Sind Stablecoins steuerpflichtig? Ein Leitfaden für US-Unternehmen

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  1. Einführung
  2. Sind Stablecoins steuerpflichtig?
  3. Was ist ausschlaggebend dafür, ob Stablecoins steuerpflichtig sind?
  4. Wie werden Transaktionen mit Stablecoins in verschiedenen rechtlichen Zuständigkeitsbereichen behandelt?
  5. Welche Unterlagen sind für die steuerliche Meldung erforderlich?
  6. Wie wirkt sich die Erzielung von Rendite auf die Besteuerung aus?
    1. So werden Sie besteuert
  7. Wie können Nutzer/innen die Stablecoin Steuerkonformität verwalten?
    1. Gehen Sie davon aus, dass jede Transaktion mit Stablecoins von Bedeutung ist
    2. Integrieren Sie die Steuererfassung in Ihren Arbeitsablauf
    3. Trennen Sie geschäftliche und private Wallets
    4. Legen Sie Mittel für Steuern zurück
    5. Bewahren Sie Unterlagen langfristig auf
    6. Bitten Sie um Unterstützung
  8. So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Obwohl viele Stablecoins als Bargeldäquivalent verwendet werden, werden sie in den USA steuerlich nicht als solches behandelt. Die US-Steuerbehörde (IRS) möchte wissen, wie sie genutzt werden, wie sie klassifiziert sind und wie diese Transaktionen in Ihrer Buchhaltung ausgewiesen werden. Die IRS schätzte, dass im Jahr 2023 75 % der Kryptowährungsinhaber/innen an zentralen Börsen die Vorschriften nicht einhielten. Angesichts der zu erwartenden genauen Prüfung sollten Unternehmen, die auf USD Coin (USDC) und andere Stablecoins setzen, wissen, wie diese besteuert werden.

Im Folgenden untersuchen wir, ob Stablecoins steuerpflichtig sind und erläutern die Vorschriften, Sonderfälle und steuerlichen Mechanismen für Stablecoins in den USA.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Sind Stablecoins steuerpflichtig?
  • Was ist ausschlaggebend dafür, ob Stablecoins steuerpflichtig sind?
  • Wie werden Transaktionen mit Stablecoins in verschiedenen rechtlichen Zuständigkeitsbereichen behandelt?
  • Welche Unterlagen sind für die steuerliche Meldung erforderlich?
  • Wie wirkt sich die Erzielung von Rendite auf die Besteuerung aus?
  • Wie können Nutzer/innen die Steuerkonformität von Stablecoins verwalten?
  • So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Sind Stablecoins steuerpflichtig?

Ja, Stablecoins sind fast immer steuerpflichtig. Die US-Steuerbehörde IRS behandelt Stablecoins als eine Art von Vermögen und nicht als Bargeld. Das gilt auch dann, wenn die beliebtesten, durch Fiat-Währungen gedeckten Stablecoins darauf ausgelegt sind, einen stabilen Wert von 1 US-Dollar zu halten. Jedes Mal, wenn Sie einen Stablecoin verwenden, verkaufen oder tauschen, veräußern Sie technisch gesehen einen Vermögenswert. Das löst einen steuerpflichtigen Vorgang aus, selbst wenn der Gewinn noch so gering ist. Ganz gleich, ob Sie Stablecoins zur Begleichung einer Rechnung oder zum Kauf eines Kaffees verwenden – nach geltendem US-Steuerrecht ist kein Gewinn zu gering.

Ein vorgeschlagener Gesetzentwurf zu Kryptowährungen würde eine Ausnahmeregelung für geringere Kapitalgewinne vorsehen, eine Regelung, die als „De-minimis-Regel“ bekannt ist. So würde der Gesetzentwurf beispielsweise Personen mit Kapitalgewinnen von weniger als 300 USD von der Steuerpflicht auf diese Gewinne befreien, sofern es sich um private Transaktionen handelt. Derzeit werden Stablecoins jedoch genauso behandelt wie Token wie Bitcoin und Ether.

Was ist ausschlaggebend dafür, ob Stablecoins steuerpflichtig sind?

