Um Investoren für Ihr Start-up zu finden, sollten Sie zunächst ermitteln, welche Arten von Investoren Unternehmen in Ihrer Wachstumsphase finanzieren. Ein Netzwerk potenzieller Investoren, auch ein kleines, kann hilfreich sein. Ganz gleich, ob Sie Geld von Freunden und Familie, Venture Capital (VC)-Firmen, Angel-Investoren oder anderen Finanzierungsquellen suchen: Wenn Sie Ihre Optionen kennen, finden Sie leichter den richtigen Investorentyp für Ihr Start-up.
Im Folgenden gehen wir darauf ein, wo Start-ups Investoren finden, wie Sie den passenden Investor für die Wachstumsphase Ihres Unternehmens finden und wie Sie Glaubwürdigkeit aufbauen, bevor Sie diese kontaktieren.
Das Wichtigste auf einen Blick
Start-ups können Investoren über Freunde und Familie, Angel-Investoren, VC-Firmen, Accelerators, Inkubatoren und Syndikate finden.
Sie können die Investorenoptionen vergleichen, indem Sie die Größe ihrer typischen Investitionen, ihre geografischen und branchenspezifischen Schwerpunkte überprüfen und prüfen, ob sie Unternehmen in Ihrer Wachstumsphase finanzieren.
Mit einer Zielinvestorenliste könnte ein erstmaliger Founder möglicherweise in vier bis sechs Wochen Investorengespräche vereinbaren.
Wo finden Start-ups Investoren?
Zu den gängigen Investoren für Start-ups gehören:
Freunde und Familie: Persönliche Kontakte sind ein praktischer Ausgangspunkt für ein Start-up in der Frühphase, das nach einer Finanzierung sucht. Investitionen von Freunden und Familie können besonders hilfreich sein, wenn Sie keine großen Beträge benötigen, um Ihr Unternehmen zu gründen oder die nächste Phase zu finanzieren.
Angel-Investoren: Diese Einzelpersonen investieren häufig in der Frühphase eines Start-ups im Austausch gegen Unternehmensanteile oder ein Wandeldarlehen. Die Investitionen einzelner Investoren können zwischen 5.000 und 100.000 USD liegen. Angel-Gruppen bieten höhere Beträge, jedoch weniger als VC-Firmen. Angel-Investoren können zudem eine wertvolle Ressource für Founder sein, indem sie Mentoring anbieten und Sie mit Kontakten zusammenbringen, die Ihrem Unternehmen beim Wachstum helfen können.
VC-Firmen: Seed- und Early-Stage-VCs bündeln Gelder von Einzelpersonen, Unternehmen und anderen Quellen und investieren in Start-ups mit bewährten Geschäftsmodellen, die für schnelles Wachstum positioniert sind. VC-Firmen investieren in der Regel 500.000–5 Millionen USD in der anfänglichen Seed-Runde und 5–30 Millionen USD oder mehr in Series-A-Runden.
Accelerators und Inkubatoren: Diese Programme helfen neuen Start-ups durch Mentoring, strukturierte Ausbildung und Investoren-Pitches dabei, zu lernen, wie man ein Unternehmen führt und vergrößert. Accelerators können auch eine Seed-Finanzierung im Austausch für eine kleine Unternehmensbeteiligung bereitstellen. Y Combinator (YC) investiert beispielsweise 500.000 USD in jedes aufgenommene Unternehmen: 125.000 USD werden in eine feste Beteiligung von 7 % am Unternehmen umgewandelt, während die restlichen 375.000 USD über ein ungedeckeltes Most-Favored-Nation Simple Agreement for Future Equity (MFN SAFE) investiert werden. Inkubatoren bieten in der Regel über einen längeren Zeitraum Unterstützung, einschließlich Arbeitsplätzen, Beratung und Vermittlung von Kontakten zu Investoren.
Syndikate: Ein Syndikat ist eine Gruppe von Angel-Investoren, die ihre Ressourcen bündeln, um größere Beträge zu investieren, als dies einzeln möglich wäre. Sie können Pre-Seed- und Early-Stage-Start-ups helfen, die der Eigenfinanzierung und der Hilfe von Freunden und Familie entwachsen sind, aber mehr Zeit benötigen, um VC-Finanzierungen anzuziehen. Sie können bei einer regionalen Angel-Gruppe oder einem Syndikat auf einer Plattform wie AngelList pitchen und so potenziell viele Investoren gleichzeitig erreichen.
