Der negative Cashflow ist ein wichtiger Indikator für das Finanzmanagement eines Unternehmens. Er umfasst alle kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und dient als Maßstab für die Verschuldung eines Unternehmens. Das Verstehen, Verwalten und Optimieren des negativen Cashflows ist daher entscheidend für die Aufrechterhaltung der finanziellen Stabilität eines Unternehmens und zur Vermeidung des Insolvenzrisikos, von dem immer mehr französische Unternehmen betroffen sind (im Jahr 2025 gab es in Frankreich mehr als 68.000 Insolvenzen).
In diesem Artikel erfahren Sie, was ein negativer Cashflow ist, wie Sie ihn berechnen und interpretieren und welche Strategien Sie zu seiner Optimierung anwenden können.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der negative Cashflow umfasst alle kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten eines Unternehmens (Überziehungskredite, Barverfügungslinien, Bankkredite und Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr).
- Der negative Cashflow dient dazu, die Lücke zwischen Betriebskapital und Betriebskapitalbedarf zu schließen.
- Ein moderater negativer Cashflow ist normal, ein erhöhter Wert deutet jedoch häufig auf ein strukturelles Ungleichgewicht hin.
- Ein übermäßiger negativer Cashflow schwächt ein Unternehmen, indem er hohe Finanzierungskosten verursacht, eine Abhängigkeit von Banken schafft und – in extremen Fällen – ein Insolvenzrisiko darstellt.
- Zur Optimierung des negativen Cashflows sollten Unternehmen den Betriebskapitalbedarf angehen, indem sie den Zahlungseingang von Kundinnen und Kunden beschleunigen, den Lagerbestand optimieren und Zahlungsbedingungen mit Lieferanten aushandeln, während sie gleichzeitig das Eigenkapital stärken oder bestehende Schulden neu verhandeln.
Was ist ein negativer Cashflow?
Der negative Cashflow bezieht sich auf die gesamten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten eines Unternehmens – also Beträge, die innerhalb eines Jahres fällig werden. Dazu können laufende Bankkredite (z. B. Überziehungskredite, Barverfügungslinien), Guthaben bei Banken oder Kreditrückzahlungen gehören.
Er entspricht somit allen externen Finanzierungsmitteln, die zur Deckung gelegentlicher Cashflow-Bedürfnisse eingesetzt werden. Dazu gehören insbesondere:
- Bankkreditlinien: Hierbei handelt es sich um kurzfristige Kredite, die Banken Unternehmen gewähren, um deren Liquidität zu stützen und Finanzierungslücken zu überbrücken.
- Genehmigte und in Anspruch genommene Überziehungskredite: Diese ermöglichen es dem Unternehmen, für einen bestimmten Zeitraum einen negativen Saldo auf seinen Bankkonten zu führen.
- Barverfügungslinien: Hierbei handelt es sich um Vorschüsse in bar, die Überziehungskrediten ähneln und für einen kurzen Zeitraum gegen Zinsen gewährt werden.
- Sollsalden auf Bankkonten: Diese Beträge schuldet ein Unternehmen seiner Bank (Bankkonten mit negativem Saldo).
- Kurzfristige Kredite (ein Jahr oder weniger): Dazu können saisonale Kredite oder Betriebsmittelkreditlinien gehören.
- Kredite mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr.
- Nicht fällige diskontierte Wertpapiere (EENE): Hierbei handelt es sich um Handelspapiere (z. B. Wechsel oder Schuldscheine), die einer Bank vorgelegt werden, um vor ihrem Fälligkeitstermin Liquidität zu beschaffen, typischerweise durch Diskontierung oder Dailly-Abtretung.
Der negative Cashflow wird auf der Passivseite einer Bilanz ausgewiesen und bietet einen Überblick über die Finanzlage eines Unternehmens, indem er dessen kurzfristige Verbindlichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt, meist am Ende des Geschäftsjahres, misst.
