Cash-Management-Lösungen 101: Ein kurzer Leitfaden für Unternehmen

Treasury

Mit Stripe Treasury for platforms können Kundinnen und Kunden Gelder hinterlegen, Geld transferieren und von Ihrer Plattform ausgegebene Zahlungskarten verwenden – alles innerhalb Ihres Ökosystems.

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  1. Einführung
  2. Das Wichtigste in Kürze
  3. Funktionsweise des Liquiditätsmanagements
  4. Arten von Cash-Management-Lösungen
    1. Cash-Management-Software im Vergleich zu Cash-Management-Diensten von Banken
  5. Bedeutung des Liquiditätsmanagements
  6. Elemente der Kapitalflussrechnung
    1. Operative Tätigkeit
    2. Investitionstätigkeit
    3. Finanzierungstätigkeit
  7. Beispiele für Liquiditätsmanagement
    1. Beispiel 1: Einzelhandel
    2. Beispiel 2: Verarbeitendes Gewerbe
    3. Beispiel 3: Fachdienstleistungen
    4. Beispiel 4: Technologie
    5. Beispiel 5: Gemeinnützige Organisationen
  8. Herausforderungen im Liquiditätsmanagement
  9. So verbessern Sie Ihr Liquiditätsmanagement
    1. Debitorenbuchhaltung nachschärfen
    2. Kreditorenbuchhaltung optimieren
    3. Liquiditätsprognosen erstellen
    4. Ausgaben senken
    5. Liquiditätsreserve aufbauen
    6. Technologie nutzen
  10. So kann Stripe Treasury helfen

Beim Cash Management geht es darum, die finanziellen Vermögenswerte eines Unternehmens zu verwalten, um die Liquidität zu maximieren und gleichzeitig Kosten und Risiken zu minimieren. Neben dem Einzug von Umsätzen und der Sicherstellung, dass Rechnungen bezahlt werden, umfasst dies die Prognose des Finanzbedarfs, die Optimierung von Zahlungsbedingungen und die Vorbereitung auf wirtschaftliche Veränderungen, um sicherzustellen, dass ein Unternehmen seine kurzfristigen Verpflichtungen problemlos erfüllen kann. Richtiges Cash Management ist entscheidend: Laut Untersuchungen der Federal Reserve und von JPMorgan Chase haben 51 % der Unternehmen mit unregelmäßigen Cashflows zu kämpfen, und das typische Unternehmen verfügt über Barmittelreserven für nur 17,6 Tage.

Im Folgenden gehen wir darauf ein, wie Cash Management funktioniert, warum es wichtig ist, welche potenziellen Herausforderungen zu berücksichtigen sind und wie Sie das Cash Management Ihres Unternehmens verbessern können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Effektives Cash Management geht über einfache Buchhaltung hinaus und gleicht eingehende Umsätze und ausgehende Verpflichtungen aktiv aus, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen die nötige Liquidität behält, um saisonale Schwankungen und unerwartete Ausgaben zu überstehen.

  • Auch profitable Unternehmen können scheitern, wenn Barmittel in schleppend bezahlten Forderungen oder Lagerbeständen gebunden sind; eine strikte Cashflow-Prognose bietet die nötige Transparenz, um Engpässe zu erkennen, bevor sie den Betrieb stören.

  • Überschüssige Barmittel sollten eingesetzt werden, anstatt ungenutzt auf Konten mit geringer Rendite zu liegen. Dies erfordert, dass Unternehmen kurzfristige Finanzinstrumente und automatisierte Sweeps nutzen, die die Rendite optimieren und gleichzeitig das Risiko strikt kontrollieren.

Funktionsweise des Liquiditätsmanagements

Cash Management ist die Praxis der Überwachung, Analyse und Verfeinerung des Cashflows eines Unternehmens. Obwohl es oft mit dem breiteren Cash Management gleichgesetzt wird, ist das Cashflow-Management enger gefasst und konzentriert sich in erster Linie auf das tägliche Timing und die Verfolgung von Zahlungsein- und -ausgängen. So funktioniert Cash Management in der Regel:

  • Barmitteleinzug: Bringen Sie so schnell wie möglich Geld in das Unternehmen, um den Cash Conversion Cycle zu verkürzen. Zu den Taktiken gehören die Vereinfachung des Prozesses für den Erhalt von Zahlungen von Kundinnen und Kunden durch schnellere Rechnungsstellung, das Anbieten mehrerer Zahlungsmethoden und die Nutzung elektronischer Zahlungssysteme wie das Automated Clearing House (ACH) in den USA oder die Single Euro Payments Area (SEPA) in der EU, um die Transaktionszeiten zu beschleunigen.

