Marketing und Vertrieb von Zahlungs- dienstleistungen für SaaS-Plattformen

Dieser Leitfaden untersucht bewährte Verfahren für Marketing, Vertrieb und Expansion Ihrer Zahlungslösung.

  1. Einführung
  2. So vermarkten Sie Ihre Zahlungslösung
    1. 1. Botschaften formulieren
    2. 2. Markenimage aufbauen
    3. 3. Mehrstufige Markteinführung zu Recherchezwecken nutzen
    4. 4. Zahlungen in das Kundenerlebnis einbinden
    5. 5. Eigene und zahlungspflichtige Vertriebswege ausprobieren
  3. So verkaufen Sie Ihre Zahlungslösung
    1. 1. An die richtigen Interessent/innen verkaufen
    2. 2. Schulungen anbieten
    3. 3. Die richtigen Verkaufsmaterialien kreieren
    4. 4. Ziele aufstellen und Anreize schaffen
  4. So expandieren Sie mit Ihrer Zahlungslösung
    1. 1. User Experience und Anreize
    2. 2. Service und Support
    3. 3. Erfolgsmessung
  5. Das kann Stripe für Sie tun
    1. Entwickeln Sie mit Stripe Connect Ihr eigenes Zahlungsangebot
    2. Steigern Sie mit dem Stripe-Partnerprogramm den Erfolg Ihrer Zahlungsdienste

Viele SaaS-Plattformen suchen nach Möglichkeiten, wie sie zusätzliche Leistungen und damit einen Kundenmehrwert anbieten können. Bezahlvorgänge zu optimieren, stellt dabei für viele Plattformen den logischen nächsten Schritt dar. Denn diese verbessern nicht nur das Kundenerlebnis, sondern die Plattformen können sich mit kostenpflichtigen Zahlungsfunktionen auch neue Einnahmequellen erschließen.

Wie bei jeder neuen Funktion sind Vermarktungs- und Vertriebskonzept letztlich auch hier erfolgsentscheidend. Natürlich kommt es auch auf die Zahlungsfunktionen selbst an – wie auch auf das Integrationsverfahren. Doch damit Ihr neues Angebot gut ankommt, sind Vermittlung, Sichtbarkeit und Fortbildungsangebote mindestens genauso wichtig. Möglicherweise stellt sich auch ohne Ihr Zutun eine gewisse Kundenakzeptanz ein, doch die richtige Vermarktungsstrategie kann die Verbreitung und Effizienz Ihrer Zahlungsfunktion noch weiter steigern.

In diesem Leitfaden untersuchen wir die Grundlagen rund um Vermarktung, Vertrieb und Ausbau von Funktionen für Online-Zahlungen und persönliche Zahlungen. Dazu haben wir bewährte Verfahren von Tausenden unserer Partner gesammelt, um Sie bei Produktentwicklung und Markteinführung zu unterstützen. Hier erfahren Sie, wie SaaS-Unternehmen wie WooCommerce, Xero und Intercom ihre Online-Zahlungsfunktionen bewerben und wie Lightspeed, Squire sowie Shopmonkey ihre Funktionen für persönliche Zahlungen vermarkten. Außerdem geht es darum, wie Stripe Sie bei alldem unterstützen kann.

Bevor Sie in Marketing und Vertrieb investieren, sollten Sie natürlich eine überzeugende Zahlungslösung anbieten – eine, auf die Sie stolz sind und die einen echten Mehrwert bietet. Sobald Sie die richtigen Grundlagen geschaffen und passende Funktionen und Vorteile entwickelt haben, gehen Vermarktung und Vertrieb umso leichter von der Hand.