Hinweis: Der negative Cashflow unterscheidet sich von anderen in der Bilanz eines Unternehmens ausgewiesenen Verbindlichkeiten – wie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Steuerverbindlichkeiten oder Sozialversicherungsverbindlichkeiten –, bei denen es sich um betriebliche Verbindlichkeiten handelt. Betriebliche Verbindlichkeiten entstehen aus Handelsgeschäften oder rechtlichen Verpflichtungen, während negative Cashflow-Verbindlichkeiten aus der Aufnahme von Finanzkrediten resultieren.
Was ist der Unterschied zwischen positivem und negativem Cashflow?
Positiver Cashflow bezieht sich auf die sofort verfügbaren liquiden Mittel, über die das Unternehmen für seinen laufenden Betrieb verfügt: Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige, in Bargeld umwandelbare Anlagen. Negativer Cashflow entspricht hingegen den kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens. Ersterer wird auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen, während letzterer auf der Passivseite erscheint.
Die Berechnung des positiven und des negativen Cashflows ermöglicht es, die Höhe des Netto-Cashflows zu ermitteln – also die Differenz zwischen verfügbaren liquiden Mitteln (Gesamtzuflüsse) und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (Gesamtabflüsse). Der Netto-Cashflow berechnet sich wie folgt:
Netto-Cashflow = Positiver Cashflow - Negativer Cashflow
In welchem Zusammenhang stehen kurzfristige Verbindlichkeiten, der Betriebskapitalbedarf und das Betriebskapital?
Ein negativer Cashflow tritt auf, wenn das Betriebskapital – also die stabilen Ressourcen, die zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung stehen – nicht ausreicht, um den Betriebskapitalbedarf (d. h. die zur Deckung des Betriebsbedarfs erforderlichen Barmittel) zu decken.
Der negative Cashflow überbrückt somit die Lücke zwischen den stabilen Ressourcen eines Unternehmens und den durch seinen Betriebszyklus (z. B. Zahlungsbedingungen der Kundinnen und Kunden, Lagerbestände, Zahlungsbedingungen der Lieferanten) erzeugten Bedürfnissen. Je größer die Lücke zwischen Betriebskapital und Betriebskapitalbedarf ist, desto stärker ist das Unternehmen auf einen negativen Cashflow angewiesen, um seinen Betrieb aufrechtzuerhalten. Ein hoher negativer Cashflow ist daher oft ein Anzeichen für ein schlecht verwaltetes WCR oder unzureichendes Betriebskapital.
So berechnen Sie den negativen Cashflow
Zur Berechnung des negativen Cashflows addieren Sie alle kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens, unabhängig davon, ob diese sofort oder erst in der Zukunft fällig sind. Die Summe entspricht den zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehenden kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Negativer Cashflow = Bankkreditlinien + genehmigte Überziehungskredite + Barverfügungslinien + Sollsalden auf Bankkonten + kurzfristige Kredite + innerhalb eines Jahres fällige Darlehen + EENE
Beispiel: Ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) weist am Ende seines Geschäftsjahres folgende Verbindlichkeiten auf:
- Einen Überziehungskredit in Höhe von 10.000 €
- Eine Barkreditlinie in Höhe von 7.000 €
- Ein kurzfristiger Cashflow-Kredit (Darlehen) in Höhe von 12.000 €
- Ein innerhalb eines Jahres fälliges Darlehen in Höhe von 15.000 €
Insgesamt beläuft sich der negative Cashflow dieses Unternehmens auf 44.000 €. Diese Informationen sind in der Bilanz unter den Finanzkonten aufgeführt.
So interpretieren Sie einen negativen Cashflow
Ein negativer Cashflow kann entweder vorhanden sein (was bedeutet, dass das Unternehmen kurzfristige Verbindlichkeiten hat) oder nicht vorhanden sein (es hat keine kurzfristigen Verbindlichkeiten). Beide Zustände geben Aufschluss über die finanzielle Stabilität eines Unternehmens sowie über potenzielle Probleme, die gelöst oder verhindert werden müssen.
