Eine verwaltete Datenbank, oder Database-as-a-Service (DBaaS), übernimmt die technische Arbeit, um Kunden- und Organisationsdaten zugänglich zu halten, während Sie weiterhin für das Schema-Design, die Abfrageleistung und die Zugriffsrechte verantwortlich bleiben. DBaaS ist die am zweithäufigsten genutzte Kategorie öffentlicher Cloud-Dienste, mit einer Adoptionsrate von 64 % im Jahr 2026. Die Wahl der richtigen verwalteten Datenbank hängt davon ab, die Garantien des Cloud-Anbieters mit den Anforderungen Ihrer Anwendung abzugleichen.
Im Folgenden untersuchen wir, wie verwaltete Datenbanken funktionieren, was Sie bei verschiedenen Anbietern vergleichen sollten und wie Sie Sicherheit von der Ersteinrichtung an in eine Datenbank integrieren können.
Das Wichtigste auf einen Blick
Verwaltete Datenbanken nehmen Ihnen einen Großteil der Infrastrukturarbeiten ab, wie z. B. Patches und Failover. Für die Abfrageleistung und die Zugriffskontrolle sind in der Regel weiterhin Sie verantwortlich.
Die Gesamtbetriebskosten umfassen zusätzlich zum stündlichen Rechenleistungstarif die Kosten für Speicher, Backups, Datenübertragung und Hochverfügbarkeit.
Die richtige Datenbank-Engine hängt von Ihrem Workload, der Fachkenntnis Ihres Teams und davon ab, wie schnell Ihr Datenvolumen wachsen wird.
Was ist eine verwaltete Datenbank?
Eine verwaltete Datenbank ist eine Datenbank, bei der ein Cloud-Anbieter die Infrastrukturarbeit für Ihr Team übernimmt: Bereitstellung von Servern, Anwendung von Patches, Ausführung von Backups, Überwachung der Erreichbarkeit und Skalierung der Rechenleistung bei Traffic-Schwankungen. Sie entwerfen weiterhin das Schema, schreiben die Abfragen und entscheiden, wie Ihre Anwendung mit den Daten kommuniziert.
Welche Funktionen von verwalteten Datenbanken sollten Sie vergleichen?
Verschiedene verwaltete Datenbanken bieten unterschiedliche Funktionen. Einige Funktionen passen möglicherweise zu Ihren geschäftlichen Anforderungen oder nicht, und andere bestimmen, ob die Datenbank dem Wachstum Ihrer Anwendung standhalten kann.
Das sollten Sie im Vorfeld bewerten:
Unterstützung von Datenbank-Engines: Eine Datenbank-Engine, auch Speicher-Engine genannt, ist die zugrunde liegende Software, die ein Datenbankverwaltungssystem verwendet, um Informationen in einer Datenbank zu erstellen, zu lesen, zu aktualisieren und zu löschen. Prüfen Sie, ob der DBaaS-Anbieter das unterstützt, was Sie benötigen (z. B. PostgreSQL, MySQL, MongoDB), und ob er mit den Veröffentlichungen von Nebenversionen Schritt hält. Bei Versionen in Rückstand zu geraten, kann bedeuten, dass Sicherheitspatches fehlen oder der Zugriff auf neuere Abfragefunktionen verloren geht, die Sie ansonsten nutzen würden.
Lese-Replikate: Replikate können den Leseverkehr von Ihrer primären Instanz wegleiten, was die Last bei Verkehrsspitzen reduzieren und die Schreibleistung konstant halten kann. Prüfen Sie, wie viele Replikate ein Plan zulässt und mit welcher Replikationsverzögerung zu rechnen ist, sobald die primäre Instanz unter erheblicher Last steht.
Verbindungslimits: Verwaltete Datenbanken begrenzen die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen basierend auf der Instanzgröße, und diese Grenze übersieht man leicht, bis man sie erreicht. Eine Anwendung mit vielen kurzlebigen Verbindungen, wie etwa ein serverloses Backend, kann dieses Limit schnell ausschöpfen, wenn ihr kein Connection Pooler vorgeschaltet ist. Ein Connection Pooler befindet sich zwischen Ihrer Anwendung und der Datenbank und pflegt eine kleine Anzahl wiederverwendbarer Verbindungen, die von vielen Anfragen gemeinsam genutzt werden, anstatt dass jede ihre eigene Verbindung öffnet.
