White-Label-Krypto-Karten: Einblicke in die Systeme, die Krypto-Ausgaben in Echtzeit ermöglichen

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  1. Einführung
  2. Was ist ein White-Label-Krypto-Kartenprogramm?
  3. Wie funktionieren die Workflows für die Ausstellung und Verarbeitung von Krypto-Karten?
  4. Welche Infrastrukturanbieter ermöglichen White-Label-Krypto-Karten?
    1. Ausstellungsplattformen
    2. Kartennetzwerke
    3. Bank- und Compliance-Partner
    4. Anbieter von White-Label-Krypto-Karten
  5. Wie verbessern diese Karten die Nutzererfahrung und das Umsatzpotenzial?
  6. Welche regulatorischen oder logistischen Einschränkungen wirken sich auf Krypto-Kartenprogramme aus?
  7. Wie können Unternehmen Anbieter von White-Label-Krypto-Karten bewerten?
  8. So kann Stripe Issuing Sie unterstützen

Krypto bewegt sich mit der Geschwindigkeit des Internets, aber ein Großteil der aktuellen Finanzinfrastruktur läuft noch über Zahlungsnetzwerke, die für Karten ausgelegt sind. White-Label-Krypto-Karten, die mit Stablecoin gedeckte Debitkarten sind und mit dem Branding Ihres Unternehmens gestaltet werden, verbinden diese beiden Zahlungstechnologien. Wenn ein/e Nutzer/in diese Karten durchzieht, wird Krypto sofort in Fiatwährung umgewandelt und eine normale Kartenzahlung über traditionelle Kartennetzwerke an das Unternehmen gesendet. White-Label-Krypto-Kartenprogramme machen Krypto überall dort ausgebbar, wo Kartenzahlungen akzeptiert werden, nicht nur bei krypto-freundlichen Unternehmen.

Das jährliche Volumen kartengebundener Stablecoin-Zahlungen hat 13,2 Mrd. USD überschritten und der durchschnittliche Wert von Krypto-Karten-Transaktionen liegt in Europa bei 23,70 €, was darauf hindeutet, dass Krypto-Kartenprogramme zunehmend für alltägliche Ausgaben genutzt werden.

Im Folgenden schlüsseln wir auf, wie White-Label-Krypto-Karten-Transaktionen funktionieren, welche Infrastrukturen sie ermöglichen und welche Einschränkungen sich auf Krypto-Kartenprogramme auswirken.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was ist ein White-Label-Krypto-Kartenprogramm?
  • Wie funktionieren die Workflows für die Ausstellung und Verarbeitung von Krypto-Karten?
  • Welche Infrastrukturanbieter ermöglichen White-Label-Krypto-Karten?
  • Wie verbessern diese Karten die Nutzererfahrung und das Umsatzpotenzial?
  • Welche regulatorischen oder logistischen Einschränkungen wirken sich auf Krypto-Kartenprogramme aus?
  • Wie können Unternehmen Anbieter von White-Label-Krypto-Karten bewerten?
  • So kann Stripe Issuing Sie unterstützen

Was ist ein White-Label-Krypto-Kartenprogramm?

Ein White-Label-Krypto-Kartenprogramm ermöglicht es Ihrem Unternehmen, eine markeneigene Zahlungskarte anzubieten, die auf das Krypto-Guthaben einer Kundin oder eines Kunden zugreift. Es nutzt Ihr Logo, Ihre App und Ihre Support-Beziehung zur Kundschaft, aber die Infrastruktur gehört nicht Ihnen. Wie bei Private-Label-Kreditkarten übernimmt ein spezialisierter Anbieter die technischen und regulatorischen Aufgaben für White-Label-Krypto-Karten.

Für den/die Karteninhaber/in funktioniert sie wie eine Standard-Debitkarte. Beispielsweise zahlen sie kontaktlos im Lebensmittelgeschäft oder fügen die Karte zu einer Digital Wallet hinzu, das Unternehmen wird in seiner lokalen Währung bezahlt und alles wird über die üblichen Kartennetzwerke abgewickelt. Anstatt jedoch ein Bankkonto zu prüfen, prüft das System das Krypto-Guthaben der Kundin oder des Kunden, berechnet, wie viel Krypto zu aktuellen Kursen verkauft werden muss, rechnet den Betrag in Fiatwährung um und nutzt diesen zur Finanzierung der Transaktion. Die Kundin oder der Kunde muss das Guthaben nicht erst über eine Krypto-Börse transferieren oder separate Auszahlungsschritte befolgen.

