Mercari erreicht mit Stripe eine Verbesserung seiner Quote erfolgreicher Zahlungen im zweistelligen Prozentbereich

Mercari betreibt den größten Verbraucher-Marketplace Japans und wickelt ein jährliches Transaktionsvolumen von über 1,2 Billionen ¥ ab. Bei seiner neuen Global App hat sich das Unternehmen für Stripe entschieden, um Zahlungen zu unterstützen, die Erfolgsquote bei Zahlungen zu verbessern und im Zahlungsbereich das Fundament für die bis 2028 geplante Expansion in mehr als 50 Länder aufzubauen.

Lösungen im Einsatz

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Japan
Enterprise

Die Herausforderung

Die weltweite Nachfrage nach japanischen Anime-Artikeln, Sammlerstücken und Sammelkarten hat in den letzten Jahren, verstärkt durch Streaming-Dienste, deutlich zugenommen. Mercari, einer der größten Marketplaces in Japan, war bereits gut aufgestellt, um diese Nachfrage zu bedienen. Seit der Skalierung im Jahr 2019 ist sein grenzüberschreitendes Geschäft um das 15-Fache auf fast 100 Milliarden ¥ an jährlichem Bruttowarenwert gewachsen, was etwa 9 % des Gesamtwerts von Mercari ausmacht.

Als die Nachfrage anstieg, wurden die Beschränkungen des grenzüberschreitenden Modells von Mercari zunehmend deutlich. Käufer/innen außerhalb Japans konnten nicht direkt auf Mercari einkaufen. Stattdessen kaufte ein externer Einkaufsagent die Artikel in ihrem Namen und übernahm den internationalen Versand. Diese Regelung bot Mercari wenig Kontrolle über das Kundenerlebnis oder die Preisgestaltung. Käufer/innen waren zudem mit Sprachbarrieren, komplizierten Kaufprozessen und Vertrauensproblemen beim Umgang mit unbekannten externen Plattformen konfrontiert. Mercari hatte mehr als vier Milliarden kumulierte Angebote, aber keinen direkten Weg, diese internationalen Kundinnen und Kunden zu präsentieren.

Mercari startete seine Global App im September 2025, um Käuferinnen und Käufern im Ausland direkte Käufe zu ermöglichen, beginnend mit Taiwan und Hongkong. Für einen Marketplace, bei dem Verkäufer/innen erst nach Abschluss einer Zahlung versenden, stellte jede Weiterleitung auf die Website eines Agenten für die Käufer/innen eine Gelegenheit zum Kaufabbruch dar. „Kundinnen und Kunden, die Mercari nutzen, erschien es beunruhigend, unerwartet auf die Website eines externen Einkaufsagenten weitergeleitet zu werden“, sagt Takahiro Masaki, Manager of Cross Border Business Development bei Mercari. „Die Schritte waren kompliziert und fühlten sich weder sicher noch einfach an. Rückblickend war das das größte Problem in unserem Kaufablauf.“

Das Unternehmen benötigte einen einzigen Zahlungspartner, der von seiner japanischen Gesellschaft aus Dutzende von Ländern unterstützen und gleichzeitig lokale Währungen und Zahlungsmethoden ermöglichen konnte. Dieser Partner musste außerdem eine starke Betrugserkennung über verschiedene Märkte hinweg bieten und sich schnell genug integrieren lassen, um dem Plan von Mercari gerecht zu werden, bis 2028 in mehr als 50 Länder zu expandieren.

Die Lösung

Neben seinem Kanal über Einkaufsagenten entschied sich Mercari für eine Zusammenarbeit mit Stripe, um mit dem In-App-Payment Element von Stripe einen Bezahlvorgang direkt in die Global App zu integrieren. Käufer/innen schließen den Bezahlvorgang nun vollständig innerhalb der App von Mercari ab, ohne auf die Website eines Drittanbieters weitergeleitet zu werden. Das In-App-Payment Element nutzt vorgefertigte Komponenten für die Nutzeroberfläche, um Mercari die Einführung eines vollständig lokal angepassten Bezahlvorgangs in jedem Markt zu ermöglichen, ohne Zahlungsformulare von Grund auf neu erstellen zu müssen. „Kleine Unterschiede in der Nutzeroberfläche können die Conversion um 3–4 % verschieben“, sagt Masaki. „Sich nicht selbst um die Feinabstimmung kümmern zu müssen, ist ein größerer Vorteil, als wir erwartet hatten.“