Dabei sollten Sie unter anderem darauf achten, dass Ihre Zahlungslösung Folgendes bietet:

  • Ein unkompliziertes, reibungsloses Anmeldeverfahren. Im Idealfall hat Ihr Zahlungsanbieter bereits Erfahrungen mit Ihren Kundengruppen und kann das Verifizierungsverfahren schnell und einfach gestalten.
  • Die Unterstützung unterschiedlicher Zahlungsmethoden wie Debit- und Kreditkarten, Digital Wallets und lokale Zahlungsmethoden.
  • Bevorzugte Zahlungsmethoden Ihrer Kund/innen wie digitale und persönliche Zahlungen, Rechnungsstellung und wiederkehrende Zahlungen.
  • Die Möglichkeit zur Expansion in die Schlüsselmärkte Ihrer Plattform – insbesondere wenn Ihre Kundschaft international ist.
  • Ein Verfahren zur Betrugsprävention und Zahlungsoptimierung.

Dies ist natürlich nur ein kurzer Überblick über die wichtigsten Funktionen, die Sie in Ihre Zahlungslösung einbinden sollten. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Leitfaden zu Onlinezahlungen.

So vermarkten Sie Ihre Zahlungslösung

Die Vermarktung Ihrer Zahlungsangebote können Sie genau wie alle anderen Funktionen auf Ihrer Plattform angehen. Zunächst sollten Sie Ihre Zielgruppe und Botschaften festlegen. Dann können Sie ein einheitliches Markenimage und Produkterlebnis entwickeln. Und schließlich nutzen Sie Ihre Vertriebskanäle, um Ihre Botschaft unter die richtigen Leute zu bringen.

Hier stellen wir Ihnen fünf Best Practices zur Vermarktung Ihrer Zahlungslösung vor:

1. Botschaften formulieren

Ihre Vermarktungsstrategie und Ihre Kommunikation sollten sich nach Ihren Zielgruppen richten. So musste Intercom zunächst herausfinden, wie die Kund/innen Stripe für Online-Zahlungen nutzen würden. Erst dann konnte rund um die identifizierten Produktvorteile ein klarer Kommunikations- und Marketingplan erstellt werden. Bei Intercom wusste man beispielsweise, dass Möglichkeiten zur Anzeige und Verwaltung von Abonnementzahlungen sowie Chat-Funktionen besonders gefragt waren. Außerdem sollten Rechnungs- und Abonnementdaten genutzt werden, um Verlängerungen zu vermarkten. Mit diesen Kundenbedürfnissen im Hinterkopf formulierte Intercom dann Wertversprechen wie diese: Reagieren Sie schneller auf Kundenanfragen und schätzen Sie den Informationsbedarf richtig ein – mithilfe von Zahlungsdaten wie Abomodell, Zahlungshistorie und Kontostand sowie der Kommunikation über die Inbox, oder: Verschaffen Sie sich einen klaren Überblick über Ihren Kundenstamm und senden Sie die richtigen Botschaften zum richtigen Zeitpunkt. Filtern, unterteilen und kontaktieren Sie Ihre Kund/innen dazu anhand von Kontostand, Abomodell und vielem mehr.

Mit Blick auf Ihr eigenes Geschäft sollten Sie Ihre Kund/innen und deren Prioritäten genau analysieren. Hier einige Beispiele:

  • Kleine und mittlere Unternehmen achten vor allem auf ein unkompliziertes Anmeldeverfahren, einen schnellen Start, zügige Auszahlungen und die Möglichkeit zur Integration in ihr Logistik-Backend (z. B. Versand-, Buchhaltungs- und Steuerprogramme). Auch transparente, transaktionsbasierte Preise ohne pauschale oder monatliche Kosten sind ihnen wichtig. Speziell für persönliche Zahlungen wünschen sie sich schnelle und zuverlässige In-Store-Erlebnisse ohne aufwendige Einrichtungsprozesse. Außerdem sind kleine Unternehmen oft nicht so vertraut mit dem Thema Zahlungen und wissen nicht, welche Funktionen für sie am sinnvollsten sind. Dem sollten Sie mit Infomaterialien und einer passenden Kommunikation rund um das Thema Zahlungen entgegenwirken. Dabei können Sie auch darauf eingehen, wie Ihre Lösung Fragen der Sicherheit, Richtlinienkonformität und Regulierung handhabt (und warum das wichtig ist).
  • Großunternehmen interessieren sich oft für die Einzelheiten der Zahlungsabwicklung, also Themen wie Netzwerkakzeptanz, Betrugsquote und Verfügbarkeit. Wichtig sind ihnen zudem herausragende In-Store-Erlebnisse, die ihre Marke widerspiegeln und nahtlose Omnichannel-Käufe ermöglichen, beispielsweise die Bestellung eines Produkts im Web mit Abholung vor Ort. Diese Großkunden wechseln dabei auch oft den Zahlungsanbieter, sodass Sie Ihre Botschaften entsprechend abstimmen sollten, um diese Art von Kund/innen von Ihrer Lösung zu überzeugen. Um diesen die Umstellung zu erleichtern, sollten Sie Belege dafür liefern, dass Sie eine sichere Wahl sind und Ihre Technologie ausgereift ist.
    • Händler/innen und Verkäufer/innen wollen vor allem Zugang zu unterschiedlichen Zahlungsmethoden (wie persönliche Zahlungen, Digital Wallets und lokal verbreitete Zahlungsmethoden) und Verfahren der Betrugsbekämpfung. So wollen sie sich vor Rückforderungen schützen.
    • Dienstleister legen ein besonderes Augenmerk auf Liquidität, einen reibungslosen Quote-to-Cash-Ablauf und persönliche Zahlungen. Oft kennen sie ihre Endkund/innen, sodass die Betrugsprävention im Vergleich zu anderen Geschäftsmodellen für sie keinen ganz so hohen Stellenwert hat.

Ihre Kommunikation sollte außerdem berücksichtigen, auf welcher Stufe des Beschaffungsprozesses sich Ihre Kund/innen gerade befinden. Geht es darum, den bisherigen Anbieter zu wechseln, oder wird zum ersten Mal nach einer Lösung für Onlinezahlungen gesucht? Nutzen sie bislang Schecks, ein Konkurrenzangebot oder etwas anderes? Mit diesen Informationen können Sie Ihre Botschaften klarer definieren.

Sobald Sie Ihr Messaging optimiert haben, achten Sie auf eine entsprechende Betonung über all Ihre Marketingkampagnen hinweg. Eines der zentralen Leistungsversprechen von Shopmonkey beispielsweise ist seine integrierte Lösung für digitale und persönliche Zahlungen, mit der Kund/innen ihre Bilanzen schneller abgleichen können. Shopmonkey unterstreicht diesen Vorteil in sämtlichen Marketingmaterialien, unter anderem auf der eigenen Homepage oder in gezielten E-Mail-Kampagnen, die spezifische Zahlungsoptionen vorstellen und den Kund/innen die Vorteile für ihre Workflows erläutern.

2. Markenimage aufbauen

Sie können für Ihr Zahlungsangebot eine eigene Marke aufbauen oder das Logo Ihres Zahlungsanbieters nutzen, um Ihre Lösung als vertrauens- und glaubwürdig darzustellen. Wenn Sie das Logo Ihres Zahlungsdienstleisters verwenden, vermitteln Sie damit Sicherheit, Weltläufigkeit, Richtlinienkonformität und moderne Technologie. So führt Intercom in den Materialien für seine Zahlungsprodukte das Stripe-Logo neben seinem eigenen Logo.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Marke Ihres Zahlungsanbieters unmittelbar bei der Namensfindung zu berücksichtigen. Wenn eine Plattform namens Rocket Ride ein Zahlungsprodukt in Zusammenarbeit mit Stripe entwickeln würde, könnte sie diese auf den Namen „Stripe Payments von Rocket Ride“ oder „Rocket Ride Payments powered by Stripe“ taufen.