Für das Unternehmen entfallen die Schritte, ein Kartenaussteller zu werden, Zahlungssysteme einzurichten, Bankbeziehungen auszuhandeln und Compliance-Prozesse aufzubauen. Der Anbieter erfüllt bereits alle Voraussetzungen. Sie behalten die Kontrolle über die Marke und das Produkterlebnis, während Sie sich auf eine speziell entwickelte Plattform verlassen, die die Kartenausstellung, die Krypto-Umrechnung und die regulatorische Grundlage übernimmt.

Wie funktionieren die Workflows für die Ausstellung und Verarbeitung von Krypto-Karten?

Zunächst meldet sich die Endkundin/der Endkunde über Ihre App an, übermittelt Identitätsangaben und absolviert die erforderlichen Prüfungen zu „Know Your Customer“ (KYC) und „Anti-Money Laundering“ (AML). Ihr White-Label-Anbieter wickelt diesen Schritt in der Regel End-to-End ab, da er bereits in den Compliance-Stack und die ausstellende Bank integriert ist. Sobald der Nutzer/die Nutzerin verifiziert ist, erhält er/sie eine virtuelle oder physische Karte Ihrer Marke, die wie jede herkömmliche Debitkarte funktioniert.

Wenn die Karte in einem Geschäft oder online verwendet wird, durchläuft der Workflow in Sekundenschnelle eine Reihe von Schritten:

  • Autorisierung: Die Transaktionsanfrage läuft über das Kartennetzwerk zur ausstellenden Bank, um das Krypto-Guthaben der Endkundin/des Endkunden zu prüfen, einen Echtzeit-Wechselkurs abzurufen und zu entscheiden, ob genügend Deckung vorhanden ist, um den Kauf zu genehmigen.

  • Konvertierung: Die Plattform verkauft den erforderlichen Krypto-Betrag und wandelt ihn in die lokale Währung des Unternehmens um. Die Verwendung von durch Stablecoin gedeckten Krypto-Werten ist oft am einfachsten, da der Vermögenswert bereits gekoppelt ist und die Konvertierung in Fiatwährung schnell gesichert werden kann, ohne mit der Volatilität jonglieren zu müssen.

  • Zahlungsabwicklung: Das Unternehmen erhält Fiatgeld über seinen Acquirer (Händlerbank), während die ausstellende Bank oder der Programmpartner das aus dem Krypto-Verkauf generierte Fiatgeld erhält. Der Nutzer/die Nutzerin sieht sein/ihr aktualisiertes Krypto-Guthaben sofort in der App des Unternehmens, im Idealfall mit klarer Übersicht darüber, was zu welchem Kurs verkauft wurde.

Gute Programme integrieren zudem vertraute Kartenfunktionen wie Optionen zum Sperren und Entsperren, PIN-Verwaltung (Personal Identification Number), Ausgabenlimits, Reiseeinstellungen und Echtzeit-Warnungen. Einige ermöglichen es Nutzer/innen auch, die Volatilität zu managen, indem sie ihre Bestände in Stablecoins umschichten oder einen kleinen Fiat-Puffer behalten.

Debit-ähnliche Programme machen heute den Großteil des Marktes aus, aber es kommen Kreditmodelle auf, bei denen Nutzer/innen sich für Einkäufe in Fiatwährung Geld leihen und Belohnungen in Krypto verdienen.

Welche Infrastrukturanbieter ermöglichen White-Label-Krypto-Karten?

Ein White-Label-Krypto-Kartenprogramm läuft auf einem mehrschichtigen Infrastruktur-Stack, wobei jede Schicht eine andere Schlüsselfunktion erfüllt.

Sehen wir uns das näher an:

Ausstellungsplattformen

Diese Kern-Engine übernimmt die Erstellung von Karten, das Routing von Autorisierungen, die Festlegung von Ausgabenkontrollen und die Verwaltung des Ledgers, das jede Transaktion nachverfolgt. Sie muss auch Transaktionen gegen ein Krypto-Guthaben (anstelle eines Bankkontos) genehmigen und die Umrechnungs-Engine aufrufen, die dieses Guthaben in ausgebbares Fiatgeld umwandelt.

