In Frankreich können Sie jetzt per Fingerabdruck bezahlen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Unternehmen über biometrische Bankkarten wissen sollten – also Zahlungs- und Debitkarten, bei denen Sie Transaktionen mit dem Finger validieren können. Welche Vorteile bieten biometrische Bankkarten? Wie funktionieren sie? In diesem Artikel werden die häufigsten Fragen zu biometrischen Bankkarten behandelt.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Was ist eine biometrische Bankkarte?
- Wie aktivieren Nutzer/innen eine biometrische Karte?
- Wie funktioniert eine biometrische Bankkarte?
- Was ist der Unterschied zwischen einer biometrischen und einer herkömmlichen Bankkarte?
- Wie wirken sich biometrische Bankkarten auf Unternehmen aus?
- Vorteile biometrischer Bankkarten
- Nachteile biometrischer Bankkarten
- So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Was ist eine biometrische Bankkarte?
Eine biometrische Bankkarte ist eine Karte für Zahlungen und Einzüge, bei der Inhaber/innen Transaktionen per Fingerabdruck autorisieren können. Diese Art von Karte verfügt über einen kleinen Fingerabdrucksensor, über den Karteninhaber/innen identifiziert und Transaktionen authentifiziert werden. Bei der biometrischen Erkennung müssen Nutzer/innen ihre PIN nicht eingeben, um eine kontaktlose Zahlung vorzunehmen. Dies ermöglicht einen reibungslosen Zahlungsprozess für Käufer/in und Verkäufer/in und verringert gleichzeitig das Risiko von Bankkartenbetrug.
Wie aktivieren Nutzer/innen eine biometrische Karte?
Um eine kontaktlose Zahlung mit einer biometrischen Karte zu tätigen, müssen Karteninhaber/innen zunächst ihre Fingerabdrücke auf der Karte registrieren. Je nach Bank kann der Prozess der Registrierung in einer Filiale mit Beratung oder zu Hause stattfinden.
Eine biometrische Karte wird bei ihrer ersten Verwendung für eine Abhebung oder Zahlung mit PIN aktiviert. Anschließend können die Nutzer/innen Zahlungen per Fingerabdruck durchführen.
Wie funktioniert eine biometrische Bankkarte?
Biometrische Bankkarten funktionieren über einen integrierten Fingerabdrucksensor. Der Sensor wird entweder durch eine interne Batterie oder durch Strom vom elektronischen Datenterminal eines Unternehmens (Electronic Payment Terminal, EPT) gespeist.
Um einen Kauf zu tätigen, müssen die Kundinnen und Kunden einen Finger auf den Fingerabdrucksensor ihrer Karte legen, bevor sie sich der EPT nähern. Um eine Zahlung zu autorisieren, halten sie die Karte dann einige Zentimeter von der EPT entfernt. Der registrierte Fingerabdruck wird mit dem der Karteninhaber/innen verglichen. Stimmen die Fingerabdrücke überein, wird die Zahlung unabhängig vom Betrag akzeptiert. Andernfalls wird die Transaktion abgelehnt.
Bei biometrischen Bankkarten ist die Eingabe einer PIN auf der EPT-Tastatur zur Validierung von Käufen über 50 € nicht erforderlich. Die Kundinnen und Kunden können jedoch weiterhin ihre PIN eingeben, wenn sie dies wünschen. Falls der Fingerabdrucksensor nicht funktioniert, kann der Kunde/die Kundin stattdessen seine/ihre PIN verwenden.
Beachten Sie, dass die biometrischen Daten der Karteninhaber/innen niemals die Fingerabdruck-fähige Karte verlassen. Sie werden sicher auf dem Chip der Karte gespeichert. Die Bank speichert keine biometrischen Daten und das Unternehmen hat keinen Zugriff darauf. Die Sicherung personenbezogener Daten auf diese Weise ist ein Beispiel für Card-Vaulting.
Was ist der Unterschied zwischen einer biometrischen und einer herkömmlichen Bankkarte?
Eine biometrische Karte hat die gleiche Größe und Form sowie das gleiche Format wie eine herkömmliche Bankkarte. Wie eine herkömmliche Karte ist auch eine biometrische Karte mit einem Girokonto verknüpft und kann für Einzüge, kontaktlose Zahlungen und Vor-Ort-Zahlungen verwendet werden. Eine biometrische Bankkarte hat daher alle Funktionen und Vorteile einer herkömmlichen Karte.