3. Mehrstufige Markteinführung zu Recherchezwecken nutzen

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Ihre Kommunikation, Ihre Marke oder Ihr Zahlungsprodukt ankommen, machen Sie diese zunächst nur einem begrenzten Kundenkreis zugänglich. So können Sie vor der allgemeinen Markteinführung weitere Erkenntnisse sammeln.

Für diesen Ansatz entschied sich auch WooCommerce bei der Einführung seiner Online-Zahlungsfunktion WooCommerce Payments. Das Angebot wurde als Betaversion zunächst nur auf Einladung zugänglich gemacht. So konnte das Unternehmen das Kunden- und Geschäftsverhalten beobachten, verschiedene Szenarien durchspielen und bei Bedarf gezielt kommunizieren. Die auf diese Weise gesammelten Erkenntnisse erleichterten dann die allgemeine Markteinführung drei Monate später. Außerdem lagen bereits positive Erfahrungsberichte vor, mit denen sich die Produktvorteile für potenzielle Geschäftskunden unterstreichen ließen.

Als es dann endlich so weit war, wurde eine Marketingstrategie entwickelt, um WooCommerce Payments auf der gesamten Website zu präsentieren. Eine entsprechende Zielseite wurde in das Navigationsmenü der Hauptseite aufgenommen. Außerdem investierte WooCommerce in Suchmaschinenwerbung und steigerte den Traffic auf seiner Zahlungsseite damit über Nacht um das Zehnfache. Und im ersten Monat nach der Produkteinführung sorgten Werbebanner und Kundenreferenzen im Woo Marketplace dann für knapp ein Drittel des gesamten Datenverkehrs auf der Zahlungsseite.

4. Zahlungen in das Kundenerlebnis einbinden

Für ein gutes Nutzererlebnis sollte Ihre Zahlungslösung bei der Anmeldung für E-Commerce- oder Zahlungssoftwarepakete als Standardeinstellung verwendet werden. Ihre Kund/innen sollten nicht erst aufwendig nach Ihrer Lösung suchen zu müssen. Machen Sie es ihnen stattdessen so einfach wie möglich, sich über Ihr Angebot zu informieren und es zu nutzen. Das gilt natürlich auch für das Nutzererlebnis insgesamt: Bewerben Sie Ihre Zahlungslösung dort, wo sich Ihre Kund/innen aufhalten – von der Zahlungsseite über das Dashboard bis hin zu den einzelnen Funktionen.

Für Xero haben sich In-App-Benachrichtigungen im Dashboard als besonders nützlich erwiesen. Im Februar 2016 begann das Unternehmen mit der In-App-Kommunikation, um seinen digitalen Stripe-Zahlungsservice bekannter zu machen. Das Resultat war ein Zuwachs der Stripe-Verbindungen um 1.000 Prozent im Vergleich zu den sechs Monaten davor. Und bis heute optimiert das Unternehmen seine In-App-Kommunikation kontinuierlich, um stets die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Botschaften zu erreichen.

An example of an in-app notification from Xero.

5. Eigene und zahlungspflichtige Vertriebswege ausprobieren

Nutzen Sie alle verfügbaren Vermarktungswege, um Ihre Zielgruppen zu erreichen. Eigene Kanäle wie Ihre E-Mails, Ihr Blog, Ihre Auftritte in den sozialen Medien, Ihre Website und das Dashboard sind kostenlos und laden zum Ausprobieren ein. Andere Kanäle wie Retargeting-Anbieter, kostenpflichtige Suchmaschinen- oder Bannerwerbung erfordern dagegen zusätzliche Mittel. Testen Sie verschiedene Ansätze, um zu sehen, was für Ihre Zielgruppe am besten funktioniert.

