Sie benötigen für die Gründung eines Start-ups keinen Anwalt, wenn Ihre Gründung dem Standard entspricht: eine Delaware-C-Corporation (C-Corp) mit nur einer Aktienklasse, Gründern mit Sitz in den USA, einer sauberen Historie des geistigen Eigentums (IP) und einer unkomplizierten Aufteilung des Eigenkapitals auf zwei oder drei Personen. Online-Gründungsservices können diese Fälle gut abwickeln. Sie können Ihre Gründungsurkunde einreichen, Ihre Employer Identification Number (EIN) beantragen und Aktienverträge für Gründer durch Vorlagen erstellen, die für dieses Szenario entwickelt wurden. Sie sollten jedoch die Beauftragung eines Anwalts in Erwägung ziehen, wenn Komplikationen wie mehrere Aktienklassen, internationale Gründer, ungewöhnliche IP-Vereinbarungen und eine Cap Table, die bereits eine gewisse Historie aufweist, hinzukommen.
Im Folgenden untersuchen wir, was Online-Gründungsservices leisten, wann es sinnvoll ist, eine Anwältin oder einen Anwalt für die Gründung eines Start-ups einzuschalten, und welche Fehler Gründer/innen ohne rechtliche Beratung häufig machen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Eine Standard-Start-up-Gründung, wie eine Delaware-C-Corporation mit nur einer Aktienklasse und Gründern in den USA, kann in der Regel über einen Online-Gründungsservice ohne rechtlichen Beistand abgeschlossen werden.
Rechtliche Beratung ist wertvoll, wenn die Struktur eines Start-ups mehrere Aktienklassen, internationale Gründer, komplizierte Cap Tables oder ungewöhnliche IP-Vereinbarungen umfasst.
Teure Gründungsfehler, wie das Verpassen der Frist für das 83(b)-Formular und die Wahl der falschen Rechtsform, lassen sich mit der richtigen Beratung bei der Gründung vermeiden.
Können Sie ein Start-up ohne Anwältin oder Anwalt gründen?
Viele Unternehmen mit unkomplizierten Strukturen können ohne Anwalt gegründet werden. Wenn Sie beispielsweise eine Delaware-C-Corporation mit nur einer Aktienklasse und ein oder zwei Gründern gründen, kann ein Online-Gründungsservice den Prozess abwickeln.
Eine „Standard“-Gründung setzt Folgendes voraus:
Eine einzige Stammaktienklasse: Das Unternehmen hat keine Vorzugsaktien, keine separaten stimmberechtigten und nicht stimmberechtigten Klassen und keine verbleibenden Konditionen aus einer früheren Investitionsrunde.
Gründer aus den USA: Bei Gründern außerhalb der USA stellen sich steuerliche und einwanderungsrechtliche Fragen, auf die die Vorlagen nicht ausgelegt sind.
Eine saubere IP-Historie: Der gesamte Code, alle Designs oder sonstiges geistiges Eigentum (IP) sind nach der Gründung entstanden, oder die Gründer sind damit einverstanden, früheres Eigentum durch eine Standardvereinbarung über die Abtretung von Erfindungen zu übertragen.
Eine einfache Aufteilung des Eigenkapitals: Zwei oder drei Gründer/innen teilen das Eigenkapital in glatten Anteilen auf, ohne Nebenvereinbarungen über eine Vesting-Beschleunigung oder ungewöhnliche Rückkaufkonditionen.
Was leisten Online-Gründungsservices?
Online-Gründungsservices automatisieren eine Abfolge von Schritten, durch die Sie sonst ein Anwalt für Start-up-Gründungen führen würde. So funktionieren sie:
Gründungsurkunde: Die Plattform reicht diese beim jeweiligen Bundesstaat ein. Dadurch wird Ihr Unternehmen offiziell gegründet und dessen rechtliche Existenz begründet.
EIN-Antrag: Die Plattform beantragt Ihre EIN beim IRS. Sie benötigen diese Nummer, um ein Bankkonto zu eröffnen oder die Gehaltsabrechnung durchzuführen.
Ausgabe von Gründeraktien: Unter Verwendung von Vorlagen, die die Standardkonditionen von Start-ups widerspiegeln, erstellt die Plattform Aktienkaufverträge auf der Grundlage der von Ihnen festgelegten Aufteilung des Eigenkapitals.
Corporate-Governance-Dokumente: Die Plattform erstellt Ihren ersten Vorstandsbeschluss und die Satzung – die internen Dokumente, die von Anfang an festlegen, wie Ihr Unternehmen geführt wird.
