Gutscheine können die Preisstrategie gestalten, das Verhalten der Kundschaft beeinflussen und bestimmen, wann und wie der Umsatz erzielt wird. In einer Umfrage 2025 gaben 82 % der Käufer/innen in den USA an, Gutscheine und Rabatte zu verwenden, um mit hohen Preisen zurechtzukommen. Wenn Unternehmen Gutscheine strategisch einsetzen, schaffen sie Nachfrage nach ihren Produkten, ohne den Wert zu beeinträchtigen. Schlecht eingesetzt, gewöhnen sie die Kundinnen und Kunden daran, auf einen Rabatt zu warten, und verengen möglicherweise die Gewinnspannen eines Unternehmens.
Im Folgenden erfahren Sie, was ein Gutschein ist, warum Unternehmen Gutscheine verwenden und wie Gutscheine beim Bezahlvorgang angewandt werden.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Was ist ein Gutschein?
- Warum verwenden Unternehmen Gutscheine?
- Welche Arten von Gutscheinen bieten Unternehmen an?
- Wie werden Gutscheine beim Bezahlvorgang angewandt?
- Welche Regeln und Einschränkungen gelten für Gutscheine?
- Was ist der Unterschied zwischen Gutscheinen, Rabatten und Promo-Codes?
- Wie Stripe Checkout Ihnen helfen kann
Was ist ein Gutschein?
Ein Gutschein ist ein Versprechen der Einsparung beim Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung, das erst dann eingelöst wird, wenn eine Kundin/ein Kunde den Gutschein nutzt. Ein Gutschein kann in Form eines Papiergutscheins, eines digitalen Codes, eines Barcodes auf einem Handy oder eines auf einem Konto gespeicherten Angebots vorliegen.
Warum verwenden Unternehmen Gutscheine?
Gutscheine sind eine kontrollierte Möglichkeit für Unternehmen, Kaufentscheidungen zu beeinflussen und gleichzeitig die langfristige Preisgestaltung und Margen zu erhalten.
Unternehmen nutzen Gutscheine für:
Neukundengewinnung: Gutscheine verringern das Risiko eines Erstkaufs, indem sie die anfängliche Preisbarriere senken. Dies ist besonders effektiv, wenn der Kunde/die Kundin Alternativen hat und einen klaren Grund benötigt, sich für Ihr Unternehmen zu entscheiden.
Früherer Kaufzeitpunkt: Zeitlich begrenzte Gutscheine regen Kundinnen und Kunden dazu an, früher zu handeln, als sie es sonst tun würden. Unternehmen können diese Kundinnen und Kunden durch das Gefühl der Dringlichkeit zum Handeln überzeugen.
Höherer Bestellwert: Gutscheine, die erst ab einem bestimmten Bestellwert gelten, ermutigen Kundinnen und Kunden, mehr Artikel hinzuzufügen, um die Mindestausgaben zu erreichen und den Rabatt zu erhalten. Dadurch wird der durchschnittliche Bestellwert oft ausreichend erhöht, um die Kosten des Gutschein selbst auszugleichen.
Einfluss auf die von den Kundinnen und Kunden gekauften Artikel: Gutscheine können auf bestimmte Produkte, Kategorien oder Preisstufen begrenzt werden. So können Unternehmen neue Artikel bewerben, die Nachfrage an das Angebot anpassen oder den Bestand verschieben, ohne auf alles einen Rabatt zu gewähren.
Stärkung der Kundentreue: Gezielte Gutscheine können Kundinnen und Kunden, die in letzter Zeit nicht eingekauft haben, wieder zu einem Kauf bewegen oder diejenigen belohnen, die häufig kaufen.
Anhaltende Wettbewerbsfähigkeit: In Märkten, in denen Rabatte erwartet werden, helfen Gutscheine Unternehmen, die grundlegenden Kundenerwartungen zu erfüllen, ohne sich zu dauerhaften Preissenkungen verpflichten zu müssen. Sie können Flexibilität bei der Preisgestaltung schaffen, ohne die Listenpreise zu ändern.
Messung der Marketingleistung: Die Einlösung von Gutscheinen kann von Natur aus gut nachverfolgt werden. Unternehmen können bestimmte Codes mit Kampagnen, Kanälen oder Zielgruppen verknüpfen und direkt beobachten, wie sich Preisanreize auf die Konversion und den Umsatz auswirken.