Intercom nutzt unterschiedliche Vermarktungskanäle, um immer wieder auf die Vorteile seines Stripe-Zahlungsangebots hinzuweisen. So wurden bereits spezielle Webinare angeboten und die Zahlungsapp wurde in diversen Blogeinträgen sowie auf Twitter vorgestellt. Bei seinen Digitalkampagnen ist Intercom stets um eine Zusammenarbeit mit Partnern bemüht, um gemeinsam packende Geschichten zu erzählen. Durch die Konzentration auf ein gemeinsames Wertversprechen für gemeinsame Kundensegmente entstehen ansprechende Botschaften, die ein größeres Publikum mit demselben Arbeitsaufwand erreichen.

So verkaufen Sie Ihre Zahlungslösung

Ihr Vertriebsteam kümmert sich um neue Geschäftskund/innen und bringt Ihre Zahlungslösung unter die Leute. Dabei sollten Sie darauf achten, Ihre Zahlungsfunktionen nicht nur in Ihrem Vertriebskonzept zu erwähnen – Ihr Vertriebsteam muss auch entsprechend geschult werden, die richtigen Materialien zur Hand haben und wissen, welche Rolle Ihre Zahlungslösung für die Arbeit im Team spielt und welche Benefits es gibt. Falls Sie keinen eigenen Vertrieb haben oder vor allem SB-Kund/innen betreuen, können Sie in Marketingautomatisierung investieren. Dabei erhalten potenzielle Kund/innen E-Mails mit Informationen zu Ihrer Lösung und sollen so dazu gebracht werden, sich auf Ihrer Seite anzumelden.

Hier finden Sie vier Best Practices rund um den Verkauf Ihrer Zahlungslösung:

1. An die richtigen Interessent/innen verkaufen

Um die Vorteile Ihrer Zahlungslösung potenziellen Kund/innen bestmöglich zu verdeutlichen, müssen Sie dieses Angebot in einem geeigneten Kontext präsentieren. Erklären Sie beispielsweise, wie Sie Nutzer/innen bei der Bewältigung zusätzlicher Probleme helfen, damit Ihre Kund/innen die Zahlungslösung als nützliche integrierte Funktion wahrnehmen. Don Hartley, Senior Director of Payments bei Squire, empfiehlt eine sorgfältige Überarbeitung Ihrer Kernaussagen beim Vertrieb.

„Die meisten Plattformen, die persönliche Zahlungen unterstützen, wenden sich quasi an x-beliebige Kund/innen. Doch das ist ein Fehler. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, wem Sie den höchsten Mehrwert bieten und als bestmöglicher Partner dienen können. In der Regel bedeutet dies, dass Sie einen bestimmten Kundentyp ins Auge fassen sollten“, sagt Hartley.

Squire verfolgte mit seinem Geschäftsmodell dieselbe Strategie. Das Unternehmen bietet eine All-in-one-SaaS-Plattform für Friseurläden zur Erfassung von Terminen, zur Auszahlung von Honoraren an die Angestellten sowie zur Integration von persönlichen Zahlungen in Buchungssoftware, Kassen und Kartenlesegeräte. Das Vertriebsteam von Squire konzentriert sich auf eine klar definierte Zielgruppe und ist aufgrund bisheriger Erfolge zuversichtlich, den unterstützten Friseurläden auch zukünftig einen klaren Mehrwert bieten zu können.

2. Schulungen anbieten

Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Vertrieb mit Ihrer Zahlungslösung auskennt. Kennen alle die grundlegenden Funktionen? Sind die Vorteile und die besten Verkaufsmethoden bekannt? Außerdem sollte Ihr Team in der Lage sein, häufige Fragen zu beantworten und Einwände zu entkräften.

Intercom vermittelt seine digitale Stripe-Zahlungslösung mithilfe von Bildern, GIFs und Videos, in denen gezeigt wird, wie sich Stripe in die bestehenden Kundenabläufe einfügt. Außerdem führt das Unternehmen Schulungen durch, bei denen das Vertriebspersonal Fragen stellen und sich einen umfassenden Überblick über die Funktionsweise und die Kundenvorteile von Stripe verschaffen kann.

An image showing how Stripe integrates with Intercom’s business messenger.