  • Barmittelauszahlung: Verwalten Sie den Abfluss von Barmitteln, um geschäftliche Verpflichtungen zu erfüllen, ohne zu viele ungenutzte Barmittel zu halten. Dies kann die Planung von Zahlungen umfassen, um Kreditorenfristen zu nutzen, oder die Verwendung präzise getakteter elektronischer Zahlungsmethoden.

  • Cashflow-Prognose: Prognostizieren Sie zukünftige Cashflows, um aufzuzeigen, wann Barmittel knapp werden könnten und wann ein Überschuss bestehen könnte. Überwachen Sie regelmäßig Ihre Working-Capital-Quote, also Ihr Umlaufvermögen geteilt durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dies beinhaltet die Analyse von Cashflow-Mustern im Zeitverlauf sowie die Berücksichtigung zukünftiger Pläne und Marktbedingungen.

  • Investment Management: Nutzen Sie überschüssige Barmittel. Dies kann die Investition überschüssiger Mittel in kurzfristige, risikoarme Instrumente wie Schatzwechsel oder Geldmarktfonds umfassen, die eine Rendite bieten, aber bei Bedarf schnell liquidiert werden können.

  • Beziehungsmanagement mit Banken: Pflegen Sie gute Beziehungen zu Banken, um bessere Konditionen für Gebühren auszuhandeln, Zugang zu besseren Anlageprodukten zu erhalten und sicherzustellen, dass das Unternehmen bei Bedarf über Kreditlinien Zugang zu zusätzlichen Mitteln hat.

Arten von Cash-Management-Lösungen

Unternehmen haben Zugang zu einem breiten Spektrum an Tools zur Steuerung ihrer Liquidität, das von traditionellen institutionellen Dienstleistungen bis hin zu modernen digitalen Plattformen reicht. Die passenden Cash-Management-Lösungen hängen von der Größe des Unternehmens, dem Transaktionsvolumen und dem Bedarf an automatisierter Überwachung ab.

Cash-Management-Lösungen fallen im Allgemeinen in eine von drei Kategorien:

  • Traditionelle Cash-Management-Dienste von Banken: Diese bewährten institutionellen Suiten werden von großen Geschäftsbanken angeboten und sind für mittelständische bis große Unternehmen konzipiert. Sie umfassen umfassende Tools wie Lockbox-Services für postalische Zahlungen, Zero-Balance-Konten (ZBAs) zur Konsolidierung von Mitteln und spezielle Kreditlinien. Obwohl sie sehr sicher und robust sind, gehen sie oft mit hohen Mindestguthabenanforderungen und komplexen Gebührenstrukturen einher.

  • Cash-Management-Software und FinTech-Plattformen: Diese modernen Softwarelösungen lassen sich direkt in Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme, Buchhaltungssoftware und Zahlungsabwickler integrieren, um die Cash-Transparenz zu automatisieren. Sie sind auf Echtzeit-Cashflow-Prognosen, die Nachverfolgung mehrerer Währungen und den automatisierten Abgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten spezialisiert und reduzieren den manuellen Aufwand, der zur Überwachung der Liquidität über mehrere Geschäftskonten hinweg erforderlich ist.

  • Cash-Management-Konten (CMAs): Cash-Management-Konten sind eigenständige Finanzprodukte, die in der Regel von bankunabhängigen FinTech-Unternehmen und Online-Brokern angeboten werden. CMAs kombinieren die für Geldmarktfonds typischen hohen Renditen mit der Liquidität von Girokonten und bieten oft einen gebührenfreien Überziehungsschutz sowie Zugang zu einer Debitkarte. Sie sind zu einer zunehmend beliebten Option für kleine und mittelständische Unternehmen geworden, die wettbewerbsfähige Zinsen auf operative Barmittel erzielen möchten, ohne diese in langfristigen Einlagenzertifikaten zu binden.