Negativer Cashflow: Vorhanden
Wenn ein negativer Cashflow vorliegt, deutet dies darauf hin, dass ein Unternehmen eine kurzfristige Finanzierung in Anspruch genommen hat und diese in naher Zukunft zurückzahlen muss. Dies ist an sich keine alarmierende Situation. Tatsächlich ist die Aufrechterhaltung eines moderaten, stabilen Verschuldungsniveaus – gerechtfertigt durch operative Zeitpunkte wie Umsatzsteuerverpflichtungen, saisonale Schwankungen oder Zahlungsbedingungen der Kundinnen und Kunden – ein normaler Vorgang im Betriebszyklus eines Unternehmens.
Erreicht der negative Cashflow jedoch ein hohes Niveau, könnte dies auf ein strukturelles Ungleichgewicht hindeuten, wie zum Beispiel einen nicht gedeckten Betriebskapitalbedarf, unzureichendes Betriebskapital oder eine übermäßige Abhängigkeit von Bankfinanzierungen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Verschuldung stetig steigt oder zur Finanzierung langfristiger Investitionen genutzt wird.
Negativer Cashflow: Nicht vorhanden
Das Fehlen eines negativen Cashflows bedeutet, dass ein Unternehmen keine kurzfristigen Finanzschulden hat. Sein gesamter Finanzierungsbedarf mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr (beispielsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Steuerverbindlichkeiten und Sozialversicherungsverbindlichkeiten) wird durch eigene Mittel oder Betriebskredite gedeckt.
Dies deutet im Allgemeinen auf eine gesunde Finanzlage hin, in der das Unternehmen in der Lage ist, seinen gesamten Bedarf zu decken. Ein negativer Cashflow von Null in Verbindung mit einem geringen positiven Cashflow lässt jedoch wenig Spielraum für unvorhergesehene Umstände (zum Beispiel erhebliche Zahlungsverzögerungen von Kundinnen und Kunden, Störungen in der Lieferkette oder außerordentliche Ausgaben) oder für die Nutzung einer wünschenswerten Geschäftsmöglichkeit.
Über die reine Berechnung hinaus, ob ein negativer Cashflow vorliegt oder nicht, ist es wichtig, die Interpretation durch eine Kennzahlenanalyse zu ergänzen, um ein umfassenderes Bild zu erhalten:
- Negativer Cashflow ÷ Positiver Cashflow: Ein Wert größer als 1 deutet darauf hin, dass die kurzfristige Bankfinanzierung die verfügbaren Barmittel übersteigt, was in der Regel auf einen negativen Netto-Cashflow und eine Abhängigkeit von Fremdfinanzierung hindeutet.
- Negativer Cashflow ÷ Umsatz: Diese Kennzahl gibt einen Hinweis darauf, inwieweit kurzfristige Finanzierungen im Unternehmen genutzt werden, muss jedoch vor dem Hintergrund der Branche und des Geschäftsmodells des Unternehmens interpretiert werden.
- Negativer Cashflow ÷ Betriebskapitalbedarf: Wenn ein erheblicher Teil des Betriebskapitalbedarfs durch negativen Cashflow statt durch Betriebskapital finanziert wird, deutet dies auf eine Abhängigkeit von kurzfristigen Finanzierungen und eine geschwächte Finanzstruktur hin.
Welche Risiken birgt ein übermäßig negativer Cashflow?
Ein übermäßig negativer Cashflow deutet auf ein potenziell gefährliches Verschuldungsniveau hin und setzt das Unternehmen einer strukturellen finanziellen Anfälligkeit aus: hohe Finanzierungskosten, Abhängigkeit von Banken, Risiko eines Kreditausfalls, Spannungen mit Gläubigerinnen und Gläubigern, sich verschlechternde Finanzkennzahlen und in den schwerwiegendsten Fällen das Risiko von Zahlungsunfähigkeit und Konkurs.