Bei strategischer Verwendung bieten Gutscheine große Vorteile für Unternehmen. Bei zu häufiger Verwendung können Gutscheine jedoch die Preisdisziplin schwächen, da sich die daran gewöhnt, auf Rabatte zu warten. Unternehmen sollten Gutscheine sparsam einsetzen, damit die regulären Preise ihre Glaubwürdigkeit behalten.
Welche Arten von Gutscheinen bieten Unternehmen an?
Verschiedene Arten von Gutscheinen lösen unterschiedliche Unternehmensprobleme. Die Struktur eines Gutscheins (z. B. wie er eine Transaktion reduziert, worauf er angewandt wird und wann er aktiviert wird) bestimmt, wie er von den Kundinnen und Kunden angenommen wird.
Hier sind die häufigsten Arten von Gutscheinen, je nach Art des gewährten Rabatts:
Gutscheine mit prozentualem Rabatt: Diese reduzieren den Preis um einen bestimmten Prozentsatz, z. B. 10 % oder 25 % Rabatt. Ihr Wert wächst mit der Größe der Bestellung, was sie für höherpreisige Käufe und breite, geschäftsweite Werbeaktionen effektiv macht.
Gutscheine mit Festbetrag: Diese ziehen einen bestimmten Betrag vom Gesamtbetrag ab, z. B. 10 USD Rabatt auf eine Bestellung. Feste Rabatte sind konkret und werden oft mit der Anforderung eines Mindestbestellwerts kombiniert, um die Gewinnspannen zu schützen.
Gutscheine für kostenlosen Versand: Da Versandkosten ein häufiger Grund für Kaufabbrüche sind, können sich Gutscheine für den kostenlosen Versand deutlich auf die Kaufentscheidung auswirken.
„Zwei zum Preis von einem“-Angebote („Buy-one-get-one“, BOGO): Diese belohnen Kundinnen und Kunden für den Kauf mehrerer Artikel, indem sie auf zusätzliche Artikel einen Rabatt gewähren. Sie werden verwendet, um das Volumen zu erhöhen, sekundäre Produkte vorzustellen oder überschüssigen Bestand zu bewegen.
Gutscheine für ein kostenloses Geschenk zum Einkauf: Diese fügen einen zusätzlichen Posten hinzu, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Sie eignen sich gut für die Produktentdeckung und die Steigerung des wahrgenommenen Werts, ohne den Kernpreis zu berühren.
Gutscheine können auch nach Zielgruppe, Zeitrahmen oder Bereitstellung kategorisiert werden:
Gutscheine für erstmalige Kundinnen und Kunden: Diese sind neuen Käuferinnen und Käufern vorbehalten und werden in der Regel über Anmeldevorgänge oder Onboarding-E-Mails zugestellt.
Gutscheine zur Kundentreue und -bindung: Diese richten sich an bestehende Kundinnen und Kunden, basierend auf dem Kaufverhalten, der Kaufhistorie oder dem Status der Mitgliedschaft. Sie werden oft als Prämien dargestellt und tragen zur Stärkung der laufenden Beziehungen bei.
Gutscheine für Empfehlungen: Diese schaffen Anreize für Kundinnen und Kunden, neue Käufer/innen zu gewinnen, indem sie einer oder beiden Parteien Rabatte anbieten. So werden bestehende Kundinnen und Kunden als Vertriebskanäle genutzt.
Automatisch angewandte Gutscheine: Diese werden automatisch aktiviert, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, ohne dass ein Code erforderlich ist.
Einmalig verwendbare und personalisierte Gutscheine: Hierbei handelt es sich um eindeutige Codes, die an eine bestimmte Kundin/einen bestimmten Kunden oder ein bestimmtes Konto gebunden sind. Sie bieten eine engere Kontrolle, reduzieren Missbrauch und ermöglichen eine genauere Ausrichtung.
Kanal- oder regionsspezifische Gutscheine: Diese gelten nur in bestimmten Regionen, auf bestimmten Plattformen oder Vertriebskanälen. Sie ermöglichen es Unternehmen, die Preise an lokale Märkte anzupassen oder ohne globale Auswirkungen zu experimentieren.
Wie werden Gutscheine beim Bezahlvorgang angewandt?
Beim Bezahlvorgang müssen die Regeln des Gutscheins mit der Preislogik und der Kundenabsicht in Einklang gebracht werden.