Cash-Management-Software im Vergleich zu Cash-Management-Diensten von Banken

Cash-Management-Dienste von Banken
Cash-Management-Software
Was es ist Bankdienstleistungen und Technologie zur Verwaltung von Konten, Zahlungen, Einzügen, Liquidität, Berichterstattung und damit verbundenen Treasury-Aktivitäten Eine bankenunabhängige Softwareschicht, die Finanzdaten konsolidiert und Prognosen, den Abgleich, die Berichterstattung und Treasury-Workflows unterstützt
Kernkompetenz Direkter Zugang zu Bankkonten, Zahlungsschienen, Betrugskontrollen, Cash-Konzentration und Liquiditätsstrukturen, Beziehungs-Support und mehr Konsolidierte Transparenz und standardisierte Workflows über mehrere Banken, Entitäten und interne Finanzsysteme hinweg
Integration mit Buchhaltungssoftware Oft über APIs, Datei-Feeds, Host-to-Host-Verbindungen und ERP-Integrationen verfügbar; die Funktionen variieren je nach Bank, Markt und Servicestufe In der Regel für die Integration mit Buchhaltungs- und ERP-Systemen konzipiert, obwohl die Integrationstiefe und die Implementierungsanforderungen variieren
Cashflow-Prognose Basisangebote konzentrieren sich möglicherweise auf Salden und Transaktionsberichte; anspruchsvolle Plattformen können Liquiditätsanalysen und Prognosen umfassen Unterstützt oft automatisierte und konfigurierbare Prognosen unter Verwendung von Bank-, ERP-, Forderungs-, Verbindlichkeits- und anderen Betriebsdaten
Multibank-Transparenz Normalerweise am tiefsten für Konten, die bei dieser Bank geführt werden; einige Plattformen aggregieren auch Konten von Drittanbietern Konsolidiert in der Regel Konten über mehrere Banken hinweg, ist jedoch von der Konnektivität, der Datenverfügbarkeit und davon, wie oft diese aktualisiert werden, abhängig
Am besten geeignet für Unternehmen, die Zahlungsabwicklung, Kontokontrollen, Liquiditätsdienste, Beziehungs-Support und eine integrierte Bankbeziehung priorisieren Unternehmen, die bankübergreifende Transparenz, erweiterte Prognosen, Abgleich, Berichterstattung oder Automatisierung in einem komplexen finanziellen Umfeld benötigen

Bankdienstleistungen und Cash-Management-Software sind oft eher ergänzende als konkurrierende Alternativen. Viele Unternehmen nutzen Banken für Konten, Zahlungen, Liquidität und Finanzierung, während sie Software verwenden, um Daten zu konsolidieren und Prognosen sowie Workflows über Banken und interne Systeme hinweg zu koordinieren. Eine „Echtzeit“-Transparenz hängt von der Häufigkeit und Qualität der zugrunde liegenden Bankverbindungen ab.

Bedeutung des Liquiditätsmanagements

Cash Management ist eine strategische Praxis, die sich auf die Fähigkeit eines Unternehmens auswirkt, effektiv zu agieren, klug zu investieren und nachhaltig zu wachsen. Unternehmen in jeder Branche können Cashflow-Probleme haben. So kann ein richtiges Cash Management helfen:

  • Aufrechterhaltung der Liquidität: Cash Management stellt sicher, dass ein Unternehmen immer über genügend liquide Mittel verfügt, um seinen sofortigen und kurzfristigen Verpflichtungen nachzukommen, wie z. B. der pünktlichen Bezahlung von Beschäftigten, Lieferanten und Gläubigern. Ein effektives Cash Management ermöglicht es einem Unternehmen, ohne unerwartete Barmittelengpässe zu operieren, die dem Ruf schaden oder Störungen verursachen könnten.

  • Finanzielle Stabilität und Zahlungsfähigkeit: Gute Cash-Management-Praktiken helfen einem Unternehmen, die finanzielle Stabilität bei Abschwüngen oder bei unerwarteten Ausgaben aufrechtzuerhalten. Dadurch bleibt das Unternehmen zahlungsfähig und kann seinen Betrieb aufrechterhalten, ohne teure Notfinanzierungen in Anspruch nehmen zu müssen.

  • Kostensenkung: Eine starke Strategie für das Cash Management hilft Unternehmen, die Kreditkosten zu minimieren. Wenn Sie wissen, wann Barmittel zur Verfügung stehen, verringert sich die Notwendigkeit, Kreditlinien in Anspruch zu nehmen oder Cashflow-Kredite aufzunehmen.