Einreichung des 83(b)-Formulars: Die Plattform bindet die Einreichung des 83(b)-Formulars in den Gründungsprozess ein. Dies ist wichtig, da Sie ab dem Kaufdatum der Aktien nur 30 Tage Zeit haben, um Ihr Formular beim IRS einzureichen.
Stripe Atlas erledigt all das und vereinfacht so einen Prozess, der früher rechtlichen Beistand erforderte. Gründer können mit wenigen Klicks ein Unternehmen gründen und unmittelbar nach der Gründung Bankgeschäfte tätigen, Kapital beschaffen und Zahlungen von Kundinnen und Kunden akzeptieren.
Wann ist es sinnvoll, eine Anwältin oder einen Anwalt für die Gründung eines Start-ups zu beauftragen?
Ein Anwalt für Start-up-Gründungen ist erforderlich, wenn die Gründung Verhandlungen, Ermessensentscheidungen oder Strukturen umfasst, die von den Standardvorlagen abweichen. Einige Szenarien treten besonders häufig auf:
Mehrere Aktienklassen: Wenn Sie planen, neben den Stammaktien für die Gründer auch Vorzugsaktien an frühe Investoren auszugeben, müssen Sie jemanden finden, der sich mit Liquidationspräferenzen, Verwässerungsschutzbestimmungen und der Wechselwirkung dieser Konditionen mit zukünftigen Runden auskennt.
Komplizierte Cap Tables: Sie benötigen eine manuell erstellte Cap Table, wenn Sie mehr als eine Handvoll Gründer, Berater mit Eigenkapitalzuteilungen oder eine frühere Runde von Simple Agreements for Future Equity (SAFEs) oder Wandelanleihen haben, die in die neue Struktur umgewandelt werden müssen.
Internationale Gründer oder Beschäftigte: Die grenzüberschreitende Ausgabe von Eigenkapital wirft Fragen zum Quellensteuereinbehalt und zur Berichterstattung auf, die je nach Land variieren. Eine nationale Gründungsvorlage deckt diese nicht ab.
Ungewöhnliche IP-Vereinbarungen: Wenn ein Gründer IP einbringt, das vor der Existenz des Unternehmens erstellt wurde, oder IP, das mit den Ressourcen eines früheren Arbeitgebers entwickelt wurde, benötigen Sie eine für diese Situation verfasste Abtretungsvereinbarung.
Streitigkeiten zwischen Gründern oder ungleiche Beiträge: Vesting-Pläne mit individuellen Beschleunigungsregeln, ungleiche Aufteilungen des Eigenkapitals, die ungleiche frühere Beiträge widerspiegeln, oder Rückkaufbestimmungen, die an bestimmte Ausstiegsszenarien gebunden sind, profitieren alle davon, wenn jemand in Ihrem Namen verhandelt.
Viele Gründer entscheiden sich nicht ausschließlich für einen einzigen Weg. Sie gründen online über einen Dienstleister, um schnell und kostengünstig zu starten. Anschließend ziehen sie rechtlichen Beistand hinzu, wenn das Unternehmen einen Punkt erreicht, an dem dies erforderlich ist (z. B. eine Seed-Runde mit einem Term Sheet, das verhandelt werden muss, oder ein Gründer, der das Unternehmen verlässt und einen sauberen Rückkauf seines Eigenkapitals benötigt). Diese Vorgehensweise spart in der Regel Geld, ohne Sie bei Entscheidungen, die schwer rückgängig zu machen sind, einem Risiko auszusetzen.
Welche Risiken bestehen bei einer Gründung ohne rechtliche Beratung?
Das Verpassen der Frist für das 83(b)-Formular ist ein häufiger und teurer Fehler, der oft auftritt, wenn Gründer auf eigene Faust gründen. Ab dem Kaufdatum Ihrer Gründeraktien haben Sie 30 Kalendertage Zeit, dieses Formular beim IRS einzureichen. Wenn Sie die Frist verpassen, gibt es keine Fristverlängerung und Sie verlieren die Möglichkeit, Ihre Steuerbemessungsgrundlage auf den Wert von fast null festzuschreiben, den Ihre Aktien bei der Gründung in der Regel haben. Stattdessen müssen Sie für den Wert Ihrer Aktien im Rahmen des Vestings reguläre Einkommensteuer zahlen, was zu erheblichen Kosten führen kann, wenn der Wert Ihres Unternehmens schnell steigt.