Kartennetzwerke

Visa und Mastercard stellen die globalen Akzeptanznetzwerke bereit. Sie bieten die breite Abdeckung und das Rahmenwerk zur Zahlungsabwicklung, die eine Krypto-Karte so nutzbar machen wie jede andere Debitkarte. Sie haben auch Richtlinien für krypto-gebundene Programme erstellt, einschließlich Regeln dafür, wie Krypto umgerechnet wird und wie Ausgabenlimits verwaltet werden.

Bank- und Compliance-Partner

Dies sind die lizenzierten Unternehmen, die offiziell die Karten ausstellen, Fiat-Reserven halten und Aufsichtspflichten übernehmen. In vielen Programmen agiert eine Sponsorbank im Hintergrund, während der Anbieter die Nutzererfahrung und die Krypto-Logik handhabt. Die Partnerbank trägt dazu bei, zu gewährleisten, dass das Programm die Regeln des Kartennetzwerks und die Finanzvorschriften erfüllt.

Anbieter von White-Label-Krypto-Karten

Der Anbieter der White-Label-Krypto-Karte muss ebenfalls eine Infrastruktur aufbauen, einschließlich der Möglichkeit, Krypto sofort in Fiat umzuwandeln, ohne den/die Nutzer/in Preisschwankungen oder Liquiditätslücken auszusetzen. Dies kann Multi-Party Computation (MPC)-Verwahrung, Cold Storage für die meisten Assets und mehrere Umrechnungspfade umfassen.

Wie verbessern diese Karten die Nutzererfahrung und das Umsatzpotenzial?

Krypto-Karten machen digitale Werte zu etwas, das Menschen in ihrem Alltag nutzen können. Insbesondere lösen sie drei Kernprobleme für Nutzer/innen:

  • Sofort verfügbare Ausgaben: Nutzer/innen können Einkäufe tätigen, während das System im Hintergrund die Umrechnung von Krypto in Fiatwährung übernimmt. Es gibt keine Vorarbeit, keinen manuellen Tausch und keine Wartezeit für die Abwicklung.

  • Einheitliche Erfahrung: Das Ausgeben, Halten und Bewegen von Assets findet innerhalb eines einzigen Produktsystems statt, was besonders für Personen hilfreich ist, die einen großen Teil ihres Geldes in Krypto oder Stablecoins halten.

  • Vorhersehbarkeit auf Abruf: Nutzer/innen sehen eine in Dollar lautende Erfahrung, auch wenn die Wertquelle Onchain ist.

Unternehmen profitieren in drei Hauptbereichen von Krypto-Karten:

  • Tägliche Berührungspunkte: Eine Karte integriert Ihre Marke in die alltägliche Routine der Kundin oder des Kunden. Diese Konsistenz kann die Kundenbindung auf eine Weise fördern, wie es gelegentliche App-Logins niemals könnten.

  • Umsatz aus echter Nutzung: Programme können einen Anteil an den Interchange- oder Umrechnungsgebühren verdienen.

  • Signalreiche Daten: Transaktionsmuster zeigen, wie aktiv Kundinnen und Kunden sind, wo sie Geld ausgeben und wie Ihr breiteres Produkt in ihr finanzielles Leben passt.

Welche regulatorischen oder logistischen Einschränkungen wirken sich auf Krypto-Kartenprogramme aus?

Krypto-Kartenprogramme befinden sich an der Schnittstelle zweier stark regulierter Welten: Zahlungen und digitale Assets.

Die Einführung eines Kartenprodukts erfordert sofort KYC, AML, Sanktionsprüfungen und eine laufende Transaktionsüberwachung. Ein White-Label-Anbieter oder Bankpartner übernimmt diese Belastungen, aber Ihr Name steht auf der Karte, sodass die Aufsichtsbehörden von Ihnen eine angemessene Aufsicht erwarten. Regierungsbehörden haben in der Vergangenheit beispielsweise Maßnahmen speziell gegen Aussteller von Private-Label-Kreditkarten ergriffen. Sie sollten wissen, wer ins Onboarding aufgenommen wird, wie deren Transaktionen geprüft werden, wie bei verdächtigen Aktivitäten eskaliert wird und wie Verbraucherschutzregeln angewendet werden.

