Viele Unternehmen erwägen die Akzeptanz von Krypto-Zahlungen, da die dafür erforderliche Infrastruktur nun vorhanden ist. Ob Ihr Unternehmen diese einführen sollte, hängt davon ab, was Sie verkaufen, wer Ihre Kundinnen und Kunden sind und wie vertraut Sie mit den zugrunde liegenden Technologien sind. Kryptowährungen sind zugänglicher denn je und bieten eine schnellere, kostengünstigere und globalere Möglichkeit, Zahlungen zu erhalten. Bis zum Jahr 2025 wurden weltweit bereits über 8 Billionen US-Dollar damit bewegt.
Im Folgenden erläutern wir Ihnen, wie Sie Krypto-Zahlungen akzeptieren, wie Sie dabei die gesetzlichen Vorschriften einhalten und was für die Implementierung erforderlich ist.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Wie akzeptieren Sie Krypto-Zahlungen?
- Was bedeutet es, Krypto-Zahlungen zu akzeptieren?
- Wie funktionieren die Abläufe bei Krypto-Zahlungen?
- Wie wirken sich Krypto-Zahlungen auf den Kontenabgleich aus?
- Welche Compliance-Aspekte sind bei der Akzeptanz von Kryptowährungen zu beachten?
- Wie können Unternehmen Krypto-Zahlungen implementieren?
- So kann Stripe Payments Sie dabei unterstützen
Wie akzeptieren Sie Krypto-Zahlungen?
Wie Sie Krypto-Zahlungen akzeptieren, hängt davon ab, wie viel Kontrolle Sie wünschen und wie viel Aufwand Sie bereit sind zu betreiben. Hier sind die drei wichtigsten Möglichkeiten, diese zu akzeptieren:
Zahlungsplattform mit integrierter Krypto-Unterstützung: Dies ist der einfachste Weg. Anbieter wie Stripe ermöglichen es Ihnen, Kryptowährungen (oft Stablecoins) direkt neben Kreditkarten und Banküberweisungen zu nutzen. Der Anbieter kümmert sich um die Details der Blockchain und Sie erhalten Ihre Zahlungen in Fiat-Währung.
Krypto-Zahlungsgateway: Diese Tools wurden speziell für Kryptowährungen entwickelt. Sie generieren Wallet-Adressen, verfolgen Zahlungen und wandeln Gelder optional in Fiat-Währung um. Sie sind vergleichbar mit Kreditkartenanbietern, jedoch für Blockchain-Zahlungen.
Direkt von Kundinnen und Kunden: Sie können eigene Wallets einrichten und Coins direkt von Kundinnen und Kunden empfangen. Dies bedeutet jedoch, dass Sie sich selbst um die Sicherheit der Wallets, die Nachverfolgung von Transaktionen, Kursschwankungen und Compliance kümmern müssen. Außerdem müssen Sie alle regulatorischen und steuerlichen Verpflichtungen erfüllen.
In der Regel beginnen Unternehmen mit einem Anbieter und probieren dann andere Methoden aus, wenn sie wachsen oder ein höheres Krypto-Volumen verzeichnen.
Was bedeutet es, Krypto-Zahlungen zu akzeptieren?
Kryptowährungen zu akzeptieren bedeutet, dass Kundinnen und Kunden beim Bezahlvorgang mit digitalen Währungen wie Bitcoin, Ether und Stablecoins wie USD Coin (USDC) bezahlen können. Die Transaktion wird über Blockchain-Netzwerke abgewickelt und nicht über traditionelle Karten- oder Bankennetzwerke.
Kryptowährungen funktionieren wie jede andere Zahlungsmethode, sodass Sie Ihren Bezahlvorgang nicht von Grund auf neu gestalten müssen. Kundinnen und Kunden wählen „Mit Kryptowährung bezahlen“, scannen einen QR-Code und senden den Betrag aus ihrer Wallet. Das Backend übernimmt die Abwicklung der Transaktion auf Blockchain-Ebene. Sie können den Betrag in Kryptowährung abrechnen, sofern dies zu Ihrer Strategie passt. Oder Sie können ihn automatisch in Fiat-Währung umrechnen, um Kursschwankungen zu vermeiden.