3. Die richtigen Verkaufsmaterialien kreieren

Ihr Vertriebsteam muss nicht nur wissen, wie es Ihre Zahlungslösung kommunizieren sollte; es benötigt auch Begleitmaterialien, um Verkaufspräsentationen zu unterfüttern und das Material hinterher an die Kund/innen zu schicken.

So stattet Xero Vertrieb und Kundenbetreuung mit Playbooks, regional abgestimmten Pitch Decks, Flyern, Demo-Videos und FAQs aus. Auf diese Weise ist stets das passende Material zur Hand, um die Produkte im Kundengespräch richtig darzustellen.

An example of payments-related sales collateral from Xero.

Je nach Geschäftsmodell und Zielgruppe können Sie auch mehrere Versionen dieser Materialien erstellen und sie an verschiedene Adressaten (etwa aus den Bereichen Technik oder Finanzen etc.) anpassen. So machen Sie Ihre Botschaft anschaulich und treffsicher.

Sie können sich auch bei Ihrem Zahlungsanbieter erkundigen, ob dieser gebrauchsfertige Werbematerialien anbietet, die Sie mit Ihrem Logo versehen und weitergeben können.

4. Ziele aufstellen und Anreize schaffen

Binden Sie Ihre Zahlungsdienste in die Zielsetzungen und das Anreizsystem Ihres Teams ein. Sie können beispielsweise leistungsbezogene Boni in Aussicht stellen, sofern Ihnen der nutzerspezifische Wertbeitrag bekannt ist. Anders ausgedrückt: Wie viel zusätzlichen Umsatz erzeugen weitere Nutzer/innen? Und rechtfertigt dieser die Auszahlung zusätzlicher Boni? Dabei sollten Sie auch etwaige Treuevorteile berücksichtigen, denn überzeugende Funktionen erhöhen oft die Kundenbindung.

So expandieren Sie mit Ihrer Zahlungslösung

Je stärker Ihre Zahlungsfunktionen angenommen werden, desto wichtiger ist die richtige Infrastruktur. Denn auch Ihre Kund/innen müssen ihre Kennzahlen im Blick behalten und ihren Erfolg messen.

1. User Experience und Anreize

SaaS-Plattformen, die persönliche Zahlungen unterstützen, müssen zusätzliche Schritte beim Onboarding beachten. Insbesondere müssen sie dafür sorgen, dass Kund/innen die erforderliche Hardware erhalten und die korrekte Nutzungsweise erlernen. Dieser Prozess kann zwar einige logistische Hürden mit sich bringen, bietet aber gleichzeitig die Chance, neue Kund/innen mit exzellent organisierten Onboarding-Abläufen zu begeistern.

Lightspeed Commerce Inc. ist eine umfassende Handelsplattform mit einer vollständig integrierten Lösung – Lightspeed Payments – für den Point of Sale (POS) und die Zahlungsabwicklung. Ziel ist es, Einzelhandelsunternehmen und Gastronomiebetrieben den Einstieg so einfach wie möglich zu machen. Aus diesem Grund hat Lightspeed seinen Onboarding-Prozess auf mehrfache Weise optimiert:

  • Einbindung spezieller Aktionsangebote, zum Beispiel gesenkte Softwaregebühren oder kostenlose Hardware, um Lightspeed Payments für Kund/innen attraktiver zu machen.
  • Bereitstellung sämtlicher erforderlicher Hardware und Direktversand an die Kund/innen.
  • Investition in interne Fachkompetenz (zum Beispiel in Form eines dedizierten Supportteams für Lightspeed Payments) zugunsten des schnelleren Onboardings von neuen Nutzer/innen der Zahlungslösung.
  • Planung einer soliden Contentstrategie, um potenzielle und bestehende Kund/innen ausführlich über die Abwicklung persönlicher Zahlungen, verschiedene Optionen und verfügbare Funktionen von Lightspeed aufzuklären.

