Das Gründungsdatum

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  1. Einführung
  2. Bestimmung des Gründungsdatums
  3. Relevanz des Gründungsdatums für Unternehmen
  4. Unterschied zwischen Gründungsdatum und Geschäftsaufnahme
  5. Unterschied zwischen Gründungsdatum und Registrierungsdatum
  6. Nachweis des Gründungsdatums
  7. Gründungsdatum und jährliche Berichterstattung
  8. Änderung des Gründungsdatums
  9. Angels und andere Arten von Investorinnen und Investoren – ein Vergleich

Das Gründungsdatum ist das Datum, an dem ein Unternehmen offiziell zu einer Rechtspersönlichkeit wird, wenn es den Gründungsprozess samt Satzungseinreichung abgeschlossen hat. Nach der Gründung profitiert das Unternehmen von bestimmten gesetzlichen Schutzmaßnahmen wie einer beschränkten Eigentümerhaftung und kann als eigene juristische Person auftreten.

Das Gründungsdatum ist wichtig, da es häufig dazu dient, zu bestimmen, ab wann das Unternehmen bestimmten Vorschriften, Steuer- und Meldepflichten unterliegt. Am Gründungsdatum beginnen auch die jährliche Einreichungs- und Verlängerungsfristen. Die Kenntnis des Gründungsdatums ist also wichtig, um die Compliance sicherzustellen und die Rechtspflichten des Unternehmens zu überblicken.

Hier wird erklärt, was Unternehmen über das Gründungsdatum wissen sollten, was es bedeutet, wo man es findet und welche Rolle es für die jährliche Berichterstattung spielt.

Inhalt

  • Bestimmung des Gründungsdatums
  • Relevanz des Gründungsdatums für Unternehmen
  • Unterschied zwischen Gründungsdatum und Geschäftsaufnahme
  • Unterschied zwischen Gründungsdatum und Registrierungsdatum
  • Nachweis des Gründungsdatums
  • Gründungsdatum und jährliche Berichterstattung
  • Änderung des Gründungsdatums

Bestimmung des Gründungsdatums

Das Land oder der Bundesstaat, in dem das Unternehmen seine Gründungsunterlagen einreicht, bestimmt das Gründungsdatum. Bei diesen Unterlagen handelt es sich in der Regel um die Satzung oder die Gründungsurkunde. Das Gründungsdatum ist in der Regel der Tag, an dem die zuständige Behörde diese offiziell bearbeitet und genehmigt. In einigen Fällen können Unternehmen auch ein Datum in der Zukunft anfordern.

Sobald die zuständige Stelle die Unterlagen geprüft und akzeptiert hat, stellt sie eine Bescheinigung aus, die auch das Gründungsdatum enthält. Dieses wird für rechtliche, steuerliche und regulatorische Zwecke herangezogen.

Relevanz des Gründungsdatums für Unternehmen

Das Gründungsdatum ist sozusagen der Geburtstag des Unternehmens. Ab diesem Datum existiert es offiziell und kann unter eigenem Namen auftreten. Außerdem genießt es von diesem Tag an rechtlichen Schutz etwa in Form einer beschränkten Haftung, die ein großer Vorteil für Geschäftsinhaber ist, die ihr Risiko begrenzen möchten.

Das Gründungsdatum ist auch für Steuern und Compliance wichtig. Es bestimmt, wann das Unternehmen Steuererklärungen einreichen, Steuern zahlen und fortlaufende Berichtspflichten erfüllen muss. Viele jährliche Fristen sind an dieses Datum gebunden, etwa Verlängerungstermine für Geschäftslizenzen oder Hauptversammlungen.

Unterschied zwischen Gründungsdatum und Geschäftsaufnahme

Gründungsdatum und Geschäftsaufnahme markieren unterschiedliche Ereignisse im Leben eines Unternehmens. Das sind die Unterschiede:

  • Das Gründungsdatum ist der Tag, an dem die zuständige Behörde die Gründungsunterlagen des Unternehmens offiziell genehmigt und das Unternehmen seinen Rechtscharakter erhält.

  • Das Datum der Geschäftsaufnahme ist der Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit aufnimmt. Dieses Datum kann vor oder nach dem Gründungsdatum liegen - je nachdem, wann das Unternehmen mit dem Warenverkauf oder der Erbringung von Dienstleistungen beginnt. Während die Gründung ein offizieller Akt ist, ist die Geschäftsaufnahme daran gebunden, ab wann das Unternehmen Einnahmen erzielt.

