Die Monetarisierung eingebetteter Software generiert laufende Einnahmen aus Software, die in Hardwaregeräten läuft, und eröffnet Unternehmen damit neue Möglichkeiten, Wert aus vernetzten Geräten zu schöpfen. Der weltweite Markt für eingebettete Software wurde für das Jahr 2024 auf mehr als 17,9 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 die 30-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten. Dieses Wachstum wurde durch Fortschritte in den Bereichen Konnektivität, Over-the-Air-Updates (OTA) und Edge-Computing vorangetrieben, die es Herstellern ermöglichen, die Funktionalität eines Geräts nach dessen Bereitstellung kontinuierlich zu verbessern.
Wenn Unternehmen die Monetarisierung eingebetteter Software beherrschen, können sie in einem Markt relevant bleiben, in dem Kundinnen und Kunden kontinuierliche Innovation und Flexibilität erwarten. Im Folgenden erfahren Sie, was die Monetarisierung eingebetteter Software ist, welche Umsatzmodelle es gibt und worauf Sie bei der Auswahl eines Zahlungsdienstleisters achten sollten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Monetarisierung eingebetteter Software bietet die Möglichkeit, zusätzlichen Umsatz mit der Software zu erzielen, die in einem physischen Produkt läuft.
Die Monetarisierung eingebetteter Software kann zu höheren Einnahmen, umfangreicheren Daten und einem Wettbewerbsvorteil führen.
Die Wahl des richtigen Zahlungsdienstleisters kann Ihre wirtschaftliche Lage und Ihr Compliance-Risiko über Jahre hinweg beeinflussen.
Was ist die Monetarisierung eingebetteter Software?
Die Monetarisierung eingebetteter Software generiert Umsatz aus Software, die direkt in Hardwaregeräte integriert ist (oft als „eingebettete Systeme“ bezeichnet). Anstatt nur durch den Verkauf des physischen Produkts Geld zu verdienen, erzielen Unternehmen auch laufende oder zusätzliche Umsatzerlöse aus der darin laufenden Software.
Was sind die Vorteile der Monetarisierung eingebetteter Software?
Die Monetarisierung eingebetteter Software verändert grundlegend, wie Unternehmen mit physischen Produkten Geld verdienen, was sich positiv auf Umsatz, Produktstrategie und Kundenbeziehungen auswirkt.
Mit der Monetarisierung eingebetteter Software kann Ihr Unternehmen:
Umsatz generieren, der mit der Nutzerzahl skaliert: Wenn Sie über einmalige Verkäufe hinausgehen und durch Abonnements oder Verlängerungen wiederkehrenden Umsatz erzielen, führt dies in der Regel zu einem höheren Lifetime Value pro Kunde bzw. Kundin, da Sie auch nach dem Verkauf weiterhin Einnahmen erzielen. Ein Unternehmen wie Tesla kann beispielsweise durch das Anbieten von Software-Upgrades noch lange nach dem Verkauf eines Autos weiterhin Umsatz generieren.
Flexiblere Preisgestaltung anbieten: Anstelle eines einzigen festen Produkts können Sie eine gestaffelte Preisgestaltung anbieten (z. B. eine Bandbreite von Basis bis Premium). Kundinnen und Kunden können nur für das bezahlen, was sie benötigen, und Sie können preisbewussten Käufern einfachere Einstiegsmöglichkeiten bieten. Dies erweitert Ihren Markt, ohne dass Sie Ihr Produkt neu gestalten müssen.
Auf umfangreichere Daten zugreifen: Vernetzte Geräte generieren Nutzungsdaten, die es Unternehmen ermöglichen, zu verstehen, wie ihre Kundinnen und Kunden Funktionen nutzen, zu erkennen, was sich monetarisieren lässt, und zukünftige Produkte auf der Grundlage des tatsächlichen Verhaltens zu verbessern. Dadurch wird Hardware zu einer Rückkopplungsschleife statt zu einem statischen Produkt.
Sich von Mitbewerbern abheben: Unternehmen, die dieses Modell gut umsetzen, können sich durch Funktionen differenzieren, Plattform-Ökosysteme aufbauen und die Kundschaft langfristig an sich binden.