Backup-Aufbewahrung: Anbieter speichern Point-in-Time-Backups in der Regel für ein bestimmtes Zeitfenster (z. B. 7, 30 oder 35 Tage bei Microsoft Azure Cosmos DB). Bestätigen Sie, wie weit Sie bei einer Wiederherstellung zurückgehen können, und prüfen Sie, ob dieses Zeitfenster das abdeckt, was Ihre Compliance-Anforderungen verlangen.
Erweiterungen und Kompatibilität: Wenn Ihre Anwendung von bestimmten Erweiterungen abhängt, wie PostGIS für raumbezogene Abfragen oder pgvector für Embeddings, überprüfen Sie, ob der Anbieter diese unterstützt, bevor Sie sich zu einer Migration verpflichten.
Workload-Skalierung: Serverlose und automatisch skalierende Rechenoptionen sind wichtig, wenn Ihr Datenverkehr in Schüben statt gleichmäßig auftritt. Eine Datenbank, die Verbindungen und Rechenleistung selbstständig skaliert, vermeidet die manuelle Größenanpassung, die bei Steady-State-Instanzen während Spitzenlasten erforderlich ist.
Was bestimmt die Kosten und Preisgestaltung von verwalteten Datenbanken?
Die Gesamtbetriebskosten umfassen mehrere Einzelposten, die durch die reinen Kosten für die Rechenleistung nicht erfasst werden.
Dafür müssen Sie ein Budget einplanen:
Speicher: In verwalteten Datenbanken wird der Speicher getrennt von der Rechenleistung abgerechnet und wächst mit Ihren Daten. Hinzu kommt der Speicherplatz für Backups. Einige Anbieter integrieren diesen in den Grundpreis, während andere ihn in Rechnung stellen, sobald Sie ein festgelegtes Aufbewahrungsfenster überschreiten.
Datenübertragung: Wenn Sie Daten aus dem Netzwerk des Anbieters heraus verschieben, sei es in eine andere Cloud-Region oder auf Ihre eigenen Server, fallen häufig Gebühren pro Gigabyte an. Bei einer Anwendung, die zur Notfallwiederherstellung über mehrere Regionen hinweg repliziert wird, können Übertragungskosten anfallen, welche die Kosten für die Rechenleistung in den Schatten stellen.
Hochverfügbarkeit: Der Betrieb einer Standby-Instanz für das Failover (der automatische Prozess der Sicherung Ihres Servers oder Netzwerks) kann in vielen Setups Ihre Kosten für die Rechenleistung erheblich erhöhen. Das ist der Preis für eine Datenbank, die den Ausfall einer Zone ohne manuelles Eingreifen übersteht.
Lese-Replikate: Jedes Replikat verursacht zusätzlich zu den Kosten der primären Instanz eigene Rechenkosten. Das Skalieren von Lesevorgängen wird mit jedem weiteren Replikat teurer.
Support-Pläne: Ein Basisplan mit Community-Support kostet über die Nutzung hinaus oft nichts. Ein Plan mit garantierten Reaktionszeiten und Kontozugriff kann teurer sein, und ein Unternehmen, das seine Datenbank in der Produktion betreibt, sollte dies kalkulieren, bevor ein Ausfall das Thema erzwingt.
Wie wählen Sie die richtige verwaltete Datenbank aus?
Die richtige verwaltete Datenbank hängt davon ab, was Ihre Anwendung mit Daten macht. Relationale Datenbanken wie PostgreSQL und MySQL eignen sich für Anwendungen mit strukturierten Daten und klaren Beziehungen zwischen Datensätzen, wie z. B. Bestellungen, die mit Kundinnen und Kunden und diese wiederum mit Zahlungen verknüpft sind. Sie erzwingen das Schema und unterstützen komplexe Joins und Transaktionen. Das ist wichtig, wenn bei der Datenkonsistenz nicht ein einziger Fehler passieren darf.