Unterschied zwischen Gründungsdatum und Registrierungsdatum

Gründungsdatum und Registrierungsdatum klingen zwar ähnlich, sind aber unterschiedliche rechtliche Wegmarken. So unterscheiden sie sich:

  • Das Gründungsdatum ist das Datum, an dem ein Unternehmen zu einem eigenständigen Rechtssubjekt wie einer Kapitalgesellschaft oder einer Limited Liability Company (LLC) wird. Es ist der Zeitpunkt, ab dem das Unternehmen in Bezug auf Haftung, Besteuerung und Governance offiziell von seinen Eigentümern getrennt wird.

  • Das Registrierungsdatum ist das Datum, an dem sich ein Unternehmen anmeldet, um in einer bestimmten Gerichtsbarkeit Geschäfte zu tätigen. Es kann daher von seinem ursprünglichen Gründungsdatum abweichen. So kann sich ein in Delaware eingetragenes US-Unternehmen für eine Tätigkeit in Kalifornien eintragen. Das Datum dieser Eintragung ist dann das Registrierungsdatum, während das Datum der Gründung in Delaware das Gründungsdatum bleibt. Der Registrierungsprozess in anderen US-Bundesstaaten wird als „foreign qualification“ bezeichnet und ist in allen Bundesstaaten erforderlich, in denen das Unternehmen außerhalb seines Gründungsstaates Geschäfte tätigen will.

Nachweis des Gründungsdatums

Das Datum der Gründung entnehmen Sie Ihrer Gründungsurkunde oder Ihrer Satzung. Diese wird von der zuständigen Behörde ausgestellt, wenn sie die Gründungsunterlagen genehmigt hat. Das Gründungsdatum geht also klar aus der entsprechenden Bescheinigung hervor.

Inhaber/innen können auch das jeweilige Handelsregister prüfen, um das Gründungsdatum zu ermitteln. In den USA ist dies in der Regel über die Website des Secretary of State im Gründungsstaat möglich. Viele US-Bundesstaaten unterhalten zudem ein Onlineportal, über das Sie auf öffentlich zugängliche Informationen zu Ihrem Unternehmen und insbesondere auf Termine und Unterlagen zugreifen können. Jahresberichte, Verlängerungsmitteilungen und Steuererklärungen enthalten ebenfalls das Gründungsdatum.

Um das Gründungsdatum eines anderen Unternehmens zu finden, eignet sich ebenfalls die Website des zuständigen Secretary of State. Dort gibt es meist eine öffentliche Suchfunktion, mit der Sie Unternehmen und Gründungsdaten anhand von Firmennamen suchen können.

Wenn das Unternehmen international tätig ist oder keine offiziellen Unterlagen verfügbar sind, können Sie seine Einreichungen auch bei Aufsichtsbehörden wie der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) prüfen. Sie können auch die öffentlichen Jahresabschlüsse oder offiziellen Berichte einsehen, in denen in der Regel das Gründungsdatum aufgeführt ist.

Gründungsdatum und jährliche Berichterstattung

Das Gründungsdatum ist für zwei Aspekte der jährlichen Berichterstattung relevant:

  • Einreichungsfristen: In vielen Rechtsordnungen wird das Gründungsdatum zugrunde gelegt, um zu bestimmen, wann der Jahresbericht fällig ist. So richtet sich der Einreichungszeitplan nach dem jeweiligen Unternehmen und ist nicht für alle Unternehmen identisch. Fristversäumnisse können zu Bußgeldern und juristischen Komplikationen führen.

  • Geschäftsjahr: Das Gründungsdatum eines Unternehmens markiert in der Regel auch den Beginn seines Geschäftsjahres. Der erste Berichtszeitraum kann je nach Gründungsdatum etwas länger oder kürzer ausfallen, orientiert sich aber ansonsten am Betrieb des Unternehmens. So können Sie Ihre Finanzen an geltenden Steuervorschriften und Berichtspflichten ausrichten.

Änderung des Gründungsdatums

Das Gründungsdatum Ihres Unternehmens kann nicht geändert werden. Denn es markiert den genauen Zeitpunkt, an dem Ihr Unternehmen offiziell gegründet wurde. Wenn Sie allerdings einen Prozess wie eine Fusion durchlaufen oder eine neue Rechtsform annehmen (etwa durch Umwandlung von einer LLC in eine Kapitalgesellschaft), ergibt sich daraus auch ein neues Gründungsdatum. Denn der neue Rechtsträger erhält ein eigenes Gründungsdatum. Das Gründungsdatum der ursprünglichen Gesellschaft bleibt davon jedoch unberührt.