Was sind die Umsatzmodelle für die Monetarisierung eingebetteter Software?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Einnahmen zu strukturieren, sobald Sie Zahlungsfunktionen eingebettet haben, und ausgereifte Plattformen nutzen oft mehr als eine davon.
Gängige Umsatzmodelle:
Funktionsbasierte Lizenzierung: Nutzer/innen zahlen für die Freischaltung bestimmter Funktionen (z. B. Sitzheizung oder erweiterte Fahrerassistenz in Autos).
Abonnementgebühren: Nutzer/innen leisten laufende Zahlungen für den fortgesetzten Zugang (z. B. wird eine monatliche Gebühr für cloudbasierte Sicherheitsfunktionen in einer Smart-Kamera erhoben).
Pay-per-Use: Nutzer/innen zahlen nutzungsabhängige Gebühren (z. B. werden Industrieanlagen pro Betriebsstunde abgerechnet).
Freemium-Modell: Grundfunktionen sind kostenlos, für erweiterte Funktionen zahlen Nutzer/innen jedoch. Dies ist bei IoT-Geräten (Internet of Things) und Verbrauchergeräten üblich.
OTA-Upgrades: Neue Funktionen werden nach dem Kauf verkauft und bereitgestellt. Dies verlängert die Produktlebensdauer und das Umsatzpotenzial.
Monetarisierung durch eingebettete Zahlungsfunktionen: Nutzer/innen tätigen Zahlungen direkt in Ihrer Software; die Einnahmen stammen aus einem Zahlungsaufschlag oder pauschalen Transaktionsgebühren.
Welche Schritte sind bei der Implementierung der Monetarisierung eingebetteter Software zu beachten?
Die Implementierung der Monetarisierung eingebetteter Software erfordert eine Reihe von weitreichenden Entscheidungen. Wenn Sie die Reihenfolge richtig wählen, können Sie sich später erheblichen Nacharbeiten ersparen.
So sollten Sie vorgehen:
Ihr Monetarisierungsziel definieren: Bevor Sie eine Technologie evaluieren, sollten Sie genau festlegen, was Sie erreichen möchten. Möchten Sie eine neue Einnahmequelle erschließen, die Kundenbindung verbessern oder beides? Welches Transaktionsvolumen erwarten Sie im ersten Jahr im Vergleich zum dritten Jahr? Wie hoch ist Ihre Toleranz gegenüber komplexen Compliance-Anforderungen? Ihre Antworten bestimmen jede weitere Entscheidung.
Ein Umsatzmodell wählen: Ihr Umsatzmodell bestimmt Ihre technische Architektur. Eine einfache, funktionsbasierte Lizenzierung stellt andere Integrationsanforderungen als eine vollständig eingebettete Zahlungslösung.
Eine Zahlungslösung: Bewerten Sie Anbieter anhand Ihrer spezifischen Anforderungen. Entscheidend ist, ob der Anbieter die Zahlungsmethoden Ihrer Nutzer/innen unterstützt, wie seine Onboarding- und Know-Your-Customer-Prozesse (KYC) funktionieren, wie Ihre Umsatzbeteiligung bei verschiedenen Umsatzstufen aussieht und wie viel von der Compliance-Last der Anbieter übernimmt.
Abrechnungs- und E-Commerce-Systeme integrieren: Verknüpfen Sie Nutzung mit Umsatz. Ihr Abrechnungssystem muss verschiedene Preisstufen, Abonnementverwaltung und nutzungsabhängige Gebühren unterstützen. Zahlungsdienstleister wie Stripe machen es einfach, Kundinnen und Kunden nach Ihren Wünschen abzurechnen und zu verwalten.
Mit einer Teilgruppe von Nutzerinnen und Nutzern starten: Beginnen Sie mit einer Nutzergruppe, die repräsentativ für Ihre Zielgruppe ist, aber klein genug, damit Probleme überschaubar bleiben. Beobachten Sie die Erfolgsraten der Transaktionen, die Abschlussraten beim Onboarding und das Support-Aufkommen genau. Die Daten aus dieser Phase zeigen Ihnen, was verbessert werden muss, bevor Sie skalieren.
