Nicht-verwahrte Krypto-Wallet: Was sie ist, wie sie funktioniert und warum sie wichtig ist

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  1. Einführung
  2. Was ist eine nicht-verwahrte Krypto-Wallet?
  3. Welche Technologien schützen nicht-verwahrte Wallets?
    1. Hardware-Wallets
    2. Verschlüsselte Schlüsselspeicherung und biometrische Daten
    3. Multisignatur-Konfigurationen
    4. Key-Sharding und Mehrparteienberechnung
    5. Sicherheit bei Smart Contracts
    6. Open-Source- und überprüfbarer Code
  4. Inwiefern verbessern nicht-verwahrte Wallets die Nutzerkontrolle?
  5. Welche Risiken bestehen bei nicht-verwahrten Wallets?
  6. Wie können Nutzer/innen nicht-verwahrte Wallets effektiv verwalten?
    1. Sichern Sie Ihre Wiederherstellungsphrase
    2. Verwenden Sie für große Beträge eine Hardware-Wallet
    3. Sichern Sie die Software
    4. Überprüfen Sie alles noch einmal, bevor Sie senden
    5. Segmentieren Sie Ihre Wallets
    6. Planen Sie für den Notfall
  7. So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Es besteht ein Unterschied zwischen dem Besitz digitaler Vermögenswerte und deren Verwahrung. Mit einer nicht-verwahrten Krypto-Wallet können Sie Ihre Vermögenswerte selbst verwahren und haben so die volle Kontrolle. Dies bedeutet jedoch auch, dass es keine zentralisierte Sicherung oder ein Sicherheitsnetz gibt. Über 56 % der Krypto-Nutzer/innen bevorzugen die Verwendung nicht-verwahrter Wallets.

Im Folgenden erläutern wir, wie nicht-verwahrte Krypto-Wallets funktionieren, was sie schützt, welche Risiken bestehen und wie man sie effektiv nutzt, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was ist eine nicht-verwahrte Krypto-Wallet?
  • Welche Technologien schützen nicht-verwahrte Wallets?
  • Inwiefern verbessern nicht-verwahrte Wallets die Nutzerkontrolle?
  • Welche Risiken bestehen bei nicht-verwahrten Wallets?
  • Wie können Nutzer/innen nicht-verwahrte Wallets effektiv verwalten?
  • So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Was ist eine nicht-verwahrte Krypto-Wallet?

Eine nicht-verwahrte Wallet ist eine Software (z. B. eine mobile App oder eine Browser-Erweiterung) oder ein Hardwaregerät, das Ihre privaten Kryptoschlüssel schützt, mit denen Sie Zugriff auf Ihre Vermögenswerte in der Blockchain haben. Eine nicht-verwahrte Wallet dient als Nachweis für Ihr Eigentumsrecht. Sie sind der Einzige, der Transaktionen genehmigen kann. Kein Dritter kann Ihre Vermögenswerte sperren oder umleiten (außer in Fällen, in denen Smart Contracts mit integrierten Berechtigungen die Vermögenswerte kontrollieren).

Wenn Sie eine nicht-verwahrte Wallet einrichten, wird ein privater Schlüssel generiert: eine lange, eindeutige Zahl, die als Ihr Eigentumsnachweis dient. Dieser Schlüssel wird als Wiederherstellungsphrase verschlüsselt, die in der Regel aus 12 oder 24 Wörtern besteht. Wallets zeigen Ihnen diese Phrase in der Regel einmal an und fordern Sie auf, sie aufzuschreiben; anschließend liegt es in Ihrer Verantwortung, sie sicher aufzubewahren. Bei Software-Wallets verbleibt der Schlüssel verschlüsselt auf Ihrem Gerät. Bei Hardware-Wallets wird der Schlüssel in einem sicheren Chip gespeichert; Ihr Schlüssel wird niemals an einen Server gesendet oder in der Cloud gespeichert.

Wenn Sie Kryptowährung senden, verwendet die Wallet Ihren Schlüssel, um die Transaktion digital zu signieren. Dies geschieht lokal auf Ihrem Gerät. Bei Hardware-Wallets bestätigen Sie die Transaktion durch physisches Drücken einer Taste. Sollten Sie Ihr Smartphone oder Ihre Hardware-Wallet verlieren, können Sie mit Ihrer Wiederherstellungsphrase auf einem neuen Gerät alles wiederherstellen. Wenn Sie Ihre Phrase jedoch vergessen, haben Sie keinen Zugriff mehr.

Welche Technologien schützen nicht-verwahrte Wallets?