  • Maximierung der Gewinne: Mit einem effektiven Cash Management können Unternehmen ihre Gewinne maximieren, indem sie überschüssige Barmittel investieren, um Renditen zu erzielen, ohne die Liquidität zu gefährden. Dies kann die Einnahmen eines Unternehmens aus Zinsen oder aus anderem Anlageeinkommen verbessern.

  • Risikomanagement: Cash Management schützt vor finanziellen Risiken wie Währungsschwankungen, Zinsschwankungen und Veränderungen der Marktbedingungen. Durch die Aufrechterhaltung eines optimalen Barmittelniveaus kann sich ein Unternehmen gegen diese Risiken absichern und sich leichter anpassen, um finanziellem Druck entgegenzuwirken.

  • Strategische Planung und Wachstum: Effektives Cash Management erleichtert genauere Finanzprognosen und die Budgetierung, die für die strategische Planung notwendig sind. Das Verständnis von Cashflow-Mustern hilft Unternehmen dabei, Wachstum und Expansion nachhaltig zu planen.

Elemente der Kapitalflussrechnung

Eine Kapitalflussrechnung ist ein Finanzdokument, das detaillierte Informationen über die Zahlungsein- und -ausgänge eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum hinweg liefert. In einer Umfrage aus dem Jahr 2024 nannten 51 % der kleinen Arbeitgeberfirmen unregelmäßige Cashflows als eine der größten finanziellen Herausforderungen. Hier sind die drei Hauptabschnitte einer solchen Rechnung.

Operative Tätigkeit

  • Bareinzahlungen von Kundinnen und Kunden: Gelder, die aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen eingenommen wurden

  • Auszahlungen an Lieferanten und Beschäftigte: Ausgezahlte Gelder für Betriebsausgaben, einschließlich Löhne und Bestände

  • Gezahlte und erhaltene Zinsen: Für Zinsen auf Kredite gezahlte und aus Investitionen erhaltene Barmittel

  • Gezahlte Steuern: Für Körperschaftssteuern gezahlte Gelder

  • Sonstige operative Cashflows: Verschiedene Zahlungstransaktionen im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft

Investitionstätigkeit

  • Kauf von Ausrüstung und Vermögenswerten: Barmittel, die für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten wie Maschinen, Gebäuden und Grundstücken ausgegeben wurden

  • Verkauf von Ausrüstung und Vermögenswerten: Aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten erhaltene Barmittel

  • Kauf und Verkauf von Investitionen: Barmittel, die für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren ausgegeben oder daraus eingenommen wurden

  • Vergebene und eingezogene Kredite: Mittelabflüsse für an andere vergebene Kredite und Zuflüsse aus Kreditrückzahlungen

Finanzierungstätigkeit

  • Ausgabe von Aktien und Anleihen: Mittelzuflüsse aus der Ausgabe von Aktien oder Anleihen

  • Rückzahlung von Schulden: Mittelabflüsse für die Rückzahlung von geliehenen Mitteln

  • Gezahlte Dividenden: Gelder, die als Dividenden an Aktionärinnen und Aktionäre ausgezahlt wurden

  • Sonstige Finanzierungs-Cashflows: Zahlungstransaktionen im Zusammenhang mit der Finanzierungsstruktur des Unternehmens, wie zum Beispiel die Aufnahme und Rückzahlung einer Hypothek.

Beispiele für Liquiditätsmanagement

Hier sind einige Beispiele aus der Praxis für Cash-Management-Strategien in fünf verschiedenen Branchen, sowohl für Start-ups als auch für Großunternehmen.

Beispiel 1: Einzelhandel

Ein Einzelhandelsunternehmen implementiert ein Cash-Management-System, das den Abgleich der täglichen Verkaufsdaten mit den Bankeinzahlungen automatisiert. Dies stellt sicher, dass alle Verkäufe zeitnah erfasst und eingezahlt werden, und verringert das Risiko von Fehlern und Verzögerungen beim Cashflow. Das Unternehmen handelt außerdem Skonti für vorzeitige Zahlungen mit seinen Lieferanten aus, wodurch es Beschaffungskosten einsparen und seine Position beim Betriebskapital verbessern kann.

Große Einzelhandelsunternehmen setzen in der Regel dedizierte Treasury-Workstations, Lockbox-Dienste und automatisierte Konten mit Cash-Sweeping ein, um das hohe tägliche Umsatzvolumen über Tausende von Kassenendpunkten hinweg zu verwalten.