Die Investition von Lightspeed Payments in diese Schulungs- und Informationsangebote zu persönlichen Zahlungen sowie die Bewerbung dieser Angebote im Kundenkreis hat sich als besonders nützlich und finanziell vorteilhaft erwiesen: Im Geschäftsjahr 2021 steigerte Lightspeed seinen transaktionsbasierten Umsatz um 195 %.

2. Service und Support

Insbesondere Neulinge werden Fragen dazu haben, wie sie durch die Zahlungskonsole navigieren, auf Rückbuchungen reagieren sollen und vieles mehr. Im Idealfall hat Ihr Zahlungsanbieter bereits Antworten auf solche häufigen Fragen zusammengestellt und bietet Tutorials und Demos an. Vielleicht übernimmt er sogar den Kundensupport für Sie. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie darauf achten, dass der Kundensupport rund um die Uhr per Telefon, E-Mail und Chat erreichbar ist.

Genau wie Ihr Vertrieb sollte auch Ihr Kundenservice ausführliche Schulungen und Materialien zu Ihrer Zahlungslösung erhalten, um für alle Fragen gerüstet zu sein.

WooCommerce hat in drei große Initiativen investiert, um seine Happiness Engineers (also den Kundenservice) mit WooCommerce Payments vertraut zu machen:

  • Den Anfang machten Live-Videosessions mit Teammitgliedern in unterschiedlichen Zeitzonen. Dabei wurde eine Produktdemo gezeigt und es konnten Fragen gestellt werden. Außerdem ging es darum, wie man die Produktvorteile am besten vermittelt.
  • Dann wurden „gemeinsame Stores“ eingerichtet, in denen WooCommerce Payments für den Kundensupport bereits aktiviert war. So konnten Kundenprobleme simuliert und Lösungen im direkten Kundenkontakt erprobt werden.
  • Anschließend wurde im Vorfeld der Produkteinführung dann eine umfangreiche Dokumentationsbibliothek mit Suchfunktion erstellt. Diese wurde dann dem Support zugänglich gemacht und kann auch im Kundenkontakt verwendet werden.

3. Erfolgsmessung

Um Ihre weiteren Wachstumsvorhaben abzusichern, sollten Sie verschiedene Kennzahlen im Blick behalten. So finden Sie heraus, was funktioniert und was verbessert werden kann. Unsere Partner stützen sich dabei oft auf diese Kriterien:

  • Zahlungsvolumen
  • Nutzeranzahl
  • aktive User/innen pro Monat
  • Zahlungsvolumen je aktivem User/je aktiver Userin
  • Neuanmeldungen für Zahlungsfunktionen
  • Kundentreue
  • Umsatz aus dem Zahlungsgeschäft
  • Langzeitwert Ihrer Zahlungskund/innen im Vergleich zur ausschließlichen Softwarenutzung
  • Anteil der Zahlungskund/innen an der Gesamtkundenzahl

Das kann Stripe für Sie tun

Plattformen jeder Größenordnung – von jungen Start-ups bis hin zu börsennotierten Konzernen wie Shopify – nutzen Stripe Connect, um Zahlungen zu akzeptieren, Geld an Dritte auszuzahlen und mit Zahlungsfunktionen Geld zu verdienen.

Stripe Connect kann Sie bei der Entwicklung Ihres eigenen Zahlungsangebots unterstützen und so Ihren Umsatz steigern. Und wir bieten alle Tools, damit Ihr Angebot zum Erfolg wird.

Entwickeln Sie mit Stripe Connect Ihr eigenes Zahlungsangebot

Stripe bietet eine Komplettlösung für Onlinezahlungen, POS-Zahlungen, Geldbewegungen auf Plattformen und schnelle Auszahlungen. Mit Stripe Connect können Sie zügig neue Zahlungsdienste entwickeln, an jeder Transaktion mitverdienen und individuelle Kundentarife aufstellen.

