Es gibt viele Möglichkeiten für einen Kontoinhaber bzw. eine Kontoinhaberin, eine Anfrage an die Bank zu stellen, um Gelder von seinem/ihrem Konto an einen/eine Zahlungsempfänger/in zu übertragen. Dazu gehören die Zahlung per Karte, das Abheben von Geld an einem Geldautomaten (ATM) und das Planen einer Banküberweisung. In diesem Artikel werden Zahlungsaufträge in Frankreich erläutert, einschließlich der Frage, wie sie sich von herkömmlichen Banküberweisungen unterscheiden.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Zahlungsauftrag beinhaltet, dass ein Kunde bzw. eine Kundin die Bank bittet, einen Geldbetrag an einen/eine Zahlungsempfänger/in abzuführen.
- Zahlungsaufträge können auf verschiedene Weisen durchgeführt werden, einschließlich Abbuchungen, Transfers, Schecks, Abhebungen und mehr.
- Von der Erstellung bis zur Ausführung durchlaufen Zahlungsaufträge mehrere spezifische Schritte.
- Zahlungsaufträge sind in der Regel sicher, es gibt aber dennoch einige Risiken.
- Unternehmen können Zahlungsaufträge nutzen, um Umsatz einzuziehen und den Verkauf zu steigern.
Was ist ein Zahlungsauftrag?
Ein Zahlungsauftrag ist eine formelle Anweisung von einem Kunden bzw. einer Kundin an die jeweilige Bank, Gelder an einen/eine Zahlungsempfänger/in zu übertragen. Die Bank ist für die Abwicklung von Zahlungsaufträgen verantwortlich und garantiert, dass die Gelder sicher weitergeleitet werden.
Es gibt verschiedene Arten von Zahlungsaufträgen, darunter Banküberweisungen, Lastschriftverfahren, Schecks, Bargeldabhebungen, Kartenzahlungen und Zahlungen per Papieranweisung (z. B. Wechsel oder Schuldscheine). Dabei kann es sich um einmalige Aufträge, die sich auf eine bestimmte Transaktion beziehen, oder um wiederkehrende Aufträge handeln, die eine Reihe von Transfers an bestimmten Daten einrichten.
Zahlungsaufträge ermöglichen es Einzelpersonen und Unternehmen, Rechnungen zu begleichen, Geld abzuheben, Schulden zurückzuerstatten, Gehälter oder Mieten zu zahlen, Einkäufe zu tätigen, Geld an Familie oder Freundinnen und Freunde zu senden und vieles mehr. Sie werden täglich verwendet.
Wer ist an Zahlungsaufträgen beteiligt?
An der Ausführung von Zahlungsaufträgen sind drei Parteien beteiligt:
- Aussteller/in: Gibt die Anweisung zur Tätigung einer Zahlung und gibt die Zahlungsmethode an
- Zahlungsempfänger/in: Erhält die Gelder
- Finanzinstitut: Ermöglicht die Übertragung der Gelder
Wie funktionieren Zahlungsaufträge?
Die Abwicklung eines Zahlungsauftrags umfasst mehrere wichtige Schritte. Zunächst erstellt der/die Aussteller/in den Auftrag. Anschließend wickelt die Bank den Auftrag ab und validiert ihn. Schließlich führt das Finanzinstitut die Transaktion aus, die auf dem Kontoauszug bzw. der Kreditkartenabrechnung des Ausstellers bzw. der Ausstellerin angezeigt wird.
Auftrag erstellen
Kundinnen und Kunden erteilen ihrem Finanzinstitut einen Zahlungsauftrag. Meistens veranlassen sie die Transaktion online, über einen Geldautomaten oder in einer Filiale.
Bei einer Banküberweisung muss müssen Aussteller/innen spezifische Informationen über den/die Zahlungsempfänger/in angeben, einschließlich Name, Adresse und Bankdaten, die auf einer Bankidentitätsnachweis (relevé d'identité bancaire oder RIB) zu finden sind. Dazu können eine International Bank Account Number (IBAN), ein Bank Identifier Code (BIC) oder ein Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT)-Code gehören. Aussteller müssen zudem den Transaktionsbetrag, die Währung, das Ausführungsdatum und die Häufigkeit – entweder eine einmalige oder eine wiederkehrende Transaktion – angeben.