So funktionieren Gutscheine:
Ein Gutschein wird eingegeben oder angewandt: Bei Online-Bezahlvorgängen geben Kundinnen und Kunden in der Regel einen Code ein oder lösen ein automatisch angewandtes Angebot aus. In Ladengeschäften kann dies das Scannen eines Barcodes, das Vorlegen eines Gutscheins oder das Abrufen eines mit einem Konto verknüpften digitalen Gutscheins umfassen.
Das System validiert den Gutschein: Das System des Bezahlvorgangs prüft, ob der Gutschein aktiv, nicht abgelaufen und für die Artikel im Warenkorb geeignet ist. Außerdem werden Bedingungen wie Mindestbestellwert, Nutzungsbegrenzungen, Berechtigung der Kundin/des Kunden und Ausschlüsse geprüft.
Der Rabatt wird berechnet: Wenn der Gutschein die Validierung besteht, wendet das System den Rabatt gemäß seinen Regeln an. Dies kann bedeuten, dass die Artikelpreise reduziert, ein fester Betrag von der Gesamtsumme der Bestellung abgezogen oder die Versandkosten entfernt werden.
Der aktualisierte Gesamtbetrag wird sofort angezeigt: Kundinnen und Kunden wird der angepasste Preis angezeigt, bevor sie die Zahlung abschließen. Wenn Sie die Einsparungen in diesem Moment sichtbar machen, wird der Wert des Gutscheins hervorgehoben und weniger Kundinnen und Kunden zögern beim Kaufabschluss.
Nutzungsbegrenzungen werden durchgesetzt: Wenn der Gutschein zur einmaligen Nutzung vorgesehen oder pro Kundin/Kunde begrenzt ist, erfasst das System die Einlösung und verhindert die Wiederverwendung. Diese Durchsetzung erfolgt in modernen Bezahlvorgang-Infrastrukturen automatisch.
Der Preis wird nur einmal geändert: In vielen Fällen können Gutscheine nicht mit anderen Aktionen kombiniert werden, es sei denn, dies ist ausdrücklich zulässig. Die Bezahlvorgangslogik bestimmt, welcher Rabatt Vorrang hat, um eine unbeabsichtigte Kombination zu verhindern.
Die Einlösung wird protokolliert: Die Nutzung des Gutscheins wird zusammen mit den Transaktionsdaten erfasst. Auf diese Weise können Unternehmen die Auswirkungen auf die Konversion, die Umsatzeffekte und den Erfolg der Werbekampagne analysieren.
Welche Regeln und Einschränkungen gelten für Gutscheine?
Die mit einem Gutschein verknüpften Regeln legen fest, wer ihn verwenden kann, wann er angewendet wird und wie viel Risiko das Unternehmen eingeht. Die Teams der Preisgestaltung und die Marketingteams sollten gemeinsam ermitteln, wie Gutscheine am besten neu generiert werden können, um die Ziele des Unternehmens zu erreichen.
Hier sehen Sie allgemeine Regeln und Einschränkungen für Gutscheine:
Ablaufdaten: Gutscheine sind oft nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters gültig. Dies begrenzt das finanzielle Risiko und schafft Dringlichkeit, ohne die Preise dauerhaft zu ändern.
Berechtigte Produkte oder Kategorien: Gutscheine können so gestaltet werden, dass sie nur für bestimmte Artikel, Kollektionen oder Preisstufen gelten. Ausnahmen sind üblich für bereits ermäßigte Artikel, Geschenkkarten oder Produkte mit engen Gewinnspannen.
Anforderung zum Mindestbestellwert: Bei vielen Gutscheinen müssen Kundinnen und Kunden einen bestimmten Betrag ausgeben, bevor sie den Rabatt in Anspruch nehmen können. Dies trägt dazu bei, die Kosten des Gutscheins durch eine Erhöhung des Bestellwerts auszugleichen.
Nutzungsbegrenzungen pro Kunde/Kundin oder pro Bestellung: Gutscheine sind oft auf eine einzige Nutzung pro Kunde/Kundin, pro Konto oder pro Transaktion begrenzt. Diese Limits verhindern wiederholte Einlösungen, die die Gewinnspannen beeinträchtigen könnten.
Regeln zur Berechtigung der Kundinnen und Kunden: Einige Gutscheine sind ausschließlich für Erstkäufer/innen, wiederkehrende Kundinnen und Kunden oder bestimmte Segmente vorgesehen. Die Berechtigung kann durch den Status des Kontos, die E-Mail-Adresse oder eindeutige Codes erzwungen werden.
