Der Bewertungsprozess für Ausschreibungen (Request for Proposal, RFP) hat erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen. Unterbrechungen der Lieferkette betreffen die Mehrheit der Unternehmen weltweit. Daher setzen sie auf RFP-Evaluierungen, um Angebote zu vergleichen, Risiken zu reduzieren und einen Partner auszuwählen, der das unmittelbare Projekt umsetzen kann und für eine langfristige Geschäftsbeziehung geeignet ist.
Im Folgenden erläutern wir die RFP-Evaluierungsstrategien für RFP-Ausschüsse. Dabei gehen wir darauf ein, wie sich Voreingenommenheit begrenzen lässt sowie Angebote aussagekräftig verglichen und fundierte Entscheidungen getroffen werden können – basierend auf echten Signalen anstatt auf Eindrücken.
Worum geht es in diesem Artikel?
- RFP-Evaluierungsstrategien für RFP-Ausschüsse
- Warum sind effektive Evaluierungsstrategien für die Anbieterauswahl wichtig?
- Wie können Ausschüsse Angebote effektiv beurteilen?
- Welche Herausforderungen ergeben sich bei RFP-Evaluierungen und wie können sie angegangen werden?
- So kann Stripe Payments Sie unterstützen
RFP-Evaluierungsstrategien für RFP-Ausschüsse
Ein RFP-Evaluierungsausschuss bewertet Angebote und unterstützt Unternehmen beim Anbieter-Onboarding. Die Mitglieder beginnen mit einer individuellen Bewertung anhand gemeinsamer Kriterien, um Voreingenommenheit, frühe Favoriten und Gruppendenken zu vermeiden. Anschließend vergleichen sie ihre Ergebnisse, beheben Unstimmigkeiten und bilden einen Konsens. Sie legen auch alle Anbieterbeziehungen offen und halten Diskussionen vertraulich. Am Ende des Prozesses dokumentiert der Ausschuss seine Ergebnisse, Kommentare und Begründungen und empfiehlt der Geschäftsführung dann einen Anbieter oder trifft selbst die Auswahl – je nach Vorgaben des Unternehmens.
Diese Ausschüsse benötigen Leitlinien, um Voreingenommenheit zu begrenzen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Folgende RFP-Evaluierungsstrategien sorgen für einen objektiven Prozess:
1. Mit einer unabhängigen Bewertung beginnen
Die Prüfenden sollten Angebote unabhängig voneinander lesen und bewerten, bevor sie gemeinsam darüber diskutieren. Dadurch werden verschiedene Standpunkte bewahrt und die Gruppe wird nicht von frühzeitigen Meinungen beeinflusst.
2. Eindeutige Kriterien und kalibrierte Bewertungsmethoden verwenden
Uneindeutigkeit verursacht Voreingenommenheit. Definieren Sie hohe, mittlere und niedrige Bewertungsstufen und kalibrieren Sie mit einer Beispielantwort. So können alle Beteiligten die Kategorie einheitlich interpretieren.
3. Voreingenommenheit aufgrund des Rufes begrenzen
Bekannte Anbieter profitieren oft von ihrem Namen. Eine frühzeitige Anonymisierung oder ein strikter Fokus auf Geschriebenes hilft dabei, sich ausschließlich auf das Angebot zu konzentrieren.
4. Finanzielle von technischer Überprüfung trennen
Indem die Preise erst nach der technischen Bewertung beurteilt werden, kann verhindert werden, dass fehlende Funktionen bei günstigen Angeboten übersehen werden.
5. Für Vielfalt im Ausschuss sorgen und abweichende Meinungen fördern
Wenn funktionsübergreifendes Fachwissen vorhanden ist, können Risiken und Vorteile ganzheitlicher betrachtet werden. Ausschüsse, die Meinungsverschiedenheiten zulassen, treffen ausgewogenere Entscheidungen, da jeder Standpunkt geprüft und nicht einfach nur übernommen wird.