Persönliche und berufliche Netzwerke: Auch wenn Ihr Netzwerk keine Investoren umfasst, könnte Ihnen ein Kontakt dabei helfen, Sie vorzustellen. Warme Intros („Warm Introductions“) können als unverbindliche Empfehlung dienen, die in der Regel eine viel höhere Konversionsrate als kalte E-Mail-Akquise aufweist. Branchenveranstaltungen und lokale Unternehmensgruppen sind eine großartige Möglichkeit für Founder, potenzielle Investoren und andere Unternehmer zu treffen.
Wie passen Sie den Investorentyp an Ihre Phase und Branche an?
Suchen Sie nach Investoren, die Unternehmen in Ihrer Wachstumsphase finanzieren. Angels investieren beispielsweise eher in Unternehmen, die gerade erst anfangen, während VCs in der Regel später investieren – wenn Ihr Geschäftsmodell bewährt ist und Sie bereit für signifikantes Wachstum sind.
Grenzen Sie Ihre Suche nach Investitionsgröße, Branche und Region weiter ein. Sie sollten bedenken, dass sich das Investorenkapital größtenteils auf San Francisco, New York und andere Start-up-Zentren konzentriert. Remote-Pitching ist nach wie vor möglich, Investoren bevorzugen jedoch häufig lokale Start-ups.
Welche Recherchestrategien gibt es für die Erstellung einer Zielliste?
Eine Zielliste potenzieller Investoren kann Ihnen bei der Planung Ihrer Kontaktstrategie helfen.
Hier sind einige effektive Methoden, um Investoren zu recherchieren und Ihre Zielliste zu erstellen:
Investorenportfolios recherchieren: Suchen Sie nach Start-ups in Ihrer Branche, die in der aktuellen Phase Ihres Unternehmens eine Finanzierung erhalten haben, und finden Sie heraus, wer in sie investiert hat. Die meisten VC-Firmen und Angel-Gruppen nennen die von ihnen finanzierten Unternehmen auf ihren Websites.
Investorendatenbanken und -Newsletter nutzen: Investoren-Newsletter, lokale Investorennetzwerke und Datenbanken wie AngelList und Crunchbase können Ihnen dabei helfen herauszufinden, wer in ein bestimmtes Start-up investiert hat.
Branchen-Communitys beitreten: Wirtschaftsverbände und Online-Founder-Gruppen wie Indie Hackers und StartupNation können Sie mit anderen Foundern vernetzen und Diskussionen über die Beschaffung von Finanzmitteln veranstalten.
Pitch-Events, Demo-Days und Founder-Meetups besuchen: Bauen Sie Glaubwürdigkeit auf, indem Sie mehrere Monate, bevor Sie offiziell bei ihnen pitchen, Kontakt zu potenziellen Investoren aufnehmen. Branchenveranstaltungen und Meetups helfen Ihnen, potenzielle Investoren und Mentoren kennenzulernen. Bei Accelerator-Demo-Days können Sie bei mehreren potenziellen Investoren gleichzeitig pitchen.
Wie bauen Sie Glaubwürdigkeit auf, bevor Sie Investoren kontaktieren?
Bringen Sie Ihr Unternehmen in Ordnung, bevor Sie Investoren kontaktieren und Ihren Pitch halten. Dazu gehört, alle geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen und zu beweisen, dass Ihr Geschäftsmodell funktioniert, was dazu beitragen kann, Investoren zu überzeugen.
Hier sind einige Tipps, um das Vertrauen der Investoren in Ihr Start-up zu stärken:
Rechtlich gründen: Bevor Sie Anteile an Investoren verkaufen können, müssen Sie Ihr Start-up rechtlich gründen. Eine Delaware C-Corporation ist eine häufige Wahl für Start-ups, die eine externe Finanzierung suchen, da sie es Foundern ermöglicht, Unternehmensanteile zu verkaufen, und die Rechte der Investoren klar definiert.
Cap Table aktuell halten: Eine Cap Table ist eine übersichtliche Aufzeichnung, die zeigt, wer Anteile besitzt und wer Optionen, Darlehen oder ein Simple Agreement for Future Equity (SAFE) besitzt, das später in Anteile umgewandelt werden könnte. Eine genaue Cap Table hilft, Unklarheiten hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse zu vermeiden, wenn Investoren sie überprüfen.
Einen klaren, prägnanten Pitch vorbereiten: Erklären Sie das Problem, das Ihr Unternehmen adressiert, und was Ihre Lösung von der Konkurrenz abhebt. Geben Sie die Größe Ihres potenziellen Marktes, Beweise für Fortschritte, den benötigten Finanzierungsbetrag und die geplante Verwendung an.