Stablecoins sind in den USA steuerpflichtig, da sie als „digitale Vermögenswerte“ eingestuft werden, also als eine Art von Eigentum. Das bedeutet: Wenn Sie einen Stablecoin länger als ein Jahr halten, gilt dies als langfristiger Gewinn. Wenn Sie ihn weniger als ein Jahr lang halten, handelt es sich um einen kurzfristigen Gewinn, der als normales Einkommen besteuert wird. Und wenn die Bindung eines Stablecoins nachlässt und Sie Geld verlieren, ist das ein Kapitalverlust, den Sie möglicherweise zur Verrechnung mit anderen Gewinnen nutzen können.

Auch andere wichtige Steuerbehörden stufen Stablecoins als digitale Vermögenswerte oder Eigentum ein. In der EU gelten Stablecoins als Vermögenswerte und fallen unter die Verordnung Markets in Crypto-Assets (MiCA). Das bedeutet, dass die steuerlichen Rahmenbedingungen weltweit ähnlich sind: Die Nutzung und anschließende Veräußerung stellen einen steuerpflichtigen Vorgang dar. In einigen wenigen rechtlichen Zuständigkeitsbereichen gelten zwar möglicherweise günstigere Haltevorschriften, doch entspricht die allgemeine Behandlung derjenigen in den USA.

Wie werden Transaktionen mit Stablecoins in verschiedenen rechtlichen Zuständigkeitsbereichen behandelt?

Fast überall werden Stablecoins wie Krypto-Vermögenswerte behandelt: Sie gelten als Eigentum und nicht als Bargeld. In den USA müssen Unternehmen, die Zahlungen in Stablecoins erhalten, den Marktwert in US-Dollar (USD) zum Zeitpunkt des Eingangs erfassen. Dieser Wert stellt sowohl das zu versteuernde Einkommen als auch Ihre Anschaffungskosten dar, falls Sie diesen Coin später verwenden oder verkaufen.

Andere Länder verfahren in der Regel ähnlich, doch gibt es einige Nuancen. Während das Vereinigte Königreich, Kanada und die EU Stablecoins im Allgemeinen als Vermögenswerte behandeln, gilt in Deutschland eine Regelung, wonach Kryptowährungen, einschließlich Stablecoins, die länger als ein Jahr gehalten werden, steuerfrei sind.

Einige Länder prüfen derzeit Ausnahmeregelungen für Transaktionen mit geringem Wert. Ab 2025 werden Stablecoins jedoch fast überall, wo sie verwendet werden, wie Eigentum besteuert.

Welche Unterlagen sind für die steuerliche Meldung erforderlich?

Wenn Sie Stablecoins für geschäftliche Zwecke nutzen, insbesondere in großem Umfang, benötigen Sie umfassende Unterlagen, um jede meldepflichtige Transaktion nachweisen zu können. Hier erfahren Sie, was Sie dokumentieren müssen und warum:

  • Daten: Wann Sie den Stablecoin erworben und wann Sie ihn verwendet haben. Dies entscheidet darüber, ob er als kurz- oder langfristiger Gewinn besteuert wird. Bewahren Sie die Transaktions-ID oder den Zahlungsbeleg auf.

  • Vermögenswert und Betrag: Welche Art von Stablecoin (z. B. USDC, Tether (USDT)), wie viel und was Sie damit gemacht haben.

  • Marktwert: Der USD-Wert zum Zeitpunkt der Transaktion.

  • Anschaffungskosten: Was Sie für die Coin bezahlt haben (z. B. Fiat-Währung, eine andere Kryptowährung, ihr Wert bei Erhalt als Einkommen).

  • Zweck: Ob es als Kauf, Zahlung oder Prämie klassifiziert wurde.

  • Gegenwert in USD zum Zeitpunkt des Erhalts: Die Anschaffungskosten für die spätere Verwendung oder den Verkauf.

