Digitale Währung versus Kryptowährung: Ein praktischer Leitfaden, wie sie funktionieren und wie die Zukunft aussieht

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  1. Einführung
  2. Was ist der Unterschied zwischen digitalen Währungen und Kryptowährungen?
    1. Digitale Währungen
    2. Kryptowährungen
    3. Sonstige wichtige Unterschiede
  3. Wie CBDCs die Prämisse der Dezentralisierung bei Kryptowährungen infrage stellen
  4. Welche Infrastruktur- und Sicherheitsmodelle liegen digitalen Währungen zugrunde?
    1. Krypto-Sicherheit und -Infrastruktur
    2. CBDC-Sicherheit und -Infrastruktur
  5. Wie sowohl staatlich unterstützte als auch dezentrale Währungen globale Zahlungen beeinflussen
  6. Wie Unternehmen die Integration digitaler Währungen in ihre Systeme angehen können
  7. So kann Stripe Sie unterstützen

Die Begriffe „digitale Währung“ und „Kryptowährung“ werden oft austauschbar verwendet, doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen beiden. „Digitale Währung“ ist ein Oberbegriff, der jede Form von Geldmittel oder Währung bezeichnet, das oder die in digitaler Form existiert – einschließlich Kryptowährungen. Er umfasst auch digitale Zentralbankwährungen („Central Bank Digital Currencies“, CBDCs), die staatlich ausgegebenes digitales Bargeld sind und sich stark von Krypto unterscheiden.

Unterschiedliche digitale Währungen funktionieren auf unterschiedliche Weise. Diese Unterschiede wirken sich auf alles aus, von Datenschutzerwartungen über grenzüberschreitende Zahlungen bis hin zur Gestaltung ihrer Kernsysteme. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich Kryptowährungen von anderen digitalen Währungen unterscheiden können, einschließlich der Unterschiede in der zugrunde liegenden Infrastruktur. Außerdem erfahren Sie, wie Unternehmen dabei vorgehen können, digitale Währungen in ihre Finanzsysteme zu integrieren.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was ist der Unterschied zwischen digitalen Währungen und Kryptowährungen?
  • Wie CBDCs die Prämisse der Dezentralisierung bei Kryptowährungen infrage stellen
  • Welche Infrastruktur- und Sicherheitsmodelle liegen digitalen Währungen zugrunde?
  • Wie sowohl staatlich unterstützte als auch dezentrale Währungen globale Zahlungen beeinflussen
  • Wie Unternehmen die Integration digitaler Währungen in ihre Systeme angehen können
  • So kann Stripe Sie unterstützen

Was ist der Unterschied zwischen digitalen Währungen und Kryptowährungen?

Alle Kryptowährungen sind digitale Währungen, aber nicht alle digitalen Währungen sind Kryptowährungen. Hier sehen Sie genauer, wie jeder Begriff definiert ist.

Digitale Währungen

Digitale Währungen können entweder zentral verwaltet oder dezentralisiert werden. Digitales Zentralbankgeld (CBDC) wird beispielsweise vollständig von einer Zentralbank kontrolliert. Kryptowährung, die auch eine Form digitaler Währungen ist, ist dezentral ausgelegt.

Kryptowährungen

Kryptowährungen werden in öffentlichen, offenen Blockchain-Ökosystemen ausgeführt, denen jeder beitreten kann. Sie werden nicht von einer zentralen Behörde ausgegeben oder verwaltet. Das Netzwerk ist durch dezentrale Konsensmechanismen wie Arbeitsnachweise (PoW) oder Anteilsnachweise (POS) abgesichert. Nutzer/innen besitzen ihre eigenen privaten Schlüssel, Transaktionen sind transparent und irreversibel und das System funktioniert ohne eine einzige Kontrollstelle.

Die Werte für die meisten Kryptowährungen können stark schwanken, da keine Regierung oder Institution sie stabilisiert. Stablecoins sind jedoch eine Art Kryptowährung, die einen stabilen Wert haben, da sie an andere Vermögenswerte wie Fiatgeld gebunden sind.

Sonstige wichtige Unterschiede

  • Technologie: Kryptowährungen basieren auf öffentlichen Blockchains. Andere digitale Währungen können private Hauptbücher oder traditionelle Datenbanken verwenden.