Auftrag abwickeln und validieren
Sobald die Bank den Zahlungsauftrag erhält, überprüft sie die Informationen. Die Bank stellt außerdem die Compliance des Auftrags sicher, indem sie die Unterschrift oder die persönliche Identifikationsnummer (PIN) des Ausstellers bzw. der Ausstellerin überprüft. Vor der Autorisierung der Transaktion prüft die Bank, ob die entsprechende Summe auf dem Konto des Ausstellers bzw. der Ausstellerin verfügbar ist.
Auftrag ausführen
Wenn die Überprüfung erfolgreich ist, autorisiert die Bank die Transaktion und führt den Zahlungsauftrag aus. Ihre Funktion besteht darin, ein sicheres Routing der Gelder zu gewährleisten und die Nachvollziehbarkeit der Transaktion zu garantieren.
Auftrag anzeigen
Gelder werden sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt vom Bankkonto des Ausstellers bzw. der Ausstellerin abgebucht. Das Abbuchungsdatum hängt von der Art des erteilten Zahlungsauftrags ab. Beispielsweise kann eine automatische Abbuchung im Voraus geplant und an einem zukünftigen Datum ausgeführt werden. Im Gegensatz dazu wird eine Echtzeit-Banküberweisung innerhalb von Sekunden ausgeführt. In beiden Fällen wird der Transaktionsbetrag dem Konto der Zahlungsempfängerin oder des Zahlungsempfängers gutgeschrieben, nachdem die Bank ihn abgewickelt hat.
Aussteller/innen können den Zahlungsstatus überwachen, indem sie den Online-Transaktionsverlauf oder die Mobilanwendung seiner Bank einsehen. Sie können sich auch direkt an ihr Finanzinstitut wenden oder Zahlungsbenachrichtigungen für eingehende oder ausgehende Transaktionen aktivieren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Zahlungsauftrag und einer Übertragungsanfrage?
„Zahlungsauftrag“ ist ein allgemeiner Begriff, der jede Anweisung zur Belastung eines Bankkontos umfasst. Dies kann Transfers, Abbuchungen, Schecks, Bargeldabhebungen oder Kartenzahlungen einschließen.
Eine Übertragungsanfrage ist eine Art von Zahlungsauftrag. Der/die Aussteller/in weist die Bank an, einen Geldbetrag von einem Konto auf ein anderes zu übertragen. Es handelt sich um eine schnelle, elektronische Transaktion, bei der die Verwendung von Schecks oder Karten vermieden wird.
Was sind die Vor- und Nachteile von Zahlungsaufträgen?
Zahlungsaufträge bieten Unternehmen mehrere Vorteile, darunter die folgenden:
- Sichere und zuverlässige Zahlungen, die durch die strengen Sicherheitsmaßnahmen der Finanzinstitute geschützt sind
- Maximale Nachvollziehbarkeit, da jede Transaktion erfasst wird
- Schneller Einzug von Geldern und höhere Umsätze, insbesondere wenn ein Unternehmen verschiedene Zahlungsmethoden akzeptiert
Zahlungsaufträge haben aber auch einige Nachteile, darunter die folgenden:
- Risiko von Betrug, Identitätsdiebstahl oder betrügerischer Nutzung von Bankdaten, selbst bei vorhandenen Sicherheitsprotokollen
- Gebühren für bestimmte Transaktionen, die in der Regel von Kundinnen und Kunden getragen werden (z. B. für internationale Zahlungen oder Abhebungen außerhalb des Netzwerks)
- Mögliche Stornierungen, die das Risiko eines Zahlungsausfalls bergen, z. B. bei unzureichender Deckung, falschen Bankdaten oder technischen Problemen
Damit Banken Zahlungsaufträge zeitnah abwickeln können, sollten Unternehmen die Daten überprüfen, die sie den Finanzinstituten zur Verfügung stellen. Sie können auch ERP-Software (Enterprise Resource Planning) nutzen, um Zahlungsaufträge automatisch zu generieren.
Unternehmen können Zahlungsabwickler – wie Stripe – nutzen, die sichere Online- und Point of Sale-Zahlungen akzeptieren, um sich vor Betrug zu schützen. Mit Stripe Payments können Unternehmen mehr als 125 Zahlungsmethoden für ihre Kundinnen und Kunden einrichten und akzeptieren sowie mithilfe der Verwaltung mehrerer Währungen in neue Märkte expandieren.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.