Nicht gemeinsam mit anderen Angeboten anwendbar: Gutscheine können in der Regel nicht mit anderen Rabatten kombiniert werden, es sei denn, dies ist ausdrücklich zulässig. Dadurch werden unbeabsichtigte doppelte Rabatte verhindert.
Einschränkungen des Kanals oder Standorts: Ein Gutschein kann so gestaltet werden, dass er nur online, im Geschäft oder in bestimmten Regionen gültig ist. So können Unternehmen Werbeaktionen ohne globale Auswirkungen gezielt begrenzen.
Einmalig verwendbare oder personalisierte Codes: Eindeutige Codes können mit einer einzelnen Kundin/einem einzelnen Kunden oder einem einzigen Konto verknüpft werden. Dies verringert Betrug, schränkt die Weitergabe ein und ermöglicht eine genauere Ausrichtung.
Ausschluss der Barauslösung und Übertragungseinschränkungen: Gutscheine können in der Regel nicht gegen Bargeld eingelöst oder frei übertragen werden. Dies unterstreicht, dass es sich um bedingte Preisanpassungen und nicht um Zahlungsmitteläquivalente handelt.
Was ist der Unterschied zwischen Gutscheinen, Rabatten und Promo-Codes?
Die Begriffe Gutschein, Rabatt und Promo-Code werden oft austauschbar verwendet, beschreiben aber leicht unterschiedliche Teile desselben Preismechanismus.
So können Sie zwischen Gutscheinen, Rabatten und Promo-Codes unterscheiden:
Gutschein: Ein Gutschein ist der Mechanismus, der die Regeln einer Preissenkung definiert. Er gibt die Bedingungen an, unter denen ein Rabatt angewendet werden kann, wie Anspruch, Zeitrahmen und Umfang bzw. Geltungsbereich.
Promo-Code: Ein Promo-Code ist der Code, den eine Kundin/ein Kunde eingibt, um einen Gutschein einlösen. Es ist die Zeichenfolge, die beim Bezahlvorgang eingegeben wird, um den entsprechenden Gutschein zu aktivieren.
Rabatt: Ein Rabatt ist das Ergebnis. Dies ist der reduzierte Preis, der angezeigt wird, nachdem der Gutschein erfolgreich angewendet wurde. Dies ist unabhängig davon, ob der Gutschein durch einen Code ausgelöst oder automatisch angewendet wurde.
Einige Rabatte werden ohne Eingabe der Kundin/des Kunden angewandt, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Diese Rabatte funktionieren wie Gutscheine, obwohl für die Kundin oder den Kunden kein Code zu sehen ist.
So kann Sie Stripe Checkout unterstützen
Stripe Checkout ist ein vollständig anpassbares, vorgefertigtes Bezahlformular, mit dem Sie ganz einfach Zahlungen auf Ihrer Website oder in Ihrer App akzeptieren können.
Checkout kann Sie bei folgenden Zielen unterstützen:
Steigerung der Konversionsraten: Dank des für Mobilgeräte optimierten Designs und des Ein-Klick-Bezahlvorgangs können Kundinnen und Kunden ihre Zahlungsinformationen einfach eingeben und wiederverwenden.
Reduzierung der Entwicklungszeit: Mit wenigen Codezeilen können Sie Checkout direkt in Ihre Website einbetten oder Kundinnen und Kunden auf eine von Stripe gehostete Seite weiterleiten.
Verbesserung der Sicherheit: Checkout verarbeitet sensible Kartendaten und vereinfacht so die PCI-Konformität.
Globale Expansion: Lokale Anpassung der Preisgestaltung in über 100 Währungen mit Adaptive Pricing, das über 30 Sprachen unterstützt und dynamisch die Zahlungsmethoden anzeigt, die am ehesten zu einer Verbesserung der Konversionsrate führen.
Nutzung erweiterter Funktionen: Integrieren Sie Checkout in andere Stripe-Produkte, wie z. B. Billing für Abos, Radar zur Betrugsprävention und vieles mehr.
Kontrolle behalten: Passen Sie den Bezahlvorgang vollständig an, einschließlich der Speicherung von Zahlungsmethoden und der Einrichtung von Aktionen nach dem Kauf.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie mit Checkout Ihren Zahlungsablauf optimieren können, oder starten Sie noch heute.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.