Die Akzeptanz von Krypto-Zahlungen erweitert zudem Ihre Reichweite. Sie können damit internationale Kundinnen und Kunden bedienen, die mit Währungs- oder Zahlungsbeschränkungen konfrontiert sind, Käufer/innen, die keinen Zugang zum traditionellen Bankwesen haben, sowie Nutzer/innen, die es einfach vorziehen, mit digitalen Vermögenswerten zu bezahlen. Sobald Krypto-Zahlungen in der Blockchain bestätigt sind, sind sie unwiderruflich. Das bedeutet: keine Rückbuchungen, keine grenzüberschreitenden Gebühren und keine zwischengeschalteten Kartennetzwerke.
Wie funktionieren Zahlungsabläufe mit Kryptowährungen?
Beim Bezahlvorgang wählt Ihre Kundin bzw. Ihr Kunde eine Kryptowährung (z. B. USDC, Bitcoin) aus und Ihr System berechnet den genauen fälligen Betrag in dieser Währung auf Basis von Echtzeitkursen. Anschließend generiert der Anbieter eine einmalig verwendbare Wallet-Adresse oder einen QR-Code für diese Transaktion. Dadurch wird die Zahlung mit dieser spezifischen Bestellung verknüpft. Die Kundin bzw. der Kunde scannt den QR-Code mit ihrer/seiner Wallet-App, bestätigt den Betrag und sendet die Zahlung ab. Dies dauert in der Regel nur wenige Sekunden.
Sobald die Zahlung gesendet wurde, durchläuft sie das ausgewählte Netzwerk (z. B. Ethereum, Bitcoin) und wird verifiziert. Dies ist die Krypto-Version der Autorisierung von Karten. Die Bestätigungsgeschwindigkeit hängt vom Netzwerk ab: Bei Stablecoins auf schnelleren Blockchains kann die Bestätigung in weniger als einer Minute erfolgen, während die Bestätigung einer Bitcoin-Zahlung zwischen 10 und 60-Minuten dauern kann.
Sobald die Transaktion die erforderliche Anzahl an Bestätigungen erreicht hat, sendet Ihr Zahlungsdienstleister einen Rückruf an Ihre Plattform. Der Status der Bestellung wechselt auf „bezahlt“, genau wie bei einer Kartenzahlung oder einer Banküberweisung. Anschließend wird der Betrag je nach Ihrer Präferenz entweder in Fiat-Währung oder in Kryptowährung auf Ihrem Konto gutgeschrieben und die Transaktion wird in der Blockchain abgeschlossen.
Wie wirken sich Krypto-Zahlungen auf den Abgleich aus?
Krypto-Zahlungen führen zu zusätzlichen Schritten beim Abgleich, doch diese Best Practices können Ihnen helfen, sich auf die zusätzliche Komplexität vorzubereiten:
Umsatzrealisierung: Wenn Sie Kryptowährung erhalten, erfassen Sie den Marktwert in Fiat-Währung zum Zeitpunkt der Transaktion. Für buchhalterische Zwecke gilt der Dollar-Gegenwert zum Zeitpunkt des Verkaufs als Ihr Umsatz.
Entscheidungen zur Umwandlung: Wenn Sie Kryptowährungen sofort in Fiat-Währung umwandeln, bleibt Ihre Buchführung übersichtlich, da dies wie jeder andere Barverkauf behandelt wird. Wenn Sie die Kryptowährung halten, wird sie in Ihrer Bilanz als Vermögenswert ausgewiesen und jede Wertänderung im Laufe der Zeit führt zu einem Gewinn oder Verlust. Dies wirkt sich auf Ihre Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Ihre steuerlichen Verpflichtungen aus, sodass die Entscheidung zwischen dem Halten und der Umwandlung von Kryptowährungen letztlich von Ihrer Gesamtstrategie abhängt.
Tools und Automatisierung: Zahlungsdienstleister mit kryptofähigen Systemen, wie beispielsweise Stripe, bieten detaillierte Informationen auf Transaktionsebene (z. B. welche Kryptowährung verwendet wurde, wie hoch ihr Wert in Fiat-Währung war und wann die Gelder verbucht wurden). Ihre Buchhaltungssoftware benötigt diese Art von Daten. Wenn Sie Kryptowährungen direkt akzeptieren, sollten Sie diese Felder manuell oder mithilfe von Krypto-Buchhaltungstools erfassen.
Rückerstattungen und Rückbuchungen: Bei Kryptowährungen gibt es keine Rückbuchungen. Dies stärkt die Betrugsprävention, aber Sie benötigen dennoch Richtlinien für die Gewährung von Rückerstattungen. In der Regel erstatten Unternehmen den genauen Coin-Betrag zurück, nicht den schwankenden Fiat-Wert, es sei denn, ihre Richtlinien sehen ausdrücklich eine Umrechnung in Fiat zum Zeitpunkt der Rückerstattung vor.