Beispiel 2: Verarbeitendes Gewerbe

Ein produzierendes Unternehmen nutzt Liquiditätsprognosen, um Phasen hoher Nachfrage zu antizipieren. Mit dem Wissen, wann es Rohstoffe kaufen und Lohnkosten bezahlen muss, kann es im Vorfeld seine Finanzierung sichern. So bleibt der Betrieb in Gang und kostspielige Produktionsverzögerungen aufgrund von Liquiditätsengpässen werden umgangen.

Globale Hersteller verlassen sich auf ERP-Integrationen mit mehreren Währungen und automatisierte Programme zur Lieferkettenfinanzierung, um internationale Lieferantenzahlungen und die Rohstoffbeschaffung zu koordinieren.

Beispiel 3: Fachdienstleistungen

Ein Unternehmen für Fachdienstleistungen bietet Kundinnen und Kunden Rabatte an, um einen Anreiz für eine frühzeitige Rechnungszahlung zu schaffen. Dies fördert eine schnelle Zahlung, beschleunigt die Zahlungseingänge und verbessert den Cashflow des Unternehmens. Das Unternehmen überwacht seine Forderungen genau, fasst bei überfälligen Rechnungen nach und leitet gegebenenfalls Inkassoverfahren ein.

Schlanke Start-ups für Fachdienstleistungen verlassen sich häufig auf automatisierte Tools zur Abrechnung und integrierte Zahlungslinks, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren und ihren Cash-Conversion-Zyklus zu verkürzen.

Beispiel 4: Technologie

Ein Technologie-Startup investiert sein überschüssiges Geld in ein diversifiziertes Portfolio aus kurzfristigen, risikoarmen Wertpapieren. So kann es Zinsen mit ungenutzten Barmittel verdienen und erhält gleichzeitig Liquidität und Mittel für künftige Wachstumsinitiativen.

Etablierte Technologieunternehmen verwalten komplexe globale Strukturen mit mehreren Entitäten und nutzen hochentwickelte Corporate-Treasury-Abteilungen, Geldmarktfonds und Absicherungsinstrumente, um sich gegen Währungsrisiken auf internationalen Märkten abzusichern.

Beispiel 5: Gemeinnützige Organisationen

Eine gemeinnützige Organisation erhält eine große Spende und beauftragt einen Finanzberater damit, einen Teil des Geldes in einen langfristigen Stiftungsfonds zu investieren. Dies sorgt für stetige Einnahmen, dient dem Auftrag der Organisation und erhält den Betrag für zukünftige Generationen.

Große institutionelle gemeinnützige Organisationen verwalten getrennte, eingeschränkte Mittel, das Compliance-Reporting und mehrstufige, vom Vorstand genehmigte Anlagerichtlinien, um finanzielle Transparenz und langfristige Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten.

Herausforderungen im Liquiditätsmanagement

Das Liquiditätsmanagement geht mit ganz eigenen Herausforderungen wie Unvorhersehbarkeit und geringer Transparenz einher. Hier die Details:

  • Unvorhersehbarer Cashflow: Ein plötzlicher Umsatzrückgang aufgrund von wirtschaftlichen Abschwüngen, eine Verzögerung bei einem Großprojekt oder sogar die finanziellen Schwierigkeiten einer Kundin oder eines Kunden können dazu führen, dass Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Ausgaben zu decken. Diese Unvorhersehbarkeit macht Prognosen zu einer Herausforderung und kann selbst die sorgfältigsten Pläne aus der Bahn werfen.

  • Verspätete Zahlungen: Das Nachfassen bei verspäteten Zahlungen erfordert Zeit und Ressourcen für Erinnerungen, Mahnungen und möglicherweise sogar rechtliche Schritte. Verspätete Zahlungen können Ihre eigenen Zahlungen an Lieferanten und Anbieter verzögern, Ihre Bonität beeinträchtigen und sich auf Ihr Wachstum auswirken.

  • Unerwartete Ausgaben: Unvorhergesehene Ereignisse können Ihre Barreserven schnell aufzehren und Sie zwingen, nach Finanzierungsoptionen zu suchen, die möglicherweise nicht immer leicht verfügbar oder erschwinglich sind. Selbst die am besten geführten Unternehmen können mit Problemen wie Geräteausfällen, plötzlichen Kündigungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Naturkatastrophen konfrontiert werden.