Die Monetarisierung verbessern: Die Monetarisierung eingebetteter Software ist ein Ausgangspunkt, kein Endpunkt. Sobald Sie über Transaktionsdaten und Nutzer-Feedback verfügen, können Sie Ihre Gebührenstruktur verfeinern, Zahlungsmethoden hinzufügen oder verwandte Produkte evaluieren. Plattformen, die den ersten Start als fertiges Produkt betrachten, können Umsatzchancen verpassen.
Worauf sollten Sie bei einer Zahlungslösung für die Monetarisierung eingebetteter Software achten?
Der Anbieter, für den Sie sich entscheiden, kann Ihre Wirtschaftlichkeit, Ihr Compliance-Risiko und die Nutzererfahrung über Jahre hinweg beeinflussen.
Bei der Bewertung potenzieller Zahlungsdienstleister sollten Sie auf Folgendes achten:
Preisstruktur: Manche Anbieter bieten vielleicht zunächst günstigere Tarife an, während andere die Wirtschaftlichkeit mit steigendem Volumen verbessern. Lassen Sie sich die Zahlen schriftlich geben und vergleichen Sie sie mit realistischen Prognosen.
Onboarding- und KYC-Funktionen: Ihre Nutzer/innen beurteilen Ihre Zahlungsintegration möglicherweise danach, wie einfach der Einstieg ist. Die Anbieter unterscheiden sich enorm darin, wie sie Identitätsprüfung, Verifizierung des Unternehmens und Risikobewertung handhaben. Suchen Sie nach einem Anbieter, dessen Onboarding-Prozess direkt in Ihr Produkt eingebettet werden kann, anstatt Nutzer/innen auf eine separate Oberfläche umzuleiten.
Compliance und Risikomanagement: Ein guter Anbieter kümmert sich um die Einhaltung des Payment Card Industry Data Security Standard PCI DSS, die Betrugsüberwachung und das Management von Zahlungsanfechtungen und liefert Ihnen eine klare Dokumentation darüber, was genau abgedeckt ist und wofür Sie verantwortlich sind.
API-Qualität und Dokumentation: Schlecht dokumentierte Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs), inkonsistente Sandbox-Umgebungen und langsamer Entwickler-Support können zu hohen Entwicklungskosten führen.
Unterstützung für Ihren spezifischen Anwendungsfall: Auszahlungen auf Marktplätzen, Abrechnungen von Abonnements und Zahlungen am Point-of-Sale (POS) stellen jeweils unterschiedliche Anforderungen. Stellen Sie sicher, dass der Anbieter über Produktionsimplementierungen für Ihr spezifisches Modell verfügt und nicht nur theoretische Unterstützung dafür bietet.
So kann Stripe Connect Sie unterstützen
Stripe Connect orchestriert Geldbewegungen unter mehreren Parteien für Softwareplattformen und Marktplätze. Es bietet schnelles Onboarding, integrierte Komponenten, globale Auszahlungen und mehr.
Mit Connect können Sie Folgendes umsetzen:
Markteinführung innerhalb weniger Wochen: Nutzen Sie von Stripe gehostete oder integrierte Funktionalität, um schneller live zu gehen. Vermeiden Sie die Vorlaufkosten und die Entwicklungszeit, die normalerweise für Zahlungsvermittlungen erforderlich sind.
Skalierende Zahlungsverwaltung: Nutzen Sie Tools und Services von Stripe, damit Sie keine zusätzlichen Ressourcen für Margin-Reporting, Steuerformulare, Risiken, globale Zahlungsmethoden oder Onboarding-Compliance aufwenden müssen.
Weltweites Wachstum: Helfen Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern, mehr Kundinnen und Kunden weltweit zu erreichen – mit lokalen Zahlungsmethoden und der Möglichkeit, Umsatzsteuer, Verkaufssteuer und GST einfach zu berechnen.
Schaffung neuer Umsatzquellen: Optimieren Sie den Zahlungsumsatz, indem Sie Gebühren für jede Transaktion einziehen. Monetarisieren Sie die Funktionen von Stripe, indem Sie Vor-Ort-Zahlungen, sofortige Auszahlungen, Verkaufssteuereinzug, Finanzierung, Firmenkreditkarten und mehr auf Ihrer Plattform ermöglichen.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.