NoSQL-Datenbanken eignen sich für Anwendungen mit flexiblen oder sich schnell ändernden Datenstrukturen, hohen Schreibvolumina oder Daten, die sich nicht sauber in Zeilen und Spalten abbilden lassen. Dokumentenspeicher wie MongoDB verarbeiten Inhalte, deren Form von einem Datensatz zum nächsten variiert. Key-Value-Stores eignen sich für Caching- und Sitzungsdaten, bei denen Suchvorgänge schnell sein müssen und das Datenmodell einfach bleibt.
Serverless-Optionen eignen sich für Workloads mit unvorhersehbarem Traffic oder Traffic-Spitzen. Anstatt rund um die Uhr für eine feste Instanzgröße zu bezahlen, zahlen Sie für die tatsächlich genutzte Rechenleistung, und die Datenbank skaliert Verbindungen und Kapazitäten selbstständig. Dies eignet sich für Anwendungen in der Anfangsphase und für alles mit unregelmäßiger Nutzung weitaus besser als eine feste Instanz.
Spezialisierte Datenspeicher, wie Zeitreihendatenbanken und Vektordatenbanken für Embeddings, eignen sich für Anwendungen, die auf einem spezifischen Zugriffsmuster basieren. Wenn Sie einen solchen Workload in eine relationale Allzweckdatenbank zwingen, werden Sie letztendlich gegen das Tool ankämpfen, anstatt es zu nutzen.
Über die Art des Workloads hinaus kann es hilfreich sein, die Latenz abzuwägen gegenüber dem Standort Ihrer Nutzerinnen und Nutzer, jeglichen Compliance-Regeln, denen Ihre Daten unterliegen, den Datenbankkenntnissen, über die Ihr Team bereits verfügt, und der voraussichtlichen Wachstumsgeschwindigkeit Ihres Datenvolumens im nächsten Jahr. Ein Team ohne tiefgehende Datenbankkenntnisse zieht mehr Nutzen aus einer vollständig verwalteten Option mit festen Vorgaben als aus einer, die sämtliche Konfigurationsmöglichkeiten offenlässt.
Wie funktionieren Bereitstellung und Deployment bei einer verwalteten Datenbank?
Eine Datenbank gut bereitzustellen (und für eine Anwendung nutzbar zu machen), bedeutet, sie jedes Mal auf dieselbe Weise einzurichten.
Dies müssen Sie dafür implementieren:
Zugriffskontrollen: Richten Sie rollenbasierte Berechtigungen ein, damit Anwendungsdienste und einzelne Entwicklerinnen und Entwickler nur den Zugriff erhalten, den sie benötigen. Ein Backend-Dienst, der nur bestimmte Tabellen liest und schreibt, sollte nicht über Admin-Anmeldeinformationen verfügen, und das planmäßige Rotieren dieser Anmeldeinformationen ist besser, als denselben Satz auf unbestimmte Zeit aktiv zu lassen.
Schema-Verwaltung: Behandeln Sie Schema-Änderungen über Migrations-Tools, die diese genauso versionieren, wie Sie auch Anwendungscode versionieren. Dadurch erhalten Sie eine Aufzeichnung jeder Änderung und die Möglichkeit für ein Rollback, falls eine Migration in der Produktion Probleme verursacht.
Backup-Automatisierung: Verwaltete Datenbanken handhaben Backups oft standardmäßig. Bestätigen Sie jedoch, dass das Aufbewahrungsfenster Ihren Anforderungen für die Wiederherstellung entspricht, und testen Sie eine Wiederherstellung, bevor Sie diese benötigen.
Monitoring: Verfolgen Sie die Anzahl der Verbindungen, die Abfragelatenz, die Replikationsverzögerung und das Speicherwachstum, wobei Benachrichtigungen eingerichtet werden sollten, bevor einer dieser Werte ein Limit erreicht, das die Anwendung beeinträchtigt.
Migrationsplanung: Der Wechsel zwischen Datenbankversionen oder Anbietern erfordert einen Plan, der die Toleranz für Ausfallzeiten und das Datenvolumen berücksichtigt und eine Rollback-Option umfasst, falls mitten in der Migration ein Fehler auftritt.