  • Übermäßige Ausgaben: Übermäßige Ausgaben für Marketingkampagnen, neues Personal oder Büroräume können Ihren Cashflow schnell erschöpfen, insbesondere wenn Ihr Umsatzwachstum nicht mithalten kann. Es ist wichtig, finanzielle Disziplin zu wahren und Ausgaben zu priorisieren, die direkt zu Ihrem Gewinn beitragen.

  • Mangelnde finanzielle Transparenz: Es ist schwierig, den Cashflow ohne genaue, aktuelle Finanzinformationen über Ihre derzeitige Liquidität, anstehende Zahlungen und ausstehende Rechnungen zu verwalten. Mangelnde finanzielle Transparenz kann sich auf fundierte Entscheidungen über Ausgaben, Investitionen und das Tagesgeschäft auswirken.

  • Betrug und Diebstahl: Unternehmen sind anfällig für Betrug und Diebstahl, sowohl intern als auch extern. Unterschlagung durch Personal, Lieferantenbetrug und Cyberangriffe können zu großen Bargeldverlusten führen. Unternehmen können sich durch starke interne Kontrollen, regelmäßige Prüfungen und Cybersicherheitsmaßnahmen schützen.

  • Regulatorische Änderungen: Änderungen von Steuergesetzen, Branchenvorschriften oder der allgemeinen Wirtschaftspolitik können sich ebenfalls auf den Cashflow auswirken. Wenn Sie über diese Änderungen informiert bleiben und Ihre Cash-Management-Strategien entsprechend anpassen, können Sie unerwartete finanzielle Überraschungen vermeiden.

So verbessern Sie Ihr Liquiditätsmanagement

Die Verbesserung des Liquiditätsmanagements ist ein fortlaufender Prozess, der Genauigkeit und strategische Planung erfordert. Hier einige effektive Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre Liquiditätslage schützen können.

Debitorenbuchhaltung nachschärfen

  • Verfolgen Sie Ihre Days Sales Outstanding (DSO), um zu messen, wie effizient Ihr Team Zahlungen einzieht, und um Engpässe zu erkennen, bevor sie den Cashflow ins Stocken bringen.

  • Schaffen Sie Anreize für Kundinnen und Kunden, früher zu zahlen, indem Sie einen kleinen Rabatt für vorzeitige Zahlungen anbieten.

  • Implementieren Sie automatische Zahlungserinnerungen, um Kundinnen und Kunden, die Ihre Rechnungen möglicherweise übersehen haben, sanft daran zu erinnern.

  • Versenden Sie Rechnungen zeitnah. Nutzen Sie bei Online-Unternehmen integrierte digitale Zahlungslinks, Engines für die automatisierte wiederkehrende Abrechnung bei Abonnementmodellen und Funktionen für die beschleunigte Auszahlung, um Verzögerungen beim Gateway-Clearing zu minimieren.

  • Wenn Sie sofort Bargeld benötigen, verkaufen Sie Ihre Rechnungen mit einem Abschlag an ein Factoring-Unternehmen.

Kreditorenbuchhaltung optimieren

  • Handeln Sie mit Ihren Lieferanten längere Zahlungskonditionen aus.

  • Nutzen Sie Skonti für vorzeitige Zahlungen von Lieferanten, wenn Sie über die entsprechenden Barmittel verfügen.

  • Priorisieren Sie die Zahlung von Rechnungen strategisch, um Säumnisgebühren zu vermeiden und gute Beziehungen zu Lieferanten aufrechtzuerhalten.

  • Verwenden Sie für Digital-First-Unternehmen virtuelle Firmenkarten und automatisierte Kreditorenplattformen, um wiederkehrende Rechnungen von Anbietern zu verfolgen und Zeitpläne für SaaS-Auszahlungen zu optimieren.

Liquiditätsprognosen erstellen

  • Prognostizieren Sie Ihre erwarteten Zahlungseingänge und -ausgänge für die kommenden Wochen oder Monate.

  • Behalten Sie Ihren tatsächlichen Cashflow genau im Auge und vergleichen Sie ihn mit Ihrer Prognose.

  • Passen Sie Ihre Ausgaben an oder prüfen Sie Finanzierungsoptionen, wenn Sie einen Liquiditätsengpass vorhersehen.