Über die Compliance hinaus benötigen Sie auch Strukturen für:

  • Die Bearbeitung von Streitfällen und Chargebacks

  • Die Koordinierung von Betrugsermittlungen

  • Die Unterstützung von Nutzer/innen, die Karten verlieren, Abbuchungen anfechten oder Transaktionen nicht abschließen können

  • Die Überwachung der Erreichbarkeit und des Integrationsstatus

Auch die Gesetze in Bezug auf Krypto-Verwahrung, Stablecoins sowie Krypto-Onramps und -Offramps ändern sich ständig. Kartennetzwerke und Bankpartner müssen ihre Richtlinien als Reaktion darauf manchmal schnell anpassen.

Wie können Unternehmen Anbieter von White-Label-Krypto-Karten bewerten?

Die stärksten Partner sorgen dafür, dass sich die Logistik-, Compliance- und Umwandlungsebenen auch bei Volumenspitzen oder sich ändernden Vorschriften stabil anfühlen.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die Sie achten sollten:

  • Regulatorische Grundlage: Finden Sie einen Anbieter, der genau klären kann, wie das Programm lizenziert ist, welche juristische Person die Karten ausstellt, wer die KYC- und AML-Prüfungen durchführt, wer die Fiat-Reserven kontrolliert und wie die Aufsicht gehandhabt wird, wenn Aufsichtsbehörden Informationen anfordern.

  • Technische Kapazität: Achten Sie auf saubere, gut dokumentierte Application Programming Interfaces (APIs), echte Testumgebungen und transparente Logs für Autorisierung, Umrechnung und Zahlungsabwicklung. Sie sollten in der Lage sein, Probleme schnell zu diagnostizieren und zu erkennen, wo ein Fehler im Ablauf auftritt.

  • Krypto-Liquidität und Asset-Support: Fragen Sie, wie der Anbieter die Echtzeitumrechnung handhabt, welche Assets er unterstützt, wie er mit Volatilität umgeht und welche Fallback-Pfade es gibt, wenn eine primäre Liquiditätsquelle ausfällt.

  • Geografische Reichweite: Wenn Sie Kundinnen und Kunden in verschiedenen Regionen bedienen, vergewissern Sie sich, dass die Bankpartner, Lizenzen und die Netzabdeckung des Anbieters mit Ihrer Präsenz übereinstimmen.

  • Finanzielle Struktur: Informieren Sie sich über Einrichtungsgebühren, Kosten pro Karte, Interchange-Aufteilungen und Umrechnungsgebühren. Die Wirtschaftlichkeit sollte vorhersehbar mit der Programmnutzung skalieren und keine Überraschungen mit sich bringen, wenn das Volumen wächst.

So kann Stripe Issuing Sie unterstützen

Mit Stripe Issuing können Sie auf einfache Weise individuelle Karten erstellen, verteilen und verwalten und so neue Umsatzströme generieren und die Nutzungsfreundlichkeit verbessern.

Mit Issuing können Sie unter anderem Folgendes umsetzen:

  • Neue Kartenprodukte einführen: Erstellen Sie im Handumdrehen physische, virtuelle oder mit Token versehene Karten, die auf die speziellen Anforderungen Ihres Unternehmen zugeschnitten sind – ganz gleich, ob es sich um Firmenkreditkarten, Prämien oder etwas anderes handelt.

  • Betriebliche Effizienz erhöhen: Automatisieren Sie über die APIs von Stripe das Ausstellen und Verwalten von Karten und erleichtern Sie so die Zusammenarbeit mit mehreren Ausstellern.

  • Nutzungsfreundlichkeit erhöhen: Bieten Sie Ihren Kundinnen und Kunden ein individuelles Marken-Kartenerlebnis, das sich nahtlos in Ihre bestehenden Produkte und Dienstleistungen integriert.

  • Transparenz und Kontrolle gewinnen: Greifen Sie auf detaillierte Transaktionsdaten und Kontrollmöglichkeiten zu, um die Nutzung der Karte zu überwachen, Ausgabenlimits festzulegen und Karten bei Bedarf zu sperren.

  • Umsatzchancen erweitern: Monetarisieren Sie Ihre Kartenprogramme durch das Einziehen von Umsatzbeteiligungen oder durch das Angebot von Mehrwertdiensten.

  • Von der Expertise von Stripe profitieren: Nutzen Sie die Vorteile einer soliden Infrastruktur und Compliance-Unterstützung, die Stripe mithilfe seiner Erfahrungen bei der Umsetzung von Kartenprogrammen für führende Unternehmen entwickelt hat.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Stripe Issuing Ihnen helfen kann, Ihr Wachstum mit individuellen Kartenprogrammen voranzutreiben oder starten Sie noch heute.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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