Angels und andere Arten von Investorinnen und Investoren – ein Vergleich

Bevor Sie sich um eine Finanzierung durch Angels bemühen, sollten Sie sich mit anderen Arten von Start-up-Investorinnen und -Investoren vertraut machen. Hier finden Sie einen Überblick über die Investitionsmöglichkeiten:

  • Venture Capitalists (VCs): VCs sind Unternehmen oder Einzelpersonen, die in Start-ups mit starkem Wachstumspotenzial investieren, in der Regel im Austausch gegen Anteile. Im Gegensatz zu Angel-Investorinnen und -Investoren investieren sie in der Regel in den späteren Phasen der Entwicklung eines Start-ups, nachdem das Unternehmen eine gewisse Markttraktion gezeigt hat. VCs investieren größere Geldsummen als Angel-Investorinnen und -Investoren und beeinflussen die Ausrichtung des Unternehmens normalerweise stärker. Sie streben erhebliche Renditen an und verfolgen in der Regel einen aggressiveren Ansatz, um das Geschäft zu skalieren und innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens einen Ausstieg zu erreichen.

  • Seed-Fonds: Dabei handelt es sich um spezialisierte VC-Fonds, die sich auf Frühphaseninvestitionen konzentrieren, oft vor Angel-Investitionen und größeren VC-Runden. Sie investieren in Start-ups, die das Konzeptstadium hinter sich gelassen haben und ein Minimum Viable Product (MVP) oder eine gewisse anfängliche Traktion aufweisen.

  • Inkubatoren und Accelerators: Diese Programme unterstützen junge Unternehmen durch Schulungen, Mentoring und Finanzierung. Inkubatoren konzentrieren sich meist auf die anfängliche Entwicklungsphase und helfen Gründerinnen und Gründern dabei, Ideen in ein tragfähiges Unternehmen zu verwandeln. Accelerators hingegen zielen darauf ab, das Wachstum bestehender Unternehmen über einen kurzen Zeitraum schnell zu steigern.

  • Unternehmensinvestoren: Einige Unternehmen investieren in Start-ups, um Zugang zu innovativen Technologien zu erhalten, neue Märkte zu erschließen oder strategische Partnerschaften zu pflegen. Diese Investoren können wichtige Ressourcen bieten, streben aber möglicherweise mehr als nur finanzielle Rendite an, wie z. B. eine Beteiligung an der Technologie oder die Kontrolle über die Ausrichtung des Unternehmens.

  • Crowdfunding: Dabei werden kleine Geldbeträge von einer großen Anzahl von Personen gesammelt, in der Regel über Online-Plattformen. Crowdfunding kann eine gute Option für Start-ups sein, die ihr Produkt einem breiten Publikum vorstellen, mit potenziellen Kundinnen und Kunden in Kontakt treten und Geld beschaffen möchten, ohne Anteile aufzugeben oder Schulden aufzunehmen.

  • Staatliche Fördermittel und Subventionen: In einigen Branchen – insbesondere im Zusammenhang mit wissenschaftlicher Forschung, sauberen Technologien oder sozialen Auswirkungen – können staatliche Fördermittel und Subventionen erhebliche Finanzmittel liefern, ohne das Eigenkapital zu verwässern.

  • Peer-to-Peer-Kredite und Fremdfinanzierung: Die Fremdfinanzierung umfasst Kredite von Finanzinstituten oder Peer-to-Peer-Kreditplattformen. Diese Art der Finanzierung ist für Start-ups in der Frühphase in der Regel schwieriger zu sichern. Außerdem muss ein Start-up den Kredit dabei mit Zinsen zurückzahlen, allerdings ohne Verwässerung der Eigentumsverhältnisse.

  • Family Offices: Vermögende Familien haben oft private Vermögensverwaltungsberatungen, so genannte Family Offices, die direkt in Start-ups investieren. Diese Investoren können erhebliche Finanzmittel bereitstellen und sind im Vergleich zu traditionellen VCs möglicherweise an längerfristigen Investitionen interessiert.

  • Angel-Gruppen und Syndikate: Im Gegensatz zu einzelnen Angel-Investorinnen und -Investoren bündeln Angel-Gruppen oder Syndikate Ressourcen, um in Start-ups zu investieren. Diese Gruppen können größere Kapitalsummen bereitstellen und das Know-how und die Netzwerke mehrerer Investorinnen und Investoren kombinieren.

Jeder Investorentyp bringt unterschiedliche Vorteile, Erwartungen und Beteiligungsgrade mit sich. Start-ups sollten ihr Entwicklungsstadium, ihre Branche, ihren Finanzierungsbedarf und die Art der strategischen Beziehungen, die sie pflegen möchten, sorgfältig abwägen, bevor sie sich entscheiden, welchen Investorentyp sie ansprechen möchten.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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