Die Fehlzuweisung von Gründereigenkapital ist ein weiteres wiederkehrendes Problem. Das Eigenkapital gleichmäßig auf die Gründer aufzuteilen, erscheint am ersten Tag zwar fair, berücksichtigt jedoch nicht die Unterschiede beim zeitlichen Engagement, früheren IP-Beiträgen oder dem investierten Kapital. Gründer, die das schwierige Gespräch über ungleiche Beiträge meiden, müssen das Eigenkapital später oft neu verhandeln – unter schlechteren Bedingungen und nachdem sich bereits Unmut breitgemacht hat.
Ein Online-Gründungsservice wie Stripe Atlas mindert diese Risiken, indem er Ihr steuerliches 83(b)-Formular automatisch einreicht und sicherstellt, dass Ihre Gründungsdokumente die Eigentümerstruktur und die Verteilung des Eigenkapitals abdecken.
So kann Stripe Atlas Sie unterstützen
Stripe Atlas übernimmt alles, was Sie für die rechtmäßige Gründung Ihres Unternehmens benötigen – Gründung, EIN, Eigenkapitalstruktur und Steuermeldungen –, sodass Sie innerhalb von nur zwei Werktagen von überall auf der Welt Kapital beschaffen, ein Bankkonto eröffnen und Zahlungen akzeptieren können.
Schließen Sie sich mehr als 75.000 Unternehmen an, die mit Atlas gegründet wurden, darunter Start-ups, die von Top-Investoren wie Y Combinator, a16z und General Catalyst unterstützt werden.
Unternehmen mit Atlas gründen
Das Ausfüllen des Anmeldeformulars dauert weniger als 10 Minuten. Sie wählen Ihre Unternehmensstruktur, bestätigen, dass Ihr Name verfügbar ist, fügen bis zu vier Mitgründer hinzu, legen die Aufteilung des Eigenkapitals fest und unterzeichnen elektronisch. Den Rest erledigt Atlas, einschließlich der Benachrichtigung der Mitgründer, damit diese ihre Dokumente elektronisch unterzeichnen.
Zahlungen und Bankgeschäfte vor Erhalt der EIN nutzen
Atlas reicht Ihren EIN-Antrag automatisch nach der Gründung ein. Sie müssen nicht warten. Atlas ermöglicht Zahlungen und Bankgeschäfte vor der Vergabe der EIN, sodass Sie sofort Zahlungen akzeptieren und Transaktionen durchführen können. Gründer in den USA mit einer Sozialversicherungsnummer sind in der Regel für eine beschleunigte Bearbeitung durch den IRS berechtigt.
Automatische Einreichung des 83(b)-Steuerformulars
Atlas reicht Ihr 83(b)-Formular für Sie ein – sowohl für Gründer in den USA als auch außerhalb der USA –, und zwar per Einschreiben des US Postal Service mit Sendungsverfolgung, um die persönliche Einkommensteuer zu senken. Sie erhalten ein unterzeichnetes 83(b)-Formular und einen Nachweis über die Einreichung direkt im Stripe-Dashboard, zusammen mit der Bestätigung des Einschreibens.
Hochwertige rechtliche Unternehmensdokumente
Atlas stellt alle rechtlichen Dokumente bereit, die Sie für den Betrieb Ihres Unternehmens benötigen – verfasst von Cooley, einer der weltweit führenden Anwaltskanzleien für Venture Capital – und speichert sie direkt im Stripe-Dashboard. Diese Dokumente sind darauf ausgelegt, Ihnen bei der sofortigen Kapitalbeschaffung zu helfen und sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen rechtlich abgesichert ist. Sie decken Aspekte wie die Eigentümerstruktur, die Verteilung des Eigenkapitals und die Steuerkonformität ab.
Ein Jahr Stripe Payments kostenlos, plus Partnergutschriften und Rabatte im Wert von 50.000 USD
Atlas arbeitet mit erstklassigen Partnern zusammen, um Gründerinnen und Gründern exklusive Rabatte und Gutschriften zu gewähren. Dazu gehören Rabatte auf wichtige Tools für Engineering, Steuern, Finanzen, Compliance und Betrieb von Branchenführern wie AWS, Carta und Perplexity. Außerdem stellen wir Ihnen in Ihrem ersten Jahr die erforderliche offizielle Vertretung in Delaware kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten Sie als Atlas-Nutzer/in Zugang zu zusätzlichen Stripe-Vorteilen, darunter bis zu einem Jahr kostenlose Zahlungsabwicklung für Zahlungen bis zu 100.000 USD.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Beauftragung eines Anwalts für die Gründung eines Start-ups
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.