Nicht-verwahrte Wallets geben Ihnen die Kontrolle, während verschiedene Sicherheitstechnologien Ihren privaten Schlüssel schützen. Hier sind einige dieser Schutzmaßnahmen:

Hardware-Wallets

Hardware-Wallets (z. B. Ledger, Trezor) speichern Ihren Schlüssel in einem speziellen Chip, der offline bleibt. Wenn Sie eine Transaktion signieren, signiert das Gerät diese intern und sendet nur das Ergebnis, nicht den Schlüssel. Selbst wenn Ihr Computer kompromittiert wird, bleibt Ihre Kryptowährung ohne physische Bestätigung auf dem Gerät unzugänglich.

Verschlüsselte Schlüsselspeicherung und biometrische Daten

Software-Wallets auf Mobilgeräten oder Desktop-Computern speichern Schlüssel verschlüsselt und hinter Ihrem Passwort, Ihrer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) oder biometrischen Daten. Viele nutzen sichere Enklaven, die in moderne Geräte integriert sind. Sollte jemand Ihr Smartphone in die Hände bekommen, muss sie/er dennoch mehrere Sicherheitsschichten überwinden, um überhaupt einen Zugriff zu versuchen – vorausgesetzt, Sie haben eine sichere PIN gewählt und verfügen über einen Schutz auf Geräteebene.

Multisignatur-Konfigurationen

Multisignatur-Wallets (Multisig-Wallets) erfordern mehrere Schlüssel, um eine Transaktion zu genehmigen. Dies können zwei Geräte sein, die Sie kontrollieren oder Sie und ein anderes Teammitglied. Dadurch wird die Kontrolle aufgeteilt, sodass ein einzelner kompromittierter Schlüssel keine Gelder bewegen kann.

Key-Sharding und Mehrparteienberechnung

Einige Wallets verteilen einen Schlüssel mithilfe von Mehrparteienberechnung (MPC) oder Secret Sharing auf verschiedene Geräte oder Dienste. Dies wird als Key-Sharding bezeichnet, wobei niemand den vollständigen Schlüssel besitzt – nicht einmal Sie selbst. Bei einer Transaktion arbeiten die einzelnen Teile zusammen, um die Transaktion sicher zu signieren. Auf diese Weise lässt sich das Risiko verteilen, ohne die Kontrolle abzugeben.

Sicherheit bei Smart Contracts

Auf Blockchains (z. B. Ethereum) können Smart-Contract-Wallets Funktionen wie tägliche Ausgabenlimits, Adress-Whitelists oder Social Recovery bieten. Bei einigen können vertrauenswürdige Kontakte Ihnen helfen, den Zugriff wiederzuerlangen, ohne Ihren Schlüssel zu kennen.

Open-Source- und überprüfbarer Code

Seriöse Wallets veröffentlichen ihren Code in der Regel oder lassen ihn von Dritten prüfen. Diese Transparenz trägt zwar dazu bei, dass Ihr Schlüssel so behandelt wird, wie es die Software verspricht, doch Open-Source garantiert keine aktive Überprüfung.

Inwiefern verbessern nicht-verwahrte Wallets die Nutzerkontrolle?

Bei einer nicht-verwahrten Wallet besteht kein Kontrahentenrisiko. Sie sind nicht auf eine Plattform angewiesen, um Ihre Gelder zu verwahren, zu genehmigen oder freizugeben. Verwahrplattformen, seien es Börsen oder Fintech-Apps, können Konten sperren, Auszahlungen aussetzen oder zusammenbrechen. Wenn sie ausfallen, kann Ihr Zugriff mit ihnen verschwinden. Mit einer nicht-verwahrten Wallet, die Sie selbst kontrollieren, bleiben Sie stets mit der Blockchain verbunden, solange die zugrunde liegende Blockchain funktionsfähig ist.

Sie können jederzeit Geld überweisen, ohne Genehmigungen oder Geschäftszeiten. Eine Überlastung des Netzwerks oder Blockchain-Gebühren können zwar die Geschwindigkeit beeinträchtigen, nicht jedoch Ihre Möglichkeit, Transaktionen durchzuführen. Sie unterliegen keinen Tageslimits, Kontosperrungen oder Compliance-Sperren. Wenn Sie an einem Wochenende um 3 Uhr morgens Geld in die ganze Welt überweisen müssen, ist dies möglich.

Nicht-verwahrte Wallets lassen sich direkt mit DeFi-Protokollen, NFT-Plattformen (Non-Fungible Tokens) und anderen dezentralen Apps verbinden. Da diese Wallets Sie direkt mit der Blockchain verbinden, können Sie Token tauschen, Vermögenswerte staken oder neue Token prägen, wann immer Sie möchten. Und da die Wallet ein Schlüssel und kein Konto ist, sind Sie nicht an eine bestimmte App gebunden. Sie können problemlos zwischen Wallet-Anbietern wechseln, Ihre Hardware aufrüsten oder den Zugriff auf einem neuen Gerät wiederherstellen.

Welche Risiken bestehen bei nicht-verwahrten Wallets?