In den USA reichen Sie Ihre Steuererklärung unter Verwendung des Formulars 8949 ein, in dem jede Veräußerung erfasst wird, sowie des Anhangs D, in dem die gesamten Kapitalgewinne und -verluste zusammengefasst sind. Die US-Steuerbehörde IRS empfiehlt, Unterlagen mindestens drei Jahre lang aufzubewahren. Selbst winzige Gewinne können zu Rückfragen führen, insbesondere wenn Ihr Broker andere Zahlen angibt. Gleichen Sie Ihre Unterlagen mit den Angaben Dritter ab, um das Risiko einer Steuerprüfung zu minimieren.

Wie wirkt sich die Erzielung von Rendite auf die Besteuerung aus?

Wenn Sie mit Stablecoins Rendite erzielen – etwa durch Lending, Staking, Liquiditätspools oder Prämien – gilt dies als Einkommen. Unabhängig davon, ob es als „Zinsen“, „Prämien“ oder „Erträge“ bezeichnet wird: Wenn neuer Wert in Ihrer Wallet erscheint, ist dieser steuerpflichtig.

So werden Sie besteuert

Die Einkommensteuer wird in dem Moment fällig, in dem Sie Erträge erhalten und richtet sich nach dem Marktwert des Stablecoins (oder des Tokens), den Sie verdient haben. Dieser Wert gilt als Ihre Anschaffungskosten. Wenn Sie die Kryptowährung später verkaufen oder ausgeben, berechnen Sie den Kapitalgewinn oder -verlust anhand dieses Betrags.

So werden einige gängige Renditeszenarien steuerlich behandelt:

  • Kreditplattformen: Wenn Sie auf USDC eine jährliche Rendite (APY) von 5 % erzielen, wird diese bei Auszahlung als normales Einkommen besteuert.

  • Staking-Prämien: Alle Stablecoins, die Sie durch Staking oder Validierung verdienen, werden bei Erhalt besteuert, auch wenn sie im Protokoll verbleiben.

  • Liquidity Mining und DeFi: Erträge aus der Teilnahme an Pools im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi), unabhängig davon, ob sie in Stablecoins oder anderen Token ausgezahlt werden, sind meldepflichtiges Einkommen.

  • Airdrops und Boni: Kostenlose Stablecoins aus einer Werbeaktion oder einer Empfehlung gelten als Einkommen in Höhe ihres USD-Wertes, sobald sie in Ihre Wallet eingehen.

  • Bezahlung von Auftragnehmerinnen/Auftragnehmern oder Mitarbeitenden: Der USD-Wert zum Zeitpunkt der Zahlung wird auf den Formularen W-2 oder 1099 angegeben, genau wie bei jeder anderen Gehaltsabrechnung in Fiat-Währung. Die Empfängerin bzw. der Empfänger besitzt diesen Stablecoin mit einer Anschaffungskostenbasis, die seinem Wert zum Zeitpunkt der Zahlung entspricht.

Stablecoins „generieren“ von sich aus keine Zinsen. Da es den Ausstellern von Stablecoins untersagt ist, Zinsen an die Inhaber/innen zu zahlen, stammen die Erträge in der Regel von Drittanbieterplattformen. Einige dieser Plattformen stellen 1099-Formulare aus (insbesondere solche mit Sitz in den USA), viele jedoch nicht. In jedem Fall sind Sie selbst dafür verantwortlich, Ihre Erträge zu erfassen und zu melden.

Wie können Nutzer/innen die Stablecoin Steuerkonformität verwalten?

Die Compliance mit den Steuervorschriften erfordert eine sorgfältige Planung. Jede Transaktion, egal wie geringfügig sie auch sein mag, könnte meldepflichtig sein.

Hier erfahren Sie, wie sich sich gut aufstellen.

Gehen Sie davon aus, dass jede Transaktion mit Stablecoins von Bedeutung ist

Ganz gleich, ob Sie mit USDC einen Kaffee kaufen, USDT gegen DAI tauschen oder eine Zahlung an einen Auftragnehmer senden – jede Transaktion kann steuerpflichtig sein. Solange es keine gesetzliche Schwelle für „kleine“ Kryptotransaktionen gibt, ist es am besten, alles zu erfassen und zu melden.