Außerdem können Sie dank einer einheitlichen Integration Geld mit diversen Produkten wie Rechnungsstellung, Abonnementabrechnungen oder Präsenzzahlungen verdienen. Mit solchen Angeboten machen Sie Ihre Plattform attraktiver und erhöhen ihr Transaktionsvolumen. Und das wiederum kommt Ihren Umsatzzahlen zugute.

Stripe unterstützt Sie auch bei der Verwaltung Ihrer Zahlungsfunktionen. Unser Kundenservice unterstützt Ihre Kund/innen rund um die Uhr per Telefon, E-Mail und Chat. Außerdem kann Stripe Ihnen durch den Ausgleich etwaiger Einbußen dabei helfen, Finanz- und Kreditrisiken Ihrer Kund/innen abzufedern. Beide Funktionen werden bei Stripe für Standardkonten angeboten.

Steigern Sie mit dem Stripe-Partnerprogramm den Erfolg Ihrer Zahlungsdienste

Unsere Partner entwickeln Technik und Software, um noch mehr Unternehmen ins Internet zu holen, ihnen neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen und sie effizienter zu machen. Deshalb haben wir das Stripe-Ecosystem für Partner aufgebaut, mit dem wir Ihre Leistungsfähigkeit noch weiter steigern.

Das Stripe-Ecosystem für Partner beinhaltet einen Marketing-Werkzeugkasten, in dem Sie zahlreiche Materialien finden, die Sie bei Vermarktung und Vertrieb unterstützen. Sie erhalten von uns:

  • Materialien für die Zeit vor der Produkteinführung, um Marketing, Vertrieb und Kundensupport auf das Produkt vorzubereiten. Außerdem erhalten Sie ein Pitch Deck und ein Schulungsvideo, übersichtliche Leitfäden mit Ihrem Logo und FAQ-Vorlagen.
  • Materialien zur Produkteinführung, um Ihre Stripe-Integration anzukündigen und sich auf das weitere Wachstum vorzubereiten. Darin enthalten sind Kommunikationshilfen, eine Pressemappe mit Blog-Vorlage, eine Social Card und Pressemitteilungen. Zu den weiteren Materialien zählen eine Stripe-Internetseite mit Ihrem Logo, auf der sich Stripe Ihren Kund/innen vorstellt, ein Eintrag im Stripe-Partnerverzeichnis für weitergeleiteten Datenverkehr und ein Stripe Verified-Partner-Logo.
  • Zugriff auf 28 Kurzvideos, in denen die beliebtesten Stripe-Funktionen vorgestellt und Fragen zur Einrichtung beantwortet werden, um Ihre Always-On-Marketingkampagnen zu unterstützen. Dabei gehen wir unter anderem auf die Konfiguration des Stripe-Dashboards, die Handhabung von Auszahlungen, Finanzberichte sowie die Themen Betrugs- und Anfechtungsprävention ein. Mit einem Empfehlungsformular, das mit Ihrem Logo versehen ist, können Sie vielversprechende Interessent/innen an Stripe weiterleiten, um eine Tarifempfehlung zu erhalten. Und über das Supportformular können Sie dringende Fragen direkt vom Stripe-Team beantworten lassen.

Damit Sie aus dem Marketing-Werkzeugkasten den größtmöglichen Nutzen ziehen können, erhalten Sie von Stripe auch einen Markenleitfaden, in dem Sie erfahren, wie Sie die Materialien am besten einsetzen und wo Sie Designressourcen und Produktabbildungen finden.

Wir hoffen, dass Ihnen unser Leitfaden einen guten Überblick darüber verschafft hat, wie Sie Ihre Zahlungsfunktionen am besten vermarkten und vertreiben – und wie Stripe Sie dabei unterstützt.

Weitere Informationen zum Stripe-Partnerprogramm und Ihren Teilnahmemöglichkeiten finden Sie hier. Wenn Sie Ihren Kund/innen die Annahme von Zahlungen ermöglichen möchten, erstellen Sie ein Konto.

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