Eine biometrische Karte verfügt jedoch über einen Fingerabdrucksensor – eine Komponente, die eine Standardkarte nicht hat. Die Methode zur Validierung von Zahlungen unterscheidet sich daher bei den Karten: Die mit Fingerabdrucksensor ausgestattete Bankkarte basiert auf einer biometrischen Authentifizierung, während die Standardbankkarte die Eingabe einer PIN erfordert, um kontaktlose Zahlungen über 50 € zu autorisieren.
Der Hauptvorteil des biometrischen Authentifizierungssystems besteht darin, dass Fingerabdrücke viel schwieriger zu kopieren sind als ein vierstelliger Code. Eine biometrische Karte bietet eine sicherere und intuitivere Zahlung als eine herkömmliche Karte.
Bei der biometrischen Karte ist auch das Limit für kontaktlose Zahlungen aufgehoben (derzeit aus Sicherheitsgründen auf 50 € festgelegt). Bei dieser Kartenart werden alle kontaktlosen Zahlungen per Fingerabdruck authentifiziert. Das einzige Zahlungslimit, das Sie befolgen müssen, ist das der Karte, wie im Vertrag festgelegt.
Wie wirken sich biometrische Bankkarten auf Unternehmen aus?
Das Aufkommen biometrischer Bankkarten im Markt ist für Unternehmen positiv. Die Authentifizierung mit Fingerabdrücken ist schneller und sicherer. Da verkürzt die Wartezeiten an der Kasse. Unternehmen besitzen oder verwalten keine biometrischen Daten.
Wenn die EPT eines Unternehmens für die Annahme kontaktloser Zahlungen geeignet ist, sind keine Änderungen erforderlich. Biometrische Bankkarten sind mit den meisten Terminals kompatibel, die derzeit von französischen Unternehmen verwendet werden.
Vorteile biometrischer Bankkarten
Biometrische Bankkarten sind eine innovative Technologie mit mehreren Vorteilen:
- Bessere Nutzererfahrung und moderner Kaufprozess
- Schnellerer Zahlungsprozess – keine PIN-Eingabe erforderlich
- Möglichkeit, höhere Transaktionsbeträge abzuwickeln (durch Wegfall des Limits für kontaktlose Zahlungen)
- Einfache Bereitstellung – die meisten kontaktlosen EPTs sind bereits mit biometrischen Karten kompatibel
- Höhere Sicherheit – die biometrische Authentifizierung ist sicherer als PINs
- Geringeres Risiko für Bankkartenbetrug – Fingerabdrücke sind schwer zu hacken
- Hygienischere Zahlungen – die Kundenerwartungen haben sich in diesem Bereich insbesondere seit der Pandemie verändert
- Option zur Verwendung herkömmlicher Kartenfunktionen – PIN-Eingabe bleibt zur Validierung von Zahlungen verfügbar, was bei einer Fehlfunktion des Fingerabdrucksensors oder einer Fingerverletzung hilfreich sein kann
Nachteile biometrischer Bankkarten
Diese Art von Bankkarte hat auch einige Nachteile.
Verfügbarkeit
Derzeit bieten nur BNP Paribas und Crédit Agricole ihren Kundinnen und Kunden biometrische Bankkarten an. Die biometrischen Bankkarten der Société Générale befinden sich noch in der Entwicklung. Darüber hinaus sind biometrische Zahlungen nur für Bankkarten der gehobenen und der mittleren Klasse verfügbar. Die meisten Karteninhaber/innen in Frankreich haben noch keinen Zugang zu biometrischen Funktionen.
Zusatzkosten
Die biometrische Funktionalität ist kostenpflichtig. Die Kosten werden zur jährlichen Kartengebühr hinzuaddiert. Beispielsweise berechnet BNP Paribas Kundinnen und Kunden 24 € pro Jahr zusätzlich zur Standard-Jahresgebühr.
Akzeptanz
Trotz ihrer vielen Vorteile ist die Akzeptanz biometrischer Bankkarten bei den Kundinnen und Kunden in Frankreich nach wie vor gering. Biometrische Karten stehen in direkter Konkurrenz zu mobilen Zahlungen, die ebenfalls eine Transaktion per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck ermöglichen.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.