Zu den Hauptrisiken eines übermäßig negativen Cashflows zählen:
- Hohe Finanzierungskosten, welche die Rentabilität schmälern
Ein negativer Cashflow verursacht Kosten (beispielsweise Bankgebühren, Provisionen, Zinsen), die sich direkt auf die Gewinnmarge eines Unternehmens auswirken. Die kumulative Wirkung dieser Kosten kann eine knappe Marge in einen Verlust verwandeln. - Risiko des Widerrufs von Bankkreditlinien
Eine kreditgebende Bank könnte eine Überziehungskreditlinie reduzieren, aussetzen oder widerrufen, insbesondere im Falle festgestellter finanzieller Schwierigkeiten oder wiederholter Überziehungen. Eine solche Kündigung kann das Unternehmen in eine schwere Liquiditätskrise stürzen, die seinen Betrieb gefährden kann. - Gefährdung des Betriebskapitalbedarfs
Wenn der negative Cashflow ständig zur Finanzierung des Betriebskapitalbedarfs verwendet wird, verfügt das Unternehmen nicht über die Flexibilität, unerwartete Schocks wie Zahlungsverzögerungen großer Kundinnen und Kunden, Lagerengpässe oder Großaufträge abzufedern. - Abhängigkeit von Banken
Ein hoher negativer Cashflow führt zu einer Abhängigkeit von Finanzinstituten, da das Unternehmen ständige Fremdfinanzierung benötigt, um seine laufenden Verbindlichkeiten zu begleichen. Dies kehrt zudem das Machtgefälle um, sodass dem Unternehmen die Verhandlungsmacht fehlt, um Finanzierungskonditionen, Laufzeiten und Sicherheiten auszuhandeln. - Herabstufung der Bonität des Unternehmens
Ein anhaltend negativer Cashflow wirkt sich auf das Rating der Banque de France aus, das von Banken und Kreditversicherern zur Bewertung der Solvenz eines Unternehmens herangezogen wird. Eine herabgestufte Bonität schmälert die Fähigkeit des Unternehmens, sich in Zukunft Finanzmittel zu sichern. - Eingeschränkte Investitionsfähigkeit
Ein Unternehmen mit angespanntem Cashflow ist möglicherweise nicht in der Lage, Geschäfts- oder Investitionschancen zu nutzen, die seine Finanzlage verbessern könnten. - Risiko von Zahlungsunfähigkeit und Insolvenz
Ein übermäßiger negativer Cashflow kann zur Insolvenz führen, da das Unternehmen nicht mehr in der Lage ist, seine Zahlungsfristen einzuhalten und seine Schulden zu begleichen.
So optimieren Sie einen negativen Cashflow
Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen negativen Cashflow zu optimieren, beispielsweise durch die Reduzierung des Betriebskapitalbedarfs (zum Beispiel Verkürzung der Zahlungsfristen für Kundinnen und Kunden, Optimierung der Bestandsverwaltung, Neuverhandlung der Zahlungsbedingungen mit Lieferanten), die Erhöhung des Eigenkapitals und die Neuverhandlung der Konditionen bestehender Schulden.
- Kundenforderungen schneller einziehen
Verkürzte Zahlungsfristen sind der direkteste Weg, Ihren negativen Cashflow zu optimieren. Eine zeitnahe Rechnungsstellung, die klare Angabe von Verzugszinsen und die Einführung automatisierter Mahnungen können dazu beitragen, schneller Liquidität freizusetzen und kurzfristige Schulden zu tilgen. - Bestandsmanagement optimieren
Die Einführung eines Verfahrens zur Umschlagshäufigkeit des Lagerbestands, die Bestellung kleinerer Mengen mit häufigerer Lieferung und die Führung eines schlankeren Lagerbestands können dazu beitragen, den Betriebskapitalbedarf zu senken und Cashflow freizusetzen. - Zahlungsbedingungen mit Lieferanten aushandeln
Durch die Verlängerung der Zahlungsfristen für Lieferanten von 30 Tagen auf 45 Tage zum Monatsende oder 60 Tage netto gemäß dem LME-Gesetz kann ein Unternehmen seinen Betrieb finanzieren, ohne auf einen negativen Cashflow angewiesen zu sein, und erhält so größere finanzielle Flexibilität. - Das Betriebskapital durch Kapitaleinlagen erhöhen
Es gibt verschiedene Arten der internen Unternehmensfinanzierung, mit denen ein Unternehmen kurzfristige Verbindlichkeiten zurückzahlen und die Kontinuität des Tagesgeschäfts sicherstellen kann, ohne den negativen Cashflow zu vergrößern. Dazu gehören Kapitaleinlagen, zweckgebundene Gesellschafterdarlehen sowie die Einbindung neuer Gesellschafter/innen oder Investmentfonds. - Bestehende Schulden neu verhandeln
Die Neuverhandlung bestehender kurzfristiger Schulden – sei es in Bezug auf die Kosten (zum Beispiel Zinssätze, maximale Überziehungsgebühren, Servicegebühren, Kontoführungsgebühren) oder die Rückzahlungsbedingungen (wie Stundung von Fälligkeitsterminen, Umschuldung auf eine längere Laufzeit, Zusammenfassung mehrerer Kreditlinien zu einem mittelfristigen Darlehen) – kann dazu beitragen, die Liquidität des Unternehmens zu verbessern, ohne die Gesamtverschuldung zu erhöhen.