Wenn Sie Krypto-Zahlungen in Ihren Berichts- und Finanzprozessen mit derselben Sorgfalt behandeln wie andere Zahlungsmethoden und zum Zeitpunkt der Transaktion genaue Aufzeichnungen führen, lässt sich der Abgleich leichter bewältigen.
Welche Compliance-Aspekte sind bei der Akzeptanz von Kryptowährungen zu beachten?
Die Akzeptanz von Kryptowährungen bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Zahlungsverkehr, Vermögensverwaltung und sich entwickelnden Vorschriften. Für Unternehmen, die Kryptowährungen für Waren oder Dienstleistungen akzeptieren, ist die Compliance in der Regel gut zu bewältigen, solange sie wissen, worauf sie achten müssen.
Hier sind die wichtigsten Bereiche, auf die Sie sich konzentrieren sollten.
Rechtlicher Status
Die Annahme von Kryptowährungen als Zahlungsmittel ist in weiten Teilen der Welt legal, doch die Vorschriften variieren. Je nach Struktur Ihres Unternehmens kann für bestimmte Tätigkeiten (z. B. Verwahrung, Umtausch, Transfer) eine Geldtransferlizenz erforderlich sein. Sie sind weiterhin dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass Ihr Anbieter die geltenden Vorschriften einhält. Die Nutzung eines regulierten Drittanbieters kann Ihr direktes Risiko verringern.
KYC und AML
Wenn Sie einen Anbieter nutzen, übernimmt dieser in der Regel die Kundenidentifizierung (KYC), die Bekämpfung von Geldwäsche (AML) sowie Sanktionsprüfungen. Wenn Sie Kryptowährungen direkt akzeptieren, müssen Sie sicherstellen, dass Sie keine Transaktionen mit gesperrten Wallets durchführen. Das bedeutet, dass Sie interne Kontrollmechanismen benötigen, insbesondere bei Transaktionen mit hohem Wert oder verdächtigen Transaktionen.
Steuern
In vielen Ländern werden Kryptowährungen als eine Form von Eigentum oder Vermögenswert behandelt. Aus diesem Grund muss jede Zahlung zum Zeitpunkt des Eingangs zu ihrem Marktwert erfasst werden und Sie müssen etwaige Kapitalgewinne oder -verluste verbuchen, wenn Sie Kryptowährungen halten und diese später verkaufen oder umtauschen. Sie werden aufgefordert, diese Zahlen gemäß den Vorgaben Ihrer örtlichen Steuerbehörde anzugeben.
Transparenz gegenüber Kundinnen und Kunden
Sie sollten Preise, Wechselkurse und Richtlinien für die Rückerstattung im Voraus klar kommunizieren. Die Festsetzung von Kursen für einen kurzen Zeitraum (z. B. 10–15 Minuten) während des Bezahlvorgangs hilft, Verwirrung zu vermeiden und beide Seiten vor Kursschwankungen zu schützen, insbesondere bei volatilen Coins.
Daten und Sicherheit
Bei Kryptotransaktionen werden keine Kartendaten offengelegt. Wenn Sie jedoch Kundendaten für den Versand oder zur Identitätsverifizierung erfassen, gelten weiterhin Ihre üblichen Datenschutzverpflichtungen.
Die Rechtslage verändert sich und die Aufsicht über Kryptowährungen wird rasch ausgebaut. Nutzen Sie Plattformen, die sich parallel zu den Vorschriften für Kryptowährungen weiterentwickeln.
Wie können Unternehmen Krypto-Zahlungen implementieren?
Die Integration von Kryptowährungen in Ihre Zahlungsinfrastruktur erfordert im Vorfeld einige Entscheidungen. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umsetzung.
Berücksichtigen Sie Ihre Zielgruppe und den Anwendungsfall
Stellen Sie fest, ob Ihre Kundinnen und Kunden wahrscheinlich Kryptowährungen nutzen werden. Die Akzeptanz ist in der Regel bei internationalen Käuferinnen/Käufern, Entwickler-Communities und Nutzern/innen in Märkten mit instabilen Landeswährungen höher. Selbst wenn das Volumen zunächst gering ist, signalisiert die Akzeptanz von Kryptowährungen Zukunftsfähigkeit und fördert den weltweiten Absatz.
Legen Sie fest, welche Zahlungsmittel Sie akzeptieren
Beginnen Sie mit gut etablierten Kryptowährungen mit hoher Liquidität. Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) sind gängige Optionen. Stablecoins wie USDC und USDT werden häufig für Zahlungen genutzt, da sie schnell und vertraut sind und weniger starken Kursschwankungen unterliegen als andere Kryptowährungen. In der Regel können Sie auf den Plattformen zunächst eine oder zwei davon auswählen. Später können Sie das Angebot erweitern.
Wählen Sie Ihr Zahlungsabwicklungsmodell
Wählen Sie eines der drei gängigen Modelle:
Einen Zahlungsdienstleister mit integrierter Krypto-Unterstützung, wie z. B. Stripe
Krypto-Zahlungsgateways
Direkt von den Kundinnen und Kunden
Einige Unternehmen setzen auf einen hybriden Ansatz, bei dem sowohl ein Zahlungsdienstleister als auch ein Krypto-Zahlungsgateway zum Einsatz kommen, um die Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten und gleichzeitig eine direktere Kontrolle über Kryptotransaktionen zu ermöglichen.
Integration in den Bezahlvorgang
Wenn Sie einen Anbieter nutzen, ist die Integration in der Regel recht einfach und erfolgt über einen API-Aufruf – oder über ein Plug-in, falls Sie E-Commerce-Software verwenden. Stellen Sie sicher, dass Ihr Bezahlvorgang klare Preisangaben in Fiat-Währung und Kryptowährung anzeigt und nutzen Sie dynamische Preisgestaltung, um die Wechselkurse für einen kurzen Zeitraum pro Transaktion festzuschreiben, um das Volatilitätsrisiko zu mindern und eine genaue Zahlungsabwicklung zu gewährleisten.
Entscheiden Sie, wie Sie die Zahlungsabwicklung handhaben möchten
Wählen Sie die für Ihr Unternehmen beste Option: sofortige Umwandlung in Fiat-Währung oder das Halten der Kryptowährung. Wenn Sie diese halten, sollten Sie die Sicherheit der Wallet, die Zugriffskontrollen und Ihre Richtlinien dafür, wann (oder ob) eine Umwandlung erfolgen soll, sorgfältig prüfen.
Einführung und anschließende Überwachung
Führen Sie einen Test mit kleinen Zahlungsbeträgen durch, bevor Sie live gehen. Sobald die Zahlungsoption verfügbar ist, schulen Sie Ihr Support-Team, verfolgen Sie die Nutzung und nehmen Sie Anpassungen vor. Sie bieten eine neue Zahlungsmethode an, die Reichweite, Schnelligkeit und Effizienz verspricht. Diese Vorteile kommen Ihnen jedoch nur dann zugute, wenn die Erfahrung für beide Seiten positiv ist.
So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann. Unternehmen können von fast jedem Ort der Welt aus Stablecoin-Zahlungen akzeptieren, die in ihrem Stripe-Saldo als Fiat verbucht werden.
Mit Stripe Zahlungen können Sie Folgendes umsetzen:
Bezahlvorgang optimieren: Schaffen Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis und sparen Sie Tausende von Entwicklungsstunden mit vorgefertigten Zahlungsoberflächen und Zugang zu über 125 Zahlungsmethoden, einschließlich Stablecoins und Kryptowährungen.
Neue Märkte schneller erschließen: Erreichen Sie Kundinnen und Kunden weltweit und reduzieren Sie die Komplexität und Kosten der Verwaltung mehrerer Währungen mit grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen, die in 195 Ländern und über 135 Währungen verfügbar sind.
Online- und Vor-Ort-Zahlungen vereinheitlichen: Schaffen Sie Unified Commerce über Online- und Vor-Ort-Kanäle hinweg, um Interaktionen zu personalisieren, Treue zu belohnen und Ihren Umsatz zu steigern.
Zahlungs-Performance verbessern: Steigern Sie Ihren Umsatz mit einer Reihe anpassbarer, einfach zu konfigurierender Zahlungstools, darunter eine No-Code-Betrugsvorbeugung und erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Autorisierungsquoten.
Schnelleres Wachstum dank einer flexiblen, zuverlässigen Plattform: Bauen Sie auf einer Plattform auf, die mit Ihnen mitwächst, mit einer historischen Erreichbarkeit von 99,999 % und branchenführender Zuverlässigkeit.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Stripe Payments Sie bei Online- und Vor-Ort-Zahlungen unterstützen kann oder starten Sie noch heute.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.