  • Datenschutz: Krypto-Transaktionen sind nachvollziehbar, aber nicht an die tatsächliche Identität einer Person gebunden. Zentral verwaltete digitale Währungen geben der/dem Aussteller/in eine vollständigen Einblick, welche Personen in welcher Höhe und an welchem Ort Ausgaben tätigen.

  • Rechtlicher Status: Einige digitale Währungen, insbesondere CBDCs, sind rechtliches Zahlungsmittel. Bei Kryptowährungen ist das nicht der Fall.

Auch wenn in diesem Bereich alles digital abläuft, können sich Struktur, Übersicht und Auswirkungen dieser Währungen unterscheiden.

Wie CBDCs die Prämisse der Dezentralisierung bei Kryptowährungen infrage stellen

Kryptowährungen und CBDCs stellen unterschiedliche Funktionsweisen digitaler Geldmittel dar.

Die Grundidee von Kryptowährungen ist, dass Geldmittel ohne zentrale Aufsichtsbehörde funktionieren können. Dabei stehen Offenheit, Kontrolle durch Einzelpersonen und Neutralität im Vordergrund. Bei Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether kann zum Beispiel jeder einen Knoten betreiben oder eine Transaktion validieren, und Regeln werden durch Protokolle und nicht durch Institutionen durchgesetzt. Keine einzelne Partei kann Transaktionen stornieren, zensieren oder blockieren.

Bei CBDCs ist die Kontrolle zentralisiert. Eine CBDC wird staatlich ausgestellt, zentral kontrolliert und ist vollständig genehmigungspflichtig. Das System ist geschlossen und nur zugelassene Teilnehmer/innen können darauf zugreifen bzw. es betreiben. Aus diesem Grund haben Regierungen enormen Einfluss auf die von ihnen ausgestellten CBDCs. Zum Beispiel umfasst Chinas digitale Zentralbankwährung, der eCNY, die Möglichkeit einzuschränken, wo oder wie Geldmittel ausgegeben werden, Transaktionen in Echtzeit zu verfolgen und digitale Geldmittel einzufrieren oder Rückrufe (um eine bereits getätigte Transaktion rückgängig zu machen oder Geldmittel zurückzufordern) durchzuführen.

Welche Infrastruktur- und Sicherheitsmodelle liegen digitalen Währungen zugrunde?

Obwohl alle digitalen Währungen live online sind, unterscheiden sich ihre Sicherheitsprotokolle und Infrastruktur. Im Folgenden erfahren Sie, wie Kryptowährungen und CBDCs mit der Sicherheit und der zugrunde liegenden Struktur umgehen.

Krypto-Sicherheit und -Infrastruktur

Kryptowährungen basieren auf öffentlichen Blockchains. Bei ihrem Design stehen Resilienz und Transparenz im Vordergrund.

Hier erfahren Sie Näheres dazu:

  • Dezentral verwaltetes, digitales Hauptbuch („Distributed Ledger“): Kopien der Blockchain werden auf Tausenden von Computerknoten (Nodes) auf der ganzen Welt gespeichert. Konsensmechanismen wie Arbeitsnachweis (Proof of Work, PoW) oder Anteilsnachweis (Proof of Stake, POS) stellen sicher, dass sich alle Knoten über den Zustand des Hauptbuchs einig sind. Diese dezentrale Einrichtung ermöglicht eine globale Reichweite und einfachere grenzüberschreitende Zahlungen sowie eine bessere Erreichbarkeit und Resilienz.

  • Struktursicherheit: Transaktionen werden digital signiert, mit einem Zeitstempel versehen und zu Blöcken hinzugefügt, die kryptographisch verknüpft sind. Sobald sie bestätigt sind, sind sie praktisch nicht mehr rückgängig zu machen. Dadurch kann Betrug durch Rückbuchungen ausgeschlossen werden.

  • Kontrolle durch Einzelpersonen: Nutzer/innen besitzen ihre eigenen privaten Schlüssel. Dadurch ist die Verwahrung durch Einzelpersonen sicher, aber wenn die Inhaber/innen ihre Schlüssel verlieren, verlieren sie ihre Geldmittel.

Stablecoins sind eine bestimmte Form von Kryptowährungen, die darauf ausgelegt sind, ihren Wert zuverlässig zu halten. Sie unterscheiden sich geringfügig von anderen Arten von Kryptowährungen und von CBDCs.