6. Diskussionen basierend auf Beweisen führen
Die Prüfenden sollten ihre Standpunkte durch spezifische Verweise auf das Angebot untermauern, etwa „Datenmigrationsschritte werden im Implementierungsplan nicht berücksichtigt“. Vage Eindrücke sollten hingegen vermieden werden. Ein/e Moderator/in kann dazu beitragen, dass Gespräche basierend auf belegbaren Informationen geführt werden.
Warum sind effektive Evaluierungsstrategien für die Anbieterauswahl wichtig?
Eindrücke lenken schnell von den Fakten ab. Eine eindeutige Evaluierungsstruktur sorgt dafür, dass der Prozess auf die Anforderungen des Unternehmens abgestimmt ist.
Deshalb sind strukturierte Evaluierungsstrategien wichtig:
Objektivität und Transparenz: Wenn Kriterien und Bewertungsmethoden frühzeitig festgelegt werden, wissen die Prüfenden genau, worauf sie achten müssen, und Anbieter wissen, wie sie beurteilt werden. Diese Vorhersehbarkeit schafft Vertrauen und erleichtert die Rechtfertigung und Erklärung der endgültigen Entscheidung.
Weniger Voreingenommenheit und faktenbasierte Bewertung: Wertungslisten und Bewertungsmethoden sorgen dafür, dass sich Beurteilungen an tatsächlichen Anforderungen orientieren anstatt an Markenbekanntheit, Schreibstil oder überzeugenden Präsentationen. Ausschüsse benötigen nicht so viel Zeit für Interpretationen und können stattdessen vergleichen, worin sich die einzelnen Angebote unterscheiden.
Höhere Genauigkeit und bessere Abwägung der Vor- und Nachteile: Durch präzise Kriterien lässt sich verhindern, dass Anforderungen übersehen werden. Außerdem können Vor- und Nachteilen besser gegenübergestellt werden. Eine strukturierte Evaluierung zeigt, welche Angebote langfristig geeignet sind und nicht nur auf den ersten Eindruck stark erscheinen.
Mehr Verantwortlichkeit und Vertrauen: Ein strukturierter Prozess lässt sich basierend auf Skalen, Abwägungen und Bewertungskommentaren gut nachvollziehen, sodass Personen, die die Entscheidung überprüfen, die Logik dahinter erkennen können.
Wie können Ausschüsse Angebote effektiv beurteilen?
Ausschüsse erhalten den besten Überblick über Angebote, indem sie eine strukturierte Bewertung mit einer Beurteilung basierend auf Erfahrungen kombinieren. Dies kann helfen, Risiken im Beurteilungsprozess von Ausschreibungen (Request for Proposal, RFP) zu minimieren. Die aussagekräftigsten Bewertungen werden durch qualitative und quantitative Methoden erreicht.
Hier sind unsere Best Practices für die Beurteilung von Angeboten:
Quantitative Bewertungen verwenden, um eine einheitliche Basis festzulegen: Gewichtete Kriterien garantieren, dass jedes Angebot gleich bewertet wird und den Projektprioritäten entspricht.
Bewertungsstufen klar definieren: Bewertungen sind nur dann sinnvoll, wenn alle Beteiligten wissen, was sie darstellen. Detaillierte Beschreibungen im hohen, mittleren und niedrigen Bereich sorgen für zuverlässige Rankings.
Qualität prüfen, um Einblicke und Kontext zu gewinnen: Ausschüsse beurteilen, wie gut die Anbieter die Anforderungen erkennen, wie glaubwürdig ihr Ansatz erscheint und inwiefern ihr Plan mit den Workflows und der Kultur des Unternehmens übereinstimmt.
Behauptungen mit Demos, Interviews und Referenzen bestätigen: Live-Präsentationen sowie Gespräche mit Anbieterteams und bestehenden Kunden zeigen, ob ein Angebot unter realen Bedingungen glaubwürdig ist.
Zahlen mit Eindrücken abgleichen: Wenn quantitative Bewertungen und qualitative Eindrücke nicht übereinstimmen, geht der Ausschuss der Diskrepanz nach, bevor es weitergeht.