  • Berücksichtigen Sie die einzigartige Cashflow-Volatilität von Online-Geschäftsmodellen, wie z. B. Haltefristen von Zahlungsabwicklern für Auszahlungen, Anforderungen an Händlerrückstellungen sowie saisonale Spitzen beim Traffic oder bei Abonnementverlängerungen.

Ausgaben senken

  • Finden Sie Bereiche, in denen Sie Einsparungen vornehmen oder bessere Angebote aushandeln können.

  • Identifizieren Sie unnötige Abonnements, Dienste oder Ausgaben, die Sie streichen können.

  • Vergleichen Sie Preise für Verbrauchsmaterialien, Dienstleistungen und andere wiederkehrende Ausgaben.

  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Ausgaben für den Software-Stack und die Cloud-Infrastruktur. Überflüssige Software und ungenutzte SaaS-Lizenzen gehören zu den häufigsten Ursachen für Geldverlust bei digitalen Unternehmen.

Liquiditätsreserve aufbauen

  • Versuchen Sie, ein finanzielles Polster in Höhe der Betriebsausgaben von drei bis sechs Monaten aufzubauen, um unerwartete Ereignisse besser überstehen zu können.

  • Machen Sie das Sparen zur Gewohnheit, indem Sie Transfers auf Ihr Rückstellungskonto automatisieren.

  • Halten Sie einen zusätzlichen Puffer für digitalspezifische Eventualitäten vor, wie z. B. plötzliche Rückstellungseinbehalte von Zahlungsgateways oder unerwartete Erhöhungen von Plattform-Transaktionsgebühren.

Technologie nutzen

  • Vereinfachen Sie die Buchhaltung, Rechnungsstellung und Finanzberichterstattung mit einer Buchhaltungssoftware.

  • Verwenden Sie Tools zur Cashflow-Prognose, um Ihre zukünftige Liquidität besser zu verstehen.

  • Nutzen Sie Zahlungsplattformen, um es Kundinnen und Kunden einfach zu machen, Sie online zu bezahlen.

  • Setzen Sie API-gesteuerte Buchhaltungsintegrationen, Echtzeit-Dashboards und Tools für die Verarbeitung mehrerer Währungen ein, um den Abgleich zu automatisieren und globale Transaktionen ohne manuellen Verwaltungsaufwand zu verwalten.

So kann Stripe Treasury helfen

Stripe Treasury vereint Zahlungen und Finanzen auf Stripe, sodass Unternehmen Gelder an einem einzigen Ort empfangen, aufbewahren, senden und ausgeben können. Es wurde für Start-ups und wachsende Unternehmen entwickelt, die Geld schneller bewegen und weniger Zeit mit der Verwaltung von Finanzvorgängen verbringen möchten. Plattformen, Marktplätze und Fintechs können ihren Nutzerinnen und Nutzern mit Treasury für Plattformen ebenfalls Finanzdienstleistungen anbieten.

Mit Treasury können Sie Folgendes umsetzen:

  • Vereinfachen Sie Ihre Finanzvorgänge: Verwalten Sie Geld, Zahlungen, Kartenausgaben, Auszahlungen und vieles mehr über das Stripe-Dashboard.

  • Bewegen Sie Geld schneller: Greifen Sie sofort auf abgerechnete Stripe-Einnahmen zu und senden Sie ohne zusätzliche Kosten sofortige Transfers an andere Unternehmen auf Stripe.

  • Holen Sie mehr aus Ihrem Geld heraus: Erhalten Sie Cashback auf Kartenausgaben und Gutschriften für Stripe-Gebühren auf qualifizierte Guthaben.

  • Agieren Sie problemlos global: Halten Sie Guthaben in mehreren Währungen, tauschen Sie diese nur bei Bedarf um und senden Sie Auszahlungen an Empfänger/innen in über 160 Ländern.

  • Automatisieren Sie Finanzvorgänge: Verwenden Sie Agenten, um den Cashflow zu analysieren und Aufgaben wie das Bezahlen von Rechnungen, das Bewegen von Geld und das Umtauschen von Währungen innerhalb der von Ihnen festgelegten Grenzen zu automatisieren.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Stripe Treasury Ihnen helfen kann, Ihre Finanzen und Zahlungen an einem einzigen Ort zu verwalten, oder legen Sie noch heute los.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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