Im Folgenden sehen wir uns das einmal genauer an:

  • Zentrale Kontrolle, dezentrale Infrastruktur: Stablecoins werden auf öffentlichen Blockchains gehalten, aber in der Regel von einer einzigen Stelle ausgegeben und verwaltet. Im Gegensatz zu CBDCs werden Stablecoins in der Regel von privaten Unternehmen ausgegeben.

  • Schnelle, kostengünstige Zahlungsabwicklungen: Da sich Stablecoins auf der gleichen Blockchain-Basis wie Kryptowährungen befinden, können sie weltweit rund um die Uhr Erreichbarkeit und schnelle, kostengünstige Zahlungsabwicklung bieten.

  • Preisstabilität: Im Gegensatz zu anderen Arten von Kryptowährungen soll der Wert eines Stablecoins fest bleiben. Im Allgemeinen bedeutet dies, dass sein Wert an stabilere Vermögenswerte wie Fiatgeld gebunden ist. Dies kann dazu beitragen, Unternehmen vor den Preisschwankungen herkömmlicher Kryptowährungen zu schützen.

CBDC-Sicherheit und -Infrastruktur

CBDCs basieren in der Regel auf berechtigten Hauptbüchern („Permissioned Ledgers“), Blockchain-ähnlichen Systemen, auf die der Zugriff erst nach einer Genehmigung möglich ist.

Infolgedessen ist ihre Struktur ganz anders. Das beinhaltet Folgendes:

  • Zentrales Hauptbuch („Centralized Ledger“): Die Zentralbank (oder ein von ihr verwaltetes Konsortium) validiert alle Transaktionen.

  • Integrierte Identität: Im Gegensatz zu Kryptowährungen, bei denen Pseudonymität die Norm ist, sind CBDC so konzipiert, dass sie sich in bestehende Systeme zur Identitätsverwaltung wie Know Your Customer (KYC) und die Bekämpfung von Geldwäsche (AML) integrieren lassen.

  • Potenzial für Wiederherstellung und Rückgängigmachung: Da das System zentral gesteuert wird, können verlorene Anmeldedaten zurückgesetzt und betrügerische Transaktionen rückgängig gemacht werden.

Das Kryptosystem arbeitet als offenes Netzwerk ohne zentralen Gatekeeper, während CBDCs als geschlossene Systeme funktionieren, die von einer einzigen Stelle definiert und kontrolliert werden. Stablecoins haben Ähnlichkeiten mit beiden, was sie zu einer attraktiven Alternative für Unternehmen machen kann.

Wie sowohl staatlich unterstützte als auch dezentrale Währungen globale Zahlungen beeinflussen

Die Zukunft globaler Zahlungen wird wahrscheinlich auf einem Stack verschiedener Zahlungsarten basieren. Unternehmen werden davon profitieren, wenn sie Transaktionen mit all diesen Zahlungsarten durchführen können.

Das sollten Sie beachten:

  • Globale Komplexität bei CBDCs: Digitales Zentralbankgeld (CBDC) kann Zahlungen zu Hause vereinfachen, da es staatlich unterstützt wird, preisstabil ist und sich leicht integrieren lässt. Die grenzüberschreitende Nutzung ist jedoch schwieriger, da die meisten CBDCs nicht für den globalen Einsatz konzipiert sind. Projekte wie mBridge untersuchen, wie der digitale Dollar, Euro und Yuan ohne veraltete Zwischenstellen abgewickelt werden könnten, aber es gibt noch keinen gemeinsamen Standard. Stablecoins und andere Kryptowährungen hingegen haben dieses Problem nicht.

  • Konkurrierende Standards, unterschiedliche Werte: Im Rahmen der Bereitstellung digitaler Geldmittel durch Länder und private Institutionen steht bei einigen CBDCs und Stablecoins der Datenschutz an erster Stelle (z. B. bei dem digitalen Euro der EU), während bei andere die Kontrolle priorisiert wird (z. B. bei Chinas programmierbarem e-CNY), was ein stärker fragmentiertes Umfeld schafft. Unternehmen müssen sich damit vertraut machen, welche Abstriche sie bei der jeweiligen Option machen müssen.