Mercari nahm die Zusammenarbeit mit dem Team für Fachdienstleistungen von Stripe auf, um ein skalierbares, belastbares Zahlungssystem zu entwickeln, das ein schnelles Wachstum unterstützen kann. Stripe stellte sein Know-how hinsichtlich der technischen Umsetzung bereit, arbeitete eng mit Mercari zusammen, um die Architektur und Geschäftslogik des Unternehmens zu verstehen, und lieferte einen sehr detaillierten, maßgeschneiderten Integrationsleitfaden.
Das Team von Stripe führte außerdem Workshops durch, um die grenzüberschreitenden Zahlungsflussszenarien von Mercari in mehreren Währungen für Zahlungen, Rückerstattungen und Rückbuchungen zu konzipieren. Darüber hinaus half Stripe Mercari bei der Implementierung eines Umrechnungssystems mithilfe der FX Quotes API, sodass Mercari den Käuferinnen und Käufern Preise in ihrer lokalen Währung zu aktuellen Wechselkursen anzeigen und gleichzeitig die eigenen Margen und Spreads kontrollieren kann.

Internationale Transaktionen bergen für Mercari ein höheres Betrugsrisiko als inländische und das bisherige Setup bot nur begrenzten Einblick in diese Risiken. Mit Stripe Radar und 3D Secure wendet Mercari nun bei jeder Transaktion eine Betrugsprüfung an. Mercari legt seine 3D Secure-Strategie für jedes Land individuell fest. Das Unternehmen wendet sie auf jede Zahlung in Taiwan an, wo Karteninhaber/innen an die Authentifizierung gewöhnt sind, und verfolgt in den USA einen risikobasierten Ansatz, da Käufer/innen dort einen schnelleren Bezahlvorgang erwarten. „Wir verfügten über keinerlei Know-how hinsichtlich internationaler Zahlungen“, sagt Masaki. „Als wir nicht wussten, welche Kriterien wir zur Betrugskontrolle anwenden sollten, boten uns die globalen Daten von Stripe einen idealen Kompass.“

Das Team für Fachdienstleistungen von Stripe arbeitete zudem mit dem internen Team für Betrugsprävention von Mercari zusammen, um Radar in bestehende Abläufe und Systeme der Betrugsbekämpfung zu integrieren. Stripe führte Schulungen zu Radar, Berichterstattung und dem Stripe-Dashboard durch, um dem Team bei der Vorbereitung auf die Komplexität im Umgang mit Betrug in internationalen Märkten zu helfen.

Auch das Engineering-Team hatte sich für Stripe stark gemacht. „Einige unserer Ingenieurinnen und Ingenieure hatten bereits in früheren Unternehmen mit Stripe entwickelt. Daher war die Unterstützung für Stripe groß“, sagt Masaki. „Sie wussten es zu schätzen, wie gründlich die API-Dokumentation war und wie schnell sie finden konnten, was sie brauchten. Letztendlich war es ihre ausdrückliche Empfehlung, die uns zu unserer Entscheidung führte.“

Die Ergebnisse

Quote erfolgreicher Zahlungen verbessert sich nach der Einführung des In-App-Bezahlvorgangs im zweistelligen Prozentbereich

Infolge der vollständigen Einbettung des Bezahlvorgangs in die Global App gelang es Mercari, seine Quote erfolgreicher Zahlungen im Vergleich zum Weiterleitungsablauf im zweistelligen Prozentbereich zu steigern. Käufer/innen können nun in einem einzigen, nahtlosen Erlebnis suchen, einkaufen und Sendungen verfolgen.

Drei Märkte gehen ohne Gründung lokaler Gesellschaften live

Mercari hat die Global App in Taiwan und Hongkong eingeführt. Sie wickelt Transaktionen über Stripe in der lokalen Währung der jeweiligen Käufer/innen ab und rechnet die Preise in Echtzeit von japanischen Yen um. Käufer/innen erhalten eine transparente Preisgestaltung und Mercari übernimmt das Wechselkursrisiko bei jeder Transaktion.

Im Hinblick auf 3D Secure hat sich Taiwan schon früh als starker Markt erwiesen, da die Authentifizierung den Verbraucherinnen und Verbrauchern dort bereits vertraut ist. Infolgedessen hatte die Anwendung von 3D Secure auf 100 % der Transaktionen nur minimale Auswirkungen auf die Conversion.

Da die Zahlungen reibungslos liefen, konnte Mercari schnell fortfahren. Im Juni 2026 wurde die Global App in den USA eingeführt, dem nach Transaktionsvolumen zweitgrößten Markt seiner grenzüberschreitenden Geschäfte. Das Unternehmen plant, bis 2028 mehr als 50 Länder zu erreichen, und expandiert zunächst in neue Märkte, um die Nachfrage zu validieren, bevor entschieden wird, ob lokale Gesellschaften gegründet werden.

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