Wenn Sie Ihre Wiederherstellungsphrase verlieren, sind Sie ausgesperrt. Es gibt keine Möglichkeit, wieder Zugriff zu erlangen. Und wenn jemand Ihren privaten Schlüssel erhält, kann er Ihre Vermögenswerte von überall aus bewegen; er benötigt Ihr Gerät nicht. Phishing, gefälschte Wallet-Apps, Clipboard-Hijacker und Social Engineering zielen alle darauf ab, Sie dazu zu bringen, Ihre Seed-Phrase preiszugeben oder etwas zu unterschreiben, das ihnen Zugriff gewährt (bösartige Smart Contracts können Vermögenswerte abziehen, ohne Ihren Schlüssel preiszugeben).

Blockchains sind irreversibel. In den meisten Fällen sind eine falsch eingegebene Adresse, eine Überweisung an das falsche Netzwerk oder das Hereinfallen auf einen Betrug endgültig. Eine unsachgemäße Schlüsselgenerierung, fehlerhafte Signaturlogik oder unsichere Backups können Nutzer/innen ebenfalls gefährden. Selbst bei gut entwickelten Wallets wurden bereits Schwachstellen aufgedeckt. Wenn die Software Schlüssel unsachgemäß verwaltet, handelt es sich um einen strukturellen Fehler. Es liegt in der Verantwortung der Nutzer/innen, auf dem Laufenden zu bleiben und wachsam zu sein.

Wie können Nutzer/innen nicht-verwahrte Wallets effektiv verwalten?

Der schwierigste Aspekt der Selbstverwahrung ist die Handhabung der Abläufe. Hier sind einige Best Practices:

Sichern Sie Ihre Wiederherstellungsphrase

Diese aus 12 oder 24 Wörtern bestehende Phrase ist Ihre Lebensader. Schreiben Sie sie auf. Bewahren Sie sie an mindestens zwei sicheren, physisch getrennten Orten auf: in einem Safe, einem Schließfach oder einer feuerfesten Metallbox. Machen Sie niemals einen Screenshot davon; speichern Sie sie niemals in der Cloud. Wenn jemand anderes Zugriff darauf erhält, gehört ihr/ihm Ihre Wallet.

Verwenden Sie für große Beträge eine Hardware-Wallet

Software-Wallets eignen sich gut für kleine Transaktionen. Verlegen Sie größere Bestände in eine Hardware-Wallet. Ihr Schlüssel bleibt offline, Ihre Signatur erfolgt isoliert und Ihre Bestätigungen finden auf dem Gerät statt. Selbst bei einem kompromittierten Laptop können keine Gelder aus einer ordnungsgemäß verwendeten Hardware-Wallet gestohlen werden.

Sichern Sie die Software

Verwenden Sie ein Passwort, aktivieren Sie die biometrische Authentifizierung und halten Sie Ihr Gerät sowie Ihre Wallet-App auf dem neuesten Stand. Software-Wallets verschlüsseln den Schlüssel in der Regel auf Ihrem Gerät, daher müssen Sie sicherstellen, dass nur Sie ihn entschlüsseln können. Überspringen Sie niemals ein Update und installieren Sie keine Wallets aus inoffiziellen Quellen, da diese eine erhebliche Gefahr für den Diebstahl Ihres Schlüssels darstellen können.

Überprüfen Sie alles noch einmal, bevor Sie senden

Fehler sind unwiderruflich. Überprüfen Sie stets die Empfängeradresse. Führen Sie bei größeren Überweisungen zunächst einen kleinen Test durch und vergewissern Sie sich, dass das Netzwerk mit dem von Ihnen gesendeten Vermögenswert übereinstimmt. Achten Sie auf Betrugsversuche mit gefälschten Websites, irreführende Links und gefälschte Wallets.

Segmentieren Sie Ihre Wallets

Trennen Sie die Aufbewahrung von der Nutzung. Verwenden Sie eine Wallet für DeFi- oder NFT-Transaktionen und eine andere für langfristige Bestände. Auf diese Weise sind nicht Ihre gesamten Bestände gefährdet, falls bei einer Wallet etwas schiefgeht.

Planen Sie für den Notfall

Denken Sie über Diebstahl und Verlust hinaus. Bestimmen Sie eine Vertrauensperson und bewahren Sie klare Anweisungen an einem sicheren Ort auf. Tools wie Social Recovery oder Multisig können dabei helfen, doch Ihr Vorgehen muss bewusst gewählt und mit den von Ihnen genutzten Blockchains und Wallets kompatibel sein.

So kann Stripe Payments Sie unterstützen

Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann. Unternehmen können von fast jedem Ort der Welt aus Stablecoin-Zahlungen akzeptieren, die in ihrem Stripe-Saldo als Fiat verbucht werden.

Mit Stripe Payments können Sie Folgendes umsetzen:

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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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