  • Eine Multisystem-Zukunft: Je größer die Divergenz, desto wertvoller werden private Alternativen, die Interoperabilität ermöglichen. So können Stablecoins wie der USD Coin (USDC) innerhalb von Sekunden grenzüberschreitend bewegt werden. Dies macht sie zu einer praktischen Brücke für Regionen mit eingeschränktem Banking-Zugang. Außerdem bieten sie sich an für kostengünstigere Überweisungen und für Plattformen, die Nutzer/innen in mehreren Ländern bedienen.

Wie Unternehmen die Integration digitaler Währungen in ihre Systeme angehen können

Unternehmen, die digitale Währungen unterstützen möchten, benötigen eine Infrastruktur, die sowohl staatlich unterstützte als auch dezentrale Währungen verarbeiten kann.

Folgendes sollten Sie dabei beachten:

  • Beginnen Sie mit Use Cases: CBDCs könnten inländische Zahlungen optimieren, die Zahlungsabwicklung beschleunigen und direkte Auszahlungen von Regierungen ermöglichen. Stablecoins und Kryptowährungen unterstützen bereits globale Transaktionen, insbesondere wenn lokale Währungen volatil sind oder die Zahlungssysteme langsam sind.

  • Schaffen Sie eine flexible Infrastruktur: Einige Unternehmen bauen ihre Infrastruktur intern auf. Andere bauen Schichten wie APIs (Anwendungs-Programmierschnittstellen), Verwahrungspartner oder Systeme von Drittanbietern ein. Der Ansatz von Stripe – Stablecoin-Auszahlungen hinter den Kulissen abzuwickeln, während Unternehmen ihre Transaktionen in USD abwickeln – ist ein Modell, um Komplexität zu vereinfachen, ohne Abstriche bei der Geschwindigkeit zu machen.

  • Planen Sie die Risikoverwaltung und Compliance: Das Kryptosystem birgt Risiken bezüglich der Verwahrung, Compliance und Volatilität. Stablecoins begrenzen zwar die Volatilität, doch auch sie können zu Problemen bei der Compliance und Verwahrung führen. Für CBDCs hingegen gelten in der Regel dieselben Vorschriften wie für herkömmliches Bargeld. Institute benötigen Tools für AML (Geldwäschebekämpfung) und KYC-Prüfungen auf Wallet-Ebene, intelligente Verträge („Smart Contracts“), die den Regeln der jeweiligen Gerichtsbarkeit folgen, und Support für die Rückgängigmachung, wo dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

So kann Stripe Sie unterstützen

Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann. Unternehmen können von fast jedem Ort der Welt aus Stablecoin-Zahlungen akzeptieren, die in ihrem Stripe-Saldo als Fiat verbucht werden.

Mit Stripe Payments können Sie Folgendes umsetzen:

  • Bezahlvorgang optimieren: Schaffen Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis und sparen Sie Tausende von Entwicklungsstunden mit vorgefertigten Zahlungsoberflächen und Zugang zu über 125 Zahlungsmethoden, einschließlich Stablecoins und Kryptowährungen.

  • Neue Märkte schneller erschließen: Erreichen Sie Kundinnen und Kunden weltweit und reduzieren Sie die Komplexität und Kosten der Verwaltung mehrerer Währungen mit grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen, die in 195 Ländern und über 135 Währungen verfügbar sind.

  • Online- und Vor-Ort-Zahlungen vereinheitlichen: Schaffen Sie Unified Commerce über Online- und Vor-Ort-Kanäle hinweg, um Interaktionen zu personalisieren, Treue zu belohnen und Ihren Umsatz zu steigern.

  • Zahlungs-Performance verbessern: Steigern Sie Ihren Umsatz mit einer Reihe anpassbarer, einfach zu konfigurierender Zahlungstools, darunter No-Code-Betrugsvorbeugung und erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Autorisierungsquoten.

  • Schnelleres Wachstum dank einer flexiblen, zuverlässigen Plattform: Bauen Sie auf einer Plattform auf, die mit Ihnen mitwächst, mit einer historischen Erreichbarkeit von 99,999 % und branchenführender Zuverlässigkeit.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Stripe Payments Sie bei Online- und Vor-Ort-Zahlungen unterstützen kann, oder starten Sie noch heute.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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