Clearing vs. Zahlungsabwicklung im Zahlungsverkehr: Was tatsächlich mit Ihrem Geld passiert

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  1. Einführung
  2. Das Wichtigste auf einen Blick
  3. Was ist das Zahlungs-Clearing?
  4. Was ist die Zahlungsabwicklung?
  5. Was ist der Unterschied zwischen Clearing und Zahlungsabwicklung?
  6. Wie funktionieren Clearing und Zahlungsabwicklung in der Praxis?
  7. Was bedeuten die Zeitpläne für Clearing und Zahlungsabwicklung für Ihr Unternehmen?
  8. Wie wirken sich Clearing und Zahlungsabwicklung auf Rückbuchungen und Streitfälle aus?
  9. So kann Stripe Payments Sie unterstützen
  10. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Clearing vs. Zahlungsabwicklung im Zahlungsverkehr

Clearing und Zahlungsabwicklung finden statt, nachdem Kundinnen oder Kunden bezahlt haben und bevor einem Unternehmen nutzbare Mittel zur Verfügung stehen. Das Clearing verifiziert die Transaktion und berechnet die Schulden zwischen den Banken. Die Zahlungsabwicklung ist der anschließende Geldtransfer. Es handelt sich um unterschiedliche Phasen mit verschiedenen Zeitplänen, beteiligten Parteien und Punkten, an denen Fehler auftreten können.

Im Folgenden erklären wir den Unterschied zwischen Clearing und Zahlungsabwicklung, verfolgen eine reale Transaktion vom Durchziehen der Karte bis zu den abgewickelten Geldmitteln und untersuchen, wie sich der Zeitpunkt der Zahlungsabwicklung auf den Cashflow und das Streitfallmanagement eines Unternehmens auswirkt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das Clearing verifiziert und berechnet eine Transaktion. Bei der Zahlungsabwicklung werden die Geldmittel tatsächlich zwischen Finanzinstituten verschoben.

  • Kartentransaktionen werden in der Regel sofort autorisiert, die Zahlungsabwicklung kann jedoch je nach Netzwerk und beteiligten Banken ein bis drei Werktage dauern.

  • Rückbuchungen können eine Transaktion noch nach ihrer Zahlungsabwicklung stornieren. Dies stellt ein Cashflow-Risiko dar, wenn ein Unternehmen seine Streitfallquoten nicht überwacht.

Was ist das Zahlungs-Clearing?

Das Clearing ist der Schritt, der stattfindet, nachdem eine Kundin oder ein Kunde bezahlt hat, aber bevor tatsächlich Geld fließt. Banken und Netzwerke verifizieren, dass die Transaktion legitim ist, und gleichen sie mit den Erwartungen beider Seiten ab. Das Clearing läuft in der Regel über die Acquirer-Bank, das Kartennetzwerk und die ausstellende Bank.

Was ist die Zahlungsabwicklung?

Von Zahlungsabwicklung spricht man, wenn Geldmittel zwischen Finanzinstituten fließen. Dieselben Parteien, die am Clearing beteiligt sind (Acquirer-Bank, Kartennetzwerk, ausstellende Bank), übertragen Gelder über Abwicklungsbanken oder ein zentrales System wie die Federal Reserve.

Was ist der Unterschied zwischen Clearing und Zahlungsabwicklung?

Die Zahlungsabwicklung ist eine Phase im Zahlungsprozess, die nach dem Clearing stattfindet. Obwohl sowohl an der Zahlungsabwicklung als auch am Clearing viele der gleichen Parteien beteiligt sind, unterscheiden sie sich in Bezug auf Zeitpunkt, Risiken und die Auswirkungen auf die Stornierbarkeit der Zahlung.

  • Zeitpunkt: Das Clearing wird in der Regel innerhalb von Stunden nach Einreichung des Batches abgeschlossen. Die Zahlungsabwicklung erfolgt ein bis drei Werktage später für Karten und Standard-Lastschriften.

  • Risiko: Während des Clearings besteht das Hauptrisiko in einer Unstimmigkeit, beispielsweise wenn eine Transaktion markiert oder abgelehnt wird, bevor sie abgeschlossen ist. Während der Zahlungsabwicklung verlagert sich das Risiko auf die Gegenpartei und auf zeitliche Risiken, falls ein Abwicklungsfenster verpasst wird.

  • Stornierbarkeit: Eine Transaktion kann während des Clearings relativ einfach zurückgezogen werden, wenn etwas nicht übereinstimmt. Das Stornieren einer Transaktion nach der Zahlungsabwicklung erfordert einen separaten Streitfallprozess, wie beispielsweise eine Rückbuchung.

