oder andere Konditionen gehören.
- Die Verkaufsvereinbarung ist ein rechtsgültiges Dokument, das alle Aspekte des Verkaufs regelt. Er sollte umfassend sein und Bereiche wie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, geistiges Eigentum sowie Arbeitsverträge abdecken. Beauftragen Sie eine juristische Fachkraft mit der Ausarbeitung oder Prüfung dieses Dokuments, um die Interessen beider Parteien zu wahren.
- Ein wichtiger, aber oft übersehener Aspekt eines Verkaufs ist die Frage, wie der Übergang des Unternehmens an die/den neue/n Inhaber/in gestaltet wird. Ein reibungsloser Übergangsplan kann den weiteren Erfolg des Unternehmens maßgeblich beeinflussen.
- Das ist das abschließende Meeting, bei dem alle Parteien die erforderlichen Dokumente unterzeichnen und die Zahlung getätigt wird. Hierbei ist die Anwesenheit einer Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts sinnvoll, um sicherzustellen, dass alles nach Plan läuft.
Bewältigen Sie die Übergangsphase nach dem Verkauf
- Informieren Sie Ihre Kundinnen und Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter/innen über den Inhaberwechsel.
- Wenn Sie vereinbart haben, für eine gewisse Zeit im Unternehmen zu bleiben, um bei der Übergangsphase zu helfen, halten Sie dieses Versprechen nun ein. Dazu kann gehören, die/den neue/n Inhaberin/in einzuarbeiten, ihr/ihm wichtige Ansprechpartner vorzustellen oder bei der Pflege der Kundenbeziehungen während der Übergangsphase zu helfen.
- Stellen Sie sicher, dass alle finanziellen Angelegenheiten geregelt sind, einschließlich der Begleichung aller mit dem Unternehmen verbundenen Schulden oder Verbindlichkeiten.
Nehmen Sie sich etwas Zeit, um über diesen bedeutenden Schritt nachzudenken. Ganz gleich, ob Sie in den Ruhestand gehen, ein neues Unternehmen gründen oder sich eine Auszeit gönnen – bedenken Sie die emotionalen und praktischen Aspekte des Abschieds von Ihrem Unternehmen.
Fehler, die Sie beim Verkauf eines Kleinunternehmens vermeiden sollten
Der Verkauf eines Unternehmens ist eine der bedeutendsten finanziellen Transaktionen im Leben einer Inhaberin bzw. eines Inhabers, doch viele stolpern in den letzten Schritten. Um sicherzustellen, dass Sie kein Geld verschenken oder den Abschluss gefährden, vermeiden Sie diese häufigen Fallstricke:
Vernachlässigung der Dokumentation: Genauso wie Sie kein Haus mit einem undichten Dach verkaufen würden, sollten Sie kein Unternehmen mit unordentlichen Büchern zum Verkauf anbieten. Wenn Sie keine ordnungsgemäßen, steuerlich geprüften Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre vorlegen können, ist dies der schnellste Weg, das Käuferinteresse während der Due-Diligence-Prüfung zunichte zu machen.
Zu lange mit dem Verkauf warten: Viele Inhaber/innen warten, bis sie erschöpft sind oder sich in einer gesundheitlichen Notlage befinden, bevor sie ihr Unternehmen zum Verkauf anbieten. Ein Verkauf unter Zwang oder während eines Umsatzrückgangs schwächt Ihre Verhandlungsposition erheblich. Der beste Zeitpunkt für einen Verkauf ist dann, wenn das Unternehmen floriert und eine klare Aufwärtsentwicklung aufweist.
Fehleinschätzung des Marktwerts: Emotionale Bindung führt oft dazu, dass Inhaber/innen ihr Unternehmen aufgrund ihres „unermüdlichen Einsatzes“ überbewerten, anstatt sich an Marktrealitäten zu orientieren. Umgekehrt kann die Nichtberücksichtigung immaterieller Vermögenswerte wie Markenruf oder einer treuen Kundenbasis zu einer Unterbewertung führen. Eine professionelle Bewertung ist unerlässlich, um eine realistische Ausgangsbasis zu schaffen.
Versäumnis, den regulären Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten: Es ist ein häufiger Fehler, sich so sehr vom Verkaufsprozess ablenken zu lassen, dass die Geschäftsleistung nachlässt. Wenn eine Käuferin bzw. ein Käufer während der Übergangsphase einen Gewinnrückgang oder den Verlust wichtiger Mitarbeiter/innen feststellt, kann dies zu einem niedrigeren Angebot führen oder sogar dazu, dass die Käuferin bzw. der Käufer ganz abspringt.