Frühe Traktionsmetriken aufzeigen: Möglicherweise haben Sie noch keine Metriken, die Sie teilen können, aber wenn doch, müssen diese nicht groß sein. Investoren möchten lediglich Beweise dafür sehen, dass Ihr Unternehmen Fortschritte macht und Ergebnisse liefert. Wählen Sie einige genaue, überzeugende Zahlen – wie Umsatz oder Engagement – aus, die „Traktion“ oder quantitative Beweise für den Product-Market-Fit zeigen. Ein typischer Pitch kann mehr als 10 Datenpunkte umfassen. Stellen Sie also sicher, dass die von Ihnen hervorgehobenen Punkte herausstechen.
Eine kohärente Geschichte präsentieren: Stellen Sie sicher, dass Ihre Präsentation vor Investoren klar das Problem vermittelt, das Ihr Unternehmen adressiert, den Markt beschreibt und erklärt, warum Ihr Start-up am besten positioniert ist, um das Problem zu lösen. Nutzen Sie Ihre Cap Table, Traktionsmetriken und andere Datenpunkte, um Ihre Pitch-Story zu untermauern, anstatt eine unorganisierte Liste mit Details und Zahlen zu präsentieren.
Warme Intros im Vergleich zu kalter Akquise: Was funktioniert besser?
Warme Intros können dazu beitragen, die Rückmeldequoten im Vergleich zu kalten Akquisetaktiken zu erhöhen. Warme Intros können mit einer 10- bis 20-fach höheren Rate als kalte E-Mails zu Meetings führen, da sie auf bereits aufgebautem Vertrauen basieren.
Obwohl kalte Akquise weniger effektiv ist, kann sie dennoch eine praktikable Option sein, wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, einen Investor zu treffen. Wenn Sie potenziellen Investoren eine E-Mail schreiben, sollten Sie die Nachricht kurz halten und sie nur an Investoren senden, die nachweislich Unternehmen in Ihrer Branche und in Ihrer Phase finanzieren. Sie sollten kurz, aber klar vermitteln, warum Ihr Start-up zu ihren aktuellen Investitionen passt.
Ob Sie über warme Intros oder kalte Akquise in Kontakt treten, hängt stark davon ab, in welcher Phase sich Ihr Unternehmen befindet und wie Ihr Netzwerk aussieht. Wenn Sie Ihr erstes Unternehmen gründen, ist Ihr Netzwerk möglicherweise noch klein, sodass Sie sich stärker auf kalte Akquise oder Empfehlungen durch einen Accelerator oder andere Founder verlassen müssen. Wenn Ihr Start-up jedoch etabliert ist, verfügen Sie möglicherweise bereits über ein Netzwerk aus bestehenden Investoren und Unternehmensberatern, an die Sie sich für Vorstellungen wenden können.
Was ist ein realistischer Zeitplan für die Investorenansprache für einen erstmaligen Founder?
Für einen erstmaligen Founder dauert es oft vier bis sechs Wochen, von der Fertigstellung einer Zielliste über die Bitte um warme Intros bis hin zur Vereinbarung erster Gespräche mit Investoren. Der Zeitplan variiert je nach Größe und Stärke Ihres Netzwerks und den Marktbedingungen.
Hier ist ein beispielhafter Zeitplan:
Woche eins und zwei: Sobald die Zielliste fertiggestellt ist, priorisiert ein Founder die Kontakte, die am besten zu seiner Branche und Phase passen. Für jeden Investor wird der Partner ermittelt, der kontaktiert werden muss, sowie alle bestehenden Kontakte, die möglicherweise eine Vorstellung ermöglichen können.
Woche drei: Der Founder testet seinen Pitch bei einigen bereits bekannten Investoren, um eine Vorstellung von den Fragen zu bekommen, die auf ihn zukommen werden. Diese Meetings könnten Einwände aufdecken, an die noch nicht gedacht wurde, oder Schwächen in der Unternehmensgeschichte, die überarbeitet werden müssen. Es ist besser, diese Probleme zu erkennen, bevor man bei den Investoren auf der Zielliste pitcht. Sobald der Pitch fertig ist, arbeitet der Founder mit seinen Kontakten zusammen, um Vorstellungen in die Wege zu leiten, und schreibt die verbleibenden Investoren auf der Liste direkt per E-Mail an, wenn niemand sie vorstellen kann.
Woche vier bis sechs: Der Founder plant seine ersten Gespräche mit Investoren, vorzugsweise zeitnah nacheinander, damit er das, was er aus jedem Gespräch lernt, nutzen kann, um seinen nächsten Pitch zu verbessern. Absagen sind häufig, daher ist es wichtig, trotz dieser optimistisch zu bleiben. Der Founder kann eine Tabellenkalkulation oder ein einfaches Customer-Relationship-Management-Tool (CRM) verwenden, um Meetings, Follow-ups und andere Aufgaben zu verfolgen.
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FAQs zur Suche nach Investoren für Ihr Start-up
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.