Wie funktionieren Clearing und Zahlungsabwicklung in der Praxis?

Hier ist ein schrittweiser Blick darauf, wie Clearing und Zahlungsabwicklung funktionieren, insbesondere im Kontext einer Kartenzahlung:

  1. Autorisierung: In dem Moment, in dem eine Kundin oder ein Kunde auf „Bezahlen“ klickt, sendet der Zahlungsanbieter des Unternehmens eine Autorisierungsanfrage an das Kartennetzwerk, das diese an die ausstellende Bank der Kundschaft weiterleitet. Die ausstellende Bank prüft das Konto, bestätigt die Verfügbarkeit der Geldmittel und sendet eine Genehmigung zurück.

  2. Clearing: Die Acquirer-Bank des Unternehmens bündelt diese Transaktion mit jeder anderen Kartenzahlung, die an diesem Tag abgewickelt wurde, und reicht den Batch beim Kartennetzwerk (z. B. Visa, Mastercard) für das Clearing ein. Das Kartennetzwerk sortiert die Transaktionen nach der ausstellenden Bank und leitet sie weiter. Die ausstellende Bank verifiziert jede einzelne anhand ihrer Autorisierungsdatensätze, berechnet die Abwicklungsgebühr und bestätigt, dass die Transaktion bereit für die Zahlungsabwicklung ist.

  3. Zahlungsabwicklung: Die ausstellende Bank überweist die Geldmittel an das Kartennetzwerk, das Kartennetzwerk verrechnet seine Abwicklungspositionen mit den Acquirer-Banken, mit denen es zusammenarbeitet, und die Acquirer-Bank erhält den geschuldeten Nettobetrag für die Transaktionen dieses Tages.

Dasselbe Grundmuster gilt für Lastschriften und andere Bank-zu-Bank-Zahlungsmethoden, nur dass andere Institute das Clearing durchführen.

Was bedeuten die Zeitpläne für Clearing und Zahlungsabwicklung für Ihr Unternehmen?

Die Lücke zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Kundschaft bezahlt, und dem Zeitpunkt, an dem die Geldmittel verfügbar sind, hat Auswirkungen auf den Cashflow. Unternehmen mit längeren Abwicklungsfenstern – sei es aufgrund der Zahlungsmethode, der geografischen Lage oder der Bankbeziehungen – benötigen im Allgemeinen mehr Barreserven, um die Verzögerung zwischen einem Verkauf und den verfügbaren Mitteln zu überbrücken. Eine umsatzstarke Woche verwandelt sich nicht zwangsläufig im selben Zeitrahmen in verfügbares Bargeld. Eine Finanzplanung, die den Clearing- und Zahlungsabwicklungszyklus ignoriert, tendiert dazu, die kurzfristige Liquidität eines Unternehmens zu überschätzen.

Lastschriften, Banküberweisungen und Kartenzahlungen werden nach unterschiedlichen Zeitplänen verrechnet und abgewickelt. Ein Unternehmen, das eine Mischung aus verschiedenen Zahlungsmethoden akzeptiert, sollte daher damit rechnen, dass eingehende Zahlungen unregelmäßig und nicht nach einem einheitlichen Zeitplan eintreffen. Der Auszahlungszeitpunkt stimmt nicht immer mit dem Abwicklungszeitpunkt überein. Zahlungsanbieter gleichen die Schwankungen bei Clearing und Zahlungsabwicklung oft durch einen vorhersehbaren Auszahlungskalender aus. Schnellere Optionen für die Auszahlung können Unternehmen Geldmittel früher zur Verfügung stellen, ohne dass sich der zugrunde liegende Prozess der Zahlungsabwicklung zwangsläufig ändert.

Wie wirken sich Clearing und Zahlungsabwicklung auf Rückbuchungen und Streitfälle aus?

Wenn eine Kundin oder ein Kunde eine Zahlung anficht, leitet die ausstellende Bank die Rückbuchung ein und zieht den angefochtenen Betrag über das Netzwerk von der Acquirer-Bank und letztendlich vom Konto des Unternehmens zurück. Dies geschieht nach einem eigenen Zeitplan und mit eigenen vom Kartennetzwerk festgelegten Anforderungen an Beweise, unabhängig vom ursprünglichen Clearing-Zyklus.

Zahlungsanbieter überwachen Streitfallquoten genau und verlangen von Unternehmen in Kategorien mit höherem Risiko manchmal Rückstellungen. Wenn das Bankkonto eines Unternehmens eine Abbuchung nicht decken kann, kann die Bank diese stattdessen aus dieser Rückstellung entnehmen.

So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Clearing vs. Zahlungsabwicklung im Zahlungsverkehr

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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