Welche Fehler sollten vermieden werden?
Dies sind die häufigsten Fallstricke, wenn es um einen negativen Cashflow geht:
- Verwechslung von Cashflow und Rentabilität
Ein Unternehmen kann rentabel und dennoch zahlungsunfähig sein. Bilanzergebnisse und der tatsächliche Cashflow folgen zwei unterschiedlichen Logiken, die klar voneinander unterschieden werden müssen: Ersteres wird auf der Grundlage von Zahlungsversprechen (ausgestellte Rechnungen, eingegangene Rechnungen) berechnet, während Letzteres auf tatsächlichen Zahlungseingängen basiert. - Finanzierung langfristiger Bedürfnisse mit kurzfristigen Mitteln
Kurzfristige Mittel sollten kurzfristige Bedürfnisse finanzieren, und langfristige Mittel sollten langfristige Bedürfnisse finanzieren. Die Nutzung eines Überziehungskredits oder einer Kreditlinie zur Finanzierung einer Kapitalinvestition oder des Erwerbs von Immobilien – die erst langfristig Vorteile bringen – hindert ein Unternehmen daran, seine unmittelbaren Bedürfnisse zu decken (beispielsweise Zahlungsverzögerungen von Kundinnen und Kunden, Steuerfristen und Lohnzahlungen). - Mangelndes Bewusstsein für die tatsächlichen Kosten der kurzfristigen Finanzierung
Die Anhäufung von Zinsaufwendungen, Transaktionsgebühren, Überziehungsgebühren, Bearbeitungsgebühren und Strafzinsen wirkt sich direkt auf die Gewinnmarge eines Unternehmens aus. - Versäumnis, den Cashflow in Echtzeit zu überwachen
Eine Cashflow-Steuerung, die sich ausschließlich auf monatliche Kontoauszüge oder Jahresabschlüsse stützt, ist unzureichend. Es ist notwendig, Schwankungen im Cashflow in Echtzeit zu analysieren und die zugrunde liegenden Ursachen zu identifizieren (zum Beispiel Unternehmenswachstum, verspätete Kundenzahlungen, schlechtes Management). - Verzögerte Reaktionen auf Cashflow-Engpässe
Wenn ein Unternehmen bereits unter finanziellem Druck steht, ist sein Verhandlungsspielraum gegenüber Banken, Lieferanten sowie Kundinnen und Kunden erheblich eingeschränkt. Durch die Vorwegnahme künftiger Spannungen und Schwierigkeiten mittels eines Cashflow-Plans ist eine effektivere Reaktion möglich. - Abhängigkeit von einem einzigen Finanzinstitut
Die Diversifizierung Ihrer Finanzpartner, die Sicherung mehrerer Finanzierungsquellen (wie etwa Banken, alternative Finanzierungen) und die Aufrechterhaltung Ihrer Verhandlungsmacht tragen dazu bei, die Risiken einer Abhängigkeit von einem einzigen Partner zu mindern (zum Beispiel einseitige Änderungen der Finanzierungsbedingungen, Senkung von Überziehungslimits, Erhöhung der Zinssätze).
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.