Verletzung der Vertraulichkeit: Wenn bekannt wird, dass ein Unternehmen zum Verkauf steht, kann dies Mitarbeitende verunsichern, Wettbewerber aufmerksam machen und Kundinnen und Kunden dazu veranlassen, sich anderweitig umzusehen. Verwenden Sie daher stets Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs), bevor Sie sensible Daten weitergeben und ziehen Sie die Zusammenarbeit mit einer Maklerin bzw. einem Makler in Betracht.
Vernachlässigung der Übergangsphase nach dem Verkauf: Verkäufer/innen konzentrieren sich oft ausschließlich auf den Exit und vergessen, dass Käufer/innen die Zukunft des Unternehmens erwerben. Wenn Prozesse nicht dokumentiert oder Nachfolger/innen nicht eingearbeitet wurden, kann das Unternehmen als zu stark von der bisherigen Inhaberin bzw. dem bisherigen Inhaber abhängig wahrgenommen werden.
So kann Stripe Atlas Sie unterstützen
Stripe Atlas legt das rechtliche Fundament für Ihr Unternehmen, damit Sie innerhalb von zwei Werktagen von überall auf der Welt Kapital aufnehmen, ein Bankkonto eröffnen und Zahlungen akzeptieren können.
Über 75.000 Unternehmen wurden bereits mit Atlas gegründet – darunter viele Startups mit namhaften Investoren wie Y Combinator, a16z und General Catalyst.
Gründen mit Atlas
Die Gründung eines Unternehmens mit Atlas dauert weniger als 10 Minuten. Sie wählen die passende Rechtsform, prüfen sofort, ob Ihr Firmenname verfügbar ist, und können bis zu vier Mitgründer/innen hinzufügen. Zudem legen Sie die Geschäftsführung, die Verteilung der Anteile sowie eine Beteiligungsreserve für künftige Investorinnen und Investoren oder Mitarbeitende fest. Sie können sämtliche Dokumente digital unterzeichnen. Ihre Mitgründer/innen erhalten automatisch eine Einladung zur elektronischen Unterzeichnung.
Zahlungen und Bankgeschäfte vor Erhalt der EIN
Nach der Gründung beantragt Atlas Ihre Employer Identification Number (EIN) beim IRS. Gründer/innen mit US-amerikanischer Sozialversicherungsnummer, Adresse und Telefonnummer erhalten eine beschleunigte Bearbeitung. Alle anderen durchlaufen das Standardverfahren, das etwas länger dauern kann. Mit Atlas können bereits vor Erhalt der EIN erste Zahlungen und Transaktionen durchgeführt werden.
Gründeraktien ohne Geldeinsatz
Gründer/innen können ihre ersten Aktien auch mit geistigem Eigentum statt mit Geld erwerben. Dies können beispielsweise Urheberrechte oder Patente sein. Der Erwerbsnachweis wird im Atlas-Dashboard gespeichert. Diese Option steht zur Verfügung, wenn das geistige Eigentum einen Wert von 100 $ oder weniger hat. Bei höherem Wert empfiehlt sich die Rücksprache mit einer Anwältin beziehungsweise einem Anwalt.
Automatische Einreichung des Steuereinbehalts nach Artikel 83(b)
Gründer/innen können durch die Einreichung einer 83(b)-Erklärung ihre persönliche Steuerlast senken. Atlas übernimmt diese Einreichung automatisch per USPS Certified Mail mit Sendungsverfolgung, sowohl für US- als auch Nicht-US-Gründer/innen. Die unterzeichnete Erklärung sowie der Nachweis der Einreichung stehen anschließend in Ihrem Stripe-Dashboard zur Verfügung.
Erstklassige juristische Unternehmensdokumente
Atlas stellt alle notwendigen Rechtsdokumente bereit, um sofort mit Ihrem Unternehmen zu starten. Die Unterlagen für eine C-Corporation wurden gemeinsam mit der renommierten Kanzlei Cooley erstellt, die im Bereich Venture Capital führend ist. Sie enthalten unter anderem die Regelungen zu Eigentumsstruktur, Anteilsausgabe und Steuerkonformität. Damit können Sie schnell investieren und sind rechtlich abgesichert.
Ein Jahr Stripe Payments gratis, plus 50.000 $ in Partnerguthaben
Atlas arbeitet mit führenden Partnern zusammen, um Gründerinnen und Gründern exklusive Rabatte und Guthaben zu bieten. Dazu zählen Vorteile für Tools aus den Bereichen Technik, Steuern, Finanzen, Compliance und Geschäftsbetrieb, unter anderem von AWS, Carta und Perplexity. Zusätzlich erhalten Sie im ersten Jahr einen kostenlosen Delaware Registered Agent. Als Atlas-Nutzer/in profitieren Sie darüber hinaus von gebührenfreiem Zahlungsverkehr über Stripe – für bis zu 100.000 $ Umsatz im ersten Jahr.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Atlas Ihnen dabei helfen kann, Ihr neues Unternehmen schnell und unkompliziert zu gründen, und starten Sie noch heute..
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.