Beide Methoden verwenden, um Risiken zu erkennen: Die quantitative Bewertung zeigt strukturelle Lücken auf, während die qualitative Prüfung praktische Risiken wie schwache Inhaberschaft oder unrealistische Zeitpläne aufzeigt. Zusammen bieten sie einen abgerundeten Überblick über die Qualität des Angebots.
Welche Herausforderungen ergeben sich bei RFP-Evaluierungen und wie können sie angegangen werden?
Führungsteams für Beschaffung und RFP, die häufige Fallstricke vorhersehen, können unnötige Verzögerungen vermeiden und fundiertere Entscheidungen treffen.
Zu den Herausforderungen bei RFP-Evaluierungen gehören:
Unbewusste Voreingenommenheit: Leitlinien wie anonymisierte Einreichungen und Diskussionen basierend auf Beweisen tragen zu zuverlässigen Beurteilungen bei.
Übergewichtung des Preises: Günstige Angebote können Risiken verschleiern. Wenn Sie die Kosten unabhängig von der technischen Bewertung prüfen, bildet der Wert die Entscheidungsgrundlage, nicht der Preis.
Inkonsistente Bewertung: Ohne übereinstimmende Definitionen interpretieren Prüfende Skalen unterschiedlich. Durch Kalibrierungssitzungen und abgetrennte Kategorien können diese Diskrepanzen reduziert werden.
Übermäßig komplexe Frameworks: Wertungslisten mit Dutzenden von Nebenkriterien verlangsamen den Prozess und verschleiern Prioritäten. Mit einem präzisen Framework kann das Hauptaugenmerk besser auf Faktoren für den Projekterfolg gelegt werden.
Schwierigkeiten bei der Konsensfindung: Große Bewertungslücken deuten auf nicht übereinstimmende Elemente hin, nicht auf Unentschlossenheit. Durch das Durcharbeiten von Ausreißern und wichtigen Anforderungen kann die Gruppe zu einer vertretbaren Einigung gelangen.
Externer Druck oder Interessenkonflikte: Deutliche Regeln bei Interessenkonflikten und ein geschütztes Evaluierungsumfeld bewahren das Vertrauen in das Ergebnis.
Zeitliche Engpässe und Müdigkeit: Große Mengen an Angeboten führen dazu, dass Prüfende weniger sorgfältig vorgehen. Realistische Zeitpläne und eine gute Planung der Workloads sorgen für höhere Qualität und Genauigkeit.
So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann.
Mit Stripe Payments können Sie Folgendes umsetzen:
Optimierung des Bezahlvorgangs: Schaffen Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis und sparen Sie Tausende von Entwicklungsstunden mit vorgefertigten Nutzeroberflächen (UIs) für Zahlungen, Zugang zu über 125 Zahlungsmethoden und Link, einer von Stripe entwickelten Wallet.
Neue Märkte schneller erschließen: Erreichen Sie Kundinnen und Kunden weltweit und reduzieren Sie die Komplexität und Kosten der Verwaltung mehrerer Währungen mit grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen, die in 195 Ländern und über 135 Währungen verfügbar sind.
Online- und Vor-Ort-Zahlungen vereinheitlichen: Schaffen Sie Unified Commerce über Online- und Vor-Ort-Kanäle hinweg, um Interaktionen zu personalisieren, Treue zu belohnen und Ihren Umsatz zu steigern.
Zahlungs-Performance verbessern: Steigern Sie Ihren Umsatz mit einer Reihe anpassbarer, einfach zu konfigurierender Zahlungstools, darunter No-Code-Betrugsvorbeugung und erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Autorisierungsquoten.
Schnelleres Wachstum dank einer flexiblen, zuverlässigen Plattform: Bauen Sie auf einer Plattform auf, die mit Ihnen mitwächst, mit einer historischen Erreichbarkeit von 99,999 % und branchenführender Zuverlässigkeit.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Stripe Payments Sie bei Online- und Vor-Ort-Zahlungen unterstützen kann oder starten Sie noch heute.
Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.