Welche Sicherheits- und Compliance-Risiken sollten Sie bei einer verwalteten Datenbank berücksichtigen?
Managed Hosting verlagert einen Teil der Sicherheitsarbeit auf den Anbieter, jedoch nicht vollständig. Anbieter können in der Regel die Verschlüsselung bei der Übertragung übernehmen, das zugrunde liegende Betriebssystem patchen und Schutzmaßnahmen auf Netzwerkebene für die Datenbankinstanz verwalten. Darüber hinaus sollten Sie den folgenden Bereichen besondere Aufmerksamkeit widmen:
Zugriffskontrolle: Zu weit gefasste Berechtigungen, über mehrere Dienste hinweg gemeinsam genutzte Anmeldeinformationen und ungenutzte Konten, die nie entzogen wurden, vergrößern das Risiko. Beschränken Sie den Zugriff nach Rollen, verwenden Sie kurzlebige Anmeldeinformationen, wo der Anbieter diese unterstützt, und überprüfen Sie den Zugriff nach einem festgelegten Zeitplan.
Netzwerkisolierung: Eine Datenbank, die über das öffentliche Internet erreichbar ist, wird innerhalb weniger Stunden nach der Bereitstellung von automatisierten Scans und Brute-Force-Versuchen angegriffen. Platzieren Sie die Datenbank in einem privaten Netzwerk, das nur von Anwendungsservern erreichbar ist, um dieses Risiko erheblich zu senken.
Compliance-Rahmenwerke: Standards wie System and Organization Controls (SOC) 2 Typ II, der Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) und der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) legen jeweils spezifische Anforderungen an die Verschlüsselung, die Zugriffsprotokollierung und den Umgang mit Daten fest. Bestätigen Sie, dass der Anbieter über die für Ihre Branche relevanten Zertifizierungen verfügt, und denken Sie daran, dass sich die Zertifizierung der Infrastruktur des Anbieters nicht darauf erstreckt, wie Sie den Zugriff konfigurieren oder was Sie in der Datenbank speichern.
Datenresidenz: Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, müssen bestätigen, dass der Anbieter es ihnen ermöglicht, Speicher und Backups an eine bestimmte Region zu binden, wenn Vorschriften verlangen, dass bestimmte Daten an einem Ort verbleiben.
Wie Stripe Data Pipeline helfen kann
Stripe Data Pipeline ermöglicht es Unternehmen, Daten von Stripe-Konten mühelos direkt mit Data Warehouses oder Cloud-Speicheranbietern zu synchronisieren. Die Data Pipeline macht es einfach, Stripe-Daten in Kombination mit anderen Datensätzen anzuzeigen.
Data Pipeline kann Sie bei Folgendem unterstützen:
Automatisieren Sie die Datenbereitstellung in großem Maßstab: Richten Sie Data Pipeline in wenigen Minuten ohne Programmierung ein und erhalten Sie alle Ihre Stripe-Daten und Berichte automatisch und fortlaufend in Snowflake, Amazon Redshift, Google BigQuery, Databricks sowie beliebten Cloud-Speicherlösungen.
Vermeiden Sie Datenverzögerungen und Ausfälle: Entlasten Sie die laufende Wartung mit einer in Stripe integrierten Pipeline. Die Data Pipeline hat keine API-Ratenbegrenzungen. Unabhängig davon, wie viele Daten Sie haben, sind sie stets vollständig und präzise.
Schließen Sie die Buchhaltung schneller ab und gewinnen Sie schneller Einblicke: Zentralisieren Sie Ihre Stripe-Daten mit anderen Produkt-, Kunden- und Marketingdaten, um Umsätze schneller abzugleichen und Ihre wertvollsten Segmente, Betrug sowie Zahlungskosten an einem Ort zu analysieren. Greifen Sie zudem auf vorgefertigte, angereicherte Datensätze zu, die exklusiv für Data Pipeline verfügbar sind, um mit der Analyse von MRR, benutzerdefinierten Betrugsregeln, der Leistung bei der Umsatzsicherung und mehr zu beginnen – ohne komplexe Finanzmodellierung.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.