Integrieren Sie die Steuererfassung in Ihren Arbeitsablauf

Nutzen Sie Software wie CoinTracker oder TokenTax, die Aktivitäten in Wallets, auf Börsen und im DeFi-Bereich zusammenfasst. Sobald Sie ein solches Tool integriert haben, exportieren Sie regelmäßig Transaktionsdaten von den Plattformen. Und machen Sie den Abgleich zu einem festen Bestandteil Ihrer monatlichen Finanzabläufe. Wenn Sie beispielsweise Stripe für Stablecoin-Auszahlungen oder -Zahlungen verwenden, zeigt das Dashboard bereits den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Transaktion an, was die Buchführung vereinfacht.

Trennen Sie geschäftliche und private Wallets

Verwenden Sie spezielle Adressen für geschäftliche Transaktionen mit Stablecoins. So bleiben Ihre Berichte übersichtlich und Ihre Buchführung prüfbar.

Legen Sie Mittel für Steuern zurück

Wenn Sie Rendite erzielen oder Gewinne verbuchen, legen Sie einen Teil davon in Bargeld oder als Stablecoin für Ihre spätere Steuerzahlung zurück. Vermeiden Sie die Falle, alles in Kryptowährung zu halten und zum Zeitpunkt der Steuererklärung unter Zeitdruck Liquidität beschaffen zu müssen.

Bewahren Sie Unterlagen langfristig auf

Bewahren Sie Transaktionsprotokolle, Exporte und Aufzeichnungen mindestens drei Jahre lang auf. Der Prüfungszeitraum ist lang und Kryptowährungen werden nach wie vor besonders genau unter die Lupe genommen.

Bitten Sie um Unterstützung

Vorgänge wie grenzüberschreitende Zahlungen, auf Stablecoins lautende Kredite und Yield Farming über verschiedene Protokolle hinweg sind keine Ausnahmefälle mehr. Ein/e auf Kryptowährungen spezialisierte/r Wirtschaftsprüfer/in kann Ihnen dabei helfen, die Berichterstattungslogik zu vereinfachen und Ihr Risiko zu minimieren.

Die Steuerkonformität bei Stablecoins erfordert Umsicht und eine detaillierte Buchführung. Halten Sie sich an die vorgeschriebenen Steuerverfahren, um die Vorteile der Nutzung von Stablecoins voll auszuschöpfen.

So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann. Unternehmen können von fast jedem Ort der Welt aus Stablecoin-Zahlungen akzeptieren, die in ihrem Stripe-Saldo als Fiat verbucht werden.

Mit Stripe Zahlungen können Sie Folgendes umsetzen:

  • Bezahlvorgang optimieren: Schaffen Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis und sparen Sie Tausende von Entwicklungsstunden mit vorgefertigten Zahlungsoberflächen und Zugang zu über 125 Zahlungsmethoden, einschließlich Stablecoins und Kryptowährungen.

  • Neue Märkte schneller erschließen: Erreichen Sie Kundinnen und Kunden weltweit und reduzieren Sie die Komplexität und Kosten der Verwaltung mehrerer Währungen mit grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen, die in 195 Ländern und über 135 Währungen verfügbar sind.

  • Online- und Vor-Ort-Zahlungen vereinheitlichen: Schaffen Sie Unified Commerce über Online- und Vor-Ort-Kanäle hinweg, um Interaktionen zu personalisieren, Treue zu belohnen und Ihren Umsatz zu steigern.

  • Zahlungs-Performance verbessern: Steigern Sie Ihren Umsatz mit einer Reihe anpassbarer, einfach zu konfigurierender Zahlungstools, darunter eine No-Code-Betrugsvorbeugung und erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Autorisierungsquoten.

  • Schnelleres Wachstum dank einer flexiblen, zuverlässigen Plattform: Bauen Sie auf einer Plattform auf, die mit Ihnen mitwächst, mit einer historischen Erreichbarkeit von 99,999 % und branchenführender Zuverlässigkeit.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Stripe Payments Sie bei Online- und Vor-Ort-Zahlungen unterstützen